Polyneuropathie / Polyradikulitis Hund - Erfahrungsbericht

  • Ich schreibe diesen Beitrag, um Menschen Mut zu machen, bei deren Hund eine Polyneuropathie oder Polyradikulitis diagnostiziert wurde.
    Das tue ich deshalb, weil wir, als es unserem Hund passierte, durch die betreuenden Tierärzte, aber auch durch Bekannte, eher demoralisiert wurden und man überhaupt nicht verstehen konnte, warum wir den Hund nicht euthanasieren ließen.
    Um es vorweg zu nehmen, wir haben es erfolgreich durchgezogen, auch wenn der Weg sehr hart und entbehrungsreich war.
    Hier also unser kleiner Erfahrungsbericht…


    Die Geschichte begann am 21.10.2012 als unser zwar 13 Jahre alter, aber bis dahin völlig fitter Galgo Espanol (Rüde, 35kg), erstmalig mit dem rechten Hinterlauf wegknickte. In den nächsten 24h ging es dann auch auf die linke Hinterhand über, wobei Gehen zunächst noch möglich war.
    Die Verdachtsdiagnose unseres TA war ein Cauda equina-Syndrom (Einengung des Wirbelkanals) und es wurde mit Schmerzmitteln und Cortison behandelt.
    Innerhalb der nächsten 24 Stunden entwickelte sich dann aber auch eine Schwäche der Vorderläufe, so dass der Hund mehrfach auch stürzte. Nachdem die Vertretung unseres TA uns wenig Hoffnung machte und eine Euthanasie vorschlug, fuhren wir in die hiesige Tierhochschule.
    Hier wurde zunächst die Verdachtsdiagnose eines Bandscheibenvorfalls gestellt, der aber mittels Kernspin ausgeschlossen wurde. Nach eingehender neurologischer Untersuchung wurde dann die Diagnose einer Polyneuropathie (akute Schädigung und Funktionsverlust der Nerven, die die Muskeln versorgen und derer, die für die Wahrnehmung da sind) gestellt und vermutet, dass diese, da bei den Untersuchungen auch ein Tumor in der Lunge gefunden wurde, durch den Tumor bedingt sei. Auch hier wurde uns daraufhin die Euthanasie empfohlen.
    Diese lehnten wir ab, da wir, allerdings auch erst auf Nachfrage, erfuhren, dass die Polyneuropathie im Allgemeinen eigentlich eine gute Prognose hat. Der Tumor war zu diesem Zeitpunkt ja erstmal ein Zufallsbefund (wobei natürlich bei Tumor-bedingter Polyneuropathie eine sehr schlechte Prognose bestanden hätte).
    Wir nahmen also unseren Hund trotzdem gegen tierärztlichen Rat mit nach Hause, um ihm eine Chance zu geben.
    Das war 5 Tage nach Beginn der Symptome und auch der Zeitpunkt als diese dann vollständig ausgeprägt waren. Er war komplett an allen 4 Extremitäten gelähmt, also Stand- und Gangunfähig, selbst die Bauchlage war nicht möglich. Die Reflexe waren erloschen und die Tiefensensibilität und Schmerzempfindung waren fast aufgehoben, außerdem war die Stimme schwach. Die Motorik der Rute war noch intakt, ebenso war die Kontinenz erhalten und er fraß und trank gut.
    Wir machten ihm zuhause ein Lager aus einer alten Kaltschaummatratze, die als Auflage eine Fleece-Decke und darüber eine Inkontinenzunterlage hatte (die ersten zwei Tage haben wir ihn noch wiederholt raus getragen, damit er dort seine Geschäfte machen kann. Das hat aber nicht wirklich geklappt, sondern alle Beteiligten nur gestresst). Mit dieser Bettstatt war es einigermaßen erträglich, was die Ausscheidungen anging, da man das meiste mit der Inko-Unterlage auffangen konnte, allerdings haben wir noch nie so viel Wäsche waschen müssen…
    Wir holten uns dann Hilfe von einer Hunde-Physiotherapeutin (pures Gold wert!), die 2 bis 3 mal wöchentlich vorbeikam und uns viele Übungen zeigte, die wir dann täglich selber durchführten, wenn sie nicht da war. Hier handelte es sich zunächst vornehmlich um passives Durchbewegen, Stimulation der Pfoten mit dem Igelball und durch Kneifen der Zwischenzehenräume. Dazu kam noch eine Magnetfeldtherapie für die Läufe und – ganz wichtig – das 2 bis 3 mal tägliche Hinstellen auf die eigenen vier Pfoten (auch wenn er nur gehalten stehen konnte, er sollte nicht vergessen, dass es auch eine andere Perspektive gibt!). Ganz entscheidend war natürlich auch die konsequente Lagerung zur Vermeidung von Durchliegegeschwüren - alle 2 bis 3 Stunden – natürlich auch nachts (und das ist auf Dauer echt heftig)!
    Medikamentös gab und gibt es keine einheitlichen und verlässlichen Angaben, was oder ob überhaupt etwas hilft (die Angaben von TÄ differierten untereinander und auch von der Fachliteratur, die ich mir gesucht habe).
