Unerzogene Hunde behandeln
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Hallo.
Ich passe vorübergehend auf die Hunde meiner Mutter auf, da sie im Krankenhaus ist.
Dass sie absolut unerzogen sind, wusste ich schon. Aber jetzt, wo ich mit ihnen Gassi gehe und sie eben den ganzen Tag um mich habe ist mir das Ausmaß bewusst geworden.
Beide sind aus Spanien und liefen dort alleine herum. Sie sind unheimlich dankbar, was sich zB darin äußert, dass sie einen ständig abschlecken. Sobald ich sie streicheln oder mit ihnen spielen will, schlecken sie mich überall ab, selbst im Gesicht! Das ist ein absolutes No-Go.Das Schlimmste ist jedoch, dass sie nicht wirklich auf ihre Namen hören. Ab und an, wenn ich es lieb und in Verbindung mit einer Gestik mache, dann schauen sie mich mal an, ansonsten keine Reaktion.
Also, es muss ja nicht sein, dass ein Hund die tollsten Dinge kann und auf alles mögliche hört - es ist ja immerhin ein Hund - aber einen gewissen Grundgehorsam müssen sie doch haben?!
MIr ist bewusst, dass ich in dieser Woche nicht wirklich was bewirken kann, aber ich weiß nicht mal wie ich mit ihnen umgehen soll.
Schimpfe ich mit ihnen legen sie sich sofort auf den Rücken und von meiner Mutter sind sie gewohnt dann auch gleich gestreichelt zu werden.
Ich habe schon probiert sie (einzeln) zu kraulen und jedes Mal, wenn sie mich abschlecken wollten, habe ich scharf nein gesagt. Wenn sie eine Zeit lang gut darauf gehört haben und ich sie nach meinen Bedingungen streicheln konnte, habe ich sie kurz belohnt und es dann sein lassen.Habt ihr Tipps wie ich mit ihnen umgehen soll ohne, dass sie sich von mir "schlecht behandelt" fühlen? Ich will sie ja nicht vergraulen..
Wie gewöhne ich sie an ihre Namen?
Beim Gassigehen habe ich es weit im Feld mal probiert sie mit ihrem Namen anzusprechen.. Keine Reaktion. WEnn ich dann mal leicht an der Leine gezogen und im gleichen Moment den Namen gesagt habe, schauten sie mich kurz irritiert an und liefen weiter.Viele Grüße
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Ständiges Lecken und auf den Rücken werfen sind Stresshandlungen, die zeigen, dass der Hund überfordert ist. Sie mögen das Angefasstwerden vermutlich überhaupt nicht und es ist für sie eher negativ.
Ich habe auch eine Hündin aus dem Tierschutz, die ein Stresslecker ist. Es ist äußerst selten, dass sie es wirklich entspannt genießen kann angefasst zu werden. In 90% fällt sie ins Lecken und ist dabei auch alles anders als entspannt. Daher streichele ich sie äußerst selten, weil ich keinen Grund sehe ihr dauernd Stress zu machen.
Es ist schade, dass diese Hunde anscheinend nur negative Ansprache kennen. Man könnte zumindest die Namen in Verbindung mit Belohnung (gute Leckerchen?) üben, damit mal irgendwas Positives ins Spiel kommt.
Viele Grüße
Corinna -
Abschlecken hat nichts mit Dankbarkeit zu tun. Und mit einem einfachen Nein wirst du es nicht beenden können. Gib ihnen eine Alternative und sorge für mehr ruhe.
das mit dem Namen ist eigentlich ganz einfach: Sage den Namen und gib ein Stück Futter - kann man sehr gut zur Fütterung machen. Erwarte nichts in den Moment, noch nicht einmal das dich der Hund anschaut. Bei der nächsten Fütterung kannst du mal versuche, ob der Hund dich bei Namensnennung anschaut und wenn ja Futter und dann das ganze in einem anderen Raum verlegt und so weiter und sofort. Wichtig ist nur, das der Name nicht im Zusammenhang mit etwas negativem genannt werden darf. Denn mit der obigen Übung verknüpfst du den Namen mit einer positiven Erwartungshaltung. -
Vielen Dank für die Antwort. An so was habe ich noch gar nicht gedacht, dass sie gestresst sein könnten.
