1 Jährige Hündin geht Kinder an! Bitte um Erziehungstipps

  • Huhu!
    Da hast du ein ziemlich großes Problem, dass wirst du ja schon selbst wissen. Meine erste Intuition wäre hier auch ein Trainer. Aber den lehnst du ja leider ab.
    Das Problem ist, dass man dir hier wirklich einige Tipps geben könnte. DA man dich, deinen Hund und das Verhalten jedoch nur aus deiner Sicht erzählt bekommen kann, kann ein gut gemeinter Tipp auch noch weiter ins Negative führen.
    Du schreibst, dass dich dein Hund verfolgt. Das kann aus Unsicherheit oder aber auch aus einem Kontrollverhalten zurückzuführen sein. Auch das Verhalten gegenüber der Kinder kann verschiedene Ursachen haben. Klar, es kann Angst sein. Es ist aber auch möglich, dass dein Hund deine Kinder zurechtweisen möchte.

    Wie stark ist dein Hund ausgelastet? Schaffst du es ihm und deinen Kindern immer gerecht zu werden?

    In der Wohnung würde ich auch erst einmal einen ruhigen Platz in einer Ecke für den Hund suchen. Vielleicht wirklich eine Box. Hier kann der Hund sich dann wirklich zurückziehen. Dann musst du für viel Auslastung des Hundes sorgen. Vielleicht kannst du deine Kinder mit einbinden. Futterbeutel verstecken oder so etwas. Achte nur drauf, dass DU das dann gemeinsam mit deinen Kindern machst und Hund und Kinder bestimmte Regeln befolgen.

  • Zitat


    Sie war anfangs sehr ängstlich. Hat nicht gespielt. Mittlerweile schon.aber auch hier wird sie bereits recht rüpelig.
    Sie lässt sich zwar aus der Situation abrufen aber bin nicht immer schneller.
    Lässt bitte alle tips die euch einfallen raus! Danke schon mal!

    Mit wem spielt sie denn? Mit Hunden? Mit euch? Wer genau? Wie und was wird gespielt?

    Zitat

    Es passiert meist dann wenn sie angerannt kommen. Vom großen lässt sie sich zurechtweisen, er ist 7. Unserer 6 jährigen ist es egal. Ich Rufe sie deutlich ab u schicke sie auf den Platz. Es erscheint wie ein beschützen mir gegenüber da sie mir immer folgt außer Bad. Da geht sie nie rein.

    1. Den Kinder nicht erlauben auf den Hund zuzurennen (ich weiß es ist im Moment schwer, weil der Hund an dir klebt und die Kinder zu dir auch Kontakt brauchen) oder in der Wohnung zu rennen (weder meine Nichte, noch meinen Hunden ist es in der Wohnung erlaubt rumzurennen, dafür gehen wir raus).

    2. Die Kinder haben den Hund nicht zu maßregeln, denn in dem Alter können sie das noch nicht, weil sie weder Situationen einschätzen, noch punktgenau handeln oder richtig maßregeln können (meine 6 1/2 jährige Nichte ist mit vielen Hunden, großen sowie kleinen aufgewachsen und ich würde sie das niemals machen lassen).

    Die Gefühlslage für den Hund wird sich dadurch auch nur verschlechtern, er lernt nicht damit aufzuhören, sondern das "kleine Menschen" unangenehm sind und erst recht vertrieben werden müssen.

    3. Es ist ein schwerer Schritt, aber das Problem sehe ich darin, dass der Hund dir an der Pelle klebt- und das musst du ändern.

    4. Würde ich in einer stillen Ecke eine Box hinstellen. Boxentraining mit dem Hund machen und den Hund nett und mit Belohnung immer wieder in die Box schicken oder so lange konfus hin- und her laufen, bis der Hund keine Lust mehr hat dir zu folgen und in die Box geht. Mit einer Hausleine kann der Hund auch sanft in seine Boc gebracht werde (ohne körperliches Bedrängen, ohne Kommandos usw.)

    5. Alle anderen Liegeplätze (Couch, vor deinen Füßen, in Gängen, an Türen, im Kinderzimmer) werden für den Hund gestrichen, denn da wird es immer wieder Konflikte mit den Kindern geben.

    6. Haben die Kinder nicht an die Box zu gehen und auch einen Mindestradius zu der Box einzuhalten einzuhalten (den würde ich mit Klebeband markieren und den Kindern vorher, ohne Hund, die Box zeigen und den Radius und erklären wieso, weshalb, warum ggf. mit den Kindern, ohne Hund, die Box einrichten, Klebeband auf den Boden kleben usw.). Später (wenn der Hund die Box liebt und dort entspannen kann) kannst du eine Decke oder ein Kleidungsstück, welches nach deinen Kindern riecht hineingeben. So verbindet sie den Geruch mit einem entspannten, sicheren Gefühl.

    7. Kannst du die Kinder mit Leckerlies ausstatten und immer wenn sie den Hund irgendwo begegnen, ohne Blickkontakt ein Leckerlie zu werfen oder fallen lassen und weiter gehen. Nicht hinhalten lassen, dass bringt den Hund in einen Konflikt. So verbindet der Hund die Kinder mit etwas angenehmen. Das solltest du aber vorher mit dem Hund üben nicht, dass sie vor fliegenden Leckerlies erschrickt.

