Leinenführigkeit generalisieren - wie?
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Ribanna -
10. Dezember 2012 um 11:36
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Hallo,
ich habe da ein großes Problem. Unser Lou ist ein Leinenzieher, wie er im Buche steht.
Nichts hat ihn bisher beeindruckt, Richtungswechsel nicht, stehen bleiben nicht. Dann habe ich mit ihm, oft und lange, erst im Garten und dann auf der Wiese, geübt. Ich bin, ohne groß was zu sagen, mit Lou an der Leine, losgelaufen und bin zickzack gegangen, rückwärts, mal rechts, mal links usw., eben so, dass er sich auf mich konzentrieren muss!
Dabei habe ich nur die Kommandos "Kehrt" und "weiter" und "Stop" benutzt, sonst nichts. Das funktioniert mittlerweile wunderbar. Lou schaut auf mich, läuft an der Leine brav neben mir her, es gibt keinen Ruck und kaum mal ein Ziehen. Nur: auf den Wegen funktioniert es gar nicht! Abseits von der Wiese klappt es noch ein paar Meter - und dann ist Ende.
Nun muss er aber gerade dort vernünftig an der Leine laufen - auf der Wiese gehts ja auch ohne! Aber auf dem Bürgersteig kann ich kaum zickzack laufen oder Runden drehen, nicht. Also: Wie sag ich es Lou, dass hier die gleichen regeln gelten?
Übrigens neigt Lou dazu, wenn er allzu genervt ist, Passanten an zu bellen, deshalb ist es kaum möglich, auf Wegen genau so zu üben, wie auf der Wiese. 
Habt Ihr Ideen?
- Vor einem Moment
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Hi,
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Ehrlich gesagt würde ich bei der Leinenführigkeit keine Kommandos verwenden. Wenn ich stehen bleibe, hat der Hund das auch zu tun, auch ohne Kommando.
Wenn auch nicht ganz so beliebt:
Hier war das Thema Ziehen sehr schnell damit beendet, dass es mal nen Rucker am Geschirr gab. Dazu brauche es 3 oder 4 konsequente Spaziergänge. Läuft er in die Leine bzw. zieht, wirds kurz unangenehm. Er muss nach mir schauen und dann geht es weiter. Das hat er sehr schnell verstanden. -
Sorry, aber ein Rucker am Geschirr? Da muss es doch andere Lösungen geben!!
Über die Kommandos kann man streiten, ich finde sie sinnvoll.
Hat vielleicht noch jemand eine Idee? -
Zitat
Dann habe ich mit ihm, oft und lange, erst im Garten und dann auf der Wiese, geübt. Ich bin, ohne groß was zu sagen, mit Lou an der Leine, losgelaufen und bin zickzack gegangen, rückwärts, mal rechts, mal links usw., eben so, dass er sich auf mich konzentrieren muss!
Über welchen Zeitraum hast du das gemacht?
An Halsband oder Geschirr?
Hast du wärend der Trainingszeit "normale" Gassigänge gemacht?
Gleiches Zubehör (Halsband/Geschirr, Leine) wie beim "normalen" Gassigang?
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Zeitraum? Die letzten vier-sechs Wochen, eher länger. Und, ja sicher gab es auch normale Gassigänge. Das alles haben wir mit Geschirr (Norwegergeschirr) gemacht, weil er im Extremfall (Katze, Eichhörnchen) Halsbänder schon mal schrottet... Allerdings habe ich mit langer Leine begonnen und mich zur kurzen (2m) durchgearbeitet.
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Wie liefen dann die Gassigänge ab?
Dürfte er da ziehen? (blöde Frage, du hast ja schon geschrieben, dass es bei den Gassigängen nicht mehr klappte).
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Das Problem ist, dass er bei den Gassigängen ziehen dürfte (weils nicht anders ging) und im Garten nicht. Also (wie du ja schon in der Überschrift geschrieben hast) ist das nur Ortbezogen die Leinenführigkeit.
Ich würde jetzt Ortsbezogen auf Zubehörbezogen umkonditionieren. D.h. du musst einen Unterschied im Zubehör machen zwischen ziehen dürfen und nicht ziehen.
Wenn du dauerhaft mit einem Geschirr laufen möchtest, dann darf er am Geschirr nicht ziehen (also nie ziehen lassen), dafür darf er aber an einem breiten, weichen, robusten Halsband ziehen (über die Straße, eine Strecke, wo du nicht die Richtung wechseln kannst).
Wenn er dauerhaft mit Halsband laufen soll, dann darf er ab sofort auf Gassigängen am Geschirr ziehen und im Garten konditionierst du ihn auf das Halsband mit Leinenführigkeit um (Geschirr würde ich auch um machen, aber Leine nicht einhaken, sondern am Halsband). Wenn das im Garten gut läuft, dann gehst du raus. Wo du üben kannst, klickst du in´s Halsband ein, wo nicht klickst du in´s Geschirr ein ODER halt umgedreht, wenn du dauerhaft ein Geschirr benutzt.
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Hi,
ich bin auch eher gegen Kommandos was die Leinenführigkeit betrifft. Denn Leinenführig heisst für mich nicht im "Fuss" gehen sondern einfach nicht an der Leine ziehen - egal wie lang die jetzt ist.
Wenn er Richtungswechsel richtig durchgeführt wird, kommt man da generell schon mal gut zum Erfolg. Richtig durchgeführt heisst für mich, dass ich schnell die Richtung wechsel und der Hund dabei schonmal ein wenig in die Leine knallt. Sobald mir zuviel Zug auf die Leine kommt - Richtungswechsel. Dafür muss ich in dem Moment aber mehr Leine geben und damit dem Hund die Möglichkeit geben nicht in die Leine zu rennen und keinen zug zu spüren in dem er mir folgt oder aber halt in die Leine zu rennen weil er nicht auf mich achtet.gruss
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Alternativ zu der Unterscheidung Halsband, Geschirr gibt es noch weitere Möglichkeit:
Geschirr vs. Geschirr + Halstuch
Kurze Leine vs. Lange LeineAlles was dem Hund hilft, zwischen den Situation zu unterscheiden, ist möglich

Viel Erfolg noch und nicht aufgeben :-)
... gesendet von unterwegs...
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Zitat
Alternativ zu der Unterscheidung Halsband, Geschirr gibt es noch weitere Möglichkeit:
Geschirr vs. Geschirr + Halstuch
Kurze Leine vs. Lange LeineAlles was dem Hund hilft, zwischen den Situation zu unterscheiden, ist möglich

Viel Erfolg noch und nicht aufgeben :-)
... gesendet von unterwegs...
Gute Ideen :)
Oder Geschirr vs. Geschirr und dann einfach im Geschirr woanders einhaken.
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