"Erziehungshilfe" bei Nachbarshund
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Liebe Foris,
ich bin ja eigentlich kein großer Threadersteller, wende mich heute aber dennoch mal an Euch.

Meine Morgenrunde mit den Mädels gestalte ich derzeit immer so, dass ich mit ihnen einzeln nach ihren jeweiligen Bedürfnissen etwas arbeiten kann. D.h. ich gehe morgens mit ihnen in der Regel getrennt, um beide etwas auf ihre Kosten kommen zu lassen. (Unterordnung, Nasenarbeit, etc. - was man eben so machen kann ud was gerade passt...)
Als ich heute morgen bei uns unten mit der Whippe ein paar Unterordnungsübungen machte, kam eine Nachbarin auf mich zu und fragte, ob ich soetwas wohl auch mit anderen Hunden machen würde. Ja, gute Frage - ich nehme ja durchaus häufiger mal die Hunde einer Freundin mit und arbeite dann auch mit den beiden etwas (allerdings sind die beiden top ausgebildet) oder habe hier mal Urlaubshunde von Freunden/Bekannten, aber bewusst mit fremden Hunden gearbeitet des Arbeitens wegen habe ich noch nicht.
Folgende Situation:
Verwandte meiner Nachbarin haben einen Hund von einem weiteren Familienmitglied geschenkt bekommen
(bitte keine Grundsatzdebatte daraus machen
).
Es handelt sich um einen 3-jährigen Rüden aus Rumänien, mit mehr oder weniger unbekannter Vorgeschichte. Der Hund lebt nun bei einem älteren Paar Ü70, hundetechnisch scheinbar unerfahren.Auf jeden Fall ist der Hund laut meiner Nachbarin noch ziemlich unerzogen - was meinen ersten Eindruck bestätigt, den ich von dem Hund habe (er wohnt auch hier im Nachbarhaus). Es ist eben ein absoluter Wildfang und dazu ziemlich ängstlich (auch das ist mir schon aufgefallen).
Die Besitzer sind scheinbar nicht mobil und laufen mit dem Hund hier immer nur um den Block. Wald-Feld-Wiesenrunden finden wohl überhaupt gar nicht statt, wenn ich sie richtig verstanden habe. Die Nachbarin sagte jedenfalls "ich sag immer, wenigstens 1-2 Mal die Woche sollte der Hund mal eine richtige Runde im Wald laufen können".
Wegen der Immobilität kommt vermutlich auch der Besuch einer Hundeschule nicht in Frage, aber das werde ich nochmal erfragen. Das wäre natürlich die beste Lösung. Ich werde ihnen alternativ einen Trainer ans Herz legen, der in dem Falle auch Hausbesuche macht.
Ich würde aber - für den Fall, dass sie das ablehnen, aus welchem Grunde auch immer - gerne irgendwie helfen, sofern sie die Hilfe annehmen möchten und habe gesagt, dass sie mich gerne mal ansprechen können. Meine Nachbarin wollte den Kontakt mal weiterleiten.
Es ist ja nun nicht der Sinn der Sache, dass ich deren Hund "ausbilde" und erziehe - das muss ja im eigentlichen Mensch-Hund-Team stattfinden, weil dort die Beziehung zum Hund stimmen muss, dann kann auch der Rest kommen.
Nun meine Frage: wie könnte ich da ansetzen?
Haltet Ihr es für sinnvoll, wenn ich anbiete, den Hund 1-2 die Woche mit in den Wald zu nehmen, bzw. separat mal mit ihm zu fahren, um ihn mal langsam an Umweltreize zu gewöhnen und damit er sich mal etwas auspowern kann? Ist das überhaupt möglich, wenn er die restlichen Tage hier im Trubel klarkommen muss? Oder doch besser als gar nichts? Natürlich nur nach einen Kennenlernen hier, ich würde ja den Hund mit seiner eh schon vorhandenen Unsicherheit nicht einfach so aus seiner ihm einigermaßen sicheren Umgebung reißen und "mal eben so mit ihm gehen".
Der Hund muss ja den totalen Energiestau haben
und Bewegung baut ja bekanntlich schon einmal Stress ab und macht zugänglicher.Der Kerl ist meiner Einschätzung nach völlig reizüberflutet, überall sind hier Autos, Menschen, eine Schule ist nebenan, permanente Hundebegegnungen, hier ist eigentlich immer etwas los und ich fänd es vermutlich relativ sinnvoll, würde er mal die Gelegenheit haben, sich wenigstens ab und an mal in relativ umweltreizneutralen Gebieten 1-2 Stunden aus"toben" können. Da könnte ich mir dann auch ein besseres Bild von ihm machen und schauen, wofür er so zugänglich ist.
