"Erziehungshilfe" bei Nachbarshund
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Guten Morgen!
Danke für dein Feedback :)
Ich stimme dir da insofern auf jedenfall absolut zu, dass die Leute lernen müssen, wie sie den Besuch managen.
Und ich habe gestern, als ich dort saß, auch überlegt, inwiefern es sinnvoll wäre, dem Hund ein "Refugium" zu schaffen, das für ihn bei Besuch sein "sicherer Platz" ist, auf dem er liegen MUSS, sobald es klingelt. (er begleitet die Leute ja natürlich auch immer mit zur Tür
)So haben wir das bei unserer Hündin auch gehandhabt (auch wenn sie nicht ängstlich war) und auch ich bin kein Freund von "nur ignorieren".
Mir ging es gestern ja erst einmal darum zu schauen, wie lange braucht der Hund überhaupt, bis er zur Ruhe kommt, wie verhält er sich allgemein, was lässt er zu, was nicht, auf was reagiert er, wie gehen die Besitzer damit um?
Ich wusste ja nur überhaupt nicht, in was ich da reingerate, daher war es mir erst einmal wichtig, mich so neutral wie möglich zu verhalten. Laut der Besitzerin war der Hund für seine Verhältnisse sehr schnell still - häufig bellt und knöttert er wohl durch, wenn Besuch dort ist. Bei mir waren es "nur" 15-20 Minuten, danach dann, wenn ich mich bewegte und DANN nur noch, als ich zum Schluss aufstand und selbst da war er ja irgendwann relativ ruhig. Für seine Verhältnisse war das "schnell runtergefahren", daher kann das für den Anfang sooo falsch nicht gewesen sein. Zumal er bisher vorher nie bei Fremden Futter aus der Hand nahm.
Und mein Ratschlag, dass Besuch den Hund erst einmal völlig ignorieren soll, ist erst einmal eine Übergangslösung - denn alles ist besser, als dem Hund die Kekse auf's Sofa zu werfen, wenn er rumbrummelt und bellt oder ihn vollzutexten und anzustarren

Ich hoffe ja darauf, dass sie sich mit einem der Trainer in Verbindung setzen, der ihnen dann fachlich fundiert helfen kann. Ansonsten muss ich mal schauen, inwiefern dort überhaupt etwas für mich/von mir umsetzbar ist

Liebe Grüße!
Kathi - Vor einem Moment
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Hi,
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ich finde das grossartig von dir dss du dich so einsetzt. hut ab.
wenn sie sich jetzt einen teil von deinen tipps zu herzen nehmen ist schon sehr viel gewonnen.
nat. gäbe es noch weitere massnahmen wie zb. strikte regeln, immer wiederkehrende rituale etc. welche dem hund zusätzlich sicherheit bieten.
eigentlich ein armer tropf wenn soviele unsicherheiten vorhanden sind und ich denke da wurde sehr viel falsch gemacht.
ich hoffe fest, dass sie sich ratschläge zu herzen nehmen und selbst erkennen dass sich dringend etwas ändern muss. bis jetzt sieht es jaa nicht schlecht aus und wenn sie dich schon nach hilfe fragen sollte man davon ausgehen, dass sie auch hilfe annehmen und die nötigen trainings bereit sind anzugehen. -
Zunächsteinmal ein großes Lob an dich Smaddi, dass du dem älteren Paar helfen willst.
Deine Ansätze sind sehr gut und würden sicher auch bald zum Erfolg führen, wenn es dein Hund wäre.Dennoch muss ich dir leider die Illusion, dass es viel besser werden wird, nehmen und geben zu bedenken, dass du ja nicht rund um die Uhr da bist und den Hund, das Training und vor allem das Ehepaar beobachten und anleiten kannst.
Mit Sicherheit sind viele Tips gut umsetzbar für die Leute. Doch ob sie es wirklich konsequent, also wirklich richtig konsequent tuen, das wage ich zu bezweifeln. Auch ob die künftigen Besucher sich insoweit zurückhalten können, den Hund eben nicht zu beachten, da bin ich mir nicht sicher.
So ein Hund wie hier beschrieben, hat meistens nicht nur eine Baustelle, und es ist vermutlich ein sehr langwieriger und zeit- und nervenraubender Prozess, der dann abläuft.
Ich bezweifel einfach sehr stark, dass das Ehepaar in dem Alter wirklich noch etwas in der Hundeerziehung verändern und viel trainieren will oder kann.
Mag sein, dass jetzt noch alles gut aussieht. Aber aus meiner eigenen Erfahrung heraus mit solchen Fällen, kann ich dir sagen, dass irgendwann alles an dir allein hängen bleibt, weil die Leute zu inkonsequent sind, keine Zeit oder Lust haben die gleichen Übungen ständig und immer wieder durchzuführen und somit die Fortschritte auch immer wieder kaputt gemacht werden.
Ich begrüße es, wenn du den Leuten hilfst und sie im Training anleitest. Aber versuch trotzdem etwas Abstand zu halten, denn ich merke, dass du schon n bissl emotional und mit viel Elan bei der Sache bist. Nicht dass deine Bemühungen später im Sande verlaufen und du entäuscht bist.
Ich meine das alles nicht böse, sondern will dir nur aufzeigen, dass alles auch ganz anders und unbefriedigend ausgehen kann.Den Vorschlag mit zwei drei mal die Woche den Hund auf großer Runde auszulasten, finde ich übrigens richtig gut. Das schafft das ältere Ehepaar sicher nicht mehr. Aber sie könnten den Hund drinnen dafür mehr beschäftigen. Suchspiele oder Apportiertraining kann man wunderbar daheim machen. Und vielleicht bringt der Hund ja auch bald mal die Pantoffeln ans Bett

