Insulinom - Erfahrung mit dem Medikament Diazoxid

  • Hallo Eureka,
    Danke für Deine Antwort. Es ist nicht so einfach, sich mit jemanden darüber auszutauschen.
    Für unsere Haustierärztin ist es der erste Fall dieser Art und andere Hundebesitzer mit denen wir früher viel Kontakt hatten scheinen uns aus dem Weg zu gehen. Vielleicht wissen Sie nicht wie sie mit der Situation umgehen sollen. Wie auch immer.
    Dann werden wir einfach jeden guten Tag mit unserem Dicken genießen und hoffen, dass es davon noch viele geben wird.


    LG Kathrine

  • hallo katherine,


    meine hündin lebt damit immer noch.wird bald16.habe diazoxid seit monaten liegen.jedoch mit cortison(14kg /15mg) läuts seit übern Jahr relativ gut.die krankheit ist zu schwer,um experimente zu wagen.das was heilt,hat in jeden individuellen fall recht.damals dachte ich max.ein halbes jahr noch,dann wars das.
    die anfälle treten zu unterschiedlichen zeiten auf.gibt tage,wochen (war auch schon ma 2 monate) da kommt nichts.
    wiederum gibts zeiten da hats sie es jeden tag.meist zu bestimmten uhrzeit.da weiss ich immer schon im vorab das da ihr zuckerspiegel runter ist.bekommt dann glukose aus der tube,5min armkuscheln,futter und dann ist auch wieder gut.könnt auch cortison 2 mal täglich geben,hab aber gemerkt das sie auch anfälle bekommt trotz cortisongabe vorher.ansonsten ist sie für ihr alter immer noch fit.man siehts ihr nicht an.gehn immer noch lange spazieren.dank hundebuggy bin ich flexibel
    für ihre fressflashs, bekommt sie die nahrung so das sie ne weile was von hat.z.b. reis,frischfleisch im gefrorenen kong oder kong mit hundeleberwurst usw. hauptsache sie ist damit lange beschäftigt.
    haben uns mit krankheit arrangiert.nachteil ist das man hund nicht mehr ohne aufsicht lassen kann.musst immer beruflich und privat planen.das schrängt sehr an.
    wünsche euch VIEL GLÜCK und mit Diazoxid machst du sicher nichts falsch.

  • Hallo Amelie77,


    danke für Deine Nachricht. Wie lange lebt Deine Hündin schon mit der Diagnose?
    William lebt nun schon 1 und 3/4 Jahre seit Auftreten der ersten Symptome. Kortison kommt leider nicht in Frage, das verträgt er überhaupt nicht. Wir können es immer noch ganz gut mit Fütterung regeln. Er bekommt (auf Anraten unserer Tierärztin) kleinere TF-Rationen im Abstand von 3 Stunden und abends spät nochmal gekochte Kartoffeln mit Karotte. Das soll den Insulinspiegel möglichst lange niedrig halten. Morgens bekommt er als erstes gekochte Nudeln damit er besser in die Gänge kommt. Das hat bisher ganz gut geklappt. Er hat etwas zugenomme, allerdings in letzter Zeit bei gleicher Futtermenge wieder etwas abgenommen. Ich weiss nicht ob man das als schlechtes Zeichen deuten muss.
    Lt. unserer TA ist die durchschnittliche Lebenserwartung nach auftreten der ersten Symptome ein Jahr. Da ist William nun schon deutlich drüber und es geht ihm im Großen und Ganzen gut. Wenn sich der Zustand dramatisch verschlechtern sollte werden wir Diazoxid ausprobieren.
    Ich wünsche Dir auch viel Glück und eine schöne Zeit mit Deiner Hündin.
    Viele Grüße
    Kathrine

  • Hallo!

    Ich weiß dass der Beitrag sehr veraltet ist aber ich dachte ich Versuch es doch mal.


    Bei unserer 7 jährigen Hündin wurde nach krampfanfällen insulinom diagnostiziert. Op sehe ich sehr kritisch. Sie hatte vor ein paar Wochen ein paar Tage da war sie wie verwirrt u wollte generell nicht mehr so spazieren gehen .
    ansonsten waren diese zwei Anfälle vor drei Tagen die ersten wirklichen Anzeichen.

    Haben sie heute aus der Tierklinik geholt. Ist ein anderer Hund. Ganz schwach u taumelig.

