Wenn der Hund auf der Straße ausbüchst...

  • Tolle Erziehungstipps... also wenn man jetzt nicht grade an einer viel befahrenen Hauptstrasse wäre. Für genau solche Fälle hab ich den drölffachen Hammelsprung geübt... und den setz ich dann ein, indem ich mich instant auf den Hund draufschmeisse, wenn er in Schlagdistanz kommt. Alternativ fordere ich auch gerne vorbeikommende Passanten zum Draufspringen auf, danach klemm ich mir den Satansbraten unter den Arm, stiefel nach Hause, erkläre ihm, was er für ein Depp ist, anschliessend erklär ich mir, was ich für ein Depp bin und dann geht der Alltag normal weiter.
    Ich hab das Zweifelhafte Vergnügen erst wenige Male gehabt - aber da bin ich genau so vorgegangen.

  • Meiner ist erst 6Mo, und da im Vorgarten immer Nachabars Katzen herumsitzen hängt eine Leine an der Tür, die ziehe ich ihm über, wenn es klingelt und bevor ich die Türe aufmache...bin erst amAnfang der Erziehung und versuche so, erstmal schlimmere Vorfälle zu vermeiden.

  • Als Logray mir über die Straße gehuscht ist, hab ich den eingefangen und der hat sich auch ne Standpauke anhören dürfen. Und das hat er gemerkt, und ob er nun gelernt hat, dass Straße tabu ist oder er einfach nur gecheckt hat, dass Frauchen megasauer wird, wenn man ohne zu fragen über die Straße rennt ist mir egal.

  • Neben dem Abruf aus dem Spiel würde ich folgendes üben, wobei das ein bisschen von den Räumlichkeiten (also dem Schnitt des Hausflurs abhängt).

    Also zwei Varianten:

    Günstige Bauliche Voraussetzungen
    Ich würde kurz vor der Hautür (also innerhalb des Hauses ) eine "rote" Linie markieren, die der Hund niemals alleine überschreiten darf. Und zwar grundsätzlich. Egal ob die Tür auf oder zu ist.
    Das Prinzip ist dabei das gleiche, wie wenn man den Hund beibringen will im Garten nicht in die Blumenbeete zu gehen.

    Anfangs die Grenze tatsächlich mit einem gut sichtbaren breiten Band (z.B. Baustellenband oder breiten weißen Klebestreifen) auf dem Boden markieren.

    Jedesmal wenn der Hund drüber geht wird er ohne Kommentar und ganz ruhig auf seinen Platz geführt (iim Garten macht man es einfach so, dass er ins Haus geführt wird und 10 Minuten drin bleiben muss -- im Haus muss man ihn halt alternativ auf seinen Platz führen)

    Selbst mein älterer Dackel hier hat das nach ein paar Mal kapiert, was es bedeutet. Man muss nur wirklich konsequent sein und jedesmal mitbekommen, wenn er die Linie überschreitet und jedes Mal handeln. Am besten funktioniert es, wenn der Hund auch dann, wenn er alleine ist, diese Linie nicht unbeobachtet überschreiten kann (also wenn er unbeobachtet ist, muss der Zugang zu dem Areal für ihn versperrt sein (mir ist klar, dass man hier abhängig von den baulichen Voraussetzungen ist)


    Ungünstige Bauliche Voraussetzungen

    Wenn das oben beschriebene aufgrund der Raumaufteilung nicht umsetzbar ist, kann man ein Zeichen trainieren, das später immer und ganz konsequent in wirklich jeder Situation gegeben wird, wenn jemand die Haustür öffnet. Dazu würde ich ebenfalls eine Grenze bestimmen und markieren, hinter die der Hund sich zurückzieht, wenn das Zeichen im Zusammenhang mit dem Öffnen der Hautür gegeben wird.

    Anfangen würde ich mit dem Hörzeichen selbst (und ich würde es mit Clickern einführen).Wenn das gut sitzt kommt die Verknüpfung mit den gleichzeitigen Öffnen der Hautür.

    Im Haus meiner Freundin, wo wir öfter sind, greift bei uns diese Variante. Timon zieht sich, sobald er das Geräusch der sich öffnenden Haustür hört, hinter diese Linie zurück. Von da aus kann er sehen, wer kommt, aber er überschreitet die Linie erst nach erteilter Erlaubnis. Hat etwa 2 Woche Training gebraucht. Hat den Vorteil, dass er auch nicht über die Linie kommt wenn er mal kurz alleine war und man zurückkehrt.