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Vielen Dank auch für Euer Feedback!
Zitat
Dennoch muss ich dir leider die Illusion, dass es viel besser werden wird, nehmen und geben zu bedenken, dass du ja nicht rund um die Uhr da bist und den Hund, das Training und vor allem das Ehepaar beobachten und anleiten kannst.
Mit Sicherheit sind viele Tips gut umsetzbar für die Leute. Doch ob sie es wirklich konsequent, also wirklich richtig konsequent tuen, das wage ich zu bezweifeln. Auch ob die künftigen Besucher sich insoweit zurückhalten können, den Hund eben nicht zu beachten, da bin ich mir nicht sicher.
Das ist der Knackpunkt an der Sache und dessen bin ich mir auch bewusst. Theoretisch müsste ich jeden Tag dort hin und das sehr engmaschig begleiten - das kann ich nicht leisten.ZitatIch bezweifel einfach sehr stark, dass das Ehepaar in dem Alter wirklich noch etwas in der Hundeerziehung verändern und viel trainieren will oder kann.
Ja, das sehen wir ähnlich - die Muster sind einfach viel zu festgefahren und ohne die absolute Überzeugung, das ändern zu wollen - und sei es durch viel Arbeit mit sich selbst verbunden - funktioniert das nicht. Allerdings auch nicht in Begleitung eines Trainers. Das war in etwa auch das, was ich ihr auf ihre Frage "Und, meinen Sie, dass man das nochmal wieder in den Griff bekommen kann?" entgegnete.ZitatIch begrüße es, wenn du den Leuten hilfst und sie im Training anleitest. Aber versuch trotzdem etwas Abstand zu halten, denn ich merke, dass du schon n bissl emotional und mit viel Elan bei der Sache bist. Nicht dass deine Bemühungen später im Sande verlaufen und du entäuscht bist.
Ich meine das alles nicht böse, sondern will dir nur aufzeigen, dass alles auch ganz anders und unbefriedigend ausgehen kann.
Ich hab das auch gar nicht als "böse" verstanden, finde es sogar sehr lieb und aufmerksam von dir, dass du da soweit denkst. Aber ich weiß, dass ich nur dort helfen kann, wo die Hilfe angenommen und umgesetzt wird. Und dass ich da im Alleingang mal gar nichts bewirken kann (und auch nicht will, weil es weder den Leuten, dem Hund oder mir etwas nutzt).ZitatDen Vorschlag mit zwei drei mal die Woche den Hund auf großer Runde auszulasten, finde ich übrigens richtig gut. Das schafft das ältere Ehepaar sicher nicht mehr. Aber sie könnten den Hund drinnen dafür mehr beschäftigen. Suchspiele oder Apportiertraining kann man wunderbar daheim machen. Und vielleicht bringt der Hund ja auch bald mal die Pantoffeln ans Bett

