• Hallo ihr Lieben!!!!

    Heute möchte ich mal ein wenig Klugscheißern :headbash:
    Joke! Aber, vielleicht sind die Erfahrungen, die ich mit meinem Milo gemacht habe, ja evtl hilfreich für manche, die auch ihren ersten Welpen zu sich geholt haben.

    Ich habe Milo nur zweit Tage "Schonfrist" von meinem Alltag ZU HAUSE gegeben weil ich mir dachte, je schneller er den normalen Ablauf bei uns zu hause kennenlernt, desto "unspektakulärer" ist dieser.

    Thema Staubsaugen
    Der Staubsauger wurde am dritten Tage nach Milos Ankunft einfach mal am Morgen ins Wohnzimmer gestellt. Ohne Milo zu beachten. So stand er da eine volle Stunde. Milo hat sich kein Bisschen dafür interessiert (klar, hat ja auch nichts gemacht, der Staubsauger). Wir Frühstückten, wie immer, gingen unsere Runde mit Milo, kamen nach hause und der Staubsauger stand immer noch da. Milo ist einfach in sein Bettchen. Nachdem Milo ein wenig geschlafen hatte ----und jetzt nicht lachen!!! :lachtot: ---- setzte ich mich neben den Staubsauger. Milo schaute interessiert zu als ich mich auf alle Viere begab und den Staubsauger beschnüffelte. Milo tat es mir gleich. Ich legte meine Hand auf den Staubsauger, Milo berührte daraufhin den Staubsauger mit seiner Pfote. Kurz darauf, ging er eine Runde um den Staubsauger und "kuschelte sich in den Schlauch".
    So standen wir zwei "Hunde" :headbash: vor dem Staubsauger ca 5 Minuten. Dann stand ich auf, ging zwei Räume weiter und schloss den Staubsauger an, ohne Milo dabei zu beachten. Als der Staubsauger losging, saß Milo erst ca 5 Meter davon entfernt. Dann war sein Interesse geweckt. Er ging mir und dem Staubsauger hinterher, in alle Räume, saß aber immer brav hinter mir. Natürlich "bedrängte" ich Milo nicht mit der Düse, also kein "auf ihn zu" Saugen. Jetzt interessiert es Milo gar nicht mehr, wenn ich staubsauge. Er liegt in seinem Bett.

    So ähnlich habe ich es auch mit dem Föhn gemacht.


    Thema Krach

    Wir haben sehr laute Nachbarn!!! Zwei Kinder toben schreien, poltern durch die Bude. Generell ist es eher laut hier. Gerade auch weil Silvester vor der Tür steht und schon Tage im Vorfeld geböllert wird wie blöd. GOTT SEI DANK stört Milo dieser Krach überhaupt nicht!!!
    Ich möchte es nun nicht komplett auf unser Verhalten schieben, aber denke schon so: Ein Hund wird sich immer an unserem Verhalten in einer Situation orientieren. Wir sind der Maßstab für ihn, was beängstigend ist und was nicht.
    Wir müssen ruhig und souverän sein, in allen Lebenslagen, um gerade unserem Welpen zu vermitteln, dass nichts dabei ist, wenn es draußen knallt zB. Erschrecken wir uns selber und schnappen nach Luft oder regen uns darüber auf, dann wird unserem Welpen suggeriert, dass diese Situation "schlimm" ist, er auch aufgeregt sein muss, wenn es zB draußen kracht. In solchen Situationen (habe ich jetzt eben die beste Erfahrung gemacht) wenn man den Welpen gar nicht beachtet. Auch wenn er kurz das Winseln oder Bellen anfängt. Nicht beachten. Ruhig und souverän das weitermachen, was man eben gerade macht.


    Beim Spazierengehen:

    Es war letztens sehr stürmisch draußen und wir spazierten an einem Spielplatz vorbei. Durch den Wind bewegte sich einer dieser "Motorräder auf einer Spirale" if you know what I mean :???: Milo erschrak davon und kläffte das DING an. Ich lockte ihn mit Leckerli an dieses DING ran, kniete mich daneben und berührte es. Milo entspannte sich und beschnüffelte es. Seitdem geht er völlig entspannt daran vorbei.

    Nach einem starken Regenguss entstand eine riesige Pfütze direkt neben unserm Gassiweg. Auf dieser Pfütze schwamm eine vom Wind aufgeblähte kleine Tüte, die sich auf Milo langsam zubewegte. Er blieb stehen und kläffte, wich immer wieder nach hinten aus und preschte wieder vor. Ich hockte mich nieder, berührte die Tüte, ließ ihn daran schnüffeln und warf die Tüte in den Mülleimer neben mir.