Ich würde den Hund auf jeden Fall gerne kennenlernen und schauen, ob ich irgendwie helfen kann. Arbeit mit Angsthunden bedeutet ja sehr viel Kleinschrittigkeit, die ich mir prinzipiell schon zutraue, aber die ich in dem Umfang einfach noch nicht begleitet habe.
Worauf würdet Ihr achten, wie würdet Ihr ansetzen?
Liebe Grüße,
Kathi
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Hallo,
hast du hier "Erziehungshilfe" bei Nachbarshund schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
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Hallo Kathi!
Ich würde sagen, wenn du die Zeit und Lust hast, dann versuch es mal mit dem Nachbarshund.
Ich kenne einige -gerade im SV - die Fremdhunde ausbilden. Natürlich wird der Hund dann nicht als wohlerzogenes Hündchen neben den Besitzern herlaufen, wenn die nicht auch mit ihm arbeiten und Regeln setzen. Aber aufgrund des Alters werden die ggf nicht in der Lage sein die Grunderziehung leisten zu können. Da könntest du schon helfen.
Wichtig ist, dass der Hund sich wirklich mal austoben darf. Denn immer nur an der kurzen Leine laufen zu müssen ist schrecklich.
Dann würde ich an Altagssituationen arbeiten. Zunächst an der Leinenführigkeit, am Abrufen und später dann viellecht an stärkeren Umweltreizen und Hundekontakten.
Ich würde das so machen, dass ich hin und wieder mal mit dem Hund gehe. Ein paar Trainingseinheiten einbaue und das dann später mit den Besitzern besprechen. So von wegen heute haben wir an dieser Sache gearbeitet. Dafür bekommt er einfach jenes Komando. -
Danke für deine Antowrt, Yvonne!
Also prinzipiell würdest du es so aufbauen, wie du Spaziergänge mit einem eigenen Hund in der "Verfassung" aufbauen würdest?
Ich denke, es ist wichtig, dass der Hund erst einmal lernt, dass von seinen Menschen bzw. von dem Menschen, bei dem er an der Leine ist, Sicherheit ausgeht. Nur ist das, sollte er wirklich irgendwie traumatisiert sein, was ich ja noch nicht weiß, sicherlich nicht einfach, dann noch eine weitere Bezugsperson ins Spiel zu bringen, oder?

Ausprobieren würde ich das schon sehr gerne, aber nicht auf Kosten des Hundes. Andererseits denke ich, dass jede Arbeit mit ihm ihm und seinen Besitzern eine Verbesserung bringen kann.
LG, Kathi
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Wenn ich das alles so lese, denke ich :
überzeug lieber die alten Menschen , den Hund in geeignetere Hände abzugeben.
Ich hab als Ergotherapeutin viel mit Alten gearbeitet und glaub mir, es wird nicht besser mit ihnen, sondern es geht immer schlechter.
( Es sei denn, ein Wunder passiert und sie trainieren sich für und mit dem Hund nochmal richtig auf, aber ist eher nicht anzunehmen...) und wenn dann der erste Sturz kommt, und der erste von beiden ist im Krankenhaus, muss der Hund sowieso weg.
So hart das jetzt klingt, aber ich habe echt langjährige Erfahrung mit Alterungsprozessen und
so geht's meist. Leider.
Manchmal ist ein Besitzerwechsel positiv für einen Hund....und hohe Energie PLUS Angst und zwei alte Leute finde ich eine sehr schlechte Kombination für das zukünftige wohl des Hundes .Geschenkt bekommen....kopfschüttel....

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Ja, ich würde es schon aufbauen als wäre es mein Hund. Zumindest so ähnlich.
Am Anfang würde ich den Hund durch Halsband und Geschirr sichern und mit ihm in eine ruhige Gegend gehen.
Du hast ja selbst unterschiedliche Hunde und wirst wissen, wie du mit Hunden umgehen musst. Versuch einfach Sicherheit durch souverinität zu vermitteln.
