Mäntelchen ein Muss ?

  • Zitat


    Ich frage mich, wie Hunde über Jahrhunderte und Jahrtausende ohne Mäntelchen überlebt haben..... Und heute soll es plötzlich auch für jeden gesunden Hund notwendig sein?

    Nichts gegen Mäntel, da wo sie wirklich Sinn machen, aber heute scheinen die Menschen von ihrem eigenen Temperaturempfinden auszugehen, und packen schon bei herbstlichen Temperaturen ihre Hunde im wahrsten Sinn des Wortes in Watte. Unser Familiendalmatiner war auch kurzhaarig und kannte keinen Mantel (gab es noch nicht damals für grosse Hunde). In Bewegung hatte er keine Probleme, nur bei Rasten auf Skitouren hat er gefroren - da gab es ein Frottéetuch oder einen unserer Pullover drüber. Seiner Gesundheit hat eine Viertelstunde Zittern nie geschadet.
    ...

    Unser Zorro hat ein dickes Fell und braucht eigentlich keinen zusätzlichen Wärmeschutz. Damit Zorro die hohen Sommertemperaturen besser aushält, schoren wir ihn im Frühling. Gehen wir mit dem geschorenen Zorro in kalte, stürmische Höhen, stecken wir ihn in seine Mass-Wärmeweste wenn er mal warten muss. Auch wenn Zorro zu lange im kalten Wind warten muss, fängt er an zu frieren.

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  • Da sind Mäntel ja auch sehr sinnvoll - unser Familiendalmatiner hat bei Rasten auf Skitouren auch ziemlich gefroren, da wäre eine Decke auch vertretbar gewesen. Aber die wenigsten Hundehalter machen Hochtouren mit ihren Hunden...

    OT: Auf welchem Berg wart ihr da?

  • nee, ich find mäntelchen ist kein muss.
    allerdings haben wir einen hund ohne unterwolle, der super schnell friert und dann rumzittert. daher gibt's bei uns in folgenden situationen ein mäntelchen an:

    - der hund muss in einer ausnahmesituation im winter mal länger im auto warten (nein, wir haben keine standheizung)
    - wir zelten oder schlafen im vw-bus bei frostigen außentemperaturen. mäntelchen ist dann quasi schlafsack-ersatz. (und unter unseren schlafsack darf sie natürlich eh)
    - auf skitouren nur bei eisigen temperaturen zum laufen, als windschutz. ansonsten nur zum pause machen. damit sie nicht auskühlt.

    wir haben zwei verschieden mäntel. einen aus fleece nur zum wärmen und einen der auch winddicht ist.

  • Nö, absolut kein Muss! Wär meiner ned krank, hätt' er keinen, wirklich frieren tut er selten bis nie

    Das erste Mäntelchen haben wir für Gletschertouren als "Notfallset" eingepackt (und GsD nie gebraucht), den jetzigen gab es als HD diagnostiziert wurde und er bei nass-kaltem Nebelwetter gar nimmer laufen wollte, effektiv hat er ihn meist im November und im Frühling bei Dauerregen an. Ist ein eher dünnes Modell, dass dafuer aber Regenabweisend it und v.a. über die Hüften geht, Bei -15 °C, Schnee und trockener Kälte ist er nimmer zu stoppen und auch ohne Mantel unterwegs

  • Bei meinem Spanier ist es ein Muss.

    Auf viele Schreiben im Forum und auch Aussagen verschiedener Leute, dachte ich letztes Jahr, dass das bei uns ja auch klappen muss, zumindest bis es richtig kalt wird. Das Ende vom Lied war, dass er angefangen hat zu Husten und nur noch gezittert hat. Nein, er bekommt ein Mantel drauf, wenn ich es als kalt empfinde, mir egal was die Leute denken.

    Seitdem ist er gesund und munter und nein, eigentlich bin ich auch nicht verpienst.

    Also ich würde ihn dran gewöhnen, vielleicht mal so anlassen, schönfüttern etc. Was hast du denn für einen? Vielleicht stört ihn auch das über den Kopf ziehen o.ä.?

  • Zitat

    Ich frage mich, wie Hunde über Jahrhunderte und Jahrtausende ohne Mäntelchen überlebt haben..... Und heute soll es plötzlich auch für jeden gesunden Hund notwendig sein?----

    Ganz einfach: Jahrhundertelang
    - hat der Mensch nicht unbedingt Hunde ohne Unterwolle gezüchtet, die beim kleinsten Regen naß wurden bis auf die Haut,
    - wurden sicherlich nicht Hunde gezüchtet, die man dauernd scheren muß, damit sie recht hübsch sind, und die dann frieren ohne ihr Fell,
    - war der Hund Arbeitstier, daß nicht gefroren hat, weil er in Bewegung war,
    - wurde der Hund nicht aus Spanien oder der Wüste in kalte Länder wie Deutschland gekarrt,
    - und hat der Mensch seine Wohnung nicht auf 25 Grad erhitzt, um dann mit dem Hund bei 20 Grad unter null spazierenzugehen und dabei mit dem Nachbarn nen Kaffeeklatsch zu halten, während der Hund im Sitz oder gar Platz mit Bauch auf dem kalten Boden ruhig zu verharren hatte, bis Fraule nach Weitergehen war, oder wieder heimwollte, weil die eigenene Füße taub wurden. *gg
    - wurden Hunde z.T. eher draußen gehalten, wo das Fell sich an die kälteren Temperaturen gewöhnen und dichter werden konnte, sodaß das arme Tier nicht von 20-25 Grad plus in ner Wohnung raus in die Kälte mußte.

    Notwendig also sicherlich nicht für jeden Hund, aber für solche ohne Unterwolle, wenn nicht dauernd in Bewegung, oder wenns aus Eimern regnet, oder wenn der Hund aus dem Süden kommt und erstmal sich gewöhnen muß (leichtes Mäntelchen, nicht zu dick, weil sonst kann er sich ja nicht gewöhnen), alt oder krank ist, oder in Arbeitspausen irgendwo längere Zeit abliegen muß. Eine Freundin von mir hat nen Sloughi, der geht ohne sein Mäntelchen nicht mal ins Freie, wenns kalt ist oder regnet, und auch dann nur kurz zum Pieseln und steht dann umgehend wieder auffordernd vor der Türe "laß mich rein!" *bibber.... - man beachte, wo die Rasse herkommt. Der Zweithund, ein Barsoi, steht bei Schnee vor der Terrassentüre und sagt: "bitte aufmachen!", um sich dann mit dem Bauch in den kalten Schnee zu legen und dann zu sagen "eeeendlich die richtige Temperatur! Hier bleib ich."..... ;-)

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