Schilddrüsenunterfunktion? Wert an der unteren Grenze

  • Hallo zusammen,

    ich habe seit drei Monaten eine Hündin aus einem spanischen Tierheim. Sie ist einfach insgesamt sehr unruhig und gestresst, außerdem zeigt sie teilweise Aggression gegenüber Artgenossen und ist auch hierbei noch lange danach gestresst. Sie braucht sehr lange um wieder runterzukommen und findet selbst nur sehr schwer zur Ruhe. Das hat sich schon etwas gelegt, da ich sie viel zur Ruhe zwinge. Dennoch finde ich sie alles in allem sehr unruhig.

    Ich habe daher mal ihre Schilddrüse checken lassen. Ergebnis 1,5. der Mittelwert liegt bei 1-4. Nun ist es doch so, dass es auch Hunde gibt, bei denen der Wert im Mittelbereich liegt (an der unteren Grenze), sie aber trotzdem behandelt werden müssen!?
    Ich habe mich bis jetzt nicht besonders viel damit beschäftigt.

    Müssen immer Symptome sichtbar sein, wie Übergewicht, schlechtes Fell u.ä.?
    Ich habe mich zuvor nur im Internet schlau gemacht und schon einige Parallelen gefunden (Aggressionsverhalten, Unruhe/Stress, Verfressenheit, Hautprobleme-sie kratzt sich viel und leckt sich die Pfoten wund)..sie hat in letzter Zeit auch viele Wechsel erleben müssen, was sicherlich auch stressig war. Und auch Stress kam eine SDU begünstigen, oder? Durch den erhöhten Cortisolspiegel?!

    Ich würde mir gerne eine zweite Meinhng einholen. Am besten von einem TA, der sich gut damit auskennt. Kennt zufällig jemand einen im Raum Dortmund und Ungebung?

    Danke für Eure Hilfe :)

  • Also erstmal sollten mehr Werte als nur der T4 vorliegen.
    Ansonsten würde ich den Hund sich erstmal noch ein paar Wochen einleben lassen und dann nochmals Blut nehmen, schauen wohin sich der T4 verschiebt und da dann die sonstigen Werte noch mitbestimmen. Ist jetzt aber nur meine persönliche Meinung und Erfahrung mit einem SDU-Hund.

  • Hallo.
    Unser Hund hat die T4-Werte noch im unteren Grenzbereich, bekommt aber Tabletten seit 2 Monaten. Sie hatte schuppige Haut, liegt gerne in heißen Orte, aber das aufffälligste waren ihre Ängstlichkeit und Schreckhauftigkeit vor lauten Geräusche, die immer schlimmer wurde. Seitdem sie Tabl. bekommt, hat sie fast keine Angst mehr und ist viel aufmerksamer und hört wieder besser. Jetzt liegt der Wert bei 2,4.

  • Mein Hund hat auch sehr sehr niedrige Schilddrüsenwerte.. Allerdings keine Symptome einer Fehlfunktion.

    Die gebundenen T irgendwas Werte müssen genommen werden.

    3 Tage Morginurin testen wegen Cortisol...

    Vllt ist es Cushing, wenn die Cortisolwerte erhöht sind.

  • Hallo,

    de Cortisolwerte sind nicht erhöht. Ich meinte einfach im Falle von Stress steigt der Cortisolspiegel ja an und das kann auf Dauer doch auch die Schilddrüse beeinflussen!? Zumindest ist es nicht bekannt und Cushing glaube ich auch nicht bei ihr. Trotzdem danke :)

  • Prinzipiell bin ich der Meinung, dass man nicht einfach Laborwerte behandeln sollte.
    Eine hormonelle Erkrankungen sollte im Normalfall immer mit körperlichen Veränderungen einhergehen.

