Impulskontrolle (beim Spaziergang) + Couch
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Hallo,
ich habe gleich zwei Fragen, würde gerne mit der etwas komplexeren beginnen, da ich aktuell einen Trend sehe dessen Entwicklung ich gerne rechtzeitig stoppen würde

Es geht darum, dass ich bei unserer abendlichen oder teilweise auch täglichen Gassirunde einen anderen Weg einschlage, früher gingen wir immer durch die Straßen, aber mittlerweile warten jeden Abend die Katzen auf uns und Lennox gefällt das so gar nicht. Er hat das Nackenfell schon oben sobald es in die besagte Gasse geht und die Katzen warten bereits darauf und hauen meistens auch nicht von alleine ab.
Aus diesem Grund gehen wir nun lieber eine Runde durch den Park, ist auch viel schöner. Hierbei gehen wir jedoch ein Stück durch den alltäglichen Verkehr, sind aber keine 2 Minuten. Sobald Lennox nun merkt, dass es rechts rum ums Haus geht, anstatt wie sonst links herum wird er sichtlich nervös, er hängt permanent in der Leine, ist am keuchen und ziehen, läuft von rechts nach links, von links nach rechts, er wird also sehr hektisch. Wenn ich dann versuche die Spannung rauszunehmen und ihn ins "Sitz" oder "Platz" schicke führt er das Kommando zwar zaghaft aus, aber bleibt total unter Spannung. Nach 20-30 Sekunden beginnt er dann auch zu bellen, jede Bewegung von mir wird als Auslösekommando angesehen und er steht direkt wieder auf.
Nun habe ich gehört, dass das gar nicht so gut sein soll, Stichwort: Triebstau. Also dass ich ihn noch nervöser damit mache wenn ich ihn eigentlich entspannt sitzen lassen möchte.
Was ist da die richtige Taktik um ihm die Spannung raus zu nehmen ?
Die zweite Frage bezieht sich auf meine Couch:
Aktuell darf Lennox auf die Couch, da dort Decken liegen. Lege ich mich jedoch hin, fühlt es sich an als hätte man mich mit Haaren paniert, richtig ekelhaft aktuell. In ca. 6 Wochen kommt die neue Couch, da soll er dann eigentlich nicht mehr drauf oder nur auf meine Erlaubnis hin. Soll ich das nun jetzt bereits umsetzen oder erst bei der neuen Couch, was ist da für ihn einfacher zu verstehen ? Geplant ist es so, dass sobald er drauf will ich ihn kommentarlos runterschicke oder ggf. einfach abdränge.
Vielen Dank für ein paar Ratschläge ...
Alex
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Zitat
Sobald Lennox nun merkt, dass es rechts rum ums Haus geht, anstatt wie sonst links herum wird er sichtlich nervös, er hängt permanent in der Leine, ist am keuchen und ziehen, läuft von rechts nach links, von links nach rechts, er wird also sehr hektisch. Wenn ich dann versuche die Spannung rauszunehmen und ihn ins "Sitz" oder "Platz" schicke führt er das Kommando zwar zaghaft aus, aber bleibt total unter Spannung. Nach 20-30 Sekunden beginnt er dann auch zu bellen, jede Bewegung von mir wird als Auslösekommando angesehen und er steht direkt wieder auf.
Dein Hund ist es im Moment so gewöhnt ... ich wette er erwartet schon die Katzen ... wenn du jetzt "rechts ums Haus geht" ist er erstmal verwirrt weil er aus seinem alten Muster rausgerissen wird und vllt. hat er vorher schon Spannung gehabt (hat er schon nach den Katzen geguckt?), d.h. er ist gestresst ... versuch doch mal das rausgehen schon mit ein paar Übungen (Konzentration auf dich) zu verbinden, das braucht sicher noch ne Weile ... einfach dass er was schönes damit verbindet, dass es jetzt rechts ums Haus geht ...
Ich glaube du hast schonmal geschrieben, dass dein Hund "kreuzt" oder? Und dass du dann Fußübungen machst und es dann besser klappt ...? Erinnere ich mich richtig?
öhm und wenn du sagst er läuft von rechts nach links ... zerrt er dann "vorneweg"?

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Zu dem Triebstau: Ich würde ihn vllt dann eher beschäftigen: zb kurze Leckerliesuche im Grasstreifen oder kleine Unterordnungsübung, wo er nicht lange in der Ablage liegen muss, sondern was Flottes (schnelle Abfolge von Sitz, Platz, Steh, von linke auf rechte Seite wechseln, kurzes Fuß etc. Wichtig ist eben das er nicht lange in einem Kommando bleibt, wo der Trieb sich anstauen kann). Gib ihm gar nicht die Möglichkeit so unter Spannung zu kommen, sondern mach etwas, wo er seine Energie los wird. Ggf kannst du auch so kleine Tricks mit ihm machen: Slalom durch die Beine, Dreh dich etc. Nutz dabei die komplette Länge der Strecke aus, wo er so hibbelig wird. Dann lernt er vllt irgendwann, dass er an der Stelle Spaß bekommt und sich nicht so aufregen muss. Irgendwann würde ich das pensum langsam abbauen, sonst wird er es später immer einfordern.
Wegen der Couch: persönlich würde ich es mit der neuen Couch machen. Warum ist egal. Dem Hund dürfte es nicht interessieren. Vllt ist es aber klarer für ihn, wenn du es erst mit der neuen Couch einführst.
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Hallo,
ich habe gleich zwei Fragen, würde gerne mit der etwas komplexeren beginnen, da ich aktuell einen Trend sehe dessen Entwicklung ich gerne rechtzeitig stoppen würde

