Sammy knurrt und wird aggressiv
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Hallo zusammen,
nachdem wir unsere Lotte vor 2 Monaten haben einschläfern lassen müssen, haben wir es nicht lange ohne Hund ausgehalten und gestern Sammy aus dem Tierheim geholt. Er ist ein 5 Jahre alter Border-Mix. Sowohl im Tierheim, als auch die ersten Stunden bei uns war er total zugänglich, schmusig und fröhlich. Allerdings fing es schon am Abend an, dass er knurrt, sobald man seinem Futter, einem Spielzeug oder seinem Kissen zu nahe kommt. Das ist kein leises unzufriedenes Knurren, sondern ein lautes gefährliches, bei dem man es richtig mit der Angst zu tun bekommt. Abgesehen von diesen Situationen ist er weiterhin ganz lieb und hört auch (fast) immer aufs Wort. Wir wissen jetzt allerdings nicht genau wo wir bei ihm dran sind. Wir haben jetzt seit 20 Jahren ohne Pause immer einen Hund gehabt, aber sowas kennen wir bis dato noch nicht.
Verhält er sich so, weil er uns nicht kennt und sich selbst nich genau einordnen kann in seinem neuen "Rudel" und wird sich das dann wieder legen? Wir sind schon extra strenger zu ihm und werfen ihn von der Couch etc., um ihm seine Rolle klar zu machen. Laut Tierheim kommt er von einer alten Dame, die ihn aus gesundheitlichen Gründen abgeben musste. Mich beschleicht das Gefühl, dass sie ihm nie die nötige Disziplin beibringen konnte.
Wir haben schon mit einer Hundetrainerin telefoniert, die meinte das wäre nur die Ruhe vor der Sturm und es könnte nur schlimmer werden, wenn wir nichts dagegen tun. Samstag vormittag kommt sie das erste mal zu uns, um sich ein Überblick zu verschaffen.
Trotzdem würde ich gerne wissen, ob ihr auch schon ähnliche Erfahrungen gemacht habt und wie die Chancen stehen Sammy ordentlich in unsere Familie einzugliedern. Denn, so leid es uns auch tun würde, wir wären nicht bereit ihn zu behalten, wenn wir uns dann nicht mehr im Haus bewegen könnten wie wir wollten (wegen des Knurrens und Verhaltens, wenn man nur an seinem Futter vorbei geht etc.).Vielen Dank im Voraus und schöne Grüße
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Hi,
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Merkwürdige Ferndiagnose dieser Trainerin. Hat den Hund nicht gesehen, urteilt aber schon.
Laßt das Tier doch erstmal bei euch ankommen. Er ist doch völlig verunsichert und muß euch doch erst kennen lernen. Ihn jetzt besonders streng zu behandeln, halte ich für einen Fehler.
Ich würde eher daran arbeiten sein Vertrauen zu gewinnen, dann hat er auch keinen Grund mehr seine Ressourcen verteidigen zu müssen.
Gebt ihm einfach Zeit sich einzuleben.
Gaby und ihre schweren Jungs
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Ich würde den Hund erstmal ankommen lassen. Er ist erst einen Tag bei euch, er kennt euch nicht und es muss erstmal eine Bindung aufgebaut werden.
Als "die Ruhe vor dem Sturm" würde ich das nun nicht bezeichnen
Auf welcher Distanz fängt er denn an zu knurren?
Hat er seine Decke / seinen Korb an einer Stelle stehen wo man ständig dran vorbei muss?
Ebenso mit dem Futter? Wie füttert ihr übrhaupt? Ein mal am Tag, zweimal?Ich habe hier schon öfter gelesen das welche ein besonderes Leckerlie ohne Komentar in den Napf geworfen haben wärend der Hund am fressen war und man dran vorbei musste.
Oder eben das der Futternapf in die Hand genommen wurde und das Futter ausschließlich mit der Hand daraus gereicht wurde.
Oder eben ein paar lustige Futterspiele z.B. Suchspielchen in der Wohnung oder einfach mal ein paar Brocken quer durch die Wohnung werfen.Spielzeug würde ich nicht frei zur Verfügung legen. Gespielt wird mit dir.
