Wie soll ich diesen Hund RICHTIG auslasten?
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Hallo!
Soooo, das Thema hab ich so hier nicht gefunden, daher mal ein neuer Thread. Ich würde mich über eure Meinung und Empfehlungen freuen.
Also, Luca ist ein Schnauzer-Picard Mischling und nun 7 Monate alt. Er kam als Pflegehund und blieb .... ich konnte mich gegen seine fröhliche Art und die Fledermausohren nicht wehren
Ich hatte zwar vorher Hunde, aber die waren alle bereits erwachsen, eher ruhig bis ängstlich. Mit ihm bin ich momentan etwas unsicher was die Beschäftigung betrifft.
An und für sich ist Luca ein normaler, relativ leicht zu erziehender Junghund ... ab und an kommt der Picard Dickkopf durch und er stellt auf durchzug, aber sonst ist er echt umgänglich.
Die einzigen Baustellen sind momentan Hundekontakt (er will mit wirklich jedem Hund spielen) und Abrufbarkeit in jeder Situation (das ist für mich das einzige was 100 % sitzen muss) und das Stalken (was auch besser wird mit jedem Tag). Da er aber auch erst knapp vier Wochen bei mir ist, arbeite ich eben an seinem Grundgehorsam und erwarte noch keine Wunder.
Soweit, so gut. Mein Problem ist nun: Ich möchte nicht, dass er sich zu einem nervösen, überdrehten Workaholic und Aufmerksamkeitsjunkie entwickelt. Bis jetzt ist es schon schwer ihm Ruhephasen zu verordnen, er möchte überall dabei sein, ist total quirlig und hat Hummeln im Hintern. Und ich befürchte fast schon, dass ich da auch meinen Teil dazu beigetragen hab.Der Tag gestaltet sich im Schnitt so:
Morgens gegen 8 kurze Pipi Runde
Erste Mahlzeit
Spaziergang inkl. Clicker Training und Abrufübungen (so etwa 30 Minuten )
Mehrmals am Tag kurze Pipirunden (kurz vors Haus)
Zwischendurch immer wieder mal ein Paar Spielaktionen
Nachmittags 20 Minuten Runde
Gegen 17 Uhr zweite Mahlzeit
Dann meist große Runde (1,5 bis 2 Stunden) mit Übungen, Schleppleinen "Freilauf" und Hundekontakt.Wenn ich mehr Zeit hab (Wochenende z.B.), kanns durchaus auch mal 3 bis 4 Stunden sein, aber beim raus gehen selbst hat er dann immer mal die Möglichkeit sich auszuruhen.
Also, meint ihr es ist zu viel an Auslauf und Beschäftigung? Vor allem hinsichtilich der Rasse die mit drin ist (ich hatte noch nie Hütehunde) .... Vielleicht täusch ich mich ja auch und hab einfach vergessen, wie aktiv Junghunde sind ... bin echt grad etwas verunsichert

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Hallo,
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Zitat
Also, meint ihr es ist zu viel an Auslauf und Beschäftigung?Ja. Deutlich zu viel.
In dem Alter sollten Hunde Ruhe lernen. Und dann noch Ruhe. Und danach Ruhe. Und draußen Ruhe. Rumstehen, rumlatschen, angebunden warten... ruhig. Und das in jeder Umweltsituation. Im Wald, im Ort, in der Stadt, Zuhause...
Beschäftigung gar nicht. Grundgehorsam wie er im Alltag eh anfällt. Spaziergänge nach der 5-Minuten-Regel: 5 Minuten pro Lebensmonat, zwei Mal am Tag. Macht für Euch zwei Spaziergänge von ca. einer halben Stunde pro Tag.
Ist nicht nur für das Hirn gut, auch für den Bewegungsapparat. Sonst hast Du in einem Jahr einen Hund, der der eine Knochensubstanz eines 5-jährigen hat.
Viele Grüße
Corinna -
Ja, Du machst eindeutig zu viel!
Täglich 1,5 - 2 stunden für einen 7-monatigen ist viel zuviel.
30 Minuten Clickertraining am Stück ist viel zuviel.
Ein Welpe/Junghund sollte ca. 5 Minuten pro Lebensmonat spazierengehen - also in Deinem Fall rund 30 - 45 Minuten.
Klar kann das, gerade bei einem älteren Junghund, auch mal etwas mehr sein, aber nicht regelmäßig! Nicht nur das Du die vermutlich einen hibbeligen Hund erziehst, der mehr und immer mehr will, sondern die regelmäßige Überlastung ist auch schlecht für die Gelenke, denn die sind ja auch noch am wachsen.
