Schilddrüsenunterfunktion? Wert an der unteren Grenze

  • Ich werde den Arzt mal drauf anhauen :)
    Weil er keine Symptome zeigt!? Das wäre ja bei Feeli anders. Sie zeigt die Verhaltenauffalligkeiten und auch teilweise körperliche Symptome (Ohrenentzündung, Verfressenheit, manchmal Durchfälle - wobei ich die eher dem Stress zuordnen würde) klar, wenn mein Hubd jetzt nicht auffällig ist trotz der Werte würde ich glaub ich auch nicht unbedingt behandeln. Gibt ja auch den umgekehrten Fall, warum also nicht auch mal so wie bei dir..

  • ich finde den t4-wert grenzwertig und würde t3, freies t3, freies t4 und tsh bestimmen lassen. ich habe selbst zwei hunde mit grenzgängigen werten, von denen aber nur einer eindeutig psychosoziale probleme zeigt. die sozialen "auffälligkeiten" meines rüden sind eher rassetypisch und normal. das verhalten meiner hündin hingegen ist teilweise paradox und sehr, sehr schräg. substituiert werden beide, da mein rüde wiederum auffälligkeiten im fell zeigt und eine schilddrüsenunterfunktion dauerhaft ungesund für den gesamten körper ist. durch die substitution ist madame sehr viel gelassener und fährt nicht schnell hoch, ist also ansprechbarer. ich bin sehr froh, endlich diesen schritt gegangen zu sein.

  • Was heißt denn paradox und sehr, sehr schräg? ;)
    Ich denke mir auch, es ist für den Hund blöd, wenn es tatsächlich eine SDU ist, noch zuwarten. Für sie ist es unangenehm und außerdem nicht gesund. Wenn ich ihr damit schon etwas helfen könnte. Natürlich muss sie trotzdem viel lernen. Ich gehe nicht davon aus, dass sie der dann der coolste Hund der Welt ist. Nur für den Fall dass es für einige so rüberkommt, dass ich mir das erhoffe und somit nichts mehr tun muss ;)

  • paradox und sehr, sehr schräg sieht etwa so aus: als ruhiger, eigentlich sehr chilliger hund einen anderen hund zum spiel auffordern (vorderkörper-tief-stellung) und dann volle kanne draufhauen (kreischend reinpacken), einen fremden hund beschnüffeln und dann reinpacken. drohverhalten so gut wie gar nicht mehr zeigen und in der regel direkt aus dem meideverhalten heraus zupacken oder aus aufregung/ frust in einer freudig-erregten begrüßungszeremonie eine langjährige hundefreundin im nacken packen und schütteln.

    hinzu kommt eine immer stärkere unverträglichkeit (teilweise mit regelrecht soziopathischen zügen) mit hunden, die nicht von mir persönlich geführt und kontrolliert werden, von mir kontrollierte hunde sind o.k. und werden ignoriert. plötzlich auftauchende reize konnten zeitweilig überhaupt nicht mehr verarbeitet werden - die reaktion war damals ein absolutes hochfahren und das bei einem eigentlich sehr, sehr ruhigen hund.

    mittlerweile bleibt der kopf viel länger noch angeschaltet, man kann aus diesem grunde auch immer besser drohen, ohne gleich komplett auszuticken und diese aussetzer in der erregung hatten wir jetzt erst mal nicht mehr.

    sie ist nicht der hyperraktive schildi, wie man es teilweise kennt, sondern eher ein stilles wasser, das urplötzlich in stresssituationen umschlägt. seit der substituierung schlägt sie aber nicht mehr so schnell um und bleibt auch bei bestimmten schlüsselreizen ansprechbarer.

  • Zitat


    Ich lese hier sehr oft im DF, dass Hunde Forthyron (T4) bekommen, weil der Hund so gestresst sei, so ängstlich, so anders und seitdem der Hund das nehmen, sei er wie ausgewechselt....da bleibt die Frage zu klären, ob es wirklich das Forthyron ist oder das Frauchen/Herrchen, dass jetzt einfach beruhigter ist, weil ja schließlich was getan wird (ich hoffe, es fühlt sich jetzt keiner auf die Füße getreten).


