ständiges Umherlaufen im Haus (8 Mon.) - bedeutet was...?

  • Hallo,

    so ein Thread muß leider wieder sein - Ihr wisst ja, ich hab kein Bauchgefühl. |)

    Wie soll ich ständiges Herumlaufen im Haus deuten? Abgesehen davon, daß mein Hund mir permanent hinterherlatscht, läuft er fast wie suchend im Haus herum, das schon öfters mal ganze Nachmittage lang. Hunger oder dringend raus müssen ist es nicht, beides wird regelmäßig bedient.

    Heute hatten wir Besuch, was leider öfters vor kommt - dann läuft er erst recht ständig umher. Um den Tisch herum, jedem Besucher den Kopf auf den Schoß legend, in den Flur, im Wohnzimmer herum, wieder ins Eßzimmer, unter dem Tisch lang, ums Sofa, immer so normalen Tempos, von einem zum anderen, jeden mit der nassen Nase berührend (kein aufforderndes Anstupsen, nur Berühren). Es nervt, ganz ehrlich...

    Wenn ich alleine bin, kommt das auch manchmal vor, v. a. wenn ich putze läuft er wie ein Schatten hinter mir her, wenn die Kinder aktiv sind, läuft er auch rum. Nach einiger Zeit legt er sich dann aber irgendwo hin (vor die Haustür, hinters Sofa, irgendwo mitten im Raum) aber es ist dann Ruhe. Aber bei Besuch ist es besonders schlimm. Da läuft er wie ein Duracell-Häschen durchs Haus. Damit mein ich gar keinen Kinderbesuch, aber auch wenn mind. ein Erwachsener irgendwo auf einem Stuhl sitzt.

    So, welche Gründe hat das jetzt?

    - Überforderung?
    - Langeweile?
    - Streß?
    - Bewegungsdrang?
    - nicht gelernt, Ruhe zu finden? (wenn ja, was tun?)

    Ich kann das grad mal wieder gar nicht einordnen. :/

    Danke für Tipps und Hinweise. VIELLEICHT lerne ich auch eines Tages mal die Symptome von Streß vs. Unterforderung auseinanderzuhalten... :ops:

  • Zitat

    Alternative Frage: kann mir noch jemand ein gutes, tiefgründiges Buch über Hundeverhalten empfehlen..? :muede:

    Hundeverhalten; Mimik, Körpersprache und Verständigung von Barbara Handelman

    Wahrscheinlich wirst du aber keine Antworten auf deine obige Frage darin finden.

    Gegenfrage:
    Warum "stellst" du das Verhalten, wenn es dich und den Besuch doch nervt, was ich verstehe, nicht einfach ab, indem du deinem Hund einen Platz zuweist, wo er sich hinlegen soll?
    Kann er das noch nicht?
    Dann solltest du es ab morgen üben, langsam anfangen.
    Das ständige Hinterherlaufen würde ich in dieser Form auch nicht zulassen.
    Schließe die Türen hinter dir.
    Er ist alt genug, um lernen zu können, sich irgendwo hinzulegen und dich nicht ständig verfolgen zu müssen.
    Daran kann man arbeiten, erfordert allerdings Geduld und Konsequenz.

    Viele Grüße!

  • Es ist in solchen Momenten schwierig, weil der kleinste Impuls reicht, ihn wieder aufstehen zu lassen. Ja ich weiß, daß man dann da dran bleiben muß, aber so ist der heutige Stand. Hier wird allgemein viel im Haus herumgelaufen, da schließt sich der Hund halt an. :ops: ;)

    Ich vermute aber auch, daß es vielleicht noch mit Schwierigkeiten, alleine zu sein, zusammenhängen könnte? :???:

    Irgend eine Ursache muß das aber haben, die wüßte ich auch gern..

  • Zitat

    - Überforderung?
    - Langeweile?
    - Streß?
    - Bewegungsdrang?
    - nicht gelernt, Ruhe zu finden? (wenn ja, was tun?)

    Die beiden kursiv gedruckten würde ich ausschließen. Warum sollte er zufällig immer dann, wenn Besuch da ist oder die Kinder spielen, einen erhöhten Bewegungsdrang oder Langeweile haben? Oder sagen wir es mal so: Einen erhöhten Bewegungsdrang hat er ja schon, aber bestimmt nicht um der Bewegung Willen, sondern als ein Symptom von etwas anderem. Würde sonst in meinen Augen keinen Sinn machen - immer dann Langeweile, wenn gerade etwas los ist? :???:

    Klingt für mich eher nach innerer Unruhe und nicht abschalten können, wenn es im Haus nicht ruhig ist. Vielleicht auch gemischt mit der Angst, etwas zu verpassen oder tatsächlich alleine gelassen zu werden.

  • Meine Hündin fängt das herumeiern aus zwei Gründen an:
    a) wenn wir wo anders sind, oder seltener auch mal wenn ich Besuch habe. In der Wohnung ist dann entweder alles, oder aber die Insassen, fremd. Das ist aufregend.
    b) wenn sie ausgeschlafen ist und die Bewegung und Kopfarbeit einfordert. Das kann zum Beispiel am frühen Nachmittag bei uns sein, wenn die Morgenrunde nicht so qualitativ hochwertig war (Mittags gibt's immer die selbe kurze Pinkelrunde) und sie tief und fest geschlafen hat. Dann heißt das für mich, dass mein Hundekind wach und voll da ist.

