Sind Rassehunde gesund?
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Zitat
Nun dazu empfehle ich nen kurzen Lesetext [url=http://www.google.de/#hl=de&gs_rn=1…iw=1366&bih=704]Heterosis-Effekt[/url]
Ich kannte den noch nicht, wieder was gelernt, ich liebe das DF
ZitatEin jeder Hund ist so gesund oder krank wie seine Gene es zu lassen. Der Mischling ist im Schnitt nicht gesünder oder kränker, meist aber weniger gut untersucht in Hinsicht auf Erbkrankheiten. Viele Erkrankungen treten nicht auf den ersten Blick in Erscheinung.
Ich habe im Hinterkopf, dass laut Studien Mischlinge im Schnitt länger leben....weiß da jemand mehr drüber?
ZitatEin jeder Hund ist so gesund oder krank wie seine Gene es zu lassen. Der Mischling ist im Schnitt nicht gesünder oder kränker, meist aber weniger gut untersucht in Hinsicht auf Erbkrankheiten. Viele Erkrankungen treten nicht auf den ersten Blick in Erscheinung.
UND
ZitatAlso hört mir bitte auf mit dem Mischlinge sind gesünder Gerede. Egal ob Rassehund oder Mischling, wenn die genetische Basis nicht stimmt, ist der Hund einfach krank. Das kommt gleich häufig vor, nur dem Rassehundezüchter kreidet man es eher an, als dem "ich hab mal 5 Minuten nicht aufgepasst, jetz haben wir süße Welpen" Leuten.
Ich finde diese beiden Aussagen total spannend (fett markiert)....im Grunde stimme ich zu: Ist die DNA kaputt und kann die DNA nicht repariert werden, bzw. greift der Selbstzerstörungsmechanismus nicht richtig, wird der Hund krank...ABER: ein genetischer Schaden muss ja nicht zwingend vererbt werden, dieser kann genauso gut durch die Umwelt und Lebensgewohnheiten entstehen (die beliebte multifaktorielle Genese
)
Und das macht die Sache doch schon wieder schwieriger... - Vor einem Moment
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Hi,
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Zitat
...im Grunde stimme ich zu: Ist die DNA kaputt und kann die DNA nicht repariert werden, bzw. greift der Selbstzerstörungsmechanismus nicht richtig, wird der Hund krank...ABER: ein genetischer Schaden muss ja nicht zwingend vererbt werden, dieser kann genauso gut durch die Umwelt und Lebensgewohnheiten entstehen (die beliebte multifaktorielle Genese
)
Und das macht die Sache doch schon wieder schwieriger...Was für ein Selbstzerstörungsmechanismus
. Meines Wissens ist die Krankheit, die durch defekte DNA entsteht, Krebs. Alles andere wäre unwahrscheinlich, wenn nur eine Zelle betroffen ist. Es muss sich ja "ausbreiten", damit es einen Effekt hat, eine Zelle alleine kann doch wenig bewirken (außer sie vervielfältigt sich unkontrolliert = Krebs). Ich lasse mich da aber gerne belehren, finde das Thema durchaus interessant
. HD kann sicher durch Umweltfaktoren beeinfluss werden, aber die wirken dann ja nicht auf die Gene. Oder was meintest du? -
So nach Feierabend schnell reingeschneit und nachgelesen. Ich habe noch nicht in Wiki geschaut, aber ich habe 3 Züchter hier im Ort und diverse die es vielleicht mal wollen. Doggen, Dobermann und Labradoodle. 2x Rasse & 1x Hybrid. Wer Mischling sagen möchte dem sei es nicht verwehrt. Wer Köter dazu sagt mir auch egal. Es nennt sich Hybrid und wird im allgemeinen so verstanden. Ob das nun für einen zu sehr Modewort ist oder nicht spielt keine Rolle. Wer seine kleine Ecke im Universum für sich alleine zum spielen braucht. Bitte.
Die Frage ob Gesünder oder nicht ist eine Frage des Geldes. Der Wirtschaftlichkeit.
Wer sich einen Hund anschaffen möchte muss sich klar sein das dies mit enormen Finanziellen einbußen einher gehen kann.
Muss nicht, aber kann. Und ich denke wenn es sich wie hier mehr und mehr durchsetzt das alle Hundebesitzer ohne BH/VT Prüfung oder vergleichbarem ne Ordentliche Steuer von 200-300 € bezahlen müssen dann werden die meisten Züchter eh aufhören. Weil z.b. bei 8000 Einwohner 400 nen Hund haben und davon höchstens 1/8 ne Hundeschule oder ähnliches absolvieren.
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D-Ani, vielen Dank für die vielen guten Beiträge. Sehr gut und ich finde sie eine große Bereicherung des DF.
Bleib so kritisch. Danke 
rockychamp, ich finde nicht, dass dies eine Endlosdiksussion ist oder wird, sondern dass sie eine große Bereicherung für uns alle ist.
