Er manipuliert mich!
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Hallo zusammen,
ich habe einen ca 7 Jahre alten, kastrierten Dackelmix. Ich habe ihn im Alter von ca 3,5 Jahren bekommen. Nach kleinen Startschwierigkeiten läuft eigentlich alles ganz gut.
Seit ein paar Monaten versucht mein Kleiner mich zu veräppeln und zwar im Freilauf.
Er kennt einen normalen Rückruf und ein Notsignal.
Zb weiß er bei einem bestimmten waldstück das ich nicht will das er da rein geht. Und was macht er? Er schaut mich an und geht auf den Wald zu. Er weiß ganz genau das ich ihn dann rufe. Kleine Anmerkung: Er bekommt für jeden Rückruf Futter. Er kommt und dreht sich wenn ich weitergehe wieder Richtung Wald wartet bis ich schaue und geht dann wieder ein paar Schritte Richtung Wald (das nur mal als Beispiel).
Oder auch das Notsignal versucht er zu provozieren. (Fürs Notsignal gibts n Jackpot) Er geht n bissal vorraus, ich rufe ihn, er schaut mich an - und rennt los
Also ich habe da echt das Gefühl das er mich dahingehend manipulieren will, dass ich ihn möglichst oft rufe bzw. das Notsignal benutze

Ich habs mal ausprobiert: rennt er los, nachdem ich ihn gerufen habe und ich verstecke mich daraufhin kommt er recht zügig zurück. Es ist also nicht so das er was super interessantes gesehen hatte oder so.
Wie gesagt ich glaube er macht es um mich zu manipulieren und einen Rückruf zu provozieren.
Meine Frage ist jetzt: Wie kann ich am besten dagegen vorgehen?
Er ist früher einfach zuverlässig gekommen.Ich wär echt dankbar für Ratschläge, wie ich damit umgehen kann.
Vielen Dank fürs lesen. - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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Belohnung gezielt "ausleiten". Klingt so, als wär aus der Belohnung eine Bestechung geworden, was ja oft passiert auch beim ClickerT, wenn nicht korrekt, langsam wieder abgebaut wird. ähnliches passiert auch oft beim lure-training, weil nicht rechtzeitig und nicht korrekt weiter, also ohne zu locken, und dann natürlich auch wieder abgebaut werden muss, wenn ohne locken/durchs leckerli führen. irgendwie scheinen das viele, auch profis, nich zu können, also evtl profis fragen, die das gut können.
gibts hier bestümmt auch. ich glaub, es is auch sehr wichtig, nicht nur zu belohnen, sondern sich auch mal durchzusetzen, wenn hund anders will oder einfach nur auf belohnung pfeift bzw wie in deinem fall drauf setzt. weil du hund ja die entscheidung überlässt. ich hab nie so auf leckerli gebaut, dass es später prob gegeben hätt, deshalb kann ich nicht wirklich helfen, was den abbau betrifft, aber ich hab aufm schirm, dass man eben nich jedes mal was geben sollte und dann relativ schnell nur noch selten, teilweise gar nicht mehr, weil keine riesige leistung sonder was ganz normales. variiert von trainer zu trainer und philosophie zu philosophie. meine vt arbeitet id regel ohne, wenn aber mit dann wird zacki zacki abgebaut, ich glaub, sie hat mal was von ab der 12. wiederholung gesagt. sie is aber auch eindeutig der ansicht, dass hunde eben doch nich ewig viele wiederholungen brauchen, wenn mans richtig lehrt, also was grundgehorsam und einfache dinge wie befehle oder tricks betrifft. -
Falsche Sicht der Dinge... DU hast den Hund manipuliert und das ist das Ergebnis

Es könnte schlimmer sein als in diese (klassische) Trainingsfalle getappt zu sein
Ruf ihn einfach zu 80 %, wenn er ganz öde Dinge tut... neben Dir schnuppern, direkt neben Dir steht und sich langweilt, angeödert am Wegesrand schnüffelt.Er hat eben eine Verhaltenskette gelernt und spult sie ab. Die hat er sich nicht selber ausgedacht, sie wurde ihm beigebracht
Und der Anfang heißt: Lauf irgendwo hin. Das ist das einzige, was Du ändern musst.Viele Grüße
Corinna -
Schlaues Hundi
. Wenn er abbiegt und du rennst los, was macht er dann, kommt er hinterher?
Dann mach das die nächste Zeit an dieser Stelle. Ansonsten rufst du ihn immer mal zurück, völlig
unabhängig ob er gerade was verbotenes tun will oder nicht. Einfach nur so, dafür belohnst du ihn
dann. -
Hallo,
liest sich ein wenig so, als ob Du eine Handlungskette aufgebaut und verknüpft hast.
Hunde sind ja nicht blöde.
Sie wissen ja, daß es etwas gibt, wenn sie etwas "richtig" machen.
Aber, um dies auch "richtig" machen zu können, muß ja vorher etwas passieren.
Einfach so kommt es nicht.
Also, sorgt Hund eben dafür, das was passiert.Bei Dir wäre das der Weg zum Wald.
Denn dann reagierst Du ja, er kann was "richtig" machen und bekommt dafür Leckerchen.
Und Du scheinst ziemlich zuverlässig darauf zu reagiern
Eine Frage:
Was hast Du denn alles so unternommen, damit er eben nicht diesen einen Schritt mehr in Richtung Wald, oder sonstwo, geht?
Hast Du seinen Versuch, das zu tun, mal abgebrochen?
Weiß er, daß es sich für ihn viel eher lohnt, wenn er eben nicht das macht?Ich würde mit der Belohnung "spielen".
Rufe ab und an mal "ohne Grund" den Hund zurück. Folgt er, gibt es dafür eine Belohnung.
"Spielen" kannst Du, indem Du das Futter seiner Leistung anpaßt.
Kommt er sofort - Superjackpot.
Kommt er zögerlich, langsam, den Ablenkungen folgend, oder wenn er vorher etwas ausgereizt hat - dann gibt es nur ein verbales Lob oder halt langweilige Leckerchen.Besser wäre allerdings: Zeig ihm, daß es sich eher für ihn lohnt, wenn er nicht den einen Schritt Richtung Wald macht. Sondern bei Dir bleibt!
Schließlich möchtest Du ja nicht, daß er das tut.
Dann "erkläre" es ihm auch.Und, mach es doch mal anders.
Hat er kein Auge auf Dich?
Verstecke Dich doch, ohne ihn vorher zu rufen!Zitat
Meine Frage ist jetzt: Wie kann ich am besten dagegen vorgehen?
Er ist früher einfach zuverlässig gekommen.Irgendwo wird sich wohl ein "Fehler" eingeschlichen haben.
Schöne Grüße noch
SheltiePower -
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Zitat
Falsche Sicht der Dinge... DU hast den Hund manipuliert und das ist das Ergebnis

Es könnte schlimmer sein als in diese (klassische) Trainingsfalle getappt zu sein
Ruf ihn einfach zu 80 %, wenn er ganz öde Dinge tut... neben Dir schnuppern, direkt neben Dir steht und sich langweilt, angeödert am Wegesrand schnüffelt.Er hat eben eine Verhaltenskette gelernt und spult sie ab. Die hat er sich nicht selber ausgedacht, sie wurde ihm beigebracht
Und der Anfang heißt: Lauf irgendwo hin. Das ist das einzige, was Du ändern