Der Mensch als lästiges Anhängsel an der Leine...
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Und vor allem sind die Hunde an der Leine ihrer Körpersprache beraubt.
Sie können nicht höflich sein und keine Bögen laufen, weil wir Menschen sie meistens frontal auf einander zu führen(zwingen). - Vor einem Moment
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Hallo,
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Frontal habe ich bisher nicht auf den anderen Hund zugeführt, sondern wie bereits erwähnt die Straßenseite gewechselt, was einem Bogen schon ein wenig näher kommt. Wenn es nach mir ginge, würde ich die Hunde auch schnuppern lassen, damit sie erkennen können, dass vom jeweils anderen keine Gefahr ausgeht und mit einem kurzen "hallo sagen" ist die Sache auch meist sofort wieder beruhigt. Leider haben die meisten Menschen großen Respekt vor einem 50 Kilo Hund, der an der Leine herum hampelt und bellt, so dass sie eher davon absehen einen Kontaktversuch zu starten, egal wie sehr ich zu erklären versuche, dass er keiner Fliege etwas zuleide tun könnte und nur die Situation grade für ihn unangenehm ist.
Im Übrigen habe ich grade einen längeren Spaziergang hinter mir. Mit "laufen" zu belohnen scheint genau sein Ding zu sein. Sobald ich kurz seine Aufmerksamkeit hatte, habe ich ihn zu mir gerufen. Wenn er gekommen ist bin ich dann sofort ein Stück mit ihm gerannt. Die ersten Versuche waren recht zögerlich und er hatte nicht so recht Lust zu mir zu kommen, aber beim letzten Trainingsdurchlauf hat es dann schon besser geklappt und er wirkte nicht mehr ganz so genervt davon, dass ich ihn bei seinem Spaziergang störe.
Weiterhin hat es auch gut geklappt die Richtung zu wechseln, sobald ein anderer Hund kam. Es ist nur wichtig dabei die richtige Distanz abzuschätzen. Einmal habe ich zu lange gezögert. Dann stand er fest am Boden und ich könnte nur noch zusehen, dass ich ihn festhalte, bis der andere Hund vorbei war. Beim zweiten Mal konnte ich in eine andere Straße abbiegen. Er war dann zwar noch etwas aufgeregt und wollte sich immer wieder zu dem anderen Hund umdrehen, aber durch konsequentes weiter laufen ist er dann auch hinterher gekommen.Vielen Dank an alle für die nützlichen Tips.
Falls noch jemandem etwas einfällt bin ich für weitere Anregungen natürlich sehr dankbar. -
Meine Freundin hat einen Hund dieses Typs, einen HSH-Mix, der aussieht wie ein ziemlich reinrassiger Estrela-Berghund, etwa so:
http://www.reperros.com/caracteristica…rra-da-estrela/
Dieser Rüde ist ihr so eng verbunden, wie ich es kaum je erlebt habe, reagiert praktisch auf ein Augensignal von ihr und is,t egal wo, ihr souveräner Schatten.
Aber: für diesen Hund gibt es nur einen einzigen Menschen auf diesem Planeten, der zählt: sein Frauchen. Er ist gleichermaßen liebenswürdig und freundlich zu Mensch und Tier, aber sobald er auch nur kurz ohne sein Frauchen ist, legt er sich hin und hört einfach auf zu leben, bis sie wiederkommt.
Er läßt sich dann sogar ganz freundlich von anderen vor die Tür bringen, aber er verhält sich, wie der Hund, den du beschreibst: als wären sie nicht da. Er erledigt, was er muß, geht wieder rein und wartet auf seinen Menschen. Punktum.
Diese enorme Halterbezogenheit soll ein typisches Merkmal dieses da wohl untypischen HSH-Schlages sein - vielleicht hast du da einfach das Pech, (noch?) nicht der Richtige zu sein?