Klar ist es blöd, wenn noch eine Bezugsperson dazu kommt. Aber der Hund wird sich über hundegerechte Beschäftigung sicher freuen und davon provitieren können. Und wenn die Besitzer sich dann noch was abgucken können ...
Aus Sicht des Hundes sehe ich mehr Vorteile als Nachteile. Ich würde es machen, wenn man mich fragen würde und ich die Zeit hätte.Ich geb dir den Tipp diesen Hund einfach mal kennen zu lernen. Guck wie die Chemie ist.
Übe nur keine Druck auf den Hund aus, der ihn überfprdern könnte. Beib immer cool und souverän. Das wird dem Hund am meisten helfen.So, jetzt muss ich aber selbst auch mal mit meinen Monstern raus! Ab in den Wald!
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DSHRottlador
Also physisch scheinen mir die beiden schon noch fit zu sein - aber sie sind bezüglich des Verhaltens des Hundes völlig überfordert, wie ich das einschätze. Ich denke, sie WÄREN auch in der Lage, mit ihm große Runden zu laufen, nur fehlt ihnen dafür das Auto, um in entsprechende Gebiete zu fahren.Wie groß die "Blockrunden" sind kann ich nicht beurteilen, vllt. sind die ja auch länger und sie laufen mit ihm längere Zeit, aber eben nur ihn Wohngebieten, nicht auf Feld/Wald/Wiese. Aber wir sind uns sicherlich einig, dass einem Hund das auf Dauer einfach nicht genügt. Schon gar nicht bei einem Hund, der mit permanenten Umweltreizen völlig überfordert ist.
Zur Abgabe raten, ohne die Leute und die Umstände, Trainigswillen, Zugang zum Hund, etc. zu kennen, würde ich mir nicht anmaßen.
Aber im Hinterkopf habe ich es, sollten irgendwann alle Stricke reissen. Soweit denke ich aber noch nicht.Danke! Ja, Dualsicherung ist in dem Falle ein Muss, das sehe ich genauso.
Ich bin gespannt, ob sie den Weg über mich suchen - Lust hätte ich schon und die Zeit würde ich mir nehmen.
Nachher werde ich mich mal durch angsthunde.de lesen - vllt. kann ich da schon einmal etwas theoretischen Input für mich mitnehmen.
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Du musst eben gucken, das "fast" alles was du dem Hund beibringst auch für die Besitzer umzusetzen ist.
Abruf klappt dann vielleicht besser mit einer Pfeife. Kommandos wie Sitz ect. klappen dann vielleicht am besten, wenn man den Namen des Hundes sagt und dann nur ein Handzeichen gibt als Bsp.
Da müsstest du die Besitzer schon kennenlernen und rausfinden womit die am besten zurecht kommen.
Ist vielleicht fies, aber in eine Pfeife zu Pusten und dem Hund ein leckerlie in die Schnautze zu schieben trau ich jedem Menschen zu bei dem Kommando. Weil sich der Pfiff ja immer gleich anhört spielt es ja keine Rolle wer es Trainiert
.Umweltreize Trainieren mit nem Unsicheren Hund ist so eine Sache... die wichtigste Basis finde ich, ist ein gutes Mensch Hund Team. Weil ein unsicherer Hund wird nie zu einem Selbstbewussten Hund, aber ein unsicherer Hund kann lernen seinem Menschen zu folgen und zu vertrauen das er schon weiß was er tut.
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ich würde einfach mal hin gehen und mir den hund unvoreingenommen anschauen...
je nachdem wie er sich verhält, kannst du ihnen den vorschlag auf jeden fall machen und sie damit unterstützen dass du den hund hin und wieder gerne mitnimmst.
bevor du jedoch nicht weisst wie er auf dich reagiert, womöglich noch angst hat etc..
kannst du dir sicher noch keine grossartigen gedanken darüber machen wie du weiter verfahren willst.
evtl. braucht es erst eine beziehung zwischen dem hund und dir, welche du erst aufbauen müsstest um mit ihm (egal in welche richtung) zu arbeiten. -
Vielen Dank für das Feedback.
Ich traf die Besitzerin heute auf der Straße, die mich mit "Trainieren Sie Hunde?" ins Gespräch evrwickelte. Da dachte ich erst "oh nee, nicht schon wieder"
, da stellte sich aber heraus, dass sie die Besitzerin des besagten Hundes ist und ihre Nichte bereits mit ihr über unser Gespräch am Morgen unterhalten hatte.Ich hatte mich in Absprache dann für den Abend angemeldet, um ihr mal 2 Trainerempfehlungen vorbeizubringen.