Also den Hund mitnehmen zu können ist absolute Zukunftsmusik - dafür bedürfte es schon einem intensiven Training mit mir im Haus, damit er sich einigermaßen entspannt auch draußen auf mich einlassen könnte.Das wäre ggf. für MICH ein Ziel, das sich zwar nicht auf die allgemeine Problematik ausübt, aber den Hund soweit bringt, dass er wenigstens mit mir mitgeht, um mal einen Tapetenwechsel zu bekommen. (Das würden die Besitzer ja auch sehr begrüßen und sie sind sich der Situation, dass das, was sie machen, nicht ausreichend ist, durchaus bewusst.) Aber auch dafür müsste ich sehr engmaschig dort hingehen.
Und ganz ehrlich... langfristig betrachtet - und ich möchte da nicht einfach so nebenbei mal drüber urteilen - denke ich schon, dass der Hund in einem ruhigen, aber aktiven, geduldigen, hundesachverständigen Haus sicherlich besser auf gehoben wäre und dass es auch für die Leute besser wäre. Aber sie sagte schon ein paar Mal "ich kann den nicht weggeben. Das bring ich nicht über's Herz". Da bin ich erstmal gar nicht groß drauf eingegangen, das kann und will ich mir derzeit nicht anmaßen.
Liebe Grüße!
Kathi -
Ich hab es mit 17 Jahren geschafft meinem meist Jugendlichen Besuch klarzumachen, das die meine Hündin nicht ansehen dürfen. Das schaffen Ältere Menschen bestimmt auch.
Vielleicht muss nur deutlich gesagt werden warum das so ist.
Meine Hündin hat damals losgepinkelt sobald sie angesehen wurde, da war der Grund klar. Bei dem Hund ist es aber das selbe, nur nicht so deutlich. Du musst es aber so Erklären das es Deutlich wird und bei jedem Besuch durchgesetzt wird.
Auch dieses anschleichen hinter dem Rücken und beschnüffeln macht meine Hündin noch heute. Das darf sie auch. weil ich meinem Besuch das Verhalten erkläre. Meine Hündin tut dabei niemanden was, berührt auch niemanden! und wird einfach weiter Ignoriert.
Nach dem schnüffeln legt sich meine Hündin meist schlafen oder fordert den Besuch zum Spielen auf
.Meine Hündin lag früher immer neben mir bzw. so das ich zwischen ihr und dem Besuch gewesen bin (sie ist dann um mich rum zum Besuch um zu schnüffeln und schnell wieder hinter mich, wenn der Besuch sie angesehn hat). Wie ist der Schlafplatz des Hundes? Vielleicht wäre ein Platz direkt neben/hinter den Besitzern wenn Besuch kommt ja für den Hund ganz gut.
Weil du hast ja auch schon geschrieben das er hinter den Besitzern schutz sucht. Vielleicht würde ein Platz direkt bei den Besitzern oder hinter ihnen ja auch schon helfen wenn Besuch da ist. -
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Kathi, gerade am Handy deswg wenig...
Der Hund ist wie unsere Fips.
Exakt so.Der Platz auf dem er liegen soll wenn Besuch kommt ist wirkl keine gute Idee, nicht bei Angsthunden (ich musste ALLES was ich bisher über Hunde wusste neu überdenken).
Rituale geben unheimlich Sicherheit, ein Platz wo man bleiben MUSS o ein SITZ heißt für Angsthunde "aushalten " müssen u das ist fast das Schlimmste.
Distanzen selber wählen dürfen ist unheimlich wichtig!Du hast alles richtig gemacht!!! Instinktiv u das merkt der Hund.
Komm ein Besucher frontal auf ihn zu ist jeder Besuch wieder negativ verknüpft. Alles wieder neu.Ich muss beipflichten, ein solcherHund braucht ABSOLUT reizarme Umgebung um von der Panik loszukommen die jedes Training unmögl macht.
Die Umgebung bei euch ...oh Hilfe. Fips würde durchdrehen, ich fahre von mir schon immer in ruhige Umgebung u gehe die nähere nur morgens ab wenn niemand auf der Strasse ist.Ein solcher Hund braucht Angsterfahrung, wenig Trubel, Ruhige u besonnene Hand, Struktur u Rituale, Rückzugsorte, ...usw und diese Hunde machen so WINZIGE Fortschritte, die man mit jeder Pore erfassen u ausbauen muss, dafür ist viel Sachverstand u Geduld nötig.
Ach und das wichtigste:
Fips kann nur im Wald mit ihrem Rudel entspannen, toben, unbeschwert Hund sein u schöpft daraus unendlich Selbstsicherheit. Das braucht sie tägl. u selbst dann sind die Fortschritte minimal.Ich drücke dir die Daumen dass du irgendwie weiterkommst.
Und wenn du mit ihm arbeitest, hol die das kleine aber absolut tolle Buch:
"Trau nie einem Fremden" von Patricia McConnell.
Ganz schnell gelesen, AHA Effekt u sehr gut umzusetzen. -
Hey Meike,
danke für dein Feedback - ich lese deine Geschichte um Fips hier mit, soweit ich neue Beiträge bemerke.
Geht Fips auch nach vorne? (ich hab das nicht mehr in Erinnerung
)Leider gibt es keine so guten Neuigkeiten - ich traf die Leute nochmal unten nach einem fiesen Vorfall einige Tage zuvor, bei denen der Hund Passanten nicht an sein gestürztes Herrchen heranlassen wollte.
Ich sprach nochmal mit der Besitzerin, die Angst hat, dass ihr der Hund weggenommen wird und sagte ihr, dass der erste Schritt, damit das nicht passiert, ist, dass sie sich mal an einen der von mit empfohlenen Trainer wendet.Das tat sie daraufhin endlich auch (inzwischen waren über 2 Monate ins Land gezogen, glaube ich - in denen NICHTS passierte. Interessanterweise mied man mich unten auch immer, weil vermutlich klar war, dass ich nachhaken würde
)Ich möchte das öffentlich nicht sonderlich vertiefen - auf jeden Fall wird es keine weiteren Stunden mit der Trainerin geben - es blieb bei der Kennenlernstunde.
Edit by Mod: Satz auf Wunsch der TS entfernt!Der Hund wird unten inzwischen wieder abgeleint, der Wahnsinn beginnt von vorne...
Der Hund ist dort Kindersatz, die Leute sind körperlich absolut nicht mehr in der Lage, mit dem Hund zu gehen. Das Herrchen fällt inzwischen komplett aus. Das Frauchen ist körperlich in keiner guten Verfassung.
Aber abgeben werden sie den Hund nicht. Er hätte so viel Potenzial bei den richtigen Menschen - ich finde das so traurig, dass ihm so viel seines Lebens irgendwie "genommen wird".