    Ich lese hier sehr oft im DF, dass Hunde Forthyron (T4) bekommen, weil der Hund so gestresst sei, so ängstlich, so anders und seitdem der Hund das nehmen, sei er wie ausgewechselt....da bleibt die Frage zu klären, ob es wirklich das Forthyron ist oder das Frauchen/Herrchen, dass jetzt einfach beruhigter ist, weil ja schließlich was getan wird (ich hoffe, es fühlt sich jetzt keiner auf die Füße getreten).
    Vielleicht gibt es da ja schon Studien zu???
    Bei Menschen wird dieses Prinzip mittlerweile auch angewandt. Man gibt einfach Euthyrox in halber Dosierung und siehe da, die Patienten fühlen sich meist besser. Pharmakologen sehen das natürlich nicht so gern, aber man hat geholfen.

    Ich habe eine Cushing-Hündin wie sie im Buche steht, Symptome:
    Fellverlust, dünne und fast schon schwarze Haut, Haarverlust, viel Pullern, 4-6 Liter saufen am Tag, gestörte Glukosetoleranz, keine Läufigkeit mehr (seit mittlerweile drei Jahren), Stammfettsucht, dünne Beinchen (Muskelatrophie/Muskelschwund) und dadurch Gelenkinstabilität, Neigung zu Blasenentzündung und Schilddrüsenunterfunktion (T4 ist bei der Oma mittlerweile bei 0,5 trotz Substitution, Dosis haben wir jetzt verdoppelt)

    Im Blut: Hypercholesterinämie, Alkalische Phosphatase erhöht, zu viele Thrombozyten, ALT (Leber) erhöht

    Wenn V.a. Cushing bestehen sollte:
    Dexamethason-Hemmtest machen lassen, Cortisol im Urin ist viel zu instabil, um da eine sichere Diagnose zu stellen.

    Mein Tip wäre: Keine Medikamente! Besser: Gib deinem Hund die Möglichkeit, nicht so gestresst zu sein, indem du deinem Hund zeigst, dass du alles regelst und der Hund sich sicher fühlen kann. Drei Monate! Das ist doch nix!!! Ein Hund ist ein Lebewesen, der sich an neue Situationen gewöhnen muss.
    Prinzipiell finde ich es gut, erstmal tiermedizinisch alles abklären zu lassen, aber in deinem Fall, würde ich der Maus nochmal 6 Monate geben, um sich einzuleben.

    Gibt es für Hunde evtl. auch sowas wie Baldrian?
    Ein wenig Phytotherapie fände ich ratsam (Pflanzenheilpräparate), kenne mich da aber nicht gut aus...

    Bis dennchen!

  • Zitat

    Hallo,

    de Cortisolwerte sind nicht erhöht. Ich meinte einfach im Falle von Stress steigt der Cortisolspiegel ja an und das kann auf Dauer doch auch die Schilddrüse beeinflussen!? Zumindest ist es nicht bekannt und Cushing glaube ich auch nicht bei ihr. Trotzdem danke :)

    Ach Mist...Beiträge haben sich überschnitten.

    Ja! Ein Cushing kann eine SDU machen (siehe meinen Beitrag).

    Mit Stress ist meist eine chronische Erkrankung/Entzündung gemeint, eher selten der Disstress...wobei Disstress einen natürlich auch krank machen kann...ach spannendes Thema...

  • Den Stress nehmen. Ich versuche das natürlich wo ich kann und muss auch sagen, dass sie im Vergleich zum Anfang tiefenentspannt ist ;) Was ich einfach sehr extrem bei ihr finde ist dieses von jetzt auf gleich auf 180 zu sein, ganz egal ob freudig, aggressiv, verzweifelt. Aus dem Grund mache ich auch impulskontrolle mit ihr. Nur immer sehr kurz, da sie schnell hochpusht.
    Ich möchte ihr auf keinen Fall einfach so Hormone geben. Habe nun einen Arzt gefunden, der sich scheinbar gut damit auskennt. Da werde ich mal hin und ggf. das ganze Profil erstellen lassen weil es ja schon mehr aufzeigt. Und wenn das nicht ist tatsächlich evtl Bachblüten oder Zylkene hinzuziehen. Da lasse ich mich dann noch beraten.

    Cushing passt einfach nicht - außer die Unruhe. Sie trinkt normal, muss nicht übermäßig viel raus..sie kam ganz schlecht bemuskelt zu mir und hat da schon gut was aufgebaut. Ihr Fell ist okay...

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