Aus dem Vorbeibringen des Zettels wurden dann gute 2 Stunden.Vorab: der Rüde ist aus Spanien, nicht aus Rumänien und bereits als 8-wöchiger Welpe zu ihnen gekommen. Wohl auch nicht als Geschenkt, sondern nachdem sie sein Bild beim Tierarzt sahen.
Sie hatten auch schon immer Hunde, Dackel - und der Welpe wurde als wahrscheinlicher Dackel-Pinscher-Mix vermittelt. Er ist wirklich viel, aber Dackel sicherlich nicht - windiger Einschlag könnte sein und auch soetwas wie Ridgeback/Staff/was auch immer, der Kopf ist recht kompakt. Vermutlich ist der halbe FCI-Katalog in dem Hund vereint...Als ich klingelte, schlug der Hund sofort an.
Mein Vorhaben war: Hund nicht beachten, weder anschauen, noch ansprechen. Klare Körperhaltung, aber absolute Passivität. 15-20 Minuten (schätze ich, ich hab bei sowas immer ein schlechtes Zeitgefühl...) dauerte es, bis er nicht mehr permanent bellte/wuffte/knötterte.
Er war permanent unter Spannung, permanent auf dem Sprung - soetwas habe ich noch nie gesehen.
Ein Kandidat, der definitiv "flight" statt "fight" wählen würde nach meiner bisherigen Einschätzung. Der Hund ist auch noch nie nach vorne gegangen, sagte die Besitzerin, wenn ihm etwas nicht behagt, haut er ab. Und wenn es die Bürste ist, die er nicht an sich spüren möchte. Wenn ihm draußen etwas nicht behagt, flüchtet er sich allerdings hinter seine Besitzer und haut nicht ab - das ist ja auch schon einmal etwas und spricht dafür, dass die Beziehung zumindest zu den Besitzern auch durchaus positiv belegt ist.Danach war jede minimale Bewegung meinerseits ein Grund, rumzuknöttern. Irgendwann legte er sich immerhin ab, hatte mich aber permanent im Blick. Seine Besitzerin gab mir einige Zeit vorher bereits ein paar Leckerlis, die ich aber noch einbehielt.
Anderer Besuch füttert ihn wohl immer, wenn er knötternd auf dem Sofa liegt und wirft ihm die Brocken zu. Ist natürlich der falsche Ansatz.

Als er dann zur Ruhe gekommen war und im Zimmer stand, hielt ich einige Minuten ein Leckerlie in der hohlen/flachen Hand, die seitlich von meinem Körper hing. Das war ihm noch zu heikel... ich warf ihm ein kleines Bröcken zu (ungefähr auf die Hälfte der Distanz zwischen mir und ihm und als er still war - er war definitiv am Keks interessiert ;D), beachtete ihn aber sonst nicht weiter und er nahm es auf.
Der erste Schritt, immerhin fraß er trotz des Stresses.Ich hielt wieder meine Hand seitlich vom Körper von mir weg, aber auch von ihm weg, so dass die Hand nicht auf ihn gerichtet war und er entscheiden konnte, ob er von der Seite rangehen mag oder nicht. Und er tat es. Nachwievor habe ich nicht mit ihm gesprochen, sondern mir währenddessen ganz normal mit der Besitzerin weiter unterhalten.
Er war wirklich PERMANENT auf dem Sprung, so einen angespannten Hund habe ich wirklich noch nicht erlebt, allzeit bereit jede Sekunde auf die andere Seite des Zimmers zu flüchten. Was muss der Kerl erlebt haben... Jede minimale Bewegung, die ich in den ersten 45 Minuten machte, wurde mit unsicherem Gebrummel und der Tendenz "weg von der Frau" quittiert. Wahnsinn...
Das wiederholten wir einige Male, er taute langsam auf. Die Besitzerin war völlig von den Socken, da er das noch nie gemacht hat. Er hat noch nie bei fremden Leuten aus der Hand gefressen. Als ich fragte, wie sie das denn sonst handhabe, sagte sie, der Besuch, der ihn füttere bzw. die Brocken immer zuwirft (auf die Idee mit den Leckerlies kamen sie immerhin schon selber), schaut ihn dabei immer an und spricht auch mit ihm.
