• Hallo miteinander,
    da ich mir demnächst endlich einen eigenen hund halten kann habe ich ein paar fragen. den hoffentlich passenden hund habe ich mir im tierheim bereits ausgesucht (bzw. werde ich ab nächster testen ob das auch so funktioniert wie ich es mir erhoffe). da ich vorhabe ihn mit zur uni zu nehmen wird es ein ruhiger hund der unter menschen nicht nervös wird und nicht bellt. es ist vermutlich ein schäferhund-collie mischling. soweit erstmal zum hund. nun zu meinen fragen:
    1. da ich den fußweg sowieso der bahn vorziehe werde ich mit dem hund zwischen 3 & 5 km jeweils zur uni hin und auch wieder zurück laufen. meint ihr dass das dem hund ausreicht um dann etwa 1,5h während der vorlesung ruhig liegen zu bleiben oder sollte ich dann doch noch etwas ausgedehnter spazieren gehen? dass ich abends nochmal mit ihm raus gehe versteht sich ja von selbst, es geht mir einfach darum dass er während der vorlesung ruhig sein sollte, da ich ihn nicht den halben tag alleine zuhause lassen will.
    2. ab wann ist es sinnvoll einen hund von der leine zu lassen? ich habe zwar erfahrung mit hunden, bei diesen wusste ich jedoch immer, dass sie mir nicht weglaufen sobald sie frei sind, da sie mich bestens kannten/kennen. bei einem hund dem ich mehr oder weniger fremd bin habe ich ein bischen angst, dass er mir wegläuft da ich eben noch nie einen hund erzogen habe
    3. eine eigentlich überflüssige frage, da ich sie mir glaub selbst beantworten kann, aber sicher ist sicher: reicht ein etwa 20qm großes zimmer für herrchen und hund aus? er wird seine eigene ecke bekommen, jedoch würde es mich auch nicht stören wenn er sich in meinem bett einquartiert. es geht eher darum, dass er vllt zu gestresst wird wenn er dann abends in diesem zimmer "eingesperrt" ist. aber ich denke dass gerade schäferhunden wohl der auslauf beim gassi gehen ausreicht.
    vielen dank schonmal im vorraus für eure antworten, und falls der thread im falschen forum gelandet ist bitte nicht böse sein und einfach verschieben :smile: schließlich macht jeder mal fehler.
    uff ist ja doch ganz schön viel geworden,
    liebe grüße,
    marco

  • Hallo,

    zu 1.:
    Bei einem erwachsenen Hund, der es gewohnt ist, ist das kein Problem. Sowohl Kondition als auch "ruhig rumliegen können" will gelernt/trainiert sein ;)

    zu 2.:
    Dann, wenn der Rückruf sitzt. Das ist also eine individuelle Frage, die von dir und deinem künftigen Hund abhängt.

    zu 3.:
    Wenn du dich wohlfühlst, passt das. Ein Hund braucht nicht viel Platz, zumal in der Wohnung eh Ruhe angesagt ist. Action gibts draussen.

  • zu 1.:
    Das sollte schon ausreichen von der Länge her. Wichtiger ist aber was auf dem Spaziergang passiert. Ein 1km-Spaziergang kann auspowernder sein als 5km wenn du ein paar Beschäftigungen einbaust (kein Balli schmeißen!). Aber anfangs musst du mit einem unruhigen Hund rechnen, weil er es noch nicht kennt. Hilfreich ist eine Decke, immer die gleiche, auf der er zuhause schläft und die du immer zu fremden Orten wo er liegen muss hinlegst.

    zu 2.:
    Einen genauen Zeitpunkt kann man da nicht nennen. Das kommt darauf an wie schnell der Hund zu dir eine Bindung aufbaut. Ich würde für anfangs ein Geschirr + Schleppleine empfehlen. So fühlt sich das für den Hund schon relativ frei an und du kannst den Abruf üben und hast trotzdem eine Sicherung.

    zu 3.:
    20qm reichen aus. In der Wohnung ist schlafen angesagt, Action ist draußen. Aber hab ich das richtig verstanden, dass du einen Schäferhund willst? Da würde ich damit rechnen, dass der auch mal anschlägt. Wenn du in einer WG bist oder in einem kleinem Apartment, kann das durchaus Probleme geben. Auch ist nur Gassi gehen für die meisten Schäfis zu wenig. Die brauchen was für den Kopf und eine rassegerechte Auslastung.
    Meinst du du bekommst das neben dem Studium hin? Was machst du mit dem Hund nach dem Studium? Ist das Geld für einen großen Hund da?

  • danke für die schnellen antworten :smile:

    also ich denke 1. & 2. haben sich damit eigentlich erledigt. dass ich nicht "nur" mit ihm gehe sondern ihn auch anderweitig dabei beschäftige versteht sich zumindest für mich von selbst :smile:

    zu 3. ja es ist ein schäferhund mischling und ich werde in eine 10er wg ziehen. meinst du ehrlich dass sich das so schlimm äußert? ich bin schon mit ihr gelaufen und da hat sie bisher nur einmal wegen eines anderen hundes gebelllt. ansonsten ist sie immer ruhig geblieben. oder kann sich das schlagartig ändern wenn sie aufeinmal zuhause auf ihr "revier" aufpasst?
    ich hatte allerdings auch vor die kommenden 2 freien monate dazu zu verwenden um sie an mich und ihr neues umfeld zu gewöhnen, so dass zumindest diese vermutlich schwerste phase immerhin nicht komplett mit dem studium zusammenfällt. und da 2 gute freunde noch mit mir in dieser wg wohnen habe ich auch immer die möglichkeit sie mal für ein paar stunden wegzugeben falls ich dann doch meine ruhe brauche. ich bin mit ihr also nicht ganz alleine.
    *edit: also 100-150€ im monat kann ich auf jeden fall entbehren und das sollte hoffentlich reichen
    wie es nach dem studium weitergeht weiß ich noch nicht genau, aber ich werde vermutlich weiterhin genügend zeit für einen hund haben...und falls doch nicht kenne ich eine liebevolle person die sie aufnehmen würde