    Viel Erfolg! :gut:

  • Zitat

    von siebenjährigen und kleineren (!) kindern zu erwarten, dass sie nicht mehr angestürmt kommen, weil der hund dann angst hat, sondern sich nur noch gemessenen schrittes bewegen, finde ich ein bißchen viel verlangt.

    So viel wie ich gelesen habe, sind die Kinder 6 und 7 Jahrer alt.
    Genauso wie sie in der Schule und im Kindergarten lernen sich an Regeln zu halten, so kann und sollte man das auch zu Hause machen.
    In der Wohnung rumrennen ist jetzt keine sooo wichtige Sache für Kinder, das können und sollten sie draußen machen.

  • Vielen lieben dank für die guten tips hier von euch! :)
    Das mit der Box wird auf jeden fall gemacht. Sie spielt mit allen die zur Familie gehören.
    Unser 7 jähriger weist sie mit einem klaren nein zurecht wenn sie schnappt. Das nimmt sie hin. Unsere Phoebe hat noch einen Draht im Bein ( op wegen altem Bruch aus voriger Haltung) viel darf sie im Moment nicht rumrennen. Sie spielt bevorzugt mit Händen. Wie viele chis. Kong geht sie noch nicht ran u Hütchenspiel u sowas macht sie nur sehr zögerlich. Mit anderen Hunden spielt sie gern. Aber auch das kennt sie erst von uns. Beim ersten ist sie weggerannt.
    Die Situation ist ausschließlich wenn ich mit ihr zusammen bin u die Kids angerannt kommen. Bin ich nicht dabei ist auch nix. Anfangs hat sie jedes Kind angeknurrt u ist auch nicht hingegangen. Zu unseren geht sie aber fremde sind ihr noch immer nicht geheuer.

  • Warum keinen Trainer, hast du schlechte Erfahrungen gemacht?

    Ok, ich kann mir aber schon vorstellen, dass es mit Ruhe und Konsequenz auch ohne Trainer geht - aber warum beziehst du deine Kinder nicht mit ein ? Mit 6 und 7 sind sie alt genug, um zu verstehen, dass ihr Verhalten und Toben der kleinen Hündin Angst machen. Sie sind für eine Chi Hündin so gross, dass sie schon fast als Erwachsene durchgehen aus ihrer Perspektive - aber sie haben vielleicht auch Spass dran, mit Dir zusammen zu üben.

    Alle ab auf den Fussboden, mit Hund spielen, kuscheln, mit Leckerli belohnen. Und dann die Stress-Situation üben - also, ein Kind kommt reingerannt und dann schnell, bevor die Hündin reagiert, wenn du dabei ist, ab auf dem Fussboden, mit Leckerli loben und streicheln. Du musst versuchen die Situation umzulenken, damit die Kleine keinen Stress mehr hat, wenn deine Kinder angerannt kommen sondern stattdessen denkt " Cool, da kommen sie, und gleich knien sie sich zu mir runter, streicheln mich und ich bekomme eine Belohnung".

    Das gute daran ist, dass das mit Kindern in dem Alter schon prima zu machen ist - dass schafft Ihr! Aber ich würde sie nicht nur streng auf ihren Platz schicken, wenn sie sich daneben benimmt, dass verstärkt nur ihr Gefühl, dass es NEGATIV ist, wenn deine Kinder toben. Du musst ihre eine positive Alternative bieten.

    Zusätzlich braucht sie einen Platz, an dem kein Kind sie stören darf, kannst du deinen Kindern auch erklären. Sie muss die Auswahl haben - rein ins Kindergetümmel oder Rückzugsort. Wir haben drei Kinder, schon etwas älter, und zwei Hunde in einem eher kleinen Haus - geht ohne Probleme. Die Hunde wissen, dass sie Ruhe haben können wenn sie wollen - manchmal brauchen sie dass und manchmal sind sie gerne mittendrin.

    Ach, und beim Fressen würde ich keinen stören lassen. Du kannst die Kinder ihr den Napf hinstellen lassen, als Bestärkung der Bindung - aber dann darf sie keiner dabei stören und sie hat ihre Ruhe. Andere Übungen, wie, du darfst ihr das Fressen auch wieder wegnehmen, würde ich erstmal nur bei Dir sehen.

    Lg + viel Glück

    Trixi

  • Mit den Händen spielen würde ich lassen, gerade wenn der Hund abschnappt, beißt o.ä.

    Zahn auf Haut, generelles Tabu. Dafür gibt es Seile u.ä. Und wenn Zähne die Haut berühren, kommt ein lautes "Aua", aufstehen und Spielabbruch mit ignorieren.

    Mein alter Dackel konnte das zwar sehr wohl unterscheiden zwischen Spiel und Ernst (im Spiel war er sanft und gehemmt und es hätte ein "Aua" gereicht und er hätte sofort aufgehört und beschwichtigt. Dagegen zeigte er in bestimmten Situationen ungehemmte Bisse mit Beißschütteln), trotzdem würde ich dort Grenzen setzten.

    (Ich sage z.B. auch das Hunde generell auf die Couch dürfen, wenn sie DORT aber Probleme machen, dass wird das gestrichen).

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