    In beiden Fällen kann man später die Markierung durch einen weniger auffällige ersetzen z.B. einen Bindfaden -- und dann später durch noch etwas unauffälligeres ersetzen (bei uns liegen zwei mittelgroße dekorative Steine da, deren gedachte Verbindung die Grenze darstellt)

  • Erstmal noch lieben Dank für eure Beiträge.
    Bin ja etwas erleichtert, dass ich nicht die einzige bin, der das mal passiert ist...

    Das mit dem "Bleib" kennt er verrückterweise. Allerdings an der Wohnungstür.
    Wir wohnen im zweiten Stock. Ich kann die Wohnungstür zumachen, dann erst die Treppen runter und durch die Haustüre.
    An der Wohnungstür macht er das ganz vorbildlich. Auch wenns klingelt und er genau weiß, dass da jetzt jemand reinkommt. Da macht er keine Anstalten, er weiß genau, dass er Abliegen und warten soll.
    (Er hört auch sonst wirklich prima. Natürlich haben wir unsere Phasen, aber es klappt ganz wunderbar mit ihm die letzte Zeit)

    Das ist es ja, es war einfach eine Aneinanderkettung unglücklicher Zustänge gepaart mit vollkommener Fahrlässigkeit...

    Jemand hat geschrieben, dass ich nicht neidisch auf meinen Schwiegerpapa sein soll.
    Glaubt mir, bin ich gar nicht. Ich war ja froh, dass er dazu kam und ihn abrufen konnte.
    Das war aber auch nur ein Glücksgriff. Auf ihn hört er gar nicht! Das ist nur sein Spielkumpel und der kam ihm in seiner Halli Galli Laune einfach gerade recht...

    Wie gesagt, alles in allem ist er ein prima Kerl.
    Er lässt sich im Spiel mit anderen Hunden hervorragend abrufen, läuft Fuß, kennt Bleib, usw. Das volle Programm - für einen Junghund. Natürlich klappt auch nicht alles immerzu perfekt - ganz offensichtlich - aber ich kann zufrieden sein.
    Er hatte in dem Moment nur einfach ne Menge Gaudi glaub ich, und ja, was soll ich sagen... Er hat natürlich auch meine Unsicherheit ausgenutzt.

    Ich bin nur froh, dass nix passiert ist.

  • Ich würde zunächst einmal in den eigenen vier Wänden anfangen, dem Hund klare und für den Hund verständliche Regeln und Richtlinien zu setzen, damit er Dich als Rudelfüherer akzeptiert! Die Tatsache, dass er mit 10 Monaten seinen Rudelführer bei der erst besten Gelegnehit verlässt, spricht nicht gerade für eine funktionierende Mensch/Hund Beziehung! Ebenso das Du bei einem Hund von 10 Monaten noch überall Leckerchen in den Taschen hast, was eigentlich nach dem 4 Lebensmonat, bei einer funktionieren Beziehung ab dem Zeitpunkt abgebaut werden sollte!

  • Zitat


    Die Tatsache, dass er mit 10 Monaten seinen Rudelführer bei der erst besten Gelegnehit verlässt, spricht nicht gerade für eine funktionierende Mensch/Hund Beziehung!

    Wie kommst du darauf?
    Dass man der Halterin gleich eine nicht funktioniernde Mensch/Hund-Beziehung unterstellen muss, weil der pubertierende Hund sich mal verselbstständigt hat.
    Natürlich war das nicht toll, aber man muss nicht aus einer Mücke gleich einen Elefanten machen.
    Mein Jungspund hat das in dem Alter auch gebracht und ich hatte später einen wunderbaren, gehorsamen Begleiter!

    Zitat

    Ebenso das Du bei einem Hund von 10 Monaten noch überall Leckerchen in den Taschen hast, was eigentlich nach dem 4 Lebensmonat, bei einer funktionieren Beziehung ab dem Zeitpunkt abgebaut werden sollte!

    Das sollte doch jeder Hundehalter für sich und seinen Hund selbst entscheiden, ob sie 15 Jahre mit Leckerchen arbeitet oder eben nicht, wo steht vorgeschrieben, dass man nach dem 4. Lebensmonat des Hundes, die Leckerchen abbauen sollte?

    Wo sind deine hilfreichen Tipps zur Sache?
    Du postest hier nur Fakten und deine Ansichten, aber in keinster Weise, wie die Themenstarterin das umsetzen könnte...

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