  • Ja, das kann schon problematisch werden.
    Mein Hund war beim ersten Kennenlernspaziergang und der ganzen ersten zwei Wochen auch super ruhig und brav, bis er sich dann eingelebt hatte ;) Ein Schäferhund hat eigentlich immer einen Schutz- und Wachtrieb, ist halt die Frage wie sehr das bei der Hündin ausgeprägt ist. Damit rechnen würde ich auf alle Fälle.
    Ich stell mir jedenfalls so eine große WG mit jungen Studenten für so einen Hund sehr stressig vor.

  • also ich würde das wie gesagt über die vorlesungsfreie zeit ausprobieren um zu schauen ob das funktioniert. und ich denke innerhalb von 2 monaten werde ich schon feststellen können ob dem so ist oder nicht. und wenn das nicht klappt werde ich sie ins tierheim zurück geben und warten müssen bis ich mit dem studium fertig bin.

  • Sag mal, gehts noch ?
    Ein Hund ist kein Gegenstand, den man dann eben mal wieder zurückgiebt, wenn es nicht passt.
    Ey, das ist ein Lebewesen und kein Fahrrad.
    An deiner Stelle würde ich noch mal ganz genau über diese Anschaffung nachdenken.

    Tobi

  • Unterschätze nicht wie schwer es ist einen Hund nach 2 Monaten wieder herzugeben ;)
    Für mich hört sich das ganze nicht ideal an. Den Hund wieder zurück zu geben wenns nicht klappt ist schon ziemlich blöd für ihn, nett ausgedrückt.
    Was sagen denn die Tierheim-Mitarbeiter dazu? Trauen sie das der Hündin zu?

    Es kann natürlich klappen, aber überleg dir wirklich ganz genau, ob du das dir und der Hündin guten Gewissens zumuten kannst.

    Ich bin selbst Studentin und habe zwei Hunde um die ich mich alleine kümmern muss. Das zehrt manchmal ganz schön an den Nerven und verschlingt eine Menge Zeit und Geld. Schäferhunde (belgische) sind meine Traumhunde, aber in meiner Studienzeit hätte ich mir nie einen geholt, weil ich ihm nicht gerecht werden könnte und so einem Hund der sich stark an seine Bezugsperson bindet nicht den Stress zumuten wollte ständig hin und her gereicht zu werden oder später wenn ich arbeite in eine HuTa geben zu müssen.

  • Ich habe eine Schäferhund und ab und an den Rottweiler meines Freundes. Hunde können sehr nevenaufreibend sein. Ich wohne ineiner 50m² Wohnung, aber beide Hunde halten sich meist dort auf, wo ich bin. Einer 10ner WG kann schon stressig sein. teste das ganze doch erstmal in den Semesterferien aus und dann in der Woche wos Studium wieder anfängt. Ich hatte beide Hunde erstmal nur als Patenhunde. Dh. ich hatte sie tagsüber und hab sie abends ins TH gebracht. Am WE haben beide bei mir übernachtet. Als es dann klar war, das wir sie nehmen wollen, haben wir sie danna uch geholt.
    Man sollte es immer testen. Ein Hund kann auch unangenehme Macken haben. Zb. Durchdrehen wenn laut Party bei euch ist und dann nach vorne gehen. Oder er lässt niemanden in dein Zimmer rein. Allerdings kann man das auch immer noch etwas umerziehen.

    Aber wäre eine Patenschaft nix für euch? Teste es mal über ein paar Tage aus, auch mit übernachten und dann entscheide dich. Nach 2 Monaten nen Hund abzugeben ist a) schwer für dich und b) scheiße für den Hund. Gerade Schäferhunsartige sind doch sehr anhänglich. (Zumal du wahrscheinlich doppelte Ausgaben hast, wenn du noch ne Abgabegebühr zahlen muss ;) )

  • Und die Frage ist, ob du den Hund überhaupt so problemlos mit in die Vorlesung nehmen kannst! In den Unis die ich kenne, sind Hunde nicht erlaubt und werden auch nur selten geduldet. Gerade bei einem Schäferhund-Mischling kann es passieren, dass Leute Angst haben und du den Hund dann nicht mehr mit zur Uni nehmen kannst. Ein Plan B kann nie schaden!

    Und in der 10er WG sind alle mit dem Hund einverstanden? Ich hab mal in ner 7er WG gewohnt und da wär mein Hund wahrscheinlich nie zur Ruhe gekommen, weil eigentlich immer irgendwas los war.

    Achja und so eine Test-Woche sagt nicht viel aus. Wir soltlen unseren Hund aus dem Tierheim auch 5 Tage „testen”, aber da war sein Verhalten deutlich anders, als später. Und das können eben auch negative Überraschungen sein.

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