Deutscher Gassigang - eine Welt der Neurosen

  • Danke Maus1970, oder wahlweise Franziska!!!!!!!
    Deine Beiträge gerade in diesem Thema gefallen mir gut und spiegeln auch meine Meinung wieder und die ganz vieler anderer Hundehalter. Hab mich mal mit ein paar von denen unterhalten, während unsere Hunde schön miteinander gespielt haben....

    Übrigens werde ich angeraunzt weil ich einen Kommentar gebracht habe, der nicht mehr ganz so sachlich war, da sollten sich hier einige Alteingesessene (auch die Kritikerin) mal ein Beispiel dran nehmen und vor allen Dingen die Moderatoren!

    schön, daß du es nochmal angesprochen hast, aber irgendwie geht das wohl an den betreffenden leider ein wenig vorbei.

    Maanu: du vergißt die gute Erziehung von Mama, wenn andere sich überheblich äußeren, da kann man sich aber bei dir und vielen deiner Posts sehr schnell vergessen. ;-)
    Ich liebe es wenn mit zweierlei Maß gemessen wird. :rollsmilie2:

    LG Brathähnchen, in deren Hund grad ein anderer reingerannt ist, ohne daß es irgendwelche Probleme gab oder Zickereien.

  • Zitat

    liebes brathähnchen: ich hab es mal fett markiert. wieso gehst du bei dir unbekannten hunden davon aus, dass sie gut sozialisiert sind?


    Da hast du doch glatt meine Frage umgedreht. Echt traurig, wenn man davon ausgeht, dass im Normalfall ein Hund kein Hündisch mehr kann! Da hat es der Mensch mit seiner ständigen Besserwisserei echt weit gebracht, wenn er dem Ottonormalhund die Möglichkeit genommen hat, Sprache und Umgang mit Artgenossen zu lernen!

    Zitat

    was sollen besitzer von schlecht sozialisierten hunden (tierschutz, hund mit vorgeschichte, bla) machen...dürfen die gar nicht mehr nach draußen?
    was ist mit hunden, die verletzt sind und deshalb eine geringere reizschwelle haben?


    Sie sollen dazu stehen, handicappierte Hunde zu haben, und nicht versuchen, diese zur Norm zu erklären. Warum sollen ganz normale, sozialkompetente (das heisst nicht "spielenwill"!) Hunde immer die Zeche bezahlen für jeden Spezialfall, der hausgemacht oder importiert wird? Das hat mit (selbstverständlich gewährter) Rücksicht nichts mehr zu tun, sondern grenzt an Nötigung! Es liegt an dem, der eine Spezialbehandlung für seinen Hund braucht, dies der Umwelt mitzuteilen, und nicht enfach zu fordern, dass alle andern den ganz normalen Umgang von Hunden untereinander unterbinden, weil ja vielleicht eventuell einer in der Nähe sein könnte, der das grad nicht verträgt!

    Nicht der gestörte oder defizitäre Hund sollte die Norm sein, sondern der, der seine Muttersprache halbwegs versteht, und halbwegs adäquat reagiert! Das darf durchaus auch eine Massregelung sein....

  • Zitat


    Da hast du doch glatt meine Frage umgedreht. Echt traurig, wenn man davon ausgeht, dass im Normalfall ein Hund kein Hündisch mehr kann! Da hat es der Mensch mit seiner ständigen Besserwisserei echt weit gebracht, wenn er dem Ottonormalhund die Möglichkeit genommen hat, Sprache und Umgang mit Artgenossen zu lernen!


    Sie sollen dazu stehen, handicappierte Hunde zu haben, und nicht versuchen, diese zur Norm zu erklären. Warum sollen ganz normale, sozialkompetente (das heisst nicht "spielenwill"!) Hunde immer die Zeche bezahlen für jeden Spezialfall, der hausgemacht oder importiert wird? Das hat mit (selbstverständlich gewährter) Rücksicht nichts mehr zu tun, sondern grenzt an Nötigung! Es liegt an dem, der eine Spezialbehandlung für seinen Hund braucht, dies der Umwelt mitzuteilen, und nicht enfach zu fordern, dass alle andern den ganz normalen Umgang von Hunden untereinander unterbinden, weil ja vielleicht eventuell einer in der Nähe sein könnte, der das grad nicht verträgt!

    Nicht der gestörte oder defizitäre Hund sollte die Norm sein, sondern der, der seine Muttersprache halbwegs versteht, und halbwegs adäquat reagiert! Das darf durchaus auch eine Massregelung sein....

    Naijra, Höflichkeit sollte die Norm sein. Und zwar bei den Hundehaltern.
    Wenn da also jemand ist der einfach Angst hat um seinen Hund, aus welchem Grund auch immer, liegt es doch an mir mich zu entschuldigen wenn mein übermütiger Jungspund auf sie zurast.