    Ist von dem dauerfressen so voll dass sie gar nichts mehr will. Bekommt jetzt prednisolon u diazoxid.


    dachte ich frage einfach mal nach Erfahrungen und wie der Verlauf dann bei euch war. Merkt man rechtzeitig wenn die Hunde genug haben?

    Sind nach der Diagnose und ihrem aktuellen Zustand am Boden zerstört ?

  • Hallo Fergie!

    Wir bekamen die Diagnose "Insulinom" vor fast genau zwei Jahren. Mein damals 9jähriger Rüde fing im Ende 2017 mit gelegentlichen Krampfanfällen (alle 4-6 Wochen) an. Dem voraus gingen immer ein taumeliger Gang und ein Zucken der Nase bei längeren Spaziergängen. Wenn wir es dann rechtzeitig zum Auto schafften, blieb der Krampfanfall aus. Im Februar hatte er beim Spazierengehen einen Krampfanfall. Ich packte ihn danach sofort ins Auto und brachte ihn zu unserer Tierärztin. Sie hatte gleich Verdacht auf Unterzuckerung. Großes Blutbild und Röntgen sowie ein CT in der Tierklinik brachte die Gewissheit. Am Milzschenkel saß ein Insulinom. Wir entschlossen uns trotz des fortgeschrittenen Alters zu einer Operation. Dienstag wurde er operiert und am Freitag durfte ich ihn wieder abholen. Er erholte sich sehr gut, aber nach ca. zwei Wochen hatte er wieder das Taumeln und Nasezucken. Wieder wurde Unterzucker diagnostiziert und wir behandelten ihn dann mit Progicem und Prednisolon. Die Dosis war hierbei sehr gering und der Hund war anfallsfrei bis September 2019. Dann hatte er wieder einen großen Anfall und wir erhöhten die Dosis beider Medikamente wodurch es ihm wieder gut ging. Nach wie vor geht er sehr gerne spazieren - wenn auch nicht mehr so lange wie früher, aber 1,5 Std. am Stück sind schon möglich (sicherheitshalber aber nicht jeden Tag). Wir machen i.d.R. zwei kürzere Spaziergänge von jeweils 1/2 Stunde und einen längeren von ca. 1 Std. Wir haben die OP bis heute nicht bereut. Es gibt aber auch immer ein OP-Risiko und in sehr vielen (den meisten!) Fällen bekommt der Hund von der OP eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, weil die Bauchspeicheldrüse sehr empfindlich ist. Boss hatte das Glück, einer der wenigen zu sein, die verschont worden sind. Auf jeden Fall kann ein Hund noch eine ganze Weile ein schönes Leben haben, wenn er mit den Medikamenten richtig eingestellt ist. Wir geben ihm viermal täglich Futter (früher 1 x) und damit kommt er gut zurecht. Er trinkt allerdings viel mehr als früher und inzwischen muss ich nachts meistens einmal mit ihm raus. Ich finde aber, dass ist ein kleiner Preis dafür, wenn die Tabletten helfen.

    Ich wünsche Euch ganz viel Glück und drücke Euch ganz fest die Daumen!hugging-dog-face

    P.S. In der Apotheke gibt es "Jubin" für den akuten Notfall. Das ist ein Zuckergel in einer kleinen Tube und ich habe letztens geschafft einen großen Anfall damit abzuwenden. Er hatte gerade mit Nasezucken und Taumeln angefangen. Nach einer Tube Jubin und zehn Minuten ausruhen war er wieder ganz der alte.

  • Hallo Fergie!