    Hallo.
    Letztes Jahr haben wir schon mal 8 Wochen Forthyron testweise gegeben und es trat keine Verbesserung auf, also wieder abgesetzt und ihre Verhaltensauffälligkeiten wurden im Laufe des Jahres schlimmer. Jetzt mit den Tabletten ist es besser geworden, ohne das wir sie anders behandeln oder mehr ignorieren (bei Angst). Ich denke, bei ihr liegt es wirklich an den Tabletten, wobei ich nicht ausschließ, das es auch genug andere Fälle gibt.

  • Ninii: Klar kann es sein! Entscheidend ist ja, dass es dem Hund und dem Besitzer am Ende gut geht.

    In der Tiermedizin/Medizin gibt es selten ein richtig oder falsch, weil der lebende Organismus einfach zu kompliziert ist.
    Dennoch bleibe ich auf dem Standpunkt, dass in der heutigen Zeit zu schnell zur Thyroxinsubstitution gegriffen wird, weil es dem Hund dann ja besser ginge.

    Spannend wäre in diesem Fall eine Doppelblindstudie über ein oder zwei Jahre...aber dafür fehlt wahrscheinlich das Geld....und die Pillchen sind halt schnell verkauft.

  • Zitat

    einen fremden hund beschnüffeln und dann reinpacken. drohverhalten so gut wie gar nicht mehr zeigen und in der regel direkt aus dem meideverhalten heraus zupacken oder aus aufregung/ frust in einer freudig-erregten begrüßungszeremonie eine langjährige hundefreundin im nacken packen und schütteln.

    Das kommt mir sehr bekannt vor. Ich habe nämlich auch das Gefühl bei ihr, dass sie zunächst super aufgregt ist, wenn sie einen Hund sieht - nicht unbedingt gleich aggressiv, teilweise auch einfach nur neugierig. Habe ich sie dann hingelassen, kippte es oft nach dem Beschnüffeln. Vermutlich u.a. wegen der Anspannung/Aufregung, mit der sie schon in die Sache reingeht. Auch sehr plötzliche Reize, lösen in ihr Nervosität, Stress aus.
    Gleichzeitig glaube ich auch, dass sie EIGENTLICH ein eher entspannter, ausgeglichener Hund ist/sein kann. Kann gar nicht sagen, warum. Es gibt halt diese Momente in denen sie mir so vorkommt ;) Ich kenne sie nun noch nicht lange und kann natürlich nicht sagen, ob sie sich mal anders verhalten hat.

    Ingajill: Was genau it eine Doppelblindstudie?

  • Zitat

    Ingajill: Was genau it eine Doppelblindstudie?

    Du hast zwei Gruppen von Patienten: Die einen bekommen das Schilddrüsenhormon, die anderen bekommen einen Placebo (ein Stoff, der keinen therapeutischen Effekt hat).

    Doppelblind heißt:
    Weder Patient noch Arzt weiß, wer in der Placebo-Gruppe und wer in der SD-Hormongruppe ist.

    Es werden ständig Daten erhoben (Fragebögen, Laborkontrollen etc.)

    Dadurch, dass aber keiner weiß, wer nun das Medikament erhält und wer den Placebo, würde man bei einer Doppelblindstudie quasi doppelte Sicherheit haben; Sonst könnte der Arzt den Patienten in irgendeiner Weise beeinflussen ohne das er dies absichtlich möchte.

    Im Falle der SDU plus Substitution wäre das doch mal eine coole Sache :smile:

    Man nehme 100 Hunde mit grenzwertigem T4 und bestimmten Verhaltensauffälligkeiten und nach einem Jahr würde man schauen, wer was berichtet.

    :denken: eigentlich wäre das ein Spitzenthema für eine Doktorarbeit....

  • Okay, sicherlich interessant :) Ich bin davon überzeugt, dass ganz viel an den eigenen Gedanken und Stimmungen in der Situation liegt. Ich merke es ja selbst..Mein kleiner war nie en einfacher Hund. Und siehe da - seit ich selbst einfach viel selbstverständlicher und entspannter in manchen Situationen umgehe, nimmt er es auch viel gelassener :) Nun..Wenn Mensch dann denkt: Gott sei Dank. Jetzt hab ich ein Medikament, das hilft bestimmt, geht er ja auch ganz anders an die Sache heran und malt nicht im Vornherein schon den Teufel an die Wand.
    Aber aus genau diesen Gründen möchte ich ja die anderen Werte bestimmen lassen.

    OT: Doktorarbeit.. Du studierst Veterinärmedizin o.ä.?

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!