    Warum ich das alles schreibe.... ich hatte mit meinen Eltern einen Familienhund, eine Dackeldame. Sie war ein Schisshase. Und ich bin mir zu 98% sicher, sie hätte kein Schisshase sein müssen. Es war unser Fehlverhalten ihr gegenüber im Alltag. Meine Mutter saugte den Hund bei der ersten Begegnung mit dem Saubsauger übers Fell. Sie hatte ihr Lebtag Angst vorm Staubsauger, war fast schon Panisch. Der Hund hatte vor allen Geräuschen Schiss.
    Und vor Wasser!!!! Sie trank nichteinmal solange das Wasser in ihrem Napf waberte!!! Vor Wasser hatte sie vermutlich Angst, weil sie als kleiner Welpe mit dem Gartenschlauch von meinem Bruder gejagd wurde :roll:

    Ich habe immer gesagt, wenn ich mal das Glück haben sollte, meinen eigenen Welpen großzuziehen, dann werde ich es (hoffentlich) richtig machen.

    Wenn man intuitiv denkt und sich bewusst macht, dass der Welpe NICHTS aus unserer Welt kennt oder versteht, er alles von grundauf lernen muss, was ihm begegnet, was wir für selbstverständlich halten, und uns als wirklichen "Lebensführer" selbst anerkennen, dann kann (so denke ich) fast jeder Welpe zu einem selbstbewussten, angstfreien Buddy hochwachsen.


    Aber vielleicht ist es auch totaler Müll, was ich hier schreibe....war mir aber irgendwie ein Verlangen....

    Viel Freude mit euren Puppies!!!! Und habt sie immer lieb!!!!! So wie sie euch bedingungslos lieben!


    Viele Grüße,

    Frollein

  • Nachtrag:

    Wenns an der Tür klingelt: Erst ein paar Sekunden warten, bevor man ruhig aufsteht und zur Tür geht. Nicht aufspringen und vielleicht noch "Na, wer ist denn daaaaaaaaa?!" ausrufen......

    Das Selbe, wenns Telefon klingelt: Nicht panisch zum Telefon rennen!!! Drei Sekunden warten, dann Ruhig und souverän zum Telefon schreiten.

    :D

    So, mein Klugscheißerpensum ist für heute (und wahrscheinlich für alle Zeiten :headbash: ) gedeckt.

    Vielleicht ist das ja mal für irgendwen nützlich.


    Liebe Grüße

    und allen einen guten Rutsch!!!!!


    Frollein

  • Kleiner Tipp: Mach nicht so ein Theater um Dinge, die nicht wichtig sind. Es könnte sein, dass Du Deinem Hund damit beibringst sich überhaupt erst darüber aufzuregen ;)

    Der Umgang mit neuen und ungewohnten Dingen beginnt lange bevor der Welpe bei Dir ist. Die Grundlagen, die dort gelegt werden, sind die Basis. Ich gehe davon aus, dass Dein Welpe dort an alles gewöhnt wurde, indem kein großes Theater drum gemacht wurde ;)

    Viele Grüße
    Corinna

  • Hallo!

    Kann mich den beiden anderen nur anschließen, ich mache auch kein besonderes aufheben um ganz normale abläufe und unser Welpe 3 Monate alt , hat fast garkeine Angst vor ungewohnten Dingen weil ich darum kein großes Ereigniss mache. :smile:
    Lg Tina

  • Ich finds gut geschrieben und gut gemacht :gut:
    Man muss sicherlich nicht jedes kleine bisschen "Normalität" so positiv belegen, aber bei Dingen, wo der Welpe Unsicherheit oder Angst zeigt, schadet es doch auch nicht. Ich find es toll, dass du dich so bemühst, das anders zu machen als bei eurer ersten Hündin, und vor allem finde ich es super, dass du offensichtlich ganz ruhig und entspannt mit dem Kleinen umgehst! Mit Geduld und Konsequenz kriegt man doch die meisten Probleme gelöst, oder sie entstehen gar nicht erst..

    In diesem Sinne, frohes Neues ;)

  • Frohes Neues!!!