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Ich habe auch schon davon gehört, dass sich diese Art wohl extrem an einen Menschen hängen soll. Aber ob ich für ihn grade der richtige Mensch bin ist fraglich, da ich möglicherweise nicht für immer mit ihm unter einem Dach leben werde. Immerhin ist er nicht mein Hund und somit halte ich mich damit natürlich etwas zurück. Wenn der Hund irgendwann wählt, dann mag es von mir aus so sein. Dafür würde ich wahrscheinlich auch persönliche Planungen über den Haufen werfen, weil ich ihn einfach so sehr ins Herz geschlossen habe. Aber ich werde nicht aktiv daran arbeiten, dass er sich mir völlig zuwendet, schon aus Rücksicht auf seine Besitzer nicht. Ich bin nur ein Wegbegleiter und gelegentlicher Spielgefährte, der dem Tier irgendwie gerecht werden möchte.
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Auch wenn ich Dir keine weiteren Tipps geben kann (zumal ich finde, dass ihr auf einem guten Weg seid, sofern man es aus der Ferne beurteilen kann), möchte ich Dir gern sagen, dass es sich wundervoll liest, wie Du über den Hund, euer Zusammensein und Deine Intention schreibst
Alles Gute für euch! -
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Zitat
Ich habe auch schon davon gehört, dass sich diese Art wohl extrem an einen Menschen hängen soll. Aber ob ich für ihn grade der richtige Mensch bin ist fraglich, da ich möglicherweise nicht für immer mit ihm unter einem Dach leben werde. Immerhin ist er nicht mein Hund und somit halte ich mich damit natürlich etwas zurück. Wenn der Hund irgendwann wählt, dann mag es von mir aus so sein. Dafür würde ich wahrscheinlich auch persönliche Planungen über den Haufen werfen, weil ich ihn einfach so sehr ins Herz geschlossen habe. Aber ich werde nicht aktiv daran arbeiten, dass er sich mir völlig zuwendet, schon aus Rücksicht auf seine Besitzer nicht. Ich bin nur ein Wegbegleiter und gelegentlicher Spielgefährte, der dem Tier irgendwie gerecht werden möchte.
Dass du den Hund halten kannst, ist jedoch sehr wichtig. Dass du ihn unter Kontrolle hast auch. Denn sollte mal was passieren und der Hund ist der Verursacher, was ich dir nicht wünsche, bist du schuld, nicht der Hundehalter. Daher ist eine gute Bindung zu dem Hund schon wichtig. Die kann er ja zu dir UND zu dem Hundehalter haben. -
Natürlich ist mir bewusst, dass ich für den Schaden hafte, sollte etwas passieren und dazu würde ich auch uneingeschränkt stehen. Es ist auch nicht so, dass ich mich von dem Tier fern halte. Ich behandel ihn wie jedes andere Tier im Haushalt auch und hebe ihn einfach nicht speziell hervor.
Autos, Fahrradfahrer, etc. sind auch nicht das große Problem. Einmal interessieren ihn diese wenig und zum anderen bleibe ich dann sicherheitshalber einfach mit ihm stehen und halte ihn kurz bis die Gefahr vorbei ist und dass er jemals einen Menschen anfallen könnte bezweifel ich stark.
Dennoch hast du natürlich recht, wenn du schreibst, dass ich eine gute Bindung zu dem Hund haben sollte. Der Punkt bei dem vorangegangenen Post war auch eher der einer regelrechten Prägung auf meine Person, sodass der Hund mich quasi als das Tollste auf der Welt empfindet und mir nicht mehr von der Seite weicht, entsprechend auch alles für mich tut. So etwas würde ich nicht direkt provozieren wollen. Wenn es dazu kommt, dann geht die Sache von dem Hund aus und nicht aktiv von mir. Er kann meiner Meinung nach selbst entscheiden, wen er zu seinem "Seelengefährten" ernennen möchte. Buhlen möchte ich darum nicht, weil das eben, wie ich bereits geschrieben habe, meiner Meinung nach den Besitzern ohnehin vorbehalten bleiben sollte. Mir genügt es, wenn er mich respektiert und meinem Urteil in Stresssituationen zu vertrauen lernt. Er muss mir nicht aus der Hand fressen und mich anhimmeln. Er ist auch so ein guter Freund für mich. -
Dass der TS im Falle eines Falles für alles haftet, ist nicht richtig. In erster Linie haftet nämlich doch der Halter. Inwieweit der Gassigeher dran ist, hängt von den Umständen ab, ein gelegentlicher Gassigeher, der dem Halter einfach nur einen Gefallen tut, braucht in der Regel nichts zu befürchten, wenn er nicht gerade einen derart üblen Bockmist gemacht hat, dass man schon von einer vorsätzlichen Schädigung ausgehen muss.
