Wenn der Hund auf der Straße ausbüchst...

  • Zitat

    Ich würde zunächst einmal in den eigenen vier Wänden anfangen, dem Hund klare und für den Hund verständliche Regeln und Richtlinien zu setzen, damit er Dich als Rudelfüherer akzeptiert! Die Tatsache, dass er mit 10 Monaten seinen Rudelführer bei der erst besten Gelegnehit verlässt, spricht nicht gerade für eine funktionierende Mensch/Hund Beziehung!

    das ist ein pupertierender jungspunnt...
    er zeigt hier sicher kein fehlverhalten, sondern sehr viel neugierde, sowie alle jungen hunde in dem alter.
    mit mangelnder bindung hat das wirklich nichts zu tun.


    Zitat

    Ebenso das Du bei einem Hund von 10 Monaten noch überall Leckerchen in den Taschen hast, was eigentlich nach dem 4 Lebensmonat, bei einer funktionieren Beziehung ab dem Zeitpunkt abgebaut werden sollte!

    abbauen tut man eine belohnung wenn der hund verstanden hat was er tun soll...
    schrittweise und in kleinen schritten. ausbleiben sollte eine belohnung jedoch nie !
    auch das hat mit beziehung nichts zu tun. jede bezugsperson muss für den hund glaubhaft bleiben und lohnenswert. genau das erreiche ich mit genügen belobigung und der daraus resultierenden bestätigung für den hund es richtig gemacht zu haben. das erst stärkt vertrauen und festigt die bindung....

  • Oh je, da war der Schock bestimmt groß.

    Dasselbe ist mir passiert als ich Paco gerade ein paar Wochen hatte. Der damals noch kleine Hunde schlüpfte in dem Moment aus der Tür, als der Paketmensch gerade kam. Hund lief hoch zur Straße, ein Auto musste eine Vollbremsung hinlegen, Hund lief über die Straße, auf dem Weg zum Haus meiner Eltern - da ist's ja toll, da muss man hin :roll: Ich bin dann auf Socken hinterher, hab ihn gepackt gekriegt und einfach nur hochgehoben und fest an mich gedrückt. An Bestrafung habe ich keinen Moment gedacht, ich war einfach nur froh das nichts passiert ist.

    Danach wurde die Wohnzimmertür zugemacht wenn ich an die Haustür musste, bis er gelernt hatte, das er nur mit Leine über die Türschwelle zu gehen hat - es klappt. Wenn ich ihn auffordere ohne Leine mit in den Hof zu kommen, dann kommt er nur ganz zögerlich mit :lol:

  • Ist hier auch schon passiert...

    Ich die Tür aufgemacht und eines meiner Kinder wollte mir hinterher und Lilo durch die Hausflurtür mit raus. Die Lieblingskatze von nebenan gesichtet und zack raus über die Strasse in Omas Garten.

    Hab damals auch nen halben Herzinfarkt bekommen, auf rufen hat sie nicht gehört, ich bin dann ums Haus und hab sie eingesammelt. Katzi hatte sich derweil schon aus den Staub gemacht.

    Kann passieren, bei uns kam zum Glück gerade kein Auto.

    Mitterweile bleibt sie an der Schwelle der Hausflurtür stehen, Bella muss das aber erst noch lernen, also ist Vorsicht angesagt.

    Ich glaube auch ein kleiner Hund ist mal eben schneller entwischt, wenn sich ein großer durch die Tür schieben will bekommt man das ja eher mit und kann zugreifen als bei ner kleinen Fusshupe...

  • Zitat

    Die Tatsache, dass er mit 10 Monaten seinen Rudelführer bei der erst besten Gelegnehit verlässt, spricht nicht gerade für eine funktionierende Mensch/Hund Beziehung!

    Also ganz ehrlich. Was heißt denn hier "verlassen"?
    So wie ich das lese war das Frauchen sowohl in Sicht-, als auch in Rufweite. Er ist ja nicht sieben Straßen weiter gerannt und hat sein Heil in der Flucht vor seiner Familie gesucht - sondern nur eigenmächtig ein paar Meter vorgelaufen.
    So wie ich deine Aussage lese, bedeutet für dich eine "funktionierende Mensch/Hund Beziehung", dass der Hund dem Menschen am Hintern klebt als sei da eine Menge Pattex im Spiel.

