Wie würdet ihr dabei massregeln?

  • Hallo zusammen,

    also ich frage deshalb, da ich mir diesbezüglich etwas unsicher bin. Gleichzeitig werde ich aber vorerst nicht erzählen, wie ich es handhabe, sondern einfach nur die Situation beschreiben. Okay, zur Vorgeschichte: Mein Hund, nun 16 Monate, seines Zeichen DSH-Husky (eindeutig mehr Schäfi), wohnt seit rund nem halben Jahr bei mir. Er ist recht groß mit 69cm SH, ein extremer Rüpel, vorallem anderen Hunden gegenüber. Dabei ist er nicht bösartig, ehr sehr wild und grobmotorisch. Mir kommt es so vor, als ob er als Welpe nie gelernt hat, wann genug ist. Er wurde recht früh kastriert, da die Vorbesitzer Probleme mit ihm bezüglich seines wildens, "aufmüpfigen" Verhaltens gegenüber fremden Hunden hatten. Auch denen gegenüber hat er seine Grenzen nicht gelernt, hat also in die Arme und Beine gezwackt, wenn er spielte und lies sich kaum runter holen. Aber mit Hilfe einer Trainerin haben sie dies doch noch einigermaßen gut gelöst zum Ende hin.
    Als er zu mir kam war er also sehr wild, aber gut erzogen im Grundgehorsam. Mittlerweile ist das Wilde gegenüber Menschen kein Thema merh- er hat gelernt wo seine Grenzen sind. Bei Hunden ist es so lala, bei einigen kann er sehr gut mit spielen, die meisten aber quietschen aufgrund seiner extrem stürmischen Art. Aber es wird besser :smile: Auch im Training ist er sehr grob, mit leise und zärtlich nimmt er mich absolut nicht für voll. Er braucht klare, deutliche Singnale ( NEIN, ich schlage ihn natürlich NICHT!, aber kann auch mal grob zurecht weisen)

    Nun zum eigentlichen: Er hört sehr gut, kann Abliegen, Warten, Impulskontrolle und noch einiges. Wir "spielen" oft während des Spazierganges (und üben dabei :hust: ). Als Spielzeug dient oft ein Stock, hier ist auch das Problem: Er muss neben mir "Fuss" laufen, Abliegen und Bleiben bis ich ihn rufe. Ohne Stock super, mit Stock gibts kurzes gezettere, dann liegt er aber auch. Beim kommen, möchte er mir den Stock klauen, auf Nein reagiert er dabei manchmal sehr gut, aber manchmal gar nicht. Dann beisst er in den Stock und läßt auch nicht los. Ich habe meine Methode, wie ich das löse. Aber was würdet ihr dabei machen?

  • Das solltest du vorher Trainieren,

    z.B mal angenommen er hat einen Ball im Mund und du tauscht es mit einem Leckerlie aus, machst das 5-6 mal und dann führst du dein Kommando "Gib" oder was auch immer ein.

  • Mal ganz von der Gefahr vom Spiel mit Stöcken abgesehen:

    Ich würde mich in der Situation auf gar kein Gerangel einlassne. Nicht am Anfang, wenn er ins Fuß soll und nicht am Ende, wenn ich abrufe.
    Ruhe den Stock dem Hund wegnehmen, weglegen, weitertrainieren.

  • Wenn der Hund den Stock nicht losläßt, dann bekommt man ihn nicht in Ruhe weggenommen.

    Bei mir ist in solchen Situationen sofort Schluss mit Lustig und das Spaß und Spiel erledigt. Hund kommt an die Leine und wir gehen weiter/zurück was auch immer. Ich "zerre" nicht um das Objekt, denn das ist was der Hund will. Ein schlauer Hund (und das scheint deiner zu sein) hat schnell raus, dass es ihm mehr bringt das Objekt wieder herzugeben.

    Gleichtzeitig würde ich wie bereits beschrieben am Aus/Gib was auch immer arbeiten.