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Hallo Fensterblatt,
ich finde so wundervoll mit wieviel Herz Du von dem Hund schreibst und wie Du Dich um seine Belange kümmerst obwohl er gar nicht Deiner ist. Es ist bestimmt nicht selbstverständich, dass man sich einem Lebewesen so annimmt und anscheinend bedeutet der Hund Dir viel
Ich hätte da vielleicht noch eine Idee was das Belohnen angeht. Vielleicht mag der Hund Spielzeug? Oder hat soetwas wie ein Lieblingsspielzeug schon?
Dann belohne ihn doch mit einem schönen Rennspiel mit Spielzeug, wenn er etwas gut macht.
Außerdem würde ich ihm die Möglichkeit geben möglichst viel richtig zu machen.
Also wenn Du jetzt zeitig die Richtung wechselst bei Hundebegegnungen und Hund folgt Dir willig kannst Du schon belohnen.
So kannst Du dann die Abstände immer etwas verkürzen bis ihr irgendwann Hunde passieren könnt
Du kannst auch jeden Blick zu Dir belohnen! Egal ob mit Ansprache oder ohne.
Oder jeden Schritt der locker an der Leine gegangen wird.
Also eigentlich jeden kleinen Ansatz der in Richtung des später gewünschten Verhaltens geht.Ich wünsche Dir viel Erfolg!

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Zitat
Natürlich ist mir bewusst, dass ich für den Schaden hafte, sollte etwas passieren und dazu würde ich auch uneingeschränkt stehen. Es ist auch nicht so, dass ich mich von dem Tier fern halte. Ich behandel ihn wie jedes andere Tier im Haushalt auch und hebe ihn einfach nicht speziell hervor.
Autos, Fahrradfahrer, etc. sind auch nicht das große Problem. Einmal interessieren ihn diese wenig und zum anderen bleibe ich dann sicherheitshalber einfach mit ihm stehen und halte ihn kurz bis die Gefahr vorbei ist und dass er jemals einen Menschen anfallen könnte bezweifel ich stark.
Dennoch hast du natürlich recht, wenn du schreibst, dass ich eine gute Bindung zu dem Hund haben sollte. Der Punkt bei dem vorangegangenen Post war auch eher der einer regelrechten Prägung auf meine Person, sodass der Hund mich quasi als das Tollste auf der Welt empfindet und mir nicht mehr von der Seite weicht, entsprechend auch alles für mich tut. So etwas würde ich nicht direkt provozieren wollen. Wenn es dazu kommt, dann geht die Sache von dem Hund aus und nicht aktiv von mir. Er kann meiner Meinung nach selbst entscheiden, wen er zu seinem "Seelengefährten" ernennen möchte. Buhlen möchte ich darum nicht, weil das eben, wie ich bereits geschrieben habe, meiner Meinung nach den Besitzern ohnehin vorbehalten bleiben sollte. Mir genügt es, wenn er mich respektiert und meinem Urteil in Stresssituationen zu vertrauen lernt. Er muss mir nicht aus der Hand fressen und mich anhimmeln. Er ist auch so ein guter Freund für mich.
Ich finde deinen Post super
So, nun zurück zum Thema. Der Hund wird sich glaube ich eh selber aussuchen, wen er "anhimmelt" und wen nicht. Gerade ein möglicher Herdie ist da ja eh spezieller.ZitatDass der TS im Falle eines Falles für alles haftet, ist nicht richtig. In erster Linie haftet nämlich doch der Halter. Inwieweit der Gassigeher dran ist, hängt von den Umständen ab, ein gelegentlicher Gassigeher, der dem Halter einfach nur einen Gefallen tut, braucht in der Regel nichts zu befürchten, wenn er nicht gerade einen derart üblen Bockmist gemacht hat, dass man schon von einer vorsätzlichen Schädigung ausgehen muss.
Ich kannte das nur so, dass wenn der Ausführer volljährig ist und eine mündliche Absprache mit den HH bestehen, dass der Ausführer mit dem Hund rausgeht, dieser auch dafür haftet, wenn was passiert... Aber ich lasse mich gerne belehren. - Vor einem Moment
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