Oder ihr einigt euch das der Hund ein Spieli bekommt, mit dem ausschließlich der Hund alleine spielen kann, aber nicht mit euch zuammen. Scheinen hier auch welche so zu handhaben.Vlt kannst du mit Hilfe von Tauschgeschäften arbeiten, sodass der Hund lernt das er Sachen wiederbekommt wenn er sie hergeben muss. Hund hat Spieli, du hast nen Leckerlie undbietest es im Tausch an. Hund hat Leckerlie gefuttert, Spieli wiedergeben.
Das wäre jetzt alles was mir dazu einfällt

ABER bedenke bitte das wir deinen Hund nicht kennen und die Situation jetzt nur von deinem geschriebenen her beurteilen können und dir Tipps / Ideen nennen können.
Ein Hundetrainer wird aber denke ich schon von Vorteil sein - allerdings ein vernünftiger
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Also "besonders" streng sind wir nicht. Wir gucken nur, dass wir uns so verhalten, dass er sich in der Kette einordnen kann. Natürlich versuchen wir gleichzeitig sein Vertrauen zu gewinnen. Er kommt ja wie gesagt auch auf uns zu und will schmusen etc. Eben nur nicht, wenn er irgendetwas in Anspruch nimmt.
Ich bin auch der Meinung, dass der Hund erst einmal, bei uns ankommen und sich einleben muss. Trotzdem denke ich dass ein Trainer / eine Trainerin nicht schaden kann. Sie hat uns nur etwas beunruhigt als sie meinte, dass das nur der Anfang wäre, wenn man nicht dagegen unternimmt. Eigentlich hat diese Trainerin einen sehr guten Ruf bei uns in der Gegend.
Er fängt schon an zu knurren, wenn man 3 Meter von seinem Fressen weg steht und merkt, dass man in die Richtung seines Futters guckt.
Ich hoffe, dass das alles nur vorübergehend ist, denn eigentlich ist Sammy ein total toller Hund. -
Zitat
Sie hat uns nur etwas beunruhigt als sie meinte, dass das nur der Anfang wäre, wenn man nicht dagegen unternimmt. Eigentlich hat diese Trainerin einen sehr guten Ruf bei uns in der Gegend.
Diese Aussage der Trainerin verwirrt mich schon, denn ohne den Hund gesehen zu haben, so eine Aussage zu machen, hört sich für mich nicht nach kompetenter Beratung an. -
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Zitat
wir es nicht lange ohne Hund ausgehalten und gestern Sammy aus dem Tierheim geholt.
Hallo,
bitte, bitte Ruhe bewahren, der Hund ist erst gestern eingezogen, völlig verunsichert und hat sich noch lange nicht eingewöhnt.
Woher soll er wissen, dass er euch vertrauen kann?
Denn genau das tut er zurzeit nicht und bringt das deutlich zum Ausdruck!Zitat
Allerdings fing es schon am Abend an, dass er knurrt, sobald man seinem Futter, einem Spielzeug oder seinem Kissen zu nahe kommt. Das ist kein leises unzufriedenes Knurren, sondern ein lautes gefährliches, bei dem man es richtig mit der Angst zu tun bekommt.Noch einmal hier gefragt:
Woher soll der Hund wissen, dass ihr ihm seine Beute nicht streitig macht?
Er kann es nicht wissen.
Aus seiner Sicht fühlte er sich bedrängt, hatte Angst, dass ihm was weggenommen wird.
Wie habt ihr in der Situation reagiert?Vorerst solltet ihr ihn in Ruhe fressen lassen.
Spielzeug und andere Gegenstände solltet ihr im Austausch mit Besserem, einem konditionierten "Aus", abnehmen bzw. ausgeben lassen.
Am ersten Tag und in der ersten Woche würde ich Spielzeug, was ggf. verteidigt wird, weglassen, bis mehr Vertrauen und Bindung aufgebaut wurde.
Eine Handfütterung könnte in Erwägung gezogen werden, das aber nur, wenn der Hund dabei wirklich entspannt ist und keine Ressourcenverteidigung zeigt.ZitatAbgesehen von diesen Situationen ist er weiterhin ganz lieb und hört auch (fast) immer aufs Wort. Wir wissen jetzt allerdings nicht genau wo wir bei ihm dran sind. Wir haben jetzt seit 20 Jahren ohne Pause immer einen Hund gehabt, aber sowas kennen wir bis dato noch nicht.