Das ist in meinen Augen viel zu viel Interaktion mit dem Hund für den Anfang, das muss unglaublich langsam aufgebaut werden, absolut bei null...
Ich hab ihr gesagt, dass sie den Grundsatz "Hund ignorieren" für jeden Besuch zur Wohnungsbetretungsregel machen solle. ;o)Irgendwann kam er sogar initiativ zu mir und ich habe mal versucht, ihn ganz seicht mit einem Finger am Kinn zu berühren als ich ihm den Keks gab - das ließ er ohne Probleme oder auch nur einem Ansatz von Fluchttendenz zu.
Irgendwann spürte ich, dass er von der anderen Seite kam und an meiner Jacke schnüffelte (ohne Keksmotivation ;o).Später konnte er sich sogar selber erlauben, sich auf's Sofa zu legen und die Augen zu schließen. Natürlich war er bei jedem von mir fabrizierten Geräusch einer Bewegung schnell mit den Augen bei mir, blieb aber mit aufgelegtem Kopf liegen und kommentierte das auch nicht.
Mehr habe ich heute nicht gemacht. Ich fand die Entwicklung (wenn man davon schon sprechen kann - ich nenne es mal eher "Tendenz") durchaus positiv und der junge Mann hat durchaus Potenzial. Wenn man da dran bleibt, sehe ich da durchaus Chancen, diesen Hund einigermaßen alltagstaglich zu bekommen - mit wahnsinnig viel Zeit und Geduld.
Als ich aufstand, um zu gehen, war er von 0 auf 180 in ca. 1,5 Sekunden
Er kam aber recht flott zu mir, obwohl ich stand und war dann auch mal still als er meinen Sessel abschnuffelte, das belohnte ich erneut und er konnte neben mir stehen, obwohl ich stand.Das Ehepaar ist übrigens körperlich in keiner sonderlich aktiven Verfassung Ich bot ihnen an, dass - sollte es uns gelingen, eine einigermaßen stabiles Vertrauensverhältnis aufzubauen - ich ihn durchaus mal ausführen würde, wenn sie sich das vorstellen könnten.
Das nahmen sie dankend zur Kenntnis.Knackpunkt in der Arbeit ist vermutlich die konsequente Umsetzung bestimmter Dinge seitens der Besitzer. Sie deutete an, dass sie bestimmte Dinge gar nicht könnte, weil sie dann doch denkt, dass sie böse mit ihm sei und er ihr das dann übelnehmen könnte oder er sich dann vernachlässigt fühlt. Puh... ich sagte ihr, das A und O in der Arbeit mit einem Trainer sei, dass die Besitzer gleichermaßen gewillt sein müssen, die Tipps wirklich mit langem Atem umsetzen zu wollen.
Ich bin mir nicht sicher, ob das überhaupt geleistet werden kann. Sie lieben ihren Hund über alles, aber das ist ja bekanntlich nicht alles.
Ich hoffe inständig, dass sie sich die professionelle Hilfe auch holen.
Soweit erst einmal von mir...
Liebe Grüße,
Kathi -
Ich finde es richtig toll, was Du vorhast und das Du im häuslichen Bereich mit dem Hund arbeitest. Aber: Der Hund scheint durch die ganzen Aufgaben, die er zu bewältigen hat, maßlos überfordert zu sein. Wäre es nicht sinnvoller ihm beizubringen, ruhig an einer Stelle liegen zu bleiben und den besitzern zu zeigen, wie sie Besuch zu regeln haben? So kann sich der Hund viel eher entspannen (das sind meine eigenen Beobachtungen, die ich mit unseren Gasthunden gemacht habe). Wenn man ihn "nur" ignoriert, bleibt er sehr lange in dieser Situation hängen. Haben wir hier einen gasthund der bellt und sich energetisch "hochschrauben" möchte, schränken wir ihn in seiner Bewegung ein, was dafür sorgt, dass dieser Hund schneller "runter" kommt, als würden wir ihn "machen" lassen und ignorieren. den Besuch darf jeder Hund begrüßen, nachdem wir diesen "Abgecheckt" haben und sich der Hund ruhig verhält.
Deshalb sehe ich das ignorieren eher als "kritisch" an, zumal sich am Energiehaushalt des Hundes nichts ändert. Er schaltet viel langsamer ab, als wenn er mal ein kurzes Feedback bekommt: "Hey, nimm Dich zurück, es ist alles okay, ich kümmere mich darum".
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