    Und ja, so sollte es sein. Und leider wird das viel zu oft nicht beachtet oder gar als falsch bezeichnet.
    Ich hatte ne Unverträgliche und habe sie immer an die Leine genommen sobald ein Hund auftauchte. Und ich hab mich geärgert über all die, denen meine Bitte ihre Hunde zu rufen ignoriert haben.
    Warum konnten die Halter der Bitte nicht einfach nachkommen?

    Und genau darum geht es hier doch: Wenn du möchtest das an Tag B deine Hunde keinen Kontakt haben sollen, warum auch immer, möchtest du doch auch das es respektiert wird, oder nicht?

    Und diese "sozialkompetenten Hunde" sind alle ganz toll, sicher. Der Boxer eine Straße weiter kommuniziert auch sauber, es hat meiner Papillon auch nur das Auge gekostet und nen gebrochenen Unterkiefer + Herzkrankheit beschert.
    Was hatten wir alle nun von der sauben Kommunikation? Nix. Wäre er gesichert gewesen würde meine Löle heute noch leben.

    Deine Hunde können noch so toll sein, ein kleiner Hund kann trotzdem dadurch ernsthaft verletzt werden. Und darum bist du in der Pflicht, sind wir alle in der Pflicht unsere Hunde eben zu uns zu holen wenn jemand mit angeleinten Hund dir entgegenkommt.
    Und wirklich nur darum geht es uns hier. Wir möchten einfach nicht das andere Hunde angerannt kommen, aus welchen Gründen auch immer. Warum ist das denn so schwer zu akzeptieren?
    Klar kann mal einer reinrauschen, das ist kein Weltuntergang. Aber viele von uns erleben das immer und immer wieder, mit immer den gleichen Leuten die einfach nicht dazulernen. Und die uns teilweise noch beschimpfen.
    Löle wollte keinen Kontakt. Sie hasste fast alle anderen Hunde. Warum muss ich denn meinem Hund den Stress antun, bloß weil der andere Hundehalter keinen Bock hat seinen Hund anzuleinen?

    Und das hier

    Zitat


    Sie sollen dazu stehen, handicappierte Hunde zu haben, und nicht versuchen, diese zur Norm zu erklären. Warum sollen ganz normale, sozialkompetente (das heisst nicht "spielenwill"!) Hunde immer die Zeche bezahlen für jeden Spezialfall, der hausgemacht oder importiert wird? Das hat mit (selbstverständlich gewährter) Rücksicht nichts mehr zu tun, sondern grenzt an Nötigung!


    finde ich mehr als ungerecht! Du unterstellst das alle Problemhunde hausgemacht oder importiert sind, das ist aber nicht immer so.
    Und wo ordnest du den Hund ein, der durch ständige schlechte Erfahrungen mit anderen Hunden zum Beißer wurde?
    Was ist so schwer an etwas Rücksicht gegenüber vielleicht alten/geschwächten/kranken oder sozialgestörten Hunden?
    Denn du willst doch auch die Rücksicht haben das eben die Halter von bissigen Hunden ihre Hunde so sichern das sie deine nicht in die Fänge kriegen, oder? Warum ist es dann so schwer diesen Haltern das Leben etwas zu erleichtern?

    Jetzt habe ich einen alles liebenden Junghund der noch allzuoft seine großen Ohren nur als Deko hat. Aber ich arbeite dran und entschuldige mich wenn er auf jemand zurennt, warum auch nicht? Und das obwohl der sich jedem unterwirft, egal ob Dogge oder Silky Terrier.
    Aber ich möchte einfach nicht das andere, vielleicht ängstliche Hunde, durch ihn gestresst werden. Nach kurzer Absprache darf er machen, aber auch erst dann. Ganz normale Höflichkeit.

  • Aoleon, Du sprichst genau meine Gedanken aus. Meine Kleine ist auch bereits so oft überrannt worden oder einfach mal als Spieli genutzt von den Großen, dass sie schlicht Panik hat, wenn ein großer Hund auf uns zu läuft. Warum sollte sie den Stress dann mitmachen müssen?

  • Zitat


    Sie sollen dazu stehen, handicappierte Hunde zu haben, und nicht versuchen, diese zur Norm zu erklären. Warum sollen ganz normale, sozialkompetente (das heisst nicht "spielenwill"!) Hunde immer die Zeche bezahlen für jeden Spezialfall, der hausgemacht oder importiert wird? Das hat mit (selbstverständlich gewährter) Rücksicht nichts mehr zu tun, sondern grenzt an Nötigung! Es liegt an dem, der eine Spezialbehandlung für seinen Hund braucht, dies der Umwelt mitzuteilen, und nicht enfach zu fordern, dass alle andern den ganz normalen Umgang von Hunden untereinander unterbinden, weil ja vielleicht eventuell einer in der Nähe sein könnte, der das grad nicht verträgt!
    Nicht der gestörte oder defizitäre Hund sollte die Norm sein, sondern der, der seine Muttersprache halbwegs versteht, und halbwegs adäquat reagiert! Das darf durchaus auch eine Massregelung sein....

