Welpe und fremde Hunde + Besitzer
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Hallo!
Mein 15 Wochen alter American Bulldog Welpe neigt dazu, bei fremden Menschen und Tieren völlig abzudrehen. Er wird hibbelig, zerrt an der Leine.
Besonders schlimm in der Hundeschule und beim Tierarzt. Da ist es schon fast peinlich. Nunja, wir arbeiten dran.
Jedenfalls würden wir das gerne, wenn andere Menschen ein wenig verantwortungsvoller und vernünftiger wären. Beim Tierarzt z.B. wird der hibbelige Welpe erstmal begrüßt und Leckerlis hingeworfen. Da steh ich dann augenverdrehend daneben, völlig gestresst von den zerrenden 18kg. Auf dem Tisch geht das gezappelt weiter. "Der muss aber noch viiiiel lernen" und "das war ja anstrengend" kommt dann von der Ärztin. Toll! Mal davon ab, der Welpe ist im Grunde sowieso völlig unansprechbar, muss ihn immer ins Sitz nehmen um dem Gezerre entgegen zu gehen. Trete auf Leine, was man halt so macht.
Dasselbe ist natürlich auch so, wenn wir an einen See fahren, wo viele (70%) der Hunde nicht angeleint sind. Herrchen leinen weder an, wenn sie uns sehen, noch zitieren sie ihren Hund wieder zu sich. Die Töle kommt also erstmal auf unseren Welpen zugerannt. Super!
Wenn ich sehe, dass sich bei diesem die Nackenhaare zu Berge stehen, stelle ich mich vor unseren Hund. Das war einmal der Fall. Eigentlich würde ich mir wünschen, mein Hund sitzt, wir warten bis Hund und Besitzer dran vorbei gehen. Aber das ist ja nunmal nicht in der Regel umsetzbar. Also was bleibt mir übrig? Bei augenscheinlich friedlich gestimmten Hund Schleppleine fallen lassen und Hunde machen lassen.
Aber - das ist gar nicht das, was ich will. Mein Hund zerrt und hibbelt ununterbrochen, reagiert auf nix was ich sage, und zum krönenden Abschluss kommen die Herrchen noch an, finden den Welpen ja so süß, streicheln ihn dann ganz entzückt und sagen feini feini dabei. Der Welpe ist völlig außer Rand und Band. Mein Gott! Ich hab bald ne 45 kg Bulldogge an der Leine und ich befürchte, dass dieses verhätscheln dann Auswirkungen hat, so dass dann nur noch ein Gezerre statt findet.
Nunja, wenn ein anderer unangeleinter Hund kommt, kann ich doch nicht verlangen, dass meiner neben mir Sitz macht, oder? Wie verhalte ich mich da?
Einmal kam eine Dame mit Schäferhund/Rottweiler Mix (wurde zu uns gezerrt) auf uns zu, und hat gefragt, ob sie ihn abmachen darf. Ich sagte, nee lieber nicht, er soll keinen Kontakt. Da macht die doch allen ernstes ihren Hund ab - Hunde bräuchten doch Kontakt. Der 50 kg Hund rannte erstmal den Kleinen um und ich erstarrte vor Schreck. Ich erklärte nochmal, er hibbelt sehr, da möchte ich entscheiden, wann er spielen darf. Sie hatte kein Verständnis. Nunja in so einem Fall ist es schwer.Wie soll ich mich verhalten, soll ich fremde Hunde abblocken? Diskussion dann mit den Hundehaltern eingehen, Hund spielen lassen?
Ich hab halt Angst. Jetzt ist er noch klein. Später ist er massig und richtig stark. Ich möchte die Kontrolle behalten, ich möchte bestimmen, wann gespielt wird. Ein Erziehungsproblem, dass ich doch sehr ernst nehme und ich möchte das richtige machen. Was schlagt ihr vor?
Liebe Grüße
- Vor einem Moment
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Hi,
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das kenne ich auch
zwar nicht so wie du es beschreibst aber ähnlich. Wenn ich mit meinem KLeinen unterwegs bin, will er dauernd zu vorbeilaufenden Menschen und die begrüßen.
