Sind Rassehunde gesund?
-
-
Zitat
Nun dazu empfehle ich nen kurzen Lesetext [url=http://www.google.de/#hl=de&gs_rn=1…iw=1366&bih=704]Heterosis-Effekt[/url]
Klingt toll. Funktioniert aber nur bei bestimmten Mischlingen. In der Nutztierzucht wird das ja gerne verwendet und da sind viele Mischungen vorausgegangen, die in die Hose gingen

Nimmt man zum Beispiel einen Retriever und kreuzt ihn mit einem Hütehund, dürfte sich die Wahrscheinlichkeit für Augenerkrankungen und Epilepsie um einiges erhöhen. Abgesehen davon, dass man Arbeitsschweine bekommt, die nirgends arbeiten dürfen und dann ein echt armseliges Leben führen dürfen...
Außerdem benötigt man dafür möglichst genetisch gesunde reinrassige Ausgangstiere. Die fallen vermutlich vom Himmel...?
Weißt Du auch, was man normalerweise tut, wenn das Experiment in die Hose ging?
Viele Grüße
Corinna, die auf Rassehunde steht, allerdings nur die arbeitenden - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
Zitat
Klingt toll. Funktioniert aber nur bei bestimmten Mischlingen. In der Nutztierzucht wird das ja gerne verwendet und da sind viele Mischungen vorausgegangen, die in die Hose gingen

Entweder verstehe ich Dich falsch oder Du verstehst mich falsch. Es werden keine Hybriden miteinander verpaart.
ZitatNimmt man zum Beispiel einen Retriever und kreuzt ihn mit einem Hütehund, dürfte sich die Wahrscheinlichkeit für Augenerkrankungen und Epilepsie um einiges erhöhen. Abgesehen davon, dass man Arbeitsschweine bekommt, die nirgends arbeiten dürfen und dann ein echt armseliges Leben führen dürfen...
Arbeitsschweine
Ajo haben halt alle Ihre Verhaltensmacken. Muss man sich halt was anderes suchen. Sinn und Zweck der Sache ist doch eine reichhaltigere Genetische Basis die Fehler vorhandener Rassen im besten Fall ausbessert. Natürlich sollte man nicht ne Dogge und nen Dobermann verpaaren. 2x DCM = Grüß Gott... :/ZitatAußerdem benötigt man dafür möglichst genetisch gesunde reinrassige Ausgangstiere. Die fallen vermutlich vom Himmel...?
100% Gesund gibt es nicht. Nichtmal Maschinen sind 100% Gesund. Das Merkmal liegt doch hier eher auf die häufigsten jeweiligen Krankheiten die eine bestimmte Rasse hat. Wer nen Hund haben will der von Tag 1 bis Tag X immer Gesund ist und nichts kosten darf beim Tierarzt muss sich leider einen Teddybär anschaffen. Ansonsten ist immer eine OP Kostenschutz zu empfehlen die bei den Groben Sachen zumindest den Schaden im Geldbeutel kurieren kann.
ZitatWeißt Du auch, was man normalerweise tut, wenn das Experiment in die Hose ging?
Die landen als Essen für dein Essen im Trog, als Energie aus der Steckdose, Kunststoff, Dünger und so weiter...
-
Zitat
Entweder verstehe ich Dich falsch oder Du verstehst mich falsch. Es werden keine Hybriden miteinander verpaart.
Du verstehst mich falsch.

-
Klär mich auf...

Also in der Regel werden doch nur Hybriden nach dem Motto Inzuchtlinie 1 x Inzuchtlinie 2 verpaart und das immer und immer wieder, aber nie die Hybriden miteinander. Einen Hybriden züchtet man dann eher mit einer 3. Inzuchtlinie weiter um wieder in die Reinrassigkeit zurück zu kommen, allerdings mit einer Genetisch breiteren Basis.
Aber im Endeffekt kommt auch dabei das gleiche raus nur dann ist die Krankheit vermutlich ne andere.
-
Die Eltern sind reinrassig. Der Heterosis-Effekt ist nur da, wenn man F1 züchtet. Alles andere gehört nicht mehr dazu. Ich verstehe nicht, was Du nicht verstehst

-
-
Zitat
Die Eltern sind reinrassig. Der Heterosis-Effekt ist nur da, wenn man F1 züchtet. Alles andere gehört nicht mehr dazu. Ich verstehe nicht, was Du nicht verstehst

Sag ich doch
Gut dann wäre das auch geklärt 
-
Ich glaube, ich weiß, wo Dein Denkfehler liegt.
Diese Aussage:
ZitatIn der Nutztierzucht wird das ja gerne verwendet und da sind viele Mischungen vorausgegangen, die in die Hose gingen