Es kann doch nur positiv sein, dass hier die Rassehundezucht und der Mischling kritisch betrachtet werden.Ich denke, bei der Aussage Mischlinge geht es nicht um den Ups-Wurf sondern eher um den Tierschutzhund. Außerdem denke ich, es würde manchem Züchter mal gut tun, die kritische Sichtweise der verantwortungsvollen Hundehalter und zukünftigen Hundehalter zu sehen.
Wir hatten 15 1/2 Jahre einen Rassehund. Mit Ahnentafel aus einer anerkannten Zucht, für uns was ganz besonderes aber leider war uns nicht klar, dass eine gewisse Inzucht von dem Verein erlaubt war. Bei näherer Beschäftigung mit der Ahnentafel viel mir nämlich auf, dass da mehrfach die Oma, der Opa, die Tante etc. auf beiden Seiten der Eltern auftauchten. Meine Nachfrage ergab, dass das unter gewissen Voraussetzungen und bei Generationensprung oder so ähnlich - ich will nichts falsches sagen, bin kein Genetiker - erlaubt sei.
Unser Vierbeiner war Epileptiker und auch sonstige Erbkrankheiten hatte er.
Ich möchte auf keinen Fall alle Züchter veruteilen. Wichtig ist doch nur, dass der Hundekäufer über solche Dinge informiert ist und bei der Wahl des Züchters kritisch hinterfragt.Unser aller Ziel sollte die Aufklärung sein. Was für Probleme können auftreten. Worauf sollte man achten. Ja, nicht alle Rassen sind gesundheitlich gut drauf - wenn eine Anschaffung, dann kritisch den Züchter beäugen.
Was den Mischling betrifft, so bitte keinen Ups-Wurf unterstützen sondern den Tierschutz. -
Ist schon spät (für mich
) Und irgendwie verstehe ich deinen Post nicht richtig...die Frage kann ich beantworten, was du dann schreibst kann ich nicht genau einordnen...heißt: ich weiß nicht was du mir damit sagen willst...sorry! Also erstmal die Antwort:ZitatWas für ein Selbstzerstörungsmechanismus? .
Mit dem Selbstzerstörungsmechanismus meine ich die Apoptose.
Unsere Zellen haben alle die gleiche DNA. Je nach Gewebetyp haben wir Zellen, die sich beständig in Teilung finden, um das Gewebe "frisch" zu halten (z.B. äußere Haut und Schleimhäute), dabei passieren andauernd Fehler (Zellen sind auch nicht perfekt).
Die Zelle durchläuft also einen Zyklus (Ruhephase => Synthesephase => Teilungsphase => Ruhephase (vereinfacht)), in diesem Zyklus gibt es Checkpoints, in denen geschaut wird, ob auch alles "in Ordnung" ist.
Ist dem nicht so, wird der Zelle die Chance gegeben, den Fehler in der DNA zu beheben. Schafft sie das, darf sie sich teilen, schafft sie es nicht, wird die Apoptose eingeleitet.
Das soll u.a. verhindern, dass Zellen mit DNA-Schäden sich vermehren.
Das berühmteste Protein ist hierbei p53...der so genannte "Wächter des Genoms".
Wenn jetzt hierbei Mutationen/Fehler auftreten, dann bekommt diese eine defekte Zelle den Freifahrtschein sich ungehindert zu teilen....eine autosomal-dominante Krankheit ist das Li-Fraumeni-Syndrom, bei dem das Gen, welches p53 kodiert, mutiert ist....diese Patientin erkranken verhältnismäßig früh an verschiedenen Krebsarten.Wiederum kann eine Exposition gegenüber Gefahrenstoffen ebfs. zu genetischen Schäden und damit Krebs führen (ein etwas abgefahrenes Beispiel: aromatische Amine => Harnblasenkarzinom).
Ich wollte damit sagen, dass Krebs eine genetische Erkrankung ist.
Der genetische Schaden kann aber vererbt und/oder erworben sein.ZitatMeines Wissens ist die Krankheit, die durch defekte DNA entsteht, Krebs. Alles andere wäre unwahrscheinlich, wenn nur eine Zelle betroffen ist. Es muss sich ja "ausbreiten", damit es einen Effekt hat, eine Zelle alleine kann doch wenig bewirken (außer sie vervielfältigt sich unkontrolliert = Krebs). Ich lasse mich da aber gerne belehren, finde das Thema durchaus interessant
. HD kann sicher durch Umweltfaktoren beeinfluss werden, aber die wirken dann ja nicht auf die Gene. Oder was meintest du?Eigentlich entstehen sehr, sehr viele Erkrankungen aufgrund einer defekten DNA....im Grunde alle Erbkrankheiten....z.B. die Mukoviszidose...
Dann gibt es Erkrankungen, bei denen zwar ein Defekt im Gen steckt, die Erkrankung muss aber nicht zwingend ausbrechen (z.B. die Hämochromatose)
Und dann gibt es noch Erkrankungen, die sowohl vererbt werden können aber auch durch den Lebensstil entstehen können (z.B. eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung mit Lungenemphysem durch einen angeborenen alpha-1-Antitrypsin-Mangel (hierbei ist die DNA defekt) oder durch chronisches Rauchen)
Selbstverständlich erhöht ein risikobehafteter Lebensstil bei genetischer Prädisposition die Entstehung von bestimmten Krankheiten.
