Problem mit einem Weltmeister-RAMMLER!! Bitte um HILFE !!!!!

  • Hallo alle zusammen,

    ich hatte bis jetzt immer extrem positive Erfahrungen mit meinen Hunden. Ich selbst hatte immer Border Collies, die ich persönlich durch ihre Intelligenz und Lernbegierigkeit extrem gut trainierbar finde.

    Da ich 2013 nach Neuseeland ziehe und mein Hund letztes Jahr verstorben ist, habe ich mich entschlossen in Neuseeland keinen neuen Hund zu adoptieren. Sitte jetzt aber ab udn zu Hunde von Freunden und Bekannten, wenn die im urlaub sind. Und es klappt auch wunderbar.

    Allerdings habe ich jetzt für 3 Wochen einen Pitbull von einer Freundin in Pfleger, der EXTREEEEEM schlecht erzogen und sehr dominant ist.
    Er ist draußen an der Leine ein ganz lieber Kerl und auch so eher verschmust. Muss aber immer seine Dominanz zeigen und das ist sehr, sehr lästig und ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich tun soll, da ich dieses problem mit meinen Hunden oder den anderen Hunden noch nie hatte.

    Er versucht ständig meine Beine zu besteigen. Es ist richtig wild dabei und gerät schnell außer Atem. Zuert habe ich versucht ihn wegzudrücken und mit einem Lauten Nein zum Aufhören zu bewegen. aber das klappt nicht. Danach dachte ich, dass er vielleicht aufhört, wenn ich ihn komplett ignoriere. Fehlanzeige. Er rammelt sich bis zur extremen Erschöpfung (lol), macht ne kurze Pause und dann geht es gleich wieder los.

    Kurz zu ihm: Es handelt sich um einen reinrassigen Red-Nose Pitbull, 4 Jahre alt und leider Gottes NICHT kastriert.

    Ich brauche echt gaaaanz drigend Hilfe, denn der Hund erschöpft mich auch total!!!

  • Hallo,

    was macht dich so sicher, dass er das aus Dominanzgründen macht?

    Aufreiten kann auch als Stressventil dienen und hat dann nichts mit Dominanz oder sexueller Motivation zu tun.

    In welchen Situationen macht er das, was war davor?
    Macht er das bei seiner Halterin auch oder nur bei dir?
    Ein nicht erzogener Hund muss nicht zwangsläufig dominant in allen Situationen sein.

    Viele Grüße!

  • Hallo Themis,
    um ehrlich zu sein, weiß ich wirklich nicht genau, ob es tatsächlich Domananzverhalten ist. Aber das war das erste, was mir in den Kopf kam. Da er unter anderem auch andere Leute (Fremde) zur Begrüßung anspringt und das bei ihm nicht wie Freude, sondern eher wie Respektlosigkeit aussieht.

    Bei seinem Herrchen und Frauchen macht er das nicht. Bei Frauchen allerdings auch nur nicht, weil Herrchen ihm ganz schön die Leviten gelesen hat. Und ich dachte, ich könnte das eventuell alleine in den Griff bekommen.

    Meistens macht er das zu Hause. Auch als er das erste Mal bei mir zu Hause war udn ich darauf geachtet habe, dass ICH als erstes die Wohnung betrete, um ihm zu zeigen, wer die Hosen anhat :) Brachte aber nichts.
    Einmal ist das Aufreiten auch draußen passiert, ganz am Anfang vom Gassi gehen. Ich fürchte, er ist unausgelastet bei seinen Herrchen und ich muss zusehen, dass ich ihn mehr beschäftige.

  • Zitat

    Auch als er das erste Mal bei mir zu Hause war udn ich darauf geachtet habe, dass ICH als erstes die Wohnung betrete, um ihm zu zeigen, wer die Hosen anhat :) Brachte aber nichts.

    Nein, das bringt tatsächlich nichts, außer dass der Hund lernt, manierlich durch die Tür zu gehen, zum Chef macht sich damit kein Mensch, das ist ein alter Hut.

    Ich denke eher, dass der Hund Stress hat, leider kann ich dir von hier aus nicht sagen, warum er gestresst sein könnte.
    Dazu müsste man viel mehr erfahren, wie Umgang, Tagesablauf usw.
    Stress kann schon durch dich, als fremde Person, Auslöser sein, genauso wie eine fremde Wohung.
    Stress durch Unsicherheit.

    Leute anspringen spricht wirklich für einen unerzogenen Hund, "respektlos" ist er nicht, denn niemand hat ihm gutes Benehmen beigebracht.

    Wie dem auch sei, der Mensch dient nicht als Stressventil und so ein Aufreiten gehört unterbunden.
    Deutlich würde ich ihn runterpflücken und wirklich jeden erneuten Ansatz gleich untersagen.