Damit meine ich, dass man viele reinrassige Tiere verschiedener Rassen miteinander verpaart, bis man eine Mischung gefunden hat, die nicht die Nachteile als Merkmale ausprägt, sondern die Vorteile. Mir fallen zum Beispiel in der Schafzucht sofort viel mehr misslungene Experimente mit reinrassigen Ausgangstieren ein, als geglückte.
-
Zitat
Also ich persönlich würde dazu Raten einen Hybriden bzw. einen Mischling zu nehmen. Der Grund ist einfach das viele Rassen inzwischen Genetisch auf so dünnem Eis stehen das man vielen Rassen quasi schon den Stempel aufdrücken kann welche Krankheit man bekommt.
Ist im übrigen bei Menschen auch so. Z.b. im heutigen Türkei können Menschen aufgrund von Genetischer Veranlagung schlecht mit Fett "umgehen". Adipositas ist dort dann schneller ein Problem als das bei uns Kaukasiern der Fall ist.
Ein Dobermann stirbt zu 60% an einer DCM und hat zu 75% eine SDU. Ein Pekinese leidet an Augen, Dackellähme oder Überhitzung... Doggen DCM oder Wobbler usw. Die meisten Rassen sind mit so hoher Inzucht gezüchtet und so Genetisch Instabil das es sich nicht lohnt einen Rassehund aufgrund von Gesundheitsmerkmalen aus zu suchen.Wenn man sich einen Hund anschafft sollte die jeweiligen Eigenschaften eine Rolle spielen.
Was andere hier Schicksal nennen ist im Prinzip nichts anderes als das Ergebniss einer Auswahl die man traf sich ein Tier zu holen das bei seiner Geburt mit einer Genetischen Veranlagung auf die Welt kam. Aber in Augen der Genetiker sind Züchter eh Diletanten und ich neige öfters mal dem Zuzustimmen.
Adipositas ist immer dort ein Problem, wo der Mensch sich ernährt wie vor 300 Jahren, das Leben aber des 21.Jahrhunderts führt
Es gibt wohl denke ich eine genetische Disposition wie jemand etwas verwertet, aber ob das mit der genetischen Enge eines Landes zu tun hat, wage ich zu bezweifeln. Hierfür wäre die Türkei(oder auch USA) ein schlechtes Beispiel, denn es gibt kaum Länder, die so viele verschiedene Rassen von Menschen beherbergen, also ist da definitiv nichts mit genetischer Enge.
Und gerade der Kaukasus ist aufgrund der geographischen Lage jahrhundertelang eher abgeschlossen gewesen von der Aussenwelt, ich würde eher dort von genetischer Enge sprechen. -
Das Land an und für sich habe ich als Beispiel eingeführt. Natürlich meinte ich damit im allgemeinen die Volksgruppe für sich. In den USA neigen Afroamerikaner und Indianer eher zur Adipositas als nun andere Ethnien. 70% haben dafür wie man inzwischen auch weiß eine Genetische Grundveranlagung dafür. Heißt nun nicht das man dann soviel Futtern muss, aber es bedeutet schlichtweg das die Ernährung anders aussehen muss, als bei Menschen die diese Veranlagung nicht haben.
Dafür leiden dann andere widerrum nicht so häufig an Gicht wie die Fleischfresser es in unseren Breitgraden tun.
-
Zitat
Nun dazu empfehle ich nen kurzen Lesetext [url=http://www.google.de/#hl=de&gs_rn=1…iw=1366&bih=704]Heterosis-Effekt[/url]
Der vielbeschworene Heterosis Effekt
der funktioniert aber auch nur, wenn ich keine Rasseübergreifenden Probleme habe.
Aber bestimmte Erbkrankheiten, gerade im Bereich der Gelenke, Augen, Epi, sowie Veranlagung zu Krebs etc. kommen rasseübergreifend vor. Hunde ähnlicher Größe haben sehr oft ähnliche Probleme. Somit löst sich der Heterosis Effekt in Luft auf, denn wenn ich zwei verschiedene Rassen zusammenbringe, die aber ähnliche genetische Defekte habe, hilft das ganze nichts.Und planloses Mischlingsvermehren ohne zu wissen, was da überhaupt genetisch drin steckt - wie es die meisten DesignerDog Züchter gern machen - hat auch nichts mit der streng kontrollierten und durchgeplanten Mischzüchtung bei Nutztieren zu tun.
Und auch wenn es aus dem englischen Sprachgebrauch immer wieder gern herüberschwappt, sollte man doch bitte aufhören Mischlinge als Hybridhunde zu bezeichnen. ein echter Hybrid wäre eine Mischung aus zB Wolf und Hund oder Hund und Goldschakal - wie zB in den von Feddersen-Peterson beschrieben Experimenten.
Doodle und Co sind schlicht Mischlinge, aber man übernimmt den in den USA gebräuchlichen Ausdruck des Hybriddogs, weil man da mehr Leute findet die bei einem so hochtrabendem Wort schneller tiefer in den Geldbeutel greifen...Ein jeder Hund ist so gesund oder krank wie seine Gene es zu lassen. Der Mischling ist im Schnitt nicht gesünder oder kränker, meist aber weniger gut untersucht in Hinsicht auf Erbkrankheiten. Viele Erkrankungen treten nicht auf den ersten Blick in Erscheinung.
Ich nehm mal als Beispiel meinen DSH Rüden, er ist komplett durchgeröngt und war im CT - Diagnose 3er Hüfte und CES. Im Alltag sieht man fast nichts, nur an manchen Tagen läuft er etwas unrund.
Mein Nachbar hat einen gleichalten Hütehundmischling, nicht geröntm nix untersucht, auch der läuft an manchen Tagen nicht ganz sauber.
Bei meinem Hund nickt er und sagt ja ist halt der Rücken. Bei seinem Hund zuckt er mit den schultern und meint, der hat sich halt gestern beim Spielen überanstrengt.Pech in gesundheitlicher Hinsicht kann ich immer haben, der Unterschied ist, dass ich beim Rassehund in der Regel ein enger gestecktes Feld an Krankheiten hat, wo man mit Vorsorgeuntersuchungen das Risiko mindern kann.
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!