So, nu muss das Alfinchen zur Physiotherapie, daher an dieser Stelle ein Cut.
Ah, und danke für den Buchtipp!
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Das hört sich ja leider nicht so gut an
Vielleicht kannst du aus der Ferne doch irgendwie dran bleiben? Zumindest soweit, dass du im Notfall den Hund aufnhemen kannst, wenn es dir möglich ist? Das alles hört sich so an, als ob das Ehepaar bald einsehen muss, dass der Hund woanders besser aufgehoben wäre. Im schlimmsten Fall steht irgendwann mal ein Krankenwagen vor der Tür der Leute, und keiner ist da, der sich um das arme Tier kümmern kann, wenn der Krankenwagen mit den Leuten weg fährt. Dann käme der Hund ja direkt ins Tierheim, was echt schade wäre, wo da doch ein so angagiertes neues Herrchen in der Nähe wohnt
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Sobald ich die Leute mal wieder sehe, frage ich schon nach, wie es so läuft

Ein dritter Hund dieses Kalibers ist nicht einmal auf Zeit machbar. Ich hatte ja angeboten, mit dem Hund ab und an mal in den Wald zu fahren, selbst das würde aber aber nur ohne meine Mädels tun. Und das war noch vor dem Vorfall mit meinen beiden...
Seit diesem Vorfall hier unten vor der Tür sind meine beiden dem Kerl nicht mehr sonderlich zugetan
Gerade Sienna merkt sich sowas absolut und ich möchte meine Mädchen nicht unnötig stressen.Für diese Notfälle gibt es Verwandte, die u.a. direkt nebenan wohnen und eine andere, die ebenfalls einen Hund und auch Hundeverstand hat. Ich denke, dass die da tätig würden

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