Wenn ich dann strikt dran vorbei laufen will, bleiben manche von denene stehen und locken meinen Hund. Und wenn er dann noch an denen hoch springt und ich ihm das verbiete meinen die ach ist doch nciht schlimm...dann muss ich denen ewig erklären dass der HUnd nciht versteht dass er dass bei manchen machen darf und bei anderen nciht. er soll es generell lassen.
Naja nur mal so nebenbei
Also ich würde an deiner Stelle ein Gebiet zum üben aufsuchen in denen HUnde angeleint sind und wo ihr nicht das Problem habt dass dauernd ein anderer Hund angestürmt kommt, denn dann ist klar dass deiner sich nicht auf dich konzentrieren kann.
Wir haben hier auch ein Freilaufgebiet und da übe ich so: wenn ich einen andere HH mit seinm frei laufenden Hund in einiger Entfernung sehe lasse ich meinen absitzen und versuche dass er sich auf mich konzentriert. Das macht er dann auch und ich gebe ihm dann als Belohnung dass Kommando dass er jetzt selbst laufen und spielen darf. Dabei muss der andere HUnd aber noch so weit weg sein dass mein HUnd noch ansprechbar ist, sonst geht es nicht.
Und wenn du ihn nicht von der Leine lassen willst musst du üben wo auch nur angeleinte Hunde sind, sonst sehe ich das eher schwierig. Halte am Anfang großen Abstand zu den angeleinten HUnden sodass sich dein kleiner noch auf dich konzentrieren kann. -
Hi,
was sagt denn die Hundeschule dazu?
Ich finde ein komplettes abblocken von Hunden/Menschen kann natürlich den Schuss nach hinten losgehen lassen.
Er soll schon Sozialkontakte haben. Auf jeden Fall solange er noch so jung ist. Ich finde es auch nicht schlimm wenn er von anderen betüdelt wird. Das wird nämlich recht schnell aufhören.
Allerdings solltest Du Leckerlie zustecken unterbinden. Sag einfach er wäre allergisch.
Andererseits soll er jetzt auch schon lernen, das er nicht immer seinen Willen bekommt. Also auch mal Ruhe und Gehorsam einfordern wenn er gerne irgendwo hin will.
Langer Rede kurzer Sinn: ein gesundes Mittelmaß ist hier zu finden. Spielen und Kontakte ja, aber auch mal Training und Unterordnung ohne andere.
Das kann man gerne beim Gassi gehen im Wechsel machen.
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Du kannst andere Menschen nicht für eure Erziehungsdefizite deines Hundes verantwortlich machen , sorry , verständlich dass du genervt bist von dem zerrenden Kraftpaket, was von anderen noch dafür " belohnt" wird.
Du solltest dir von einem Trainer zeigen lassen, wie du deinen Hund umsichtig und verantwortlich führst,
denn du hast recht, der Kleine wird bald gross werden , mit 5 Monaten sollte er schon eine gute Portion Impulskontrolle haben, such dir lieber jemanden vom Fach. -
Zitat
Du kannst andere Menschen nicht für eure Erziehungsdefizite deines Hundes verantwortlich machen , sorry , verständlich dass du genervt bist von dem zerrenden Kraftpaket, was von anderen noch dafür " belohnt" wird.
Du solltest dir von einem Trainer zeigen lassen, wie du deinen Hund umsichtig und verantwortlich führst,
denn du hast recht, der Kleine wird bald gross werden , mit 5 Monaten sollte er schon eine gute Portion Impulskontrolle haben, such dir lieber jemanden vom Fach.Wir machen ja schon Hundeschule. Dort wurde uns gesagt, dass wir den Hund zurück halten sollen bzw. fremde Hunde abblocken, indem man sich davor stellt.
Das heißt, Hund am Körper halten, absitzen lassen - guck mal - bei Sichtkontakt und meiner Erlaubnis darf er dann spielen. Das soll er ja auch.
Er gehorcht so auch schon super, wir arbeiten viel mit ihm. Gehen in Hundeschule, Stadt, Besuchen Freunde in Familie und immer mit Regeln und Konsequenz. Wären wir in Sachen Erziehung nicht so eifrig dran, würde ich jetzt sagen, dass wir selber Schuld an den erzieherischen Defiziten haben.