"So was" ist nichts Anormales, nicht alle Hunde sind gleich.
Er kennt euch nicht, vertraut euch (noch) nicht.ZitatWir haben schon mit einer Hundetrainerin telefoniert, die meinte das wäre nur die Ruhe vor der Sturm und es könnte nur schlimmer werden, wenn wir nichts dagegen tun. Samstag vormittag kommt sie das erste mal zu uns, um sich ein Überblick zu verschaffen.
Klar, das Verhalten kann schlimmer werden, wenn man es mit den falschen Methoden schlimmer macht, indem man das Gehabe nämlich als Zeichen der Macht betrachtet und es falsch maßregelt, anstatt Vertrauen und Bindung aufzubauen bzw. sich so verhält, dass der Hund erst gar nicht knurren muss.
Ich hoffe, ihr habt die richtige Trainerin gefunden und nicht eine, die falsch vorgeht, indem der Hund in Knurr-Situationen noch bestraft wird.
Eigentlich stehen die Chancen recht gut, so etwas in den Griff zu bekommen, aber eben mit den richtigen Methoden, ohne Druck, Strafe und Zwang.
Viele Grüße!
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Zitat
Diese Aussage der Trainerin verwirrt mich schon, denn ohne den Hund gesehen zu haben, so eine Aussage zu machen, hört sich für mich nicht nach kompetenter Beratung an.
Also ich kann die Aussage der Trainerin total nachvollziehen. Schließlich wäre eine Aussage à la "Abwarten • das ist aus Sicht des Hundes nachvollziehbar • lassen Sie ihn erstmal ankommen ..." wenig geschäftsfördernd
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Zitat
Wie habt ihr in der Situation reagiert?
Nunja, da ein solches Verhalten (auch, wenn nichts unnormales sein muss) Neuland für uns ist, haben wir erst einmal reagiert wie bei unseren früheren Hunden, wenn diese etwas getan haben, was sie nicht sollten. Ein strenges "Aus" oder "Nein" mit konsequenter Stimme. Das beindruckte Sammy aber keineswegs.
ZitatSpielzeug und andere Gegenstände solltet ihr im Austausch mit Besserem, einem konditionierten "Aus", abnehmen bzw. ausgeben lassen. [...] Eine Handfütterung könnte in Erwägung gezogen werden, das aber nur, wenn der Hund dabei wirklich entspannt ist und keine Ressourcenverteidigung zeigt.
Sein Spielzeug würde er wohl nicht hergeben. Nicht mit Befehl und auch nicht durch Tausch gegen etwas Leckeres. So wie ich ihn momentan einschätze würde er auch bei Handfütterung noch Verteidungsverhalten zeigen und evtl. schnappen.
Allerdings, bin ich froh, dass ihr meine Einschätzng soweit untermauert habt und der Hund einfach noch Zeit braucht, um uns zu vertrauen. Nach der Aussage der Trainerin habe ich schlimmstes befürchtet (was auch der Grund dafür war, hier einmal um Rat zu fragen). Mal sehen, wie sie am Samstag das ganze handhaben will.
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Alles, was verteidigt werden könnte, sollte schnell verschwinden.
"Aus, Nein" wird der Hund nicht verstehen.
Es ergibt für ihn keinen Sinn, wenn es nie zuvor beigebracht wurde.Wo kommt ihr genau her?
Vielleicht kann euch eine Trainerin empfohlen werden.Die Aussagen der, die am Sonntag kommen wird, finde ich merkwürdig.
Tja, ob sie die Richtige ist...
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Zitat
Wo kommt ihr genau her?
Vielleicht kann euch eine Trainerin empfohlen werden.Wir kommen aus dem Kreis Viersen, Nähe Mönchengladbach.
Jetzt bin ich mir natürlich auch sehr unsicher, was ich von dieser Dame halten soll, wenn alle hier meinen Ihre Aussage sei sehr zweifelhaft.Was ich noch vergessen habe zu erwähnen, ist, dass Sammy auch andere Familienmitglieder und Gäste anknurrt, wenn sie meiner Mutter zu nahe kommen. Er scheint sehr auf sie fixiert zu sein. Vllt. weil er damals auch im Besitz einer Frau war?!
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