    Kann ich so nicht unterschreiben - ich würde vermutlich fast schwören, dass für diesen übermütigen Junghund zwar die Neugier stärker war als der Gehorsam; aber dass er trotzdem im Einwirkungsbereich der Halter geblieben ist, ist für diesen Fall ja genau so wahr.
    Gut, in diesem Fall wurde die "Einwirkung" nicht wahrgenommen - aber das heißt ja trotzdem nicht gleich, dass der Hund hier irgendjemanden gezielt 'auf's Absrtellgleis geschoben und sich verdünnisiert" hat. :???:


    Zitat

    Selbst mein älterer Dackel hier hat das nach ein paar Mal kapiert, was es bedeutet.

    Daran arbeite ich mit einem gewissen Zimmer, und meiner Junghündin (jetzt 6,5 Monate) seit sie bei mir ist. Eine gedachte Linie von etwa 20cm vor dem Türrahmen darf nicht übertreten werden und ich bin da auch konsequent hinterher. Sie akzeptiert das nicht - dabei kann ich sogar garantieren, dass sie die "gedachte Linie" in meiner Abwesenheit ebenfalls niemals übertreten konnte. Daran kann es also nicht liegen.
    Und das soll keine Kritik sein! Die Empfehlung finde ich gut und habe es ja selbst so machen wollen, bzw bin noch dran. Ich bin nur ein bisschen neidisch auf den klugen und beherrschten Dackelherrn. ;)

  • Wow, ich hätte nicht damit gerechnet, dass sogar dieses Thema kurzzeitige Diskussionen hervorruft...

    Naja, bin aber froh, dass ich offensichtlich nicht die Einzige bin, der das passiert ist!
    Ich hatte schon Angst um meine Bindung zu dem kleinen Ausreißer! :headbash:
    (Achtung Ironie! Nicht krumm nehmen)

    Also dann, lieben Dank an alle.

  • Zitat

    Daran arbeite ich mit einem gewissen Zimmer, und meiner Junghündin (jetzt 6,5 Monate) seit sie bei mir ist. Eine gedachte Linie von etwa 20cm vor dem Türrahmen darf nicht übertreten werden und ich bin da auch konsequent hinterher. Sie akzeptiert das nicht - dabei kann ich sogar garantieren, dass sie die "gedachte Linie" in meiner Abwesenheit ebenfalls niemals übertreten konnte. Daran kann es also nicht liegen.
    Und das soll keine Kritik sein! Die Empfehlung finde ich gut und habe es ja selbst so machen wollen, bzw bin noch dran. Ich bin nur ein bisschen neidisch auf den klugen und beherrschten Dackelherrn. ;)

    Ich verstehe dich :smile:

    Aber obwohl ich meinen kleinen Dackelherrn über alles liebe, denke ich nicht dass er ungewöhnlich klug oder beherrscht ist. Vielleicht hat es deshalb relativ schnell geklappt, weil er das "System" schon kannte (wie gesagt: das erste Mal ging es darum, ihn aus einem bestimmten Blumenbeet fern zu halten, das ist einfacher als ihn in der Wohnung aus einem bestimmten Areal fern zu halten, das er vorher immer betreten konnte.)

    Ich weiss nicht, wie die Situation genau ist, von daher kann ich nicht viel raten. Warum überschreitet er die "Grenze" (um was zu tun?). Die Alternative, also stehen zu bleiben, muss sich gegenüber dem was er ursprünglich will, aus seiner Sicht "lohnen". Mir hilft es -- wenn ich mit dem Training nicht so recht voran komme -- das Ganze in Minischritte zu zerlegen, und das ggf. mit Clicker zu trainieren. Du könntest (nur eine Idee) z.B. erst mal damit anfangen, dass er sich, bevor er die Schwelle überschreitet, erst mal hinsetzt und dich kurz anschaut. Von da aus kann man dann weiter machen.

    Und wir machen, unabhängig davon, sehr viel Impulskontrolle.

    Aber wenn es um ein bestimmtes Zimmer geht, dann hilf vielleicht einfach auch nur ein Kindergitter oder "Tür zu" ??

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