total prollige Rüdin

  • Hallo Ihr da Draußen,

    ich bin mal gespannt ob jemand etwas zu dem Thema weiß und mir Tipps geben kann...
    bisher habe ich noch nichts dergleichen hier lesen können.

    Meine Hündin ist jetzt knappe 2 Jahre alt und seit einem Jahr bei mir. Sie ist unsicher aber nicht ängstlich im Umgang mit Fremden und Kindern. Heißt niemand darf sie von sich aus anfassen, wenn man ihr aber Zeit lässt und sie ignoriert kommt sie irgendwann von sich aus. vor großen Hunde hat sie Angst weil sie da bereits mehrmals als Beute angesehen wurde. Bei kleinen Hunden ist von Spielen über Ignorieren bis Knurren alles dabei.

    Nun gehen wir seit einigen Wochen regelmäßig mit einer Gruppe anderer Hunde Gassi. Und was mir auffällt ist das meine Hündin immer unfreundlicher den anderen Hunden gegenüber wird.

    Bei der ersten Runde war noch alles supi. Alle haben sich auf Anhieb verstanden. Es wurde getobt und gerannt. Dann kam die zweite und dritte Runde und Ginger wurde immer rüppeliger. Alle Hunde (insgesamt 4 andere - alle klein) werden regelmäßig "abgecheckt". Heißt sie stellt sich ganz offensiv vor sie, schneidet ihnen die Weg ab und droht ihnen mitunter. Haben die anderen Spaß unterbricht sie das. Hat ein anderer IHR Stöckchen wird sie ganz zickig. Und muss sie mal an die Leine (zwecks Straße) ist sie kaum noch ansprechbar für mich und regt sich tierisch auf weil sie zu den anderen will. Letztens habe ich sie mal hingelassen um zu sehen was sie macht... natürlich pöbeln. anrempeln. nase kräuseln.

    Auf der letzten Runde gab es 3x die Situation das sie sich mit einem Rüden angelegt hat und dieser dann halt mal nicht klein bei gab, sondern sich die beiden Zähne fletschend gegenüber standen. Ich bin dann hin und nach einem kräftigen "Schluss" war auch gleich wieder Ruhe.

    Es gab allerdings auch schon die Situation das sie ganz entspannt mit den anderen gerannt und getobt ist.
    Ohne zu konrollieren...

    So nun meine Fragen zu dem doch recht unangenehmen Verhalten meiner Hündin:

    Was kann der Grund für ihr Verhalten sein? Ist sie überfordert? Meint sie, sie muss die Gruppe irgendwie unter Kotrolle halten? Wenn ja warum? Und wie nehm ich ihr die Aufgabe ab? Oder ist das ein Charakterzug von einem recht dominanten Weibchen? Ist es generell möglich aus ihr mal ein entspanntes freundliches "Hündchen" zu machen? also wenigstens gegenüber anderen Hunden? Oder sollte ich sie einfach so lassen wie sie ist und es hinnehmen? Und was habt ihr eventuell noch für Tipps für mich?

  • Hallo,
    so pauschal kann man da keine Aussage treffen. Ich würde mal einen erfahrenen Trainer dazu holen.
    So wie du es schilderst, scheint es, als wolle sie die Kontrolle übernehmen und alle Ressourcen horten. Ich tippe mal, dass da ein Hütehund mit drinne ist? Sie will die anderen Hunde kontrollieren und traut dir nicht zu die Situation zu händeln.
    So aus der Ferne ist das halt schwer zu beurteilen.....

  • also mal generell denke ich, dass deine hündin erstmal die lage abgecheckt hat ... heißt: da sind 3-4 fremde hunde, da haut man nicht gleich drauf, man könnte ja selbst auch verletzt werden ;) aber dann wird man natürlich frecher, wenn man merkt, die anderen wehren sich vllt. nicht und man kommt damit durch ....

    an deiner stelle würde ich mit den anderen weiterhin laufen, aber deine bleibt vorerst mal an der leine (in deinem einwirkungsbereich) und sie lernt, dass die anderen hunde spielen dürfen, stöckchen haben dürfen und sie das gar nichts angeht, weil du da jetzt eben keine lust drauf hat

    sie muss lernen, sich an dir zu orientieren und wenn du sagst sie bleibt bei dir o.k. dann darf sie zuschauen und wenn sie sich blöd benimmt, korrigierst du sie

    sie scheint ja offensichtlich der ansicht zu sein, dass sie da alles im alleingang regelt, aber das darf sie nicht .. nicht nur sie könnte verletzt werden, sie könnte auch die anderen hunde verletzen und das wäre mir zu gefährlich

  • Ich würde solche Hundegruppen meiden. Ist eben nicht jeder Hund verträglich mit allen Artgenossen. Den Stress, meinen Hund als einzigen angeleint zu führen, würde ich mir nicht antun. Woody mag auch nicht "Zwangs-Vergesellschaftetwerden"! Er liebt es, allein zu laufen. Hunde, die uns begegnen, werden entweder ignoriert oder kurz beschnuppert. Ich kontrolliere die Situation, wenn ich merke, das es Ärger geben könnte, rufe ich ihn und gehe weiter.

  • Es liegt evtl an der Gruppenkonstellation, dass es mit der Hündin nicht klappt.
    Übrigens ist ein Hund nicht "unnormal" wenn er innerhalb einer Gruppe für Ruhe sorgt ich möchte mal sagen, dass es nicht ausschließlich etwas mit Hüteverhalten zu tun haben muß oder das die Hündin andere Hunde mobben will.