    Wir gaben dennoch für 3 Wochen Cortison (2 x 10mg Prednisolon, entzündungshemmend, bei Menschen in Studien jedoch kein Wirksamkeitsnachweis), für die gleiche Zeit Mestinon (2 x 30mg, m.E. entbehrlich, kein Unterschied, ob gegeben oder nicht, hilft eigentlich nur bei der speziellen Krankheit Myasthenie) und vor allem Vitamin B Komplex (3mal täglich, generelle Empfehlung bei Nervenerkrankungen). Zusätzlich gaben wir Novalgin (nur für 2 Wochen und nur wegen der erheblichen Hämatome, die er nach dem Aufenthalt in der TiHo – auch ein Kapitel für sich - hatte). Ausserdem gaben wir 3mal in 3- bis 4-wöchigem Abstand ein Anabolikum (1ml Nandrosol s.c.) zum Muskelaufbau.
    So vergingen die Tage und die Wochen. Nach 2 Wochen ab Symptombeginn waren die Muskeln der Extremitäten maximal atrophiert, man konnte sowohl die Schulterblätter als auch die Beckenknochen ohne Probleme sehen und fragte sich, wie der Hund, selbst wenn die Nerven sich erholten, wohl jemals wieder laufen könnte.
    Allerdings waren bereits zu diesem Zeitpunkt kontinuierlich Besserungen zu verzeichnen, d.h. die Reaktion auf Schmerzreize wurde besser und es entwickelte sich bereits wieder spontane Muskelaktivität („Zappeln“ im Schlaf).
    Diese Verbesserungen sollten sich aber auch einstellen, ansonsten wird die Prognose in den Lehrbüchern als gemeinhin schlecht eingestuft. Allerdings habe ich auch Erfahrungsberichte gefunden, wo sich erstmal 2 Monate lang gar nichts an der Motorik getan hat und der Hund irgendwann trotzdem wieder lief.
    Nach 3 Wochen konnte er sich erstmalig wieder eigenständig aus der Seitlage in die Bauchlage aufrichten, lange halten konnte er sich dort aber nicht und es bedurfte auch einer kräftigen Motivation (z.B. Leberwurst), das zu tun.
    Ab der 4. Woche ging es dann zusätzlich zum sonstigen Training auf einen Erdnuss-Gymnastikball, damit er auch längere Zeit in der aufrechten Position verbringen musste und die Beine gegen die Schwerkraft trainieren konnte. Dies ging zunächst nur mit Unterstützung, aber es gab stete Besserungen im weiteren Verlauf. Laufversuche, auch mit Tragehilfen (s.u.), waren weiterhin auf Grund mangelnder Kraft sinnlos.
    Ab der 6. Woche etwa konnten dann die Vorderläufe wieder das Eigengewicht einigermaßen halten und wurden aktiv gesetzt. Die Hinterläufe besserten sich auch weiter, hier war das Halten des Eigengewichts aber erst etwa 2 Wochen später möglich.
    Ab der 8.Woche kamen dann auch erste Gehversuche dazu, zunächst nur mit kompletter Unterstützung durch Unterfassen. Tragehilfen übrigens, gekauft oder aus Eigenkonstruktion, haben sich bei uns während der ganzen Rekonvaleszenz als eher kontraproduktiv erwiesen. Das lag aber in diesem Fall auch sicher mit an unserem Hund selber, der bei dieser Art der Unterstützung einfach keine Motivation hatte, sein Gewicht selber zu halten, sondern sich wie ein „nasser Sack“ fallen ließ.
    Die Kraft war zu diesem Zeitpunkt schon durchaus gut, aber die Koordination, besonders der Hinterläufe, war noch nicht ausreichend (Überkreuzen der Läufe, Setzen der Pfote auf die Oberseite).
    Aus diesem Grund hatte ich schon begonnen, ein fahrbares Gestell zu bauen, damit weitere und vor allem auch längere Gehversuche möglich wären, denn mehr als ein paar Meter in gebückter Haltung die immer noch knapp 30kg durch die Gegend zu schleppen war der absolute Rückentod!
    Kaum hatte ich das Gestell aber fertig, geschah, für uns alle zu diesem Zeitpunkt dann doch überraschend, das kleine Wunder, auf das wir alle gewartet hatten:
    Rechtzeitig noch als Geschenk zu Weihnachten, lief er am 21.12., das waren lange 62 Tage oder knapp 9 Wochen nach Beginn der Symptome, das erste Mal wieder eigenständig durch den Garten. Das waren natürlich erstmal nur 20 Meter, noch seitlich geführt und unsicher, aber er lief. :crutches:
    Ich glaube man muss nicht versuchen, unsere Glücksgefühle in diesem Moment zu beschreiben!
    Jetzt, knappe zwei Wochen später, kann er alleine wieder kurze Gassirunden drehen und dabei alle Geschäfte machen! Hilfe braucht er nur noch beim Aufstehen. Vorne kommt er zwar ohne Probleme hoch, aber hinten reicht die Kraft noch nicht aus, sich hoch zu drücken. Aber daran arbeiten wir weiter mit unserer Physiotherapeutin.