Also, meine Mutter geht 2 mal am Tag mit ihnen kurz (!!!) raus und einmal lässt sie sie in den Garten. Ansonsten macht sie mit ihnen ziemlich wenig außer ab und an kuscheln, überfordert können sie nicht sein, denke ich.
Ich gehe momentan 4 mal mit ihnen raus, sie rennen dann aber trotzdem noch wild in der Wohnung rum. Die Streicheleinheiten fordern sie richtig ein, ich lerne momentan viel fürs Studium und sitze dementsprechend viel da und die beiden kommen immer her, wollen auf meinen Schoß springen, drücken mit der Schnauze die Hand hoch und wollen gestreichelt werden.
Manchmal streichle ich sie dann, manchmal ignorier ich es aber auch.
Sie kommen auch einfach her um mich abzuschlecken. Schon bei der Begrüßung (beide springen mich an und wedeln dabei mit dem Schwanz) suchen sie geziehlt meine Hände um sie dann abzuschlecken.
Auf den Rücken werfen sie sich meistens wenn ich sie streichle und wenn ich in einem schärferen Ton "nein" sage. Ich brülle jedoch nie mit ihnen und versuche mich stets daran zu halten, dass sie durch loben lernen und nicht durch schmimpfen.Das mit der Belohnung ist gut, ein wenig habe ich das ja schon gemacht, kann nur nicht einschätzen wie viel.
Ich habe gelesen, dass man mit Hunden ja immer nur kurz lernen soll, sonst schalten sie auf Durchzug und sind überfordert. Daher beschäftige ich mich mit jedem imm so ca 5-10 Minuten mit Belohnungen.Von meiner Mutter werden sie dauerhaft gelobt. Egal was sie machen, sie streichelt sie und sagt dabei immer "Ja".
Sitzt sie auf dem Sofa, kommen die beiden und schlecken sie im Gesicht ab, dannn sagt sie "Ja" obwohl sie es nicht mag und sie dann sanft wegdrückt.
Dabei kann ich so viel auf sie einreden, wie ich will.
Die beiden liegen auch jeweils recht und links von ihrem Kopf nachts im Bett.So, alles zusammenfasst..
Dass meine Mutter sie nicht richtig behandelt ist offensichtlich, aber mache ich auch etwas falsch?
Wie behandle ich sie richtig, wenn sie mich abschlecken oder wenn sie dauerhaft meine Aufmerksamkeit einfordern und gekrault werden wollen?Viele Grüße :)
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Ich glaub, in der Woche kannst du nicht viel ausrichten. Ich würde es als ein Verwahren sehen, ein Dienst für deine Mutter und ihre Hunde und einfach nur schauen, für alle möglichst stressfrei durch die Woche zu kommen. Ohne grundlegende Erziehungsansätze, nur diese Woche managen.
Ich denke, dass sie eigentlich nicht extra beschäftigt werden müssten bei dir, weil die Umstellung, bei dir zu sein, ohne ihr Frauchchen, ist eigentlich schon genug "Programm".
Hunde schlafen/dösen/ruhen normalerweise gaaaanz viel, ähnlich wie Katzen durchaus bis zu 20 Std. am Tag. Wenn sie nach einem Spaziergang nicht schlafen, sind sie womöglich durch den Spaziergang zu aufgedreht, zu reizüberflutet.
Dann den Spaziergang etwas unaufregender für die gestalten. ZB in wirklich ruhiger Lage gehen, wo die Hunde in ihrem eigenen Tempo "trotteln" oder rennen und schnüffeln können. Auch Hinsetzen (auf ne Bank in die Sonne, zB),kann helfen, Hunde zur Ruhe kommen zu lassen.Beim Lecken würde ich innehalten mit dem Streicheln und erst weiter streicheln, wenn sie nicht mehr lecken. Achte darauf, ob es Stresslecken ist (dann ggf. deine Körperhaltung ändern, zB nicht über sie beugen und die Streichelstelle wechseln, auch den Druck mit dem du streichelst) oder Gewohnheit (kann sich bis zum Tic steigern, leider).