Also, Hunde rauchen jetzt nicht...ist mir schon klar...aber ich wollte halt Beispiele liefern :)
Ein genetischer Schaden macht noch nicht zwingend eine Krankheit, dazu gehören noch viele andere Faktoren...ich denke, dass wollte ich damit sagen

Mir ging es halt um diese Aussage von Helfstyna:
ZitatEin jeder Hund ist so gesund oder krank wie seine Gene es zu lassen.
Im Grunde richtig, das sagt aber nichts darüber aus, ob der Schaden vererbt wurde oder im Laufe des Lebens entstanden ist...und wenn der Schaden da ist, heißt das noch lange nicht, dass eine Krankheit in Erscheinung treten muss.
Trotzdem bin ich der Meinung gelesen zu haben, das Mischlinge im Durchschnitt länger leben...leider hat da noch keiner Stellung zu genommen

Sorry, dass ich so abgedriftet bin, ist einfach sehr spannend!
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Ich finde es immer sehr interessant mit meinem Tierarzt über die einzelnen Rassen zu unterhalten.
Da erfährt man direkt vom Fachmann die Rassetypischen Krankheiten.
Z.B. Pauls Freund Merlin, ein gelber Labbi. Er wird dem TA vorgestellt, weil er lahmt. Der TA meint, wäre ein Wunder, wenn er keine Gelenkprobleme hätte.
Bei einem Besuch in der TK in Aalen, war ich enorm überrascht über eine Bildergalerie von den unterschiedlichsten Rassehunden, die schon im Welpenalter bezüglich Knochenerkrankungen behandelt wurden.
Für mich ist immer ein guter TA der perfekte Ansprechpartner. Das heißt nicht, dass ich auf die Rasse, für die ich mich entschieden habe, verzichten würde, jedoch ist es hilfreich, bei der Auswahl und ggf. Vorbeugung.
Man weiß, was passieren kann und kann entsprechend vorbeugen.
Ebenso geht man kritischer an die Anschaffung heran und bringt sicher den einen oder anderen Züchter zum Denken. -
@ IngaJill : Ja, es ist spannend
. Ein aneinander vorbei reden?! Ich hatte an der Stelle nachgefragt: wenn ein Hund das "defekte" Gen (oder eine "falsche" Verpackung der Gene oder eine ungute Anzahl an Kopien eines Gens... wie auch immer) von den Eltern erbt, hat das erst mal so jede Zelle (klar ändert sich das auch mit Zellteilungen), aber grundsätzlich sind das ja die "Defekte", die großflächlig Auswirkungen haben (können). Mutiert etwas in einer Zelle, so dass in dieser Zelle ein Protein zu viel, zu wenig, falsch gebaut wird, hat das ja in der Regel wenig Auswirkungen (oder? Was gibt es denn da? Teilungaktive "Gewebe-Stammzellen" mögen eine gewisse Auswirkung haben?!). Ich kenn es so nur von Krebs, das da halt der programmierte Zelltod nicht mehr funktioniert, eine unkontrollierte Teilung auftritt, Gewebe vernichtet... Welche Krankheit gibt es denn sonst, die nicht vererbt ist, sondern auf der Mutation eines Gens in einer (!) Zelle im erwachsenen Organismus beruht? Meine Fragen beruhten auf deiner Aussage, dass ein genetischer Schaden nicht vererbt sein muss (da stimme ich die uneingeschränkt zu), nur weiß ich nicht, welche Genmutation, die nicht ererbt ist, andere Krankheiten als Krebs verursachen kann. Dass Lebensweise und Umweltfaktoren Auswirkungen auf Genexpression und Ausprägung von Abnutzungserscheinungen etc. haben können, das sehe ich auch so. -
Lucy-Lou: Ah! Jetzt ist mir ein Licht aufgegangen....
Zitatnur weiß ich nicht, welche Genmutation, die nicht ererbt ist, andere Krankheiten als Krebs verursachen kann.
So ad hoc fällt mir da leider auch nichts ein....da Krebs aber auch unter Hunden weit verbreitet ist, sind wir voll beim Thema!
Tritt Krebs eigentlich häufiger bei Rassehunden auf als bei Mischlingen?
Weiß da jemand was drüber?Es gibt doch sicherlich bestimmte Krebsarten, die bei bestimmten Rassen häufiger auftreten als bei anderen oder?
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Zitat
Es gibt doch sicherlich bestimmte Krebsarten, die bei bestimmten Rassen häufiger auftreten als bei anderen oder?Milztumoren beim Boxer und Golden Retriever... als Beispiel
http://www.tierarztpraxis-rogalla-rummel.de/wiss_krank_milztumor.htmlIch fragte mal bei unserem TA, ob er zur Früherkennung von Milztumoren bildgebende Untersuchungen empfehlen würde. Er verneinte und sagte dann noch, dass diese bei obigen Rassen gehäuft vorkämen (der im Link ist aber nicht mein TA
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Und bestimmte Knochenkrebsformen bei Riesenschnauzern, oder?
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