    Wie lange unser Hund etwas davon hat, insbesondere in Hinsicht auf den Tumor in der Lunge, wissen wir natürlich auch nicht, hoffen aber natürlich auf eine möglichst lange, aber vor allem gute Zeit.
    Den Tumor wollen wir jedenfalls nicht mehr behandeln. Weder eine OP, noch eine Chemotherapie oder Bestrahlung kommen in Frage.
    Momentan jedenfalls genießt er seine neue Freiheit, schnuppert hier und da und sucht seine alten Lieblingsplätze auf…


    Das Fazit für mich, und deshalb habe ich das hier auch geschrieben, ist, dass es sich bei diesem Krankheitsbild, auch bei einem alten Hund (und meiner Meinung nach auch bei einer zufällig diagnostizierten Tumorerkrankung, die noch nicht weg gelaufen ist), durchaus lohnt, die Arbeit auf sich zu nehmen.
    Es muss aber klar sein, dass es tatsächlich Arbeit ist, vor allem natürlich, wenn der Hund groß und schwer ist. Unsere Erfahrung ist, dass man das, was man vielleicht erwartet, mindestens mit dem Faktor 10 multiplizieren muss, um sich das tatsächliche Ausmaß vorzustellen…



    Abschließend möchte ich noch anfügen, dass meiner Ansicht nach vieles dafür spricht, dass bei unserem Hund tatsächlich eine Polyradikulitis (syn. akute canine idiopathische Polyradikulitis), also eine akute Nervenwurzelentzündung, vorlag. Natürlich bin ich kein TA, so dass ich auch nicht klugsch…. will, aber immerhin bin ich Menschendoktor und kenne das vergleichbare Krankheitsbild beim Menschen, das in diesem Fall Guillain-Barré-Syndrom heisst.
    Das Hauptsymptom der Tetraparese ist gleich, aber der Krankheitsverlauf ist doch etwas unterschiedlich und bei der Polyradikulitis recht typisch (innerhalb weniger Tage zunächst von den Hinterläufen kontinuierlich aufsteigende Lähmung, die sich dann absteigend, also in umgekehrter Reihenfolge, im Verlauf mehrerer Wochen – im Schnitt von 72 Tagen bei Hunden (Literaturangaben) - wieder bessert), was auch in unserem Fall so war.
    Natürlich wären zur Diagnosesicherung weitere Untersuchungen notwendig gewesen (z.B. Hirnwasser-Punktion), da aber die Prognose tatsächlich gleichermaßen gut ist, haben wir darauf verzichtet. Es gibt zwar in diesem Fall eine zusätzliche Therapie (i.v. Gabe von menschlichen Immunglobulinen, die eine schnellere Heilung bewirken können, aber nicht müssen), bei Tagestherapiekosten von in unserem Fall € 7000,- (gute € 200,- pro Kilogramm Körpergewicht des Hundes!) für mehrere Tage ist das aber dann auch nicht wirklich eine Option. Und, wie man sieht, geht es auch ohne.
    Die Ursache dieser Erkrankung kann in der Regel nicht geklärt werden, in den USA z.B. tritt sie aber gehäuft in Zusammenhang mit Waschhund-Bissen als immunologische Reaktion auf (sog. coonhound-Paralyse).
    Beim Menschen wiederum sieht man durchaus das Auftreten nach Schutzimpfungen, die 4 bis 6 Wochen vorher erfolgt sind und es gibt Fälle, die als Impfschaden anerkannt sind. Da unser Hund gerade 4 Wochen zuvor seine Auffrischimpfungen erhalten hat, sehe ich hier einen möglichen Zusammenhang, der aber nicht zu beweisen ist.
    Natürlich halten die TÄ einen Impfschaden für ausgeschlossen und die Impfstoffe selber enthalten keinen Hinweis auf diese Nebenwirkung, aber das ist auch ein anderes und sehr weites Thema…
    Ich kann zumindest sicher behaupten, dass die Tumor-bedingte Polyneuropathie nicht vorlag!