    Sie überdreht dann allerdings nicht, ich habe nur das Gefühl dass sie einfach keine Lust hat, herumzuliegen. SIe sucht dann eine Beschäftigung, weil sie eben nicht mehr schlafen mag. Und solang sie mir nicht zwischen den Beinen herumwuselt und/oder Sachen durch die Gegend räumt die ihr nicht gehören, ist es OK für mich wenn sie dann ein wenig wuseln geht.

    Bei a) dagegen müssen wir natürlich dran arbeiten. Ich eraube ihr eine Runde durch die Umgebung damit sie mal schauen kann, und danach ist Sense. Wenn es gar nicht geht (in solchen Fällen ist es genau so planlos, aber deutlich hektischer als in Fall b) ) notfalls mit Hausleine in der Nähe ihres Platzes oder mir behalten.

  • Über eine Ursache und nach dem Wieso, Weshalb, Warum, solltest du dir keine Gedanken machen ;)
    Wäre müßig, es herauszufinden, investiere die Zeit anders, indem du einen Plan erstellst, das Verhalten zu ändern.

    Es erfordert wirklich einiges an Übung, dem Hund klarzumachen, dass er nicht bei jedem Impuls mitmischen muss.
    Denn genauso scheint es zu sein, er schiebt sich in die Mitte des Geschehens und will überall dabei sein.
    Im Grunde ist es Stress für ihn, ständig "seiner" bzw. dieser Aufgabe nachzukommen.
    Er muss durch dich lernen, dass es nicht seine Aufgabe ist und was er anstelle dessen tun soll.
    (sich hinlegen und dösen)
    Ich weiß nicht, wie weit du in diesem Punkt bist, dass er überhaupt mal irgendwo bleiben kann.
    Du solltest einfach ein Kommando einführen, indem du ihn anweist da zu bleiben, wo er sich gerade befindet, egal, ob liegend, stehend oder sitzend.
    Macht er Anstalten, sich bei jedem Impuls auf die Socken zu machen, blocke ihn freundlich und schicke ihn zurück.
    Kann er alleine bleiben?

  • Zitat

    Es ist in solchen Momenten schwierig, weil der kleinste Impuls reicht, ihn wieder aufstehen zu lassen.

    Geschirr dran, Leine dran ... Leine fallen lassen und kommentarlos so kurz draufstellen, dass der Hund sitzen, stehen oder liegen kann. Über kurz oder lang wird er sic dann hinlegen und zur Ruhe kommen.

    Zeitgleich die freie Ablage so zuverlässig üben, dass er nicht selber auflöst.

    Zitat

    Ich vermute aber auch, daß es vielleicht noch mit Schwierigkeiten, alleine zu sein, zusammenhängen könnte? :???:

    Natürlich. Ein Hund der nicht eine Sekunde kann ohne an dir zu kleben, der kann natürlich auch nicht alleine sein. Zumindest wäre das logisch. Fang klein an ... beim Frühstücken/Abendessen, die Tür von dem Raum zumachen wo ihr seit, wegschicken, wenn er hinterherrennt .. usw.

    Zitat

    Irgend eine Ursache muß das aber haben, die wüßte ich auch gern..

    Keine Ruhe gelernt?

  • ok, das alles müßte ich also mit größerer Konsequenz und Regelmäßigkeit so handhaben.

    Zitat

    Kann er alleine bleiben?

    Je nach dem. Nur wenn er total ausgetobt ist, pennt er.
    Ansonsten bellt er erst mal rum, sucht sich dann etwas zum Zerstören.
    Er bellt auch sofort los, wenn ich ihn mal kurz im Auto lasse (Post einwerfen, kurz was wo abgeben o.ä.).

    Und er ist nie wirklich lange alleine, allerdings täglich die 20 Minuten, während ich die Kinder in den Kindergarten bringe. Das kennt er auch schon zeitlebens. Ich habe es immer so gehandhabt, daß ich ohne großes Aufhebens (sofern das bei der Thematik "Zwei Kleinkinder verlassen das Haus" möglich ist ;) ) rausgehe, ihm ggf. was zu knabbern gebe und dann halt auch ohne großes Hurra wiederkomme. Ging ne ganze Zeit lang gut, momentan nicht.

  • Dieses Verhalten hat meine Trainerin als Kontrollzwang bei Barney gedeutet..kann aber bei euch anders sein.

    Am Anfang sollte ich Ihn irgendwo fest machen damit das aufhört, in der Zwischenzeit habe ich mir nun eine Box besorgt (auf Anraten der Trainerin)
    er muss nun nachts in geschlossener Box schlafen..und tagsüber auch rein sobald ich merke das er eigentlich fertig ist aber nicht zur Ruhe kommt.

    Nachts ist er immer durch die Wohnung geschlichen und hat beim kleinsten Geräusch gebellt..dies ist seit der Box weg..

    Tagsüber ist er noch sehr unruhig dadrin...und piept halt ab und zu...aber ich denke das kommt mit der Zeit...meine Trainerin will es soweit aufbauen das er auch in der box ist wenn wir nicht da sind...naja..abwarten.

    Hier mal ein Foto von gerade eben...er schnarscht...achso er ist jetzt 10 monate...

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