    Ich denke ja auch, dass es nicht angemessen ist, dass z.B. ein angeleinter Hund gleich Hackfleisch aus einem anderen Hund macht der nur etwas zu enthusiastisch auf ihn zugestürmt kommt.

    Hab ich wirklich so einen Hund der sofort blutigen Ernst macht, dann kriegt der nen Maulkorb, ist schließlich mein Hund und ich bin für seine Sicherung zuständig.
    Das muss man auch wirklich nicht zur Normalität erklären.

    Und das man sich mit solchen Hunden auch nicht grade in ne belebte Auslaufzone begibt und dann fordert, dass alle anderen sich von einem fernhalten, sollte eigentlich auch jedem Mensch mit ca. 3 eigenen Hirnzellen klar sein.


    Aber... meiner Meinung nach teilt man seiner hundehaltenden Umwelt eben dadurch mit, dass man eine "Spezialbehandlung" (sprich: Seine Ruhe!) will, indem man seinen Hund angeleint lässt und zügig weitergeht.

    Mehr sollte es eigentlich nicht brauchen. Ist und bleibt ein entgegenkommender Hund angeleint, dann wünscht der Halter offensichtlich keinen Kontakt.
    Schön, dann brauch es mich doch nicht interessieren ob der Hund Tollwut oder kannibalistische Tendenzen hat oder ein nervöses Wrack mit Deprivationsschäden ist.
    Was soll man denn da seiner Umwelt noch weiter mitteilen?

    Einfach in Ruhe gelassen zu werden finde ich jetzt keine so abgehobene Forderung.


    Und die Sache mit den Maßregelungen... ja, wenn wir das dann auch alle hinnehmen können?
    Ich hab hier im Forum schon öfter Threads aufgemacht die solche Titel wie "OMG, schreckliche Beißerei!!!" hatten... und was war?
    Hund angesabbert, paar Fellbüschel ausgerissen und soooooooo traumatisiert. :lol:


    Was sollen die Hunde denn machen, was ist ne korrekte Maßregelung?
    Sollen sie böse gucken? Knurren? Dürfen sie gar Körperkontakt haben? Sind fliegende Haarbüschel ok? Ein kleines Loch, ein Riss im Ohr, ein Kratzer auf der Schnauze?

    Ich find das alles völlig im Rahmen, kenn aber genug die wegen 1 cm blutendem Riss im Ohr zum TA rennen und beim OA vorsprechen.
    Weiß das OA dann auch, dass das nur ne kleine Maßregelung war?

  • Zitat

    Und wo habe ich über dich geurteilt, Maanu? Ich habe von einer Drittperson gestellte Fragen beantwortet, und vielleicht einige neue aufgeworfen.....


    Sorry, sollte Antwort auf das gebratene Hähnchen sein

    gesendet vom Handy, daher nur in Kurzfassung

  • @ Marula - warum sollte ich die Individualdistanz meines angeleinten Hundes durch aufsetzen eines Maulkorbes aufheben und ihn somit wehrlos machen wenn eine Dampfwalze eindringt? Hund zu angeleintem Hund geht ohne Absprache gar nicht! Oder läßt Du Dich auf der Straße von jedem Fremden drücken und küssen weil dieser Mensch ja nix tut?
    Und was machst Du mit Deinem angeleinten Hund nach schwerer OP? Mir ist das mal passiert und ich habe den Wildfang, der immer wieder in meinen reinsprang, aber heftigst am Halsband gepackt und mehr als unsanft ausgehebelt, denn mein Hund schrie schon vor Schmerzen... Was sind das für Hundehalter die immer nur an sich selbst denken?

  • Tixi, Marula hat mit keinem einzigen Buchstaben ihres Statements ausgedrückt, dass sie die Individualdistanz eines angeleinten Hundes durch tragen eines Maulkorbes aufgehoben sieht ;)

    Mit frisch operierten Hunden, oder eben wie von dir beschrieben nach einer schweren OP, gehe ich immer nur soviel als nötig raus, sprich zum lösen und/oder suche Gegenden auf, wo ein kranker Hund so wenig als möglich - seinen Heilungsverlauf betreffend - Umwelteinflüsse begegnen muss, dies gelingt selbst in einer dicht besiedelten Grossstadt.
    Aber ich weiss was du meinst Tixi und da hilft eben nur ein schnelles Eingreifen deinerseits, ganz klar!

    Zitat

    ...

    Mir ist ein gut gehändelter, bedingt verträglicher Hund lieber als ein nachlässig gehändelter Tutnix.

    Mir auch :gut:

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