Nur zieht die Ansprache in gewissen Stresssituationen einfach an ihm vorbei. Auch wenn er erst 4 Monate alt ist, sehe ich natürlich die Problematik und natürlich muss da noch einiges passieren. Dabei ist es nicht bei allen Spaziergängern oder Hunden der Fall. Ich spreche ihn an, er sitzt ab, Leute gehen vorbei. Nur speziell bei den freilaufenden Hunden schaltet es komplett aus. Und Hundeschule und Tierarzt. Da hab ich derzeit noch keine richtige Kontrolle.
Die Hundetrainerin gibt uns aber immer mal gute Tipps. Und ich werde mich auch auf alle Fälle fortlaufend betreuen lassen. -
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Zitat
Hallo!
Mein 15 Wochen alter American Bulldog Welpe neigt dazu, bei fremden Menschen und Tieren völlig abzudrehen. Er wird hibbelig, zerrt an der Leine.
Ich hab halt Angst. Jetzt ist er noch klein. Später ist er massig und richtig stark. Ich möchte die Kontrolle behalten, ich möchte bestimmen, wann gespielt wird. Ein Erziehungsproblem, dass ich doch sehr ernst nehme und ich möchte das richtige machen. Was schlagt ihr vor?
Liebe Grüße
In Deinem Vorstellungsthread hast Du geschrieben, Du wüsstest, dass diese Rasse nicht für Anfänger geeignet ist. Trotzdem hast Du Dir als blutige Anfängerin diesen Hund ausgesucht.
Sorry, so wirklich verstehen kann ich es nicht.Praktisch in jeder neuen Lebenswoche beschreibst Du eure Probleme und weisst nicht im Geringsten, wie Du damit umgehen sollst.
Jetzt bist Du völlig überfordert, weil Du heute schon daran denkst, was wird, wenn Dein Welpe erstmal ausgewachsen ist und seine 58 KG erreicht.Liebe Missy, versuche einfach zu sehen, was Dein Hund zur Zeit ist: Ein Hundekind von gut 3,5 Monaten. Da kann er noch nicht wirklich Befehle ausführen und gesittet neben Dir herlaufen. Alleine dies angebunden sein an der Leine, empfindet ein Hund in dem Alter zu Recht als Einschränkung und Behinderung.
Ich würde mit dem Hund möglichst auf eine Wiese oder Feldwege gehen und ihn dort ableinen. Lasse ihn viel mit anderen Hunden spielen und dort auch zu fremden Menschen Kontakt aufnehmen. Gerade für einen American Bulldog ist eine gute Sozialisation wichtig.
An der Leine würde ich nur in kleinen Zeiteinheiten gehen, z. B. wenn er sich ausgetobt hat.
Das wird er nach und nach lernen.
Ich habe es schon oft geschrieben: Laufe mit ihm ohne Leine über eine Wiese, im Wald und dergleichen.
Er hat noch den natürlichen Folgetrieb. Wenn Du ihn jetzt ständig an der Leine hast, musst Du irgendwann den Freilauf ohne Leine mühsam üben.Ich würde in erster Linie seine Bedürfnisse nach Kontakten, Bewegung und einer guten Bindung zu Dir wichtig nehmen. Eigentlich wäre Souveränität wichtig bei einem American Bulldog, damit man Freude an ihm hat. Die bekommst Du aber leider erst mit den Jahren.
Darum kann ich Dir nur raten, habe Vertrauen zu Deinem Hund, dass er richtig ist, so wie er ist. -
Kommandos sind eher zweitrangig, in dem Alter ist das noch zuviel verlangt, wenn die Ablenkung so hoch ist, das heisst aber nicht, dass du ihm nicht zeigen kannst, wie man sich ordentlich benimmt
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Danke für die klaren aber harten Worte Muecke! Ich denke, dass ich mir selber einen ziemlich hohen Druck aufbaue und danach strebe, in Sachen Erziehung keine Fehler zu machen.