    Trotzdem müsste man die Ursache, wenn es tatsächlich Stressverhalten wäre, herausfinden und abstellen.

  • Danke erstmal Themis für deine guten Tips und Ansätze.
    Ich habe schon mehrmals versucht ihn wegzudrücken und sein Verhalten zu unterbinden, allerdings ist er ein recht großgeratenes Exemplar seiner Art und auch so sind Pitbulls sehr kräftige Tiere. Da ist es nciht so einfach ihn wegzudrücken. Das interessiert ihn nicht und er legt gleich wieder los.

    Ich hatte nicht das Gefühl, dass er durch mich als fremde Person sehr gestresst ist, aber das kann natürlich trotzdem der Fall sein. Ich würde gerne sein Vertrauen gewinnen, aber wenn ich versuche mich ihm zu nähern, springt er mich gleich wieder an und "rammelt". Er ist auch nicht das erste mal bei anderen in Pflege.

    Eine Sache fällt mir noch ein. Ein sehr merkwürdiges Verhalten, das vielleicht damit zu tun hat?
    Seine Besitzer haben ihn erst mit 5 Monaten bekommen, deswegen weiß man über seine Geschichte davor nicht viel. Was ich aber jetzt scon ab und zu beobachtet habe ist, dass er irgendwann resigniert und auf seiner Decke liegt und bis zu einer Stunde an seiner Decke kaut bzw. nuckelt. Vielleicht ist er zu früh von seiner Mutter genommen worden. Aber das sind alles nur Spekulationen-

  • Für mich klingt das auch weniger nach "Dominanz", als nach einem Stressventil.
    Vermutlich ist der Hund, der ja laut deiner Aussage keinerlei Führung kennt völlig überfordert mit all den Reizen, die da tagtäglich auf ihn einprasseln...
    Ich würde das Verhalten ganz klar auch abbrechen - aber auch gleichzeitig etwas anderes fordern... ein Kommando, was er kennt und kann, beispielsweise "Sitz" (und sitzenbleiben) und dich anschauen. Damit gibst du ihm die Sicherheit nicht gleich wieder was falsch zu machen. Denn irgendetwas wird er dann statt dessen tun - nur dadurch, dass du ein Verhalten verbietest ist ja der Grund für selbiges (also der Stresslevel das Hundes) nicht verändert und der Stress sucht sich dann ganz platt ausgedrückt eben ein anderes Ventil.
    Das ist aber eher eine Technik zum Management.
    Hier einen kompletten Trainingsplan zu erstellen ginge zu weit und ist auch schlicht nicht möglich, da nur du den Hund persönlich kennst.
    Aber es wäre wichtig, dass dem Hund der Grund für seinen Stress genommen wird, und das scheint mir nach deiner Beschreibung her vor allem zu sein, dass er ohne die souveräne Führung durch einen Menschen mit dem Alltag völlig überfordert ist.
    Ist es so, ist vor allem wichtig, das du selber Ruhe ausstrahlst, geduldig bist und ganz klare Verhaltensregeln einführst. Etwas, woran sich der Hund orientieren kann.

  • mir wäre es auch latte, warum er das machen will, ich würds verbieten...

    anscheinend hat der hund nur respekt vorm herrchen, vllt finde das frauchen das unbewuß gut, weil sie so ihrem mann indirekt widersprechen kann...

    vllt ist er zu sehr im sextrieb..
    vllt ist er nervös..
    vllt. ist er einfach uninformiert, dass das doof ist...
    vllt. ist er espektlos..
    vlt ist er auch dominant...
    vllt hat er einfach bisher so immer seine situationen kontrolliert...

    kann mir schon vorstellen, wie das für dich ist, so einen dickschädel händeln zu wollen, wo du border gewohnt bist ;) sorry, ich grinse gerade bs über beide ohren..

    also: erstmal müßtest du den hund einordnen, dann könnteste schon mal verschiedene sachen als ursachen auschließen... wie lange ist der denn noch bei dir?

    und als sofortmaßnahme würd ich einfach die leine dranlassen und den fuß bei bedarf draufstellen, so dass er nicht aufsteigen kann zum rammeln...

  • Steinigt mich wenn ihr wollt, aber ich habe auch schonmal etwas über Hypersexualität bei Hunden gelesen.
    Ob das jetzt was hilft weiß ich nicht, hab da ja nur was von gelesen, aber das soll es eben auch geben. Kastration soll da helfen, aber ich bin eher eine Kastra Gegnerin. Also Psychische Ursachen müssen aufjedenfall abgeklärt sein warum er das macht und wenn da nichts bei rauskommt dann gibts ja noch die These der Hypersexualität. Mit betonung auf These.

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