Es geht darum, dass ich bei unserer abendlichen oder teilweise auch täglichen Gassirunde einen anderen Weg einschlage, früher gingen wir immer durch die Straßen, aber mittlerweile warten jeden Abend die Katzen auf uns und Lennox gefällt das so gar nicht. Er hat das Nackenfell schon oben sobald es in die besagte Gasse geht und die Katzen warten bereits darauf und hauen meistens auch nicht von alleine ab.
Aus diesem Grund gehen wir nun lieber eine Runde durch den Park, ist auch viel schöner. Hierbei gehen wir jedoch ein Stück durch den alltäglichen Verkehr, sind aber keine 2 Minuten. Sobald Lennox nun merkt, dass es rechts rum ums Haus geht, anstatt wie sonst links herum wird er sichtlich nervös, er hängt permanent in der Leine, ist am keuchen und ziehen, läuft von rechts nach links, von links nach rechts, er wird also sehr hektisch. Wenn ich dann versuche die Spannung rauszunehmen und ihn ins "Sitz" oder "Platz" schicke führt er das Kommando zwar zaghaft aus, aber bleibt total unter Spannung. Nach 20-30 Sekunden beginnt er dann auch zu bellen, jede Bewegung von mir wird als Auslösekommando angesehen und er steht direkt wieder auf.
Nun habe ich gehört, dass das gar nicht so gut sein soll, Stichwort: Triebstau. Also dass ich ihn noch nervöser damit mache wenn ich ihn eigentlich entspannt sitzen lassen möchte.
Was ist da die richtige Taktik um ihm die Spannung raus zu nehmen ?
Die zweite Frage bezieht sich auf meine Couch:
Aktuell darf Lennox auf die Couch, da dort Decken liegen. Lege ich mich jedoch hin, fühlt es sich an als hätte man mich mit Haaren paniert, richtig ekelhaft aktuell. In ca. 6 Wochen kommt die neue Couch, da soll er dann eigentlich nicht mehr drauf oder nur auf meine Erlaubnis hin. Soll ich das nun jetzt bereits umsetzen oder erst bei der neuen Couch, was ist da für ihn einfacher zu verstehen ? Geplant ist es so, dass sobald er drauf will ich ihn kommentarlos runterschicke oder ggf. einfach abdränge.
Vielen Dank für ein paar Ratschläge ...
Alex
Also ich kann dir nur bezüglich der couch "helfen"... Ich hatte hier das gleiche, nur mit dem bett. Ich hab dann einfach von jetzt auf gleich damit aufgehört und sie entwedr wchon vorm aufspringen gestoppt oder mit dem kommando "runter" runtergeschickt. Gut unsere beiden sind sehr sensibel, also ein "mhmh" reicht im haus meistens aus als abbruchkommando, aber mit konsequenz geht das recht schnell. Allerdings würde ich mit dem alten sofa anfangen, da es die ersten paar male schon mal vorkommem kann, dass sie aus gewohnheit nochmal hochspringen.
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Vielen Dank für die Ratschläge, denke das Vorhaben mit der Couch dürfte sich nicht so schwierig gestalten und jetzt hab ich ja nochmal die Bestätigung, dass es so klappt.
Zum Spaziergang:
Momentan ist es eh ganz komisch, er hatte schonmal eine sehr nervöse Phase die sich irgendwann jedoch legte, mittlerweile ist es tatsächlich so, dass wenn ich nur die Leine hole er schon umherläuft und quängelt, rumjault usw. dann lass ich ihn in seinem Korb sitzen und lege das Halsband an und merke dabei schon wie er nur auf die Auflösung wartet. Ich habe das auch schon mehrfach am Tag gemacht, auch ohne, dass es danach raus ging, sondern einfach wieder die Leine zurück gehangen. Im Treppenhaus will er dann vorne weg, ich halte ihn dann meist über die Leine hinter mehr und er versucht rechts und links zu überholen was ich dann blocke. Draußen ist es dann aktuell so, dass er mich wieder ausblendet, selbst wenn ich ihn rufe schaut er mich nicht an und wenn, dann kommt er nur kurz, springt an mir hoch und ist direkt wieder vorne weg und hängt in der Leine. Das hatte sich mal eine ganze Weile gelegt gehabt und eigentlich habe ich nichts verändert. Auf Leckerchen reagiert er in diesem Moment nicht und Tricks sind kaum möglich, da er so hektisch ist und dann irgendwie gar nicht weiß was ich meine, so kommt das in diesem Moment rüber.
Das lustige dabei ist, gehe ich die Runde, bleibt dieses Verhalten, kehre ich jedoch auf selbem Wege um läuft er viel entspannter an der Leine, weil er weiß, dass es nach Hause geht. Aktuell fixiert er auch gerne Leute schon von weitem, spreche ich ihn dann an reagiert er fast garnicht darauf, teilweise auch nicht auf ein leichtes zucken an der Leine.
Das Verhalten ist erst seitdem wir rechts rum aus dem Haus gehen, links rum steht er auch unter Spannung, aber anders, er weiß dass das die Katzen warten
In der Wohnung und im Freilauf ist er die Ruhe selbst. -
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Zitat
Draußen ist es dann aktuell so, dass er mich wieder ausblendet, selbst wenn ich ihn rufe schaut er mich nicht an und wenn, dann kommt er nur kurz, springt an mir hoch und ist direkt wieder vorne weg und hängt in der Leine.
Du hast ein "nervöses Etwas"
Daran musst du in kleinen Schritten arbeiten ... wenn du ihn rufst dann sollte er in Zukunft nicht nur kurz mal Hallöchen sagen und wieder wegrennen, sondern es sollte Ruhe einkehren ... d.h. er kommt nicht angerannte, springt dich an und huscht wieder weg ... nette vorstellung
Du rufst ihn und dann machst du BEI DIR Konzentrationsübungen ...Ich rufe meine z.B. ab und dann machen wir Schau-Übungen oder Tricks (bei denen sie nicht so sehr hochfährt oder Suchspiele) ... alles mit mir zusammen ... meine ist auch so "tach auch ... bin dann wieder weg"