    So, das war unsere Geschichte...
    Ich hoffe, dass die vielleicht mal irgend jemandem helfen kann, der in einer ähnlichen Situation ist, stehe auch gerne für eventuell Details zur Verfügung (falls ich sie beantworten kann, z.B. Eigenbau eines Fahrgestells).


    LG

  • Ein sehr beeindruckender Bericht!


    Ich finde es bewundernswert, welche Mühe ihr auf euch genommen habt.


    Es ist leider tatsächlich so, dass Tierärzte oftmals zur Einschläferung raten, wenn sie selbst nicht weiter wissen oder zu der Behandlung nichts beitragen können.


    Ähnliches hört man immer wieder, wenn alte Hunde an dem Vestibularsyndrom erkranken. Oft wird zur Einschläferung geraten. Das macht mich immer fassungslos.
    Viele Tierärzte kennen diese Erkrankung nicht einmal!!!!!!!!!!


    Das V.S. ist eine an sich harmlose Erkrankung, die man nicht behandeln kann. Meistens verschwindet diese Störung nach einigen Wochen komplett wieder. Der Hund benötigt auch viel Unterstützung und Pflege, allerdings nicht in dem Masse, wie ein gelähmter Hund sie benötigt.


    Als ich anfing, Deinen Bericht zu lesen, kam mir schon nach wenigen Zeilen der Gedanke an einen Impfschaden. Dass Du diese Vermutung selbst hast, hat mich dann doch erstaunt, als ich am Ende des Berichts angelangt war. (Ich werde hier im Forum schon für verrückt erklärt, weil ich bei vielen Erkrankungen eine Verbindung zu den Impfungen sehe.)


    Die Hündin meiner Freundin hatte ähnliche Symptome wie Dein Hund - auch nach einer Impfung. Wenige Tage nach der Impfung war sie immer abgeschlagen und hatte leicht Fieber. Dies schien noch eine normale Reaktion zu sein.


    Es wurde aber nicht besser. Circa 3 Wochen später knickten der Hündin die Hinterbeine weg. Sie wurde auch schächer auf den Hinterbeinen. Die Tierärztin wusste keinen Rat. Meine Freundin machte einen Termin in einer Tierklinik für eine CT-Untersuchung.
    Die Hündin wurde in Narkose gelegt und untersucht. Kurz darauf erhielt meine Freundin einen Anruf, ihre Hündin wäre tot. Sie ist aus der Narkose nicht mehr aufgewacht. Sie wurde nur 3 Jahre alt.


    Ich weiss nicht, ob Dir bekannt ist, dass in Impfstoffen hochgiftige Quecksilber- und Aluminiumverbindungen enthalten sind. Diese Schwermetalle können vom Körper kaum ausgeschieden werden und kumulieren sich mit jeder Impfung.
    Quecksilber wird überwiegend vom Körper im Gehirn eingelagert und verursacht dort vielfältige Störungen des zentralen Nervensystems.



  • Ein Vestibularissyndrom hatte der Hund meiner Eltern, der auch schon etwas älter war. Damals lautete die Verdachtsdiagnose der TÄ "Tumor" und die Empfehlung, wie so häufig, Euthanasie.
    Da ich die Symptome (Ataxie, Nystagmus, Erbrechen) vom Menschen als Symptome eines Kleinhirninfarkts oder einer Vestibularisstörung kannte, war ich auch damals gegen das Einschläfern.
    Der Hund aß und trank eine Woche nicht und lag nur noch. Schliesslich war er so schwach, dass ich auch fast nicht mehr an eine Besserung glauben konnte. Am Ende der Woche stand er aber plötzlich auf und trank und fraß und hatte danach noch gute 2 Jahre ein gutes Leben.


