Wie viel darf er "können"?

  • Hallo,

    also ersteinmal Vorabinfos, ich habe einen 4 Monate alten Labrador/Dalmatiner+Senf Mischling. Meine Probleme sind eher Kopfprobleme :roll: Und zwar bin ich etwas verunsichert, ob ich zuviel mit ihm mache. Er zeigt keine Anzeichen von Überforderung und verhält sich ganz normal. Mir ist aber aufgefallen, dass alle anderen Hundebekanntschaften weitaus weniger "hören". Ich arbeite durch positive Verstärkung mit ihm.

    Wir können:

    -Die Klassiker:

      - Rückruf (unter hoher Ablenkung)
      - Sitz, Platz (auch auf Distanz)
      - An der Leine laufen (ohne ziehen)
      - Alleine bleiben (natürlich im Rahmen)
      - Aus (im Sinne von; Egal was du hast: Ausspucken!)
      - Nein (Egal was du tust, hör auf damit)

    - Spielereien:

      - Nimm
      - Seite
      - Pfötchen
      - Bring

    Alle Kommandos beherscht er sicher und führt sie mit Freude aus. :smile:
    Nun bin ich mir aber unsicher, ob das in Ordnung ist....Unser Familienhund, ist eine Dt. Bracke und da ging alles viiiiiiiiiiel langsamer. :???: Und wo ich gerade dabei bin auch zuzutexten noch ein/zwei Fragen:

    - Wie habt ihr euren Hunden "Rand" (also an den Strassenrand laufen" beigebracht?
    - Ab wieviel Jahren kann er kleine Joggingstrecken mitlaufen?
    - Was haltet ihr vom "Zähneputzen", da habe ich schon soviel versciedenes zu gegehört?
    - Ist es bedenklich, wenn der Kleine mal Personen "anwufft"?

    Vielen Dank für eure Bemühungen im Vorraus =)

  • Das ist nicht abhängig davon was ein Hund kann (Brix kann mit nun 6 Monaten alle Grundkommandos (Fuß, Sitz, Platz, Warte, Komm, Ab, Halt, Gib Ruhe, etc.) und an die 15 Tricks *schulternzuck*. Aber ein Trick ist halt binnen von 5 Minuten üben auch so gut verfestigt, dass man ihn auf Distanz abrufen kann. Daher trainiert er kaum dafür. Und gerade davon ist es abhängig.

  • Ich würde in dem Alter zumindest die ,,Spielereien" in Grenzen halten-

    ich würde mich auf das Wichtigste konzentrieren-

    Wäre für mich Rückruf, Leinenführigkeit, Nein, Aus, Allein Bleiben UND die Alltagstauglichkeit und Benimmregeln d.h. Tabuzonen einhalten, nicht anspringen, Im Restaurant ruhig unterm Tisch/auf der Decke liegen bleiben etc. Die Liste von letzterem kann man ja unendlich weiter führen.

    Ich würde diese wichtigen Dinge weiter generalisieren und festigen, da viele Hunde ab einem halben Jahr beginnen auszutesten wie weit sie gehen können und ob man sich nciht doch irgendwie über die Kommandos hinwegsetzen kann.

    Grundsätzlich ist das aber auch eine Frage des Individuums- manche Hunde lernen schnell und sind gut im generalsieiren- andere eher weniger.

  • Mh mein HUnd konnte in dem Alter nicht ganz so viel, ich glaube mit 4 Monaten nur Hier, Sitz, Platz, Pfötchen, bleib und nen bissls Fuß.
    Sie hat sich auch meist abrufen lassen aaaber als sie dann in die Pupertät kam und leider einmal bei nem verletzten quiekenden Vogel Jagterfolg hatte, gabs auf einmal wieder Probleme. Freu dich dass es so gut klappt nur bei noch einem so jungen Hund KANN natürlich nochmal das ein oder andere Problemchen auftauchen später.

  • Meiner konnte in dem alter auch schon vieles.. er hat schnell gelernt (Border Collie). Ich würde mir da kein Kopf machen, solange er nicht überfordert ist und wenn die Pubertät kommt dann darfst eh wieder von null anfangen, genieß die Zeit solanger er alles 100% ausführt :D

    "Rand" Hab ich meinen garnicht beigebracht. Lauf ich an der Straße,kommt er an die Leine und da führ ich ihn.
    Joggen ab 1 Jahr aber langsam aufbauen.
    Zähneputzen? Mach ich nicht. 1. Wäre das n kampf zwischen mir und ihm und 2. Finde ich das man den Hund da vermenschlicht. Ich hab noch nie ein Wolf gesehen der sich die zähne putzt :headbash: Es gibt normale Kauartikel die gut für Zähne sind, die bekommt er und dann ist gut.
    Und was da "anwuffen" betrifft, damit diese Eigenschaft nicht zur gewöhnheit wird würde ich dran arbeiten. Noch dazu kann ich mir gut vorstellen das es für dich angenehmer ist wenn er Menschen nicht "anwufft" :smile:

  • Mit 16 Wochen konnte Jill "Sitz" und "Platz", außerdem kommen auf ihren Namen (allerdings habe ich darauf geachtet, im "richtigen" Moment zu rufen :D )

    Ich hatte mal ein Erlebnis, da hat ein Hundetrainer gemeint, ich würde meinem Welpen die Kindheit rauben. Mit Sitz und Platz würde man erst nach 6 Monaten anfangen....das war vor ca 12 Jahren....ich war erstmal irritiert und dann dachte ich mir, ich muss meine eigenen Erfahrungen mit meinem Hund sammeln und schau lieber wie es meinem Hund geht, statt auf Hinz und Kunz zu hören =)

    Also würde ich sagen....ein Welpe darf so viel können, wie er und sein Hundebesitzer sich zutrauen...sprich: Nicht übertreiben...lieber minutenweise üben als stundenlang "sitz, platz, aus"...

    Ich habe einen großen Hund und habe das erste Jahr normale Spaziergänge gemacht, kein Joggen, kein Fahrradfahren. Ich habe aber das Fahrrad öfter mitgenommen ( ab ca sechs Monate), damit der Hund den Drahtesel schon mal kennenlernt.

    Zähne putzen bei meinem Hund würde ich nicht machen, wichtig finde ich zur Zahnreinigung auch mal härtere Kausachen zu geben.

    Ob es bedenklich ist Leute anzubellen...keine Ahnung...das hängt davon ab, wie er bellt, ob er meldet und auf Kommando lernt wieder aufzuhören etc pp....

    GLG

  • Warte bis die Pubertät kommt, dann kann er mit etwas Glück noch Pfote geben und vergisst die wichtigen Sachen wieder :lol:

  • An den Grundkommandos würde ich dauerhaft dran bleiben. Die "vergisst" der Kleine nämlich plötzlich, wenn die Pupertät einsetzt.

    Ansich hört sich das schon sehr viel an, was der Kleine schon kann. Aber ich denke auch, wenn der Kleine gut klar kommt damit, keine Stressanzeichen zeigt und auch gut zur Ruhe kommen und zwischendurch ohne Probleme schlafen kann, dann sollte alles ok sein.
    Dennoch würde ich darauf ein wirklich genaues aufmerksames Auge haben. Man kann dem Kleinen nämlich auch so blöde Sache wie "Ich will/muss dauerbespaßt werden" anerziehen. Dann kann der Kleine auch mal ungehalten werden, wenn plötzlich das Spiel/die Übungen unterbrochen werden müssen. Also das Augenmerk auf gewollte kontrollierte Spiel-/Trainingsabbrüche richten und immer beobachten ob der Kleine irgendwo im Tagesablauf plötzlich Stressanzeichen zeigt. ;)

  • Hallo,

    erst einmal vielen Dank für die vielen und schnellen Antworten (und sorry für die Rechtschreibfehler). Also die allg. Benimmregeln üben wir auch, bzw. sitzen schon (nicht -anspringen, - zu anderen Hunden rennen, etc.). Dann bin ich ersteinmal beruhigt und "freue" mich auf die Pubertät :irony3:.

    Das "anwuffen" macht er ja nicht ständig (das wäre in der Tat veränderungswürdig), sondern nur bei ungewohnten Begegnungen (Es tritt plötzlich jemand aus dem Gebüsch, "kreative" Kopfbedeckungen, ...). Es kommt im Durchschnitt einmal pro Woche vor. Ansonsten ist er über Menschen immer äußerst entzückt :roll:

    Das "Rand" möchte ich ihm vorallem für das Reiten beibringen, war/ist bei der Bracke äußerst praktisch. Es weiß nur niemand mehr wie wir im das beigebracht haben,

    (Ich: Wie hat er das mit dem Rand eigentlich gelernt?
    Ma: Das konnte er schon!
    Ich: :stick1: (wir haben ihn (also Bracki) mit 12 Woche geholt)
    Ma: :ops: ; gute Frage?
    Beide: nachdenkliche Blicke zum Hund)


    Aber gut, ich hoffe mir fällt da noch was ein. Vllt. hat ja noch jemand Ideen.

    Beim Joggen also wie beim Radfahren? Okay, dann warten wir ;)

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