  • Mein Hund hat am Anfang auch sein Spielzeug nicht her gegeben und dann habe ich einfach das Spiel abgebrochen und habe ihn Kommentarlos an die Leine genommen und ab nach Hause und dann "Gib" trainiert.

  • Wird Spielzeug nicht abgegeben, kann nicht gespielt werden. So einfach ist das bei uns. Dann darf Hund sich gerne alleine mit seinem Spielzeug langweilen, wenn wir im Garten sind. Draußen wird er je nach Situation stehen gelassen oder angeleint und mitgenommen.

  • Habe noch vergessen: Der Hund kann sehr gut "Gib", mit dem Stock oder sonstigem Spielzeug. "Aus" kann er auch. Es ist wirklich nur manchmal, dass er sich quasi in den Stock verbeißt und einfach nicht loslassen will. Nehme mal an, dass da etwas jugendlicher Leichtsinn drinne steckt :-) Denke, ihn nervt es einfach auch, jetzt meinen Befehl statt seinem Kopf zu folgen. Er kann sogar den Stock vor die Nase gehalten bekommen und erst bei "Nimm" den Stock nehmen.

  • kommt drauf an:

    hat er es wirklich auf den stock abgesehen?
    - ich kenne ähnliches von meiner hündin. die nutzt ähnliche aktionen als eine art ventil, um dampf abzulassen nach der anspannung während einer übung (leine beißen, spielzeug beißen, oder auch schonmal bis zum hals an mir hochspringen für einen knutscher). das seltsame ist, dass es dazu nicht mal eines auflösungskommandos bedarf, sondern dass sie dieses verhalten zeigt, sobald "wieder bewegung rein kommt": absitzen/warten/abrufen, grundstellung/weiter fuß etc... bei meiner madame hilft es, gaaanz viel ruhe in den hund rein zu bringen. kein überschwängliches loben, keine hektik in der stimme und in den eigenen bewegungen etc.

    will er dir tatsächlich einfach frech den stock abluchsen, wäre ich beim nächsten mal darauf vorbereitet und würde den stock außer reichweite für den hund bringen, und nach dem versuch einer stockattacke sofort das gesamte spiel beenden. ohne dass der hund den stock bekommt.

  • Hallo,

    Ein nicht befolgtes Aus würde ich gar nicht massregeln. Warum sollte ich mich denn mit meinem Hund um Beute streiten bzw. einen Machtkampf führen? Oder warum sollte ich den Hund Maßregeln wenn er nicht genau weiß was ich von ihm will (=Kommunikationsproblem)? :ka:

    Für mich gäbe es folgende Vorgehensweisen:
    Erstmal ein wirklich zuverlässiges Aus üben und zwar über Tauschgeschäfte. Beim Training auf andere Motivations Gegenstände zurückgreifen und insgesamt ruhiger trainieren, damit der Hund auf einem Erregungsniveu bleibt in dem er noch problemlos auf Kommandos reagieren kann. Maßregelungen so wenig wie moglich nutzen-meiner Meinung stumpft ein Hund ab wenn man ihn zu oft und unnötig "anmotzt", anrempelt oder sonst irgendwie "doof anmacht".

    LG

  • Es gibt Hunde die genau wissen was Aus bedeutet, die aber gelernt haben, dass man in solchen Situationen Menschen gut zum weiterspielen also zergeln bringen kann, wenn man das Objekt gut festhält. So kann das Aus in der Trainingssituation super sitzen und in einer solchen Situation nicht. Das hat dann nichts mit "nicht wissen" zu tun, sondern mit überlisten und erziehen des Menschen.

    Ich beobachte immer wieder, wie viele Hundehalter auf diese Erziehungsversuche eingehen und sich dann wundern, warum der Hund so einen Aufstand macht. :) Menschen sind wie Hunde gern mal sehr Ressourcengeil und ein Ball oder sonstige Objekte, gehören irgendwie in den Ressourcenstamm der Menschen. Warum auch immer.

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