    Vielleicht hat die Hündin auch Chef-Qualitäten und will in der Gruppe einfach Ruhe reinbringen, da Spielverhalten vielfältig ist (nicht immer ist Spielverhalten auch Spiel- manche Hunde erkennen das, bevor es ausartet und trennen die beiden interagierenden Hunde voneinander). Mit so einem Hund werden Spaziergänge zwar langweilig aber man kann auch erkennen, dass innerhalb der Gruppe mehr Ruhe und Stabilität herrscht als vorher.

    Ich würde mal schauen, ob es mit einer anderen Hunde-Konstellation besser klappt, als mit der aktuellen.
    Wenn das verhalten der Hündin als absolut störend bzw "nicht einschätzbar" empfunden wird, würde ich mal einen Trainer drüber schauen lassen.

  • Hallöchen!

    erstmal vielen Dank für eure Antworten! Ich freu mich das ihr doch noch einige Tipp und Ideen habt.

    Tja wie woodyfan schon schreibt, ich geh ja da mit um IHR was gutes zu tun und bin mir gerade selbst unsicher ob es ihr wirklich gefällt. Denn so richtig ausgelassen getobt hat sie im letzten Jahr vielleicht 2x mit einem fremden Hund. Sonst ist es wirklich nur das kurze Schnuppern und weiter. Es ist auch verständlich das sie nicht jeden Hund toll findet und ja ach so dankbar ist das ich ihr die Gelegenheit gebe mit anderen Hunden zu spielen. Aber ich will auch nicht das ihr verwehrt wird mit anderen Hunden zu spielen nur weil sie nie richtig sozialisiert wurde.

    Genau das will ich ja abwägen. Ist das einfach nichts für sie oder könnte sie eigentlich doch Spaß daran haben wenn ich ihr ein bisschen mehr die Richtung vorgebe.... :???: Versteht mich einer???

    Wenn ich jetzt weiter mit ihr hingehe würde ich sie auch nicht die ganze Zeit an der Leine lassen. Das wäre definitiv zuviel Stress für sie. Aber ich könnte sie zwischendurch anleinen und wirklich erst wieder ableinen wenn sie Ruhe gibt. Wär das ne Idee?!
    Außerdem hatte ich noch die Idee mich IHR in den Weg zu stellen wenn sie wieder irgendwen blocken will der zurück zur Gruppe kommt. Oder lenk ich sie dann lieber ab?

    Ach wahrscheinlich ist es wirklich besser mal meine Trainerin rauf gucken zu lassen, dann bin ich einfach sicherer.

    Wolfsrudel ich verstehe was du sagen willst, aber ich habe ganz und gar nicht das Gefühl das meine Hündin Ruhe in die Gruppe bringt. Ganz im Gegenteil... Sie führt sich ja auf wie Rambo.


    P.S. Die "Rüdin" gibts an sich natürlich nicht. Ich hab es aber mal auf einem K9 Geschirr gelesen und es passt unabhänging von der beschriebenen Situation sehr gut zu meiner Hündin. :D

  • Hallo!
    Edit by Mod: Eigenwerbung nicht erlaubt.
    Natürlich muss sich das ein GUTER Hundetrainer anschauen! Ich könnt sonst höchstens eine Vermutung beisteuern:

    Ja, es könnte Kontrolle sein.
    Da es unter Hunden ein Prvileg der Ranghöheren ist, sich frei und dynamisch bewegen zu dürfen, ist dies nicht unüblich, dass einige Hunde dieses Privileg im Haus und auf den Spaziergängen genießen und anderen Hunden gegenüber auch durchsetzen.
    Das heißt, sie versuchen andere Hund, die sich dynamisch bewegen zu stoppen, um somit klar zu stellen wer hier der Ranghöhere ist, um es mal platt zu formulieren. Andere Hunde dürfen also z.B. nicht rennen und das muss dein Hund unter Kontrolle halten - bei 4 Hunden ein ganz schöner Stress!!!
    Die Geschichte mit dem Stöckchen ist ganz einfach ein verwalten von Ressourcen.
    Ressourcen können sein: Futter,Wasser, Kauknochen, Spielzeug, Stöckchen usw
    Der Ranghöchste verwaltet und besitzt die Ressourcen.

    Das ist die Theorie, die man wissen muss. Um einen Trainingsansatz zu nennen, müsste ich den Hund gesehen haben, um dann den richtigen passenden Trainingsweg zu gehen!
    Das heißt, es gibt immer mehrere Möglichkeiten und Trainingsmaßnahmen um an sein Ziel zu kommen, aber es muß auch für den Hund der Passendste sein!!!

    Lola ;)

  • Lolahen,
    wie lange wirst Du denn jeden Deiner Beiträge in etwa so beginnen:
    " Hallo! Bin eine ausgebildete Hundetrainerin von einen sehr prominenten Hundetrainer.

    Ich geh gerade mit einer Hundetrainerin, die achtet ziemlich stark darauf, dass die Gruppe überhaupt zusammenpasst, und auch klein ist. Erst ich mit Cookie, dann ein zweiter Hund dazu, erst wenn´s mit denen gut geht, noch ein dritter Hund dazu...alles Jagdhunde unter einem Jahr, dazu ihr eigener völlig gelassener älterer Hund als Ruhepol dazu.

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