Wenn sie dich nerven und du sie grade nicht um dich bzw. auf dem Schoss haben willst, würde ich sie auf ihren Platz schicken oder bringen/tragen. Durchaus auch mehrfach, immer wieder. Ohne Schimpfen, nur immer wieder auf ihren Platz.
Ggf. auch mal die Zimmertür zumachen, damit die Hunde - und du
- zur Ruhe kommen (oder reißen sie dir dann die Bude ab?)Was sind es eigentlich für Hunde? Wie alt und kamen sie schon zusammen zu deiner Mutter?
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Ablecken hat nichts mit Dankbarkeit zu tun, bei den beiden scheint es Unsicherheit zu sein.
Da sie zu zweit sind und du die beiden nur eine Woche hast (und da sowieso nicht viel zu machen ist, in der kurzen Zeit) würde ich sie einfach weitestgehen in Ruhe lassen (nicht ignorieren, aber das nötigste ruhig und nett machen).
Draußen an der Leine lassen.
Die Hunde nicht mit einem "Nein" "bestrafen", denn das Wort kennen sie anscheinend nicht und werden es auch nicht so schnell und nicht durch beschriebene Situationen lernen- das einzige was sie lernen, ist Angst vor dir zu haben.
Das "auf dem Rücken legen" um gestreichelt zu werden und das "auf dem Rücken legen" weil jemand die Hunde anmotzt sind zwei verschiedene Sachen. Das eine hat mit Vetrauen zu tun, das andere mit Angst.
Den beiden ihre Namen beizubringen wird schwierig werden, weil sie zu zweit sind und beide nicht ihre Namen kennen. Du kannst aber ein Allgemeinwort für beide antrainieren, z.B. "Hundiiiiis koooomt" ich rufe meine einfach mit "Mädels hier"
Dafür nimmst du kleine weiche Leckies in die Hand, gehst in die Nähe (1-2 m entfernt) gibts das Signal, hockst dich hin und hälst ihnen beiden jeweils ein Lecki hin.
Wieder entfernen, wieder rufen, hinhocken, belohnen. Bis zu drei Mal wiederholen, dann Pause machen.Lieber mehrmals kurz, als einmal ganz lange üben. Immer Momente appassen, wo es wahrscheinlich ist, dass sie sich dir zuwenden. Sollten sie nicht hinkommen, wirf einfach zwei Leckerlie in ihre Richtung.
Wenn das gut klappt, dann kannst du mal von einem anderen Raum aus rufen.
Wenn du selber einen Hund hast rufst du dessen Namen, dann das Allgemeinsignal und alle werden belohnt (bei den Hunden von meiner Schwester und meinen Eltern mit meinen zwei Hunden und einer Pfeife hat das nur zwei Mal gebraucht, bis alle sofort angerannt gekommen sind).
Viel Erfolg!
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Zitat
Ich gehe momentan 4 mal mit ihnen raus, sie rennen dann aber trotzdem noch wild in der Wohnung rum.
Was machst du da genau mit ihnen, wie lange geht ihr raus, welche Leinen benutzt du?
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So langsam fangen sie an ihren Namen zu erkennen, habe ich das Gefühl!
Wir waren bei einer Bekannten und beide kamen sofort her als ich "Hier" gesabt habe. Und wenn ich sie rufe dreht sich der/die richtige um, es kommen aber beide weil beide eifersüchtig werden wenn sie sehen, dass jemand anderes gestreichelt wird.
Ich mache eigentlich nichts mit ihnen, laufe gemütlich mit ihnen durchs Feld. Ca eine dreiviertel Stunde.. die Leinen, die meine Mutter hat, also ca 1,5m lange Leinen.. nicht die ausziehbaren.
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