    Genau! Es ist ja alles normal :smile: Wollte nur schreiben, dass der erste Kontakt, zu Dingen die zB laut sind, nicht holterdiepolter gehen sollten (sofern man die Möglickeit hat. Bei Knallern oder anderem Lärm, den man selbst nicht beeinflussen kann, sowieso einfach ignorieren), weil wenn sich der Kleine einmal davor erschrickt und zB den Staubsauger anbellt (habe ich leider schon bei einigen Hunden mitgekommen) dann wird er unter umständen den Staubsauger immer anbellen (was ich leider auch schon oft mitbekommen habe) Und dann ist zB der Staubsauger auf Lebtag "der Feind" :sad2:

    Na, wird auch tausend andere Möglichkeiten geben :D

    Liebe Grüße,

    Frollein

  • Also bei uns lief das alles knallhart ab, keine Schonfrist, kein langsames Gewöhnen etc. Alltag vom ersten Tag an. Und unsere hat weder Probleme mit Staubsauer, Telefon, Musik oder sonstwas (außer zuweilen der Türklingel *hust*). Natürlich muss man schauen, ob der Hund sehr ängstlich reagiert, dann machen solche langsamen Desensibilisierungen Sinn. Aber ich glaube, die meisten Hunde, die ängstlich auf solche Dinge wie Staubsauer oder so reagieren, haben mal schlecht Erfahrungen mit dem entsprechenden Objekt gemacht und das sollte ja bei einem Welpen idealerweise nicht der Fall sein. Natürlich gucken die beim ersten Aufheulen des Staubsaugers und zucken vielleicht kurz zusammen, aber mehr sollte eigentlich nicht passieren, wenn man aus der ganzen Situation nicht so ein großes Theater macht.
    Aber sehr süß beschrieben und toll, wie viele Gedanken du dir gemacht hast!

  • Find ich schön geschrieben und auch gut, dass du die kleinen Ängste erkennst und sie ihm nimmst.

    Ich bin da ja eiskalt. Wir haben seit 2 Wochen wieder einen Welpen. Man muss dazu sagen, er hat ne supi Welpenstube genossen. Aber ich hab auch kein Aufhebens um irgendwelche Sachen gemacht, Alltag von Anfang an. Klar, wenn ich merke, dass er Angst hat oder gar Panik, dann kümmer ich mich drum. Aber ich denke, je normaler man selbst mit solchen Sachen umgeht umso normaler sieht es der Hund. Silvester war z.B. null Problem. Ich hab ihn auch am frühen Abend mit rausgenommen, auf den Arm, Mann hat Rakete steigen lassen. Er hat gezuckt, geschaut und gut war. Der Rest des Abends verlief völlig ruhig für meine Hunde.

  • Zitat

    Find ich schön geschrieben und auch gut, dass du die kleinen Ängste erkennst und sie ihm nimmst.

    Ich bin da ja eiskalt. Wir haben seit 2 Wochen wieder einen Welpen. Man muss dazu sagen, er hat ne supi Welpenstube genossen. Aber ich hab auch kein Aufhebens um irgendwelche Sachen gemacht, Alltag von Anfang an. Klar, wenn ich merke, dass er Angst hat oder gar Panik, dann kümmer ich mich drum. Aber ich denke, je normaler man selbst mit solchen Sachen umgeht umso normaler sieht es der Hund. Silvester war z.B. null Problem. Ich hab ihn auch am frühen Abend mit rausgenommen, auf den Arm, Mann hat Rakete steigen lassen. Er hat gezuckt, geschaut und gut war. Der Rest des Abends verlief völlig ruhig für meine Hunde.


    Genau darum ging es mir. Welpen sind in der Regel alle sehr aufgeschlossen, denn sie wissen ja nicht, was gut oder schlecht ist.....(kommt natürlich auf die Toleranzgrenze des Hundes an, pauschalisieren kann man eh nicht). Dass man den Welpen von anfang an mit allen Dingen konfrontieren sollte, souverän und ruhig in jeglicher Situation sein sollte, sehe ich genauso. Doch nur ein Beispiel: Welpe erschrickt sich draußen vor etwas, bellt und man würde ihn, obwohl er die Spikes ausgefahren hat und sich in den Boden krallt, einfach hinter sich herschleifen....finde ich persönlich nicht feiiiiiiiiiiiin :headbash: lieber dem Welpen zeigen, dass er es nicht anzubellen braucht, weil es keine Gefahr darstellt, indem man hingeht und es ihm zeigt, ihn Ruhe ein gutes Gefühl vermittelt. Wie gesagt, wird es da mehrere Methoden und Ansichten geben, mehrere Erfahrungen und ich bin nun wirklich nicht absoluter Profi =) Wollte nur meine Erfahrungen teilen, dem Welpen auf "sanfte" Weise (was andere Methoden mit Sicherheit auch sind) in unsere Umwelt einzuführen..... Er wird sich, meiner Ansicht und "Erfahrung" (wenn man das so nennen möchte) immer nach unserem Verhalten richten.

    Viele Grüße,

    Frollein

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