    Wir bekamen die Diagnose "Insulinom" vor fast genau zwei Jahren. Mein damals 9jähriger Rüde fing im Ende 2017 mit gelegentlichen Krampfanfällen (alle 4-6 Wochen) an. Dem voraus gingen immer ein taumeliger Gang und ein Zucken der Nase bei längeren Spaziergängen. Wenn wir es dann rechtzeitig zum Auto schafften, blieb der Krampfanfall aus. Im Februar hatte er beim Spazierengehen einen Krampfanfall. Ich packte ihn danach sofort ins Auto und brachte ihn zu unserer Tierärztin. Sie hatte gleich Verdacht auf Unterzuckerung. Großes Blutbild und Röntgen sowie ein CT in der Tierklinik brachte die Gewissheit. Am Milzschenkel saß ein Insulinom. Wir entschlossen uns trotz des fortgeschrittenen Alters zu einer Operation. Dienstag wurde er operiert und am Freitag durfte ich ihn wieder abholen. Er erholte sich sehr gut, aber nach ca. zwei Wochen hatte er wieder das Taumeln und Nasezucken. Wieder wurde Unterzucker diagnostiziert und wir behandelten ihn dann mit Progicem und Prednisolon. Die Dosis war hierbei sehr gering und der Hund war anfallsfrei bis September 2019. Dann hatte er wieder einen großen Anfall und wir erhöhten die Dosis beider Medikamente wodurch es ihm wieder gut ging. Nach wie vor geht er sehr gerne spazieren - wenn auch nicht mehr so lange wie früher, aber 1,5 Std. am Stück sind schon möglich (sicherheitshalber aber nicht jeden Tag). Wir machen i.d.R. zwei kürzere Spaziergänge von jeweils 1/2 Stunde und einen längeren von ca. 1 Std. Wir haben die OP bis heute nicht bereut. Es gibt aber auch immer ein OP-Risiko und in sehr vielen (den meisten!) Fällen bekommt der Hund von der OP eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, weil die Bauchspeicheldrüse sehr empfindlich ist. Boss hatte das Glück, einer der wenigen zu sein, die verschont worden sind. Auf jeden Fall kann ein Hund noch eine ganze Weile ein schönes Leben haben, wenn er mit den Medikamenten richtig eingestellt ist. Wir geben ihm viermal täglich Futter (früher 1 x) und damit kommt er gut zurecht. Er trinkt allerdings viel mehr als früher und inzwischen muss ich nachts meistens einmal mit ihm raus. Ich finde aber, dass ist ein kleiner Preis dafür, wenn die Tabletten helfen.

    Ich wünsche Euch ganz viel Glück und drücke Euch ganz fest die Daumen!hugging-dog-face

    P.S. In der Apotheke gibt es "Jubin" für den akuten Notfall. Das ist ein Zuckergel in einer kleinen Tube und ich habe letztens geschafft einen großen Anfall damit abzuwenden. Er hatte gerade mit Nasezucken und Taumeln angefangen. Nach einer Tube Jubin und zehn Minuten ausruhen war er wieder ganz der alte.

    ß

  • Hallo,

    obwohl die Einträge schon einige Zeit zurück liegen, versuche ich doch noch einen Ratschlag zu bekommen.

    Chita ist ein 14 Jahre altes Cockerspaniel-Mädchen.

    Vor einem 3/4 Jahr wurde die Diagnose Insulinom gestellt. Sie bekommt inzwischen Proglicem 150 Früh und Abends.

    Leider häufen sich die Anfälle in letzter Zeit. Man müsste wieder die Dosis erhöhen. Aber es wird immer schwieriger die Kapseln zu verabreichen. Es ist jedes Mal ein Theater weil sie inzwischen alle Tricks kennt und absolut die Kapseln nicht schlucken will.

    Für unsere TÄ ist sie der erste und einzige Fall. Ich bin deshalb auf der Suche nach einem Tierarzt mit Erfahung bei dem Insulinom. Meine Frage wäre, ist es sinnvoll jetzt noch Cotison zusätzlich zu geben,.

    Diese Tabletten sind vielleicht leichter zu verabreichen.

    Kennt jemand zufällig einen Tierarzt mit Erfahrung bei Insulinom-Behandlung Ich wäre auch über eine Telefonberatung froh. Ein Tierarzt-Besuch wäre beim jetzigen Zustand des Hundes nicht möglich.

    Ich wäre für einen Hinweis sehr dankbar.

  • Hallo Ursula80,


    ich kann Dir aus aktuell eigener Erfahrung sagen daß die TK der LMU München Telefonsprechstunden anbietet. Schau mal hier:

    Videosprechstunde für Tierbesitzer - Medizinische Kleintierklinik - LMU München


    Ich habe heute noch einen solchen Termin. Nach meiner telefonischen Terminanfrage habe ich zur Vorbereitung alle bisherigen Unterlagen per Mail dort hin geschickt. Das ging alles recht einfach und reibungslos.


    Es tut mir leid, daß es Deiner Chita schlechter geht, auch wenn das der Verlauf eines Insulinoms bedingt. Diese Diagnose wird bei unserem Rüden auch als möglich diskutiert.

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