Und 30 Minuten Konzentration ist auch zu lange - das können nur wenige erwachsene Hunde leisten.
Lieber mehrmals am Tag einige Minuten Clickertraining, jedoch nicht mehr als 5 - maximal 10 Minuten am Stück.
Bedenke, das ein erwachsener Hund noch rund 16 Stunden jeden Tag Schlaf/Ruhe braucht (ein Welpe bis zu 20 Stunden).
Und gerade bei einem jungen Hund ist oft "weniger mehr"
Viel Spaß mit Deinem Kleinen!
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Zitat
Also, meint ihr es ist zu viel an Auslauf und Beschäftigung?Absolut. Wurde ja schon gesagt, wie es besser ist. Ich würde dem Hund erst Ruhe beibringen, denn Action kann er von alleine und du trainierst ihn darauf unersättlich zu werden.
Bei den Hütehunden erlebe ich eigentlich durch die Bank, dass das Problem eher die Überlastung ist, weil sich die Leute vor der Ruhe und der Erziehung erstmal darüber Gedanken machen, wie sie den Hund am Besten auslasten und dabei erziehen sie sich dann absolute Hibbel.
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Hallo,
ich würde sagen du gehst mit deinem Junghund viel zu viel am Stück spazieren.
Kennst du die 5 Minuten Regel? 5 Minuten pro Spaziergang pro Lebensmonat. Das macht bei deinem kleinen 35 Minuten. Wenn ich bedenke dein kleiner Mann ist erst seid knapp einem Monat bei dir. Lasse ihn doch erstmal ankommen und lernt Euch kennen. Zu Hause muss er nur lernen Ruhe zu halten.
Fahr das Programm ein runter und vor allem keine so langen Spaziergänge, gerade am Wochenende. Das ist auch für seinen Körper noch gar nicht gut, er ist noch ein Kind!
LG und viel Spaß mit deinem Neuzugang!
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Hallo,
danke erst mal für das Feedback, ich habs schon so geahnt, dass es zu viel ist. Er ist zwar "schon" 7 Monate alt - aber von sich aus gibt er nie Ruhe, seit er bei mir ist. Ich musst ihn am Anfang abends ins Körbchen legen wie ein Kleinkind, er hat nicht von sich aus geschlafen. Könnte auch daran liegen, dass er vermutlich in dieser Tötungsstation (und auch vorher schon) nur mit Junghunden zusammen war und nicht mit älteren Hunden, die ihn noch ein bisschen erzogen hätten, die pushen sich ja gegenseitig. Jedenfalls vermute ich das mal, ist ja gängige Praxis Junghund Rudel zu halten.
Das "Ausruhen" und einfach chillen übe ich ja auch mit ihm - also dass er einfach in seinem Korb bleibt und vor sich hin döst und nicht auf jede Kleinigkeit reagiert. Das klappt auch schon ganz gut.
Zu dem Punkt Clicker und Übungen, ich hab mich vielleicht unglücklich ausgedrückt: Ich übe natürlich nicht am Stück mit ihm 30 Minuten, sondern innerhalb dieses Spaziergangs mal ein Paar Minuten, so aufsummiert dann mal 5 Minuten. Generell mach ich die Übungen (also jetzt Grundgehorsam und Abrufen) und die Spieleinheiten immer zwischendurch und nie lange an einem Stück. Spielen gibts sowieso nur nach meiner Aufforderung - sonst hätte ich nie wieder Ruhe. Und auch die Spaziergänge sind nicht durchgehende Gewaltmärsche, ich bleib ja auch auf der Wiese mit ihm, setz mich zwischendurch selbst hin etc.
Er kann auch zwischendurch verschnaufen, was das Körperliche betrifft - aber ich denke auch, dass es trotzdem zu viele Eindrücke sind. Also werd ich mich mal an die Ratschläge hier halten und das einkürzen.
In die Hundeschule geh ich nicht mit ihm, ich bin da etwas eigen und hier hat er auch ohne Hundeschule mehr als genug Sozialkontakte.Was ich aber mit ihm noch machen wollte (damit er etwas runter kommt und sich besser auf mich konzentriert) ist longieren. So wie ich das jetzt gelesen hab, könnte ich das durchaus auch schon mit ihm machen, rein körperlich. Aber dann halt auch keine ewigen Runden.
Also, mein Plan wäre nun 2 Mal täglich 45 Minuten Auslauf (kurz mal vors Haus pinkeln zähl ich nicht dazu). Grundgehorsam sowieso zwischendrin. Und einmal die Woche longieren, das natürlich dann langsam aufbauen.
Das wäre doch okay?
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