Rückruf .- Video gefunden. Ist es empfehlenswert?

  • Hallo,

    gerade habe ich beim Stöbern auf Youtube dieses Video zum Thema "Rückruf-Üben" gefunden. Wie findet ihr diese Übungen vom Aufbau?

    Empfehlenswert oder eher nicht so? Ich dachte immer, die Belohnung müsse sofort kommen, daher frage ich.


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  • Ich finde es unnötig verkompliziert. Die Schritte an der kurzen Leine kann man sich echt schenken, besser solch elementare Aufmerksamkeitsübungen in der Wohnung frei zu machen - "Rückruf" an der 2m Leine ist echt ein Witz, völlig realitätsfremd. Die Prinzipien sind ok, aber das damit verknüpfte maximale Sicherheitsdenken empfinde ich als total kontraproduktiv. Es mag Hunde geben, bei denen dieser Aufbau funktioniert - wenn sie eh sehr stark am Menschen orientiert sind. Für selbständigere Hunde mit grösserem Radius dürfte es eher in ein unbeabsichtigtes "Leinenschlau-Training" münden. Das Trainingsziel scheint ein starkes Kurzhalten in gestellten Situationen zu sein. Wie man das auf den Gassi-Alltag ausweitet, davon kein Wort. Ausser Gassi-Alltag bedeutet, Hund in 5-10m extrem auf HH fixiert, und nicht weiter.

  • Ich finde die kurze Leine auch eher kontraproduktiv,
    würde vielleicht eine 5m Leine nehmen.

    Das verzögern oder verlängern der Belohnung machen
    wir hier auch, aber eher über Suchspiele.

    Was mir gefällt, ist der letzte Teil, bei dem über
    funktionelle Verstärker gearbeitet wird.
    Die sind in Ablenkungssituationen wesentlich wirksamer,
    als Futterverstärker.

    LG

  • Ich finde es ein gutes Video, wenn sich mehr Hundehalter die Mühe machen würden das so zu trainieren gäbe es weniger Rückrufprobleme. Ob es bei jeder Hundereasse funktioniert sei dahingestellt aber es ist vom Grundsatz her ein guter Aufbau.

  • Zitat

    ggf. ne blöde Frage, aber: warum gibt es da Rasseunterschiede?

    Ich würd es nicht mal zwingend auf Rasse verallgemeinern, aber sicherlich ein charaktersache.
    Es gibt Hund, die sind von sich aus, schon sehr auf den Besitzer fixiert. Dort hat man es mit dem Abruf "leichter".
    Und dann gibt es halt auch Hunde, die von sich aus sehr slbstständig sind.

    Ich würde den Abruf anders aufbauen. Ins Besondere mit Welpen.

  • Zitat

    Ich würd es nicht mal zwingend auf Rasse verallgemeinern, aber sicherlich ein charaktersache.
    Es gibt Hund, die sind von sich aus, schon sehr auf den Besitzer fixiert. Dort hat man es mit dem Abruf "leichter".
    Und dann gibt es halt auch Hunde, die von sich aus sehr slbstständig sind.

    Da sind meine beiden ein gutes Beispiel. Bei meinem Weißen Schäfer reicht es, wenn ich den Arm in die Luft strecke, es dauert maximal eine bis zwei Minuten, bis er wieder einen "Kontrollblick" in meine Richtung geworfen hat und das unabhängig davon, ob er im Spiel ist oder auf der Hundemeile z.B. deutlich weiter weg. Dann kommt er schon angeschossen. Während ich bei meinem Beagle, der 10m vor mir die Nase auf dem Boden hat, fast auf den Rücken steigen muss, damit ich zu ihm durchkomme.

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