Welpe und fremde Hunde + Besitzer

  • Dein Welpe ist 15 Wochen alt und du erwartest schon soooo viel von ihm.
    Was bietest du ihm auch für eine Reizüberflutung an, das ist meiner Meinung nach viel zu viel. Kein Wunder, daß er hibbelig ist, er braucht noch viele Ruhephasen und man kann einen Hund auch zu einem Ichkommnichtzurruhe erziehen.
    Hältst du dich in etwa an die 5 Min. Regel? Bedenke, daß gerade große, schwere Hunde in der Wachstumsphase nicht zu viel machen sollten.
    Zur Zeit solltest du nicht mehr als 3xtäglich 15 Min. mit ihm gehen und nur kurze "Lerneinheiten" einbauen. Das sollte am Besten in reizarmer Umgebung passieren, daß ihr eure Bindung aufbauen bzw. festigen könnt.
    Wir haben selber einen großen Hund und damals gab es höchsten 2-3x pro Woche Spielstunden mit anderen Hunden. Bedenke, wenn dein Hund ausgewachsen ist, haben andere HH eher Angst vor euch und werden euch meiden. Deswegen übe früh Bögen um andere HH zu gehen und sage den Ignoranten, daß du im Moment keine Hundebegnung wünscht, weil ihr gerade eine Erziehungseinheit macht. Punkt und keine Diskussion, auch wenn es unfreundlich rüber kommt. Kommt ein unangeleinter Hund bitte ich den Besitzer seinen Hund anzuleinen und zwar ziemlich nachdrücklich, auch da gibt es keine Diskussionen. Das soll nicht heißen, daß unser Hund keine Hundfreundschaften- bzw. begegnungen hat, aber wann und mit wem bestimme ich. Und glaube mir je mehr dein Hund wächst umso schneller leinen die Uneinsichtigen ihre Hunde an.
    Den Leckerchenzusteckern habe ich gesagt, ob sie, wenn bald ein 60kg Hund auf sie zugestürmt kommt, um Leckerchen abzugreifen, immer noch entspannt in die Tasche greifen? Hat gut funktioniert.

    ich finde, daß das Wichtigste ist an der Bindung und dem Vertrauen zu arbeiten und das funktioniert am Besten als Zweierteam.

    Andrea

  • Ja die 5 min Regel halten wir natürlich ein. Morgens und abends 15 min hier in der häuslichen Umgebung, mittags an den See oder Feldmark ca. 20min - oder wir ersetzen dies durch Stadterlebungstour oder Hundeschule. Natürlich in Maßen mit Pausen und dies natürlich nur je einmal in der Woche. Bei den Mittagsspaziergängen wird auch nicht jedesmal gespielt. Kennen wir den Hund, und die kommen eh schon unangeleint auf uns zu, dann darf er. Ziel ist es noch, dass er sich Miene Erlaubnis einholt. Daran müssen wir noch Arbeiten. Bei Fremden lass ich Ihn absitzen bzw halte ihn erstmal fest, da er hinmöchte. Heute z.B. waren die Hunde angeleint, die vorbeikamen. Er kam schnell zur Ruhe und saß die Zeit, wo ich mich kurz unterhielt. Das war prima. Die Hibbeligkeit kommt denke ich nicht von einer Reizüberflutung, die wir tunlichst vermeiden. Hier zu Hause schläft er auch viel. In gewissen Situationen muss ich ihm halt noch das richtige Verhalten zeigen, und vor allem geduldig sein... Sonst ist er ja ein toller Kerl, der bei Spaziergängen und hier zu Hause recht ausgeglichen ist. Gott sei Dank kein Terrorkind! :lol:
    Danke für eure Antworten! Ich habe langsam gemerkt, dass vor allem Ich mal ruhiger werden muss! :D

  • Zitat

    Ich habe langsam gemerkt, dass vor allem Ich mal ruhiger werden muss! :D


    Manche Hunde sind eben auch da um uns etwas beizubringen ;)

    Als kleiner Tipp: erwähnen, dass der Hund Würmer oder Flöhe hat kann wahre Wunder wirken! :hust:

  • Erstmal Glückwunsch zu deinem Zuwachs! :)

    Als Erstes gesagt: Dein Hund merkt deine Stimmungslage IMMER! und orientiert sich dann dementsprechend auch daran. Das heißt du musst ein gutes Vorbild abgeben und immer ganz ruhig und entspannt sein. Du wirst sehen, es wirkt Wunder.

    Als Zweites, was ja schon besprochen wurde: Du hast da einen Welpen. Es ist zwar richtig, schon von Anfang an mit Erziehung zu beginnen, aber achte immer darauf, ihn nicht zu überfordern. Er muss erst alles in unserer Welt kennen lernen, das braucht bei manchen Welpen länger und sie sind ängstlich oder reagieren extrem hibbelig und bei manchen gehts eben schneller.

    Und als Letztes: Wenn ich mit meinem Welpen unterwegs wäre, dann hab nunmal einfach auch ICH darüber zu bestimmen was passiert. Und das meine ich jetzt in Bezug auf Kontakte. Wenn da Jemand kommt und meinen Welpen einfach anfasst oder ihm was ins Maul steckt, dann würde ich echt mega stinkig werden. Klar, der Welpe braucht gerade jetzt Kontakte um sein Sozialverhalten zu prägen, aber niemand packt meinen Welpen (bzw. Hund allg.) an, ohne mich zu fragen und das vorher abzusprechen.
    Wenn ich nicht will, dass er angefasst wird, dann wird das ganz direkt so zu den Leuten gesagt. "Stopp! Ich möchte nicht dass sie meinen Hund anfassen!" Das Wieso, Warum, blablabla hat die Leute gar nicht zu intressieren.
    Und wenn da jemand kommt und dich fragt, ob er seinen Hund ableinen darf, du das verneinst und er es trotzdem macht, würde ich ohne Diskussionen mit meinem Hund weitergehen und einfach drüber lachen.

    Es gibt und wird auch immer wieder Leute geben, die da etwas verständnislos sind und andere "Erziehungsmethoden" haben und immer wieder diskutieren wollen. Würde ich mich gar nicht drauf einlassen, ich lasse mir doch nicht von anderen erzählen, wie ich mit meinem Hund umzugehen habe.

    VG

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