    Bezüglich der Impfschäden und der Nervenschädigung wird zumindest bei Menschen eine immunologisch vermittelte Reaktion angenommen, also keine direkte toxische Schädigung durch Beistoffe. Meines Wissens müssen dafür beim Menschen weitaus größere Mengen der Giftstoffe aufgenommen werden, als in den einzelnen Impfungen, auch kumuliert, vorhanden sind.
    Ich denke, dass auch bei Tieren eher eine immunologische Reaktion anzunehmen ist, was letztlich ja auch durch die Wirksamkeit der Immunglobulingabe bei der Polyradikulitis sich zu bestätitgen scheint. Aber ich bin da auch kein Experte...

  • Zitat

    Ein gutes Beispiel dafür, dass es sich lohnt, auch mal etwas einfach durchzustehen.
    Ich freue mich immer über solche Berichte.




    Quecksilber hat auf den Körper eine direkte toxische Auswirkung, aber auch eine schädigende Wirkung auf das Immunsystem. Autoimmunerkrankungen sind sehr häufig.
    Nach neuesten Erkenntnissen sollen hierfür schon sehr geringe Mengen ausreichen.


    Quelle: http://www.amalgam-informationen.de/diag_ther.htm#m23

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Mittlerweile ist mehr als ein Jahr vergangen, seit ich meinen Bericht verfasst habe und damit Zeit für einen kleinen Nachtrag.
    In den Wochen nach meinem Artikel besserte sich unter weiterer physiotherapeutischer Behandlung die körperliche Kraft und die Koordination immer weiter, so dass unser Hund noch vor Beginn des Frühjahrs wieder selbständig aufstehen und seine üblichen Runden von teilweise mehr als einer Stunde am Stück drehen konnte.
    Einen kleinen Schock hatten wir nur Anfang Februar zu überstehen, als es zu einer spontanen Einblutung in den gesamten rechten Hinterlauf kam und der ganze Fortschritt gefährdet schien. Glücklicherweise war es aber keine Einblutung in den Muskel, so dass er nach nur 2 Tagen wieder sein Trainingsprogramm aufnehmen konnte, während das Hämatom langsam aber sicher verschwand.
    Schließlich rannte er sogar, für uns alle unglaublich, mit seiner "Schwester" (Greyhound) tatsächlich wieder im Sprint um die Wette! Er war zwar immer zweiter Sieger, aber das war er vorher auch schon und es hat ihn, bei gleicher Belohnung, auch nie wirklich gekratzt.
    Dieser Zustand hält auch bis jetzt noch weiterhin an. Wir haben weiter große Freude mit ihm zuhause und auf den Spaziergängen und hoffen auf eine noch möglichst lange und vor allem gute Zeit mit ihm!
    Ich jedenfalls hoffe, dass ich in einem Jahr noch mal gleiches schreiben kann!


    Unser besonderer Dank geht nochmals an Fr. Deutschmann von Fit 4 Pfötchen, die uns immer wieder in unserem Tun bestärkt hat und ohne die wir das alles so nicht geschafft hätten! Danke!

  • Hallo. Ich habe keinen Hund der Polyneurophatie hat. Ich finde es echt toll was ihr für eure Hunde alles macht. Aber ich weiß wie die Hunde leiden. Da ich selber Polyneurophatie habe seid Jahren. Es ist wirklich eine sehr schlimme Krankheit. Ich kann mich äußern was mir weh tut. Aber die armen Hunde nicht

  • Wie bereits gesagt, lag hier letztlich wohl doch keine Polyneuropathie, sondern eine Polyradikulitis vor. Das sind, sowohl beim Hund, als auch beim Menschen doch sehr unterschiedliche Krankheitsbilder, nicht zuletzt weil sich die Polyradikulitis, im Gegensatz zur Polyneuropathie, häufig vollständig zurückbildet. Auch die Symptome sind teilweise doch sehr unterschiedlich. So war ja unter anderem gerade die Schmerzreaktion bei unserem Hund zwischenzeitlich fast vollständig erloschen.
    Wie dem auch sei, da er gerade heute morgen wieder einen Sprint aus freien Stücken hingelegt hat und dabei glücklich aussah, kann ich momentan nicht behaupten, dass mein Hund unter Schmerzen leidet - auch wenn er nicht sprechen kann.

  • Zitat

    Wir haben weiter große Freude mit ihm zuhause und auf den Spaziergängen und hoffen auf eine noch möglichst lange und vor allem gute Zeit mit ihm!


    Das wünsche ich euch.
    Wie schön, dass Du nochmal einen positiven Bericht geschrieben hast.

  • Danke für diesen tollen Erfahrungsbericht. Das wird mir auf jeden Fall im Gedächtnis bleiben.


    Ich wünsche euch noch viele glückliche Jahre zusammen!

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