Deswegen ja auch öfters meine Fragen hier. Ich muss mir vllt öfters mal bewusst machen, dass es noch ein kleines Hundekind ist und ich nicht Wunder erwarten kann. Jeder Hund entwickelt sich nunmal anders. Das ich mir eine ganz besondere Herausforderung mit dieser Rasse ins Haus geholt habe, ist vllt für manch einen unverständlich. Aber ich liebe diese kräftigen Hunde und es war immer mein Traum. Und dafür tue ich jetzt alles, dass ich eine gute Hundebesitzerin bin.
Die Souveränität wird halt noch kommen, ich mach mich gerne selber verrückt und sehe nicht das, was schon vorhanden ist, sondern nur das, was nicht gut läuft.
Die Erwartungshaltung sollte ich mal ein wenig runterschrauben.... ich weiß.
Welpe geht an Leine - zieht fast nie, sitzt vor Türen ab auf Kommando, geht erst durch die Tür wenn ich es sage, frisst erst wenn ich es sage, beherrscht alle Grundkommandos, schaut mich an, wenn ich guck mal sage, kann schon ein bisschen alleine bleiben ohne Jaulen und Bellen.... die positiven Dinge muss man ja auch mal hervor heben. Und seine stressbedingte Unansprechbarkeit wird auch in den Griff zu kriegen sein.
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Ohje, das mit den Menschen, die Leckerchen in den fremden Hund reinschieben wollen kenne ich.
Ich habe von Anfang an gesagt, dass sie es lassen sollen. Und da man ja oft ähnliche Leute getroffen hat, hat das gut funktioniert.
Genauso dieses ewige "Gestreichel" und "Geknuddel"... Ganz schlimm finde ich auch, wenn Leute meinen Hund gelockt haben. Zum Glück hört das auf, sobald Hundi nichtmehr klein und süß ist.Doch was ich am wichtigsten finde, und was du in deinem ersten Post glaub ich auch geschrieben hast, ist was andere Hundebesitzer denken. Wie oft habe ich die Situation, dass Jamie mich zu einem Hund hinziehen will, ich ihn neben mich nehme und dran vorbeigehe ohne das er Kontakt haben darf. Wenn ich dann noch (was ja eigentlich gar nicht meine Pflicht ist) dem anderen Hundebesitzer erkläre, dass mein Hund nicht noch belohnt werden soll für sein ziehen, gucken mich oft nur verständnislose große Augen an.
Ich weiß nicht, ob ihre Hunde alle perfekt erzogen zur Welt kamen, oder ob es ihnen egal ist, wie sich ihr Hund benimmt. Vielleicht haben sie auch einfach verdrängt, wie schwer die Kindheit/Pubertät eines Hundes ist, weil ihre schon erwachsen sind. Du musst da einfach drüber stehen. Du kannst auch sagen ihr trainiert gerade und jetzt darf er keinen Kontakt haben, weil ihr etwas anderes macht. Ansonsten aber gerne. Für viele ist es unverständlich, dass auch draußen trainiert wird bei einem Spaziergang und die denken dann vielleicht du willst generell keinen Kontakt.Ich wünsche dir jedenfalls viel Spaß mit deinem Kraftpaket. Du machst dir viele Gedanken, und das ist schonmal viel wert.
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Ich kenne das auch. Unsere Nachbarn, beide selbst Hundehalter und sehr tierlieb, haben mir auch so manchen kleinen Erfolg wieder zunichte gemacht. Da wurde über den Zaun gestreichelt und bestenfalls das hochspringen am selbigen auch noch mit Leckerchen belohnt.
Beim Gassi gehen das selbe: Welpe darf anspringen, er wird dauergetätschelt und gelockt. Ich habe bestimmte Leute irgendwann machen lassen. Spätestens als der süße kleine Welpe nicht mehr so klein und deren Kleidung mit Matschpfoten übersät war, war Schluss.
Das Hundeproblem hatten wir nicht, wir haben eher wenig Hunde getroffen, haben aber selbst noch weitere Hunde. Mittlerweile ist meine "Kleine" knappe 9 Monate alt, 56 cm hoch und ein freundlicher, aufgeschlossener Hund geworden, der keineswegs noch immer anspringt oder sich locken lässt.
Übrigens, tolle Rassewahl!
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