Was bewirkt Kastrationschip beim Rüden?

  • hi

    Also ich hab mal ne frage. Es geht um einen Mopsrüden, der rammelt jedes Weibchen was nicht bei 3 auf den Bäumen ist.

    Es war ein beratungsgespräch beim Tierarzt fällig. Der meinte er wäre sehr stark sexual gesteuert ( das will ich nicht bestreiten)
    Aber er riet von einem Chip ab, da dieser nix bringen würde und wollte lieber gleich Kastrieren.
    Der Mops Mann hat jetzt, trotz proteste des Arztes einen Hormonchip.

    Nun sagt der Arzt das wenn sein Verhalten sich nicht bessert er Kastriert werden muss??????? :???:

    Ich dachte das genau anders rum, sprich ändert sich sein Verhalten Kastrieren und ändert es sich nicht andere Ursache suchen. Verwechsle ich da was?

    Der Chip unterdrückt doch die Männlichen hormone oder?

    Hoffe ihr konnt mir helfen.

    glg

  • Also MÜSSEN tust du gar nichts.

    Aber vll ist es wirklich besser für deinen Rüden. Das kannst letztlich nur du entscheiden, wie sehr dein Hund darunter leidet. Wenn er dadurch häufig unter Stress gesetzt ist, würde ich es machen.

    Das Problem mit dem Chip (gibts bestimmt schon einige Freds zu) ist, dass, soweit ich das aus meinem Umfeld sagen kann, die Hunde sich unter nem Chip ganz anders verhalten, als wenn man sie kastriert hätte.

    Keiner weiß, ob Kastrieren nun richtig ist oder nicht. Aber ich denke, dass ein nicht ausgelebter Sexualtrieb u.U. zu ziemlich viel Frustration führt, die sich wiederum irgendwo anders entladen muss.
    Kommt aber eben immer auf den Hund an.

  • Also ich halte die Aussage des TA auch für unsinnig ! :???:

    Mein Mittelschnauzer hatte auch 2x einen Chip, weil er dauernd Hündinnen und einen kastrierten Rüden bestiegen hat. Mit dem Chip hat das aufgehört !! Inzwischen ist er wieder ohne Chip und ich muss sagen, dass sich sein Verhalten sehr stark gebessert hat. Im Moment ist zwar seine Freundin läufig und er ist dadurch wieder etwas aktiver aber ich bekomme das jetzt ohne Probleme geregelt. Liegt vielleicht dran, dass er inzwischen älter ist und mit den Hormonen besser umgehen kann :D

    Meines Erachtens ist es so, dass wenn der Chip nicht wirkt, das Besteigen eher nicht sexuell motiviert, sondern dominant ist und da helfen eigentlich weder Chip noch Kastration. Da müsste an der Erziehung gearbeitet werden.

    Wie alt ist Dein Mops denn eigentlich??

    In den ersten Wochen mit Chip musst Du Dich darauf vorbereiten, dass es erst mal zu einer Verschlimmerung kommen kann. War aber bei meinem Hund nicht der Fall.

  • Zitat


    Das Problem mit dem Chip (gibts bestimmt schon einige Freds zu) ist, dass, soweit ich das aus meinem Umfeld sagen kann, die Hunde sich unter nem Chip ganz anders verhalten, als wenn man sie kastriert hätte.


    Normalerweise ist es grad anders rum - der Testlauf mit dem Implantat zeigt, wie sich der Rüde kastriert verhalten würde. Es wird nach einer gewissen Anlaufzeit (die mehrere Wochen dauern kann) kein Testosteron mehr gebildet. Bei einigen wenigen Rüden ist es aber so, dass er kaum oder gar nicht wirkt, und weiterhin Testosteron gebildet wird. Da kann man dann natürlich nicht auf das Verhalten nach der operativen Kastration schliessen. Für die meisten ist es aber eine zutreffende Testperiode.

  • Schau mal hier:

    https://www.dogforum.de/suprelorin-che…64772-1240.html

    Unser Hund hat/hatte auch erst den Chip und wurde heute kastriert. Ich habe bisher noch von niemandem aus meinem Umfeld gehört, wo der Chip und die Kastration nicht das gleiche bewirkt hätten. Zumindest nicht, wenn man die Wirkung des Chips abgewartet hat (mehrere Wochen, hier waren es 2 Monate!!). Biologisch macht es auch keinen Sinn, dass es unterschiedlich ist. Mein TA rät immer erst mal zum Chip, als Testlauf. Ne Kastra kann man halt nicht mehr rückgängig machen, der Chip hat irgendwann keine Wirkung mehr.
    Entweder ist das Verhalten hormongesteuert, dann hilft es, oder es ist es nicht, und da hilft weder das eine noch das andere. Am Training kommt man trotzdem nicht vorbei, aber es kann ungemein helfen.

    IngaJill: http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?t…01?inhalt_c.htm
    Da steht es erklärt.

  • Unser Rüde hatte, bevor er den Chip implantiert bekam, die Nase nur auf dem Boden und nicht mehr ansprechbar. Das hat sich nach ca. 3 Woche gelegt und er war wieder ein ausgeglichener Hund.

    Der Chip ist, so erklärte uns das unser TA, ein Probelauf wie er kastriert reagiert. Trotzdem erzählte mir eine Hundehalterin auf dem Hundeplatz, dass ihr Rüde durch die "richtige" Kastration noch einen Tick ruhiger wurde als nur gechipt.

    Wir werden nach dem der Chip wirkunslos geworden ist, schauen wie er sich verhält und dann weiter entscheiden. Kastration ist so endgültig.....

  • Zitat

    Ein GnRH-Agonist also...wieder schlauer geworden, Kristine ist glücklich =)


    Yep, drum wirkt es auch für beide Geschlechter, und ist nicht mit den früheren Hormonspritzen für Rüden oder Hündinnen zu vergleichen.

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