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ach und noch was ... "komm" oder wie auch immer du ihn rufst heißt nicht ... komm kurz und verschwinde wieder... nimm dir ein auflösendes Signal "lauf" oder was auch immer, dann darf der hund wieder abflitzen ... vorher nicht ...
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Zitat
Du hast ein "nervöses Etwas"
Daran musst du in kleinen Schritten arbeiten ... wenn du ihn rufst dann sollte er in Zukunft nicht nur kurz mal Hallöchen sagen und wieder wegrennen, sondern es sollte Ruhe einkehren ... d.h. er kommt nicht angerannte, springt dich an und huscht wieder weg ... nette vorstellung
Du rufst ihn und dann machst du BEI DIR Konzentrationsübungen ...Ich rufe meine z.B. ab und dann machen wir Schau-Übungen oder Tricks (bei denen sie nicht so sehr hochfährt oder Suchspiele) ... alles mit mir zusammen ... meine ist auch so "tach auch ... bin dann wieder weg"

Das Problem was ich in dem Moment habe ist, dass er absolut gar nicht das gewünschte Verhalten zeigt. Wenn ich ihm etwas zum Suchen hinwerfen würde, ich glaube das wäre ihm in diesem Moment vielleicht sogar egal. Auch wenn er eine Übung mitmacht, wenn diese beendet ist tritt sofort wieder das nervöse Verhalten hervor. Ab Oktober geht es in der Hundeschule wieder los, da werde ich den Trainer mal drüberschauen lassen. Ich habe das Gefühl, dass Lennox meint er müsse die Führung übernehmen und blendet mich dabei komplett aus, weil er mit der Situation überfordert ist. Ist wirklich schwierig und ich versuche deine Tipps mal zu probieren, aber mir selbst fällt es irgendwann auch so wahnsinnig schwierig gelassen zu bleiben, wenn der Hund nervös hin und her rennt

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Zitat
Auch wenn er eine Übung mitmacht, wenn diese beendet ist tritt sofort wieder das nervöse Verhalten hervor.
aber mir selbst fällt es irgendwann auch so wahnsinnig schwierig gelassen zu bleiben, wenn der Hund nervös hin und her rennt

verstehe ich! ich bin manchmal auch innerlich am hin- und herspringen

Merke dir den Spruch meiner Trainerin bei unerwünschtem Verhalten: Immer das Gegenteil von dem was der Hund will." Find ich super! Will er ziehen, läufst du langsam ... will er die Übung beenden, ziehst du sie in die Länge ... ist quasi immer ein Erfolg auf deinem Konto! IMMER den längerem Atem haben ...
WIE beendet ihr die Übung? Merkst du, dass er langsam keine Lust mehr hat und das ganze schnell hinter sich bringen will? Hier solltest du vllt. etwas an der Frusttoleranz arbeiten, soll heißen: Einfach draußen mal irgendwo hinsetzen und der Hund hat nix zu tun (brauchst auch kein Kommando geben) außer rumgucken.
Oftmals kann auch das Problem sein, dass der Hund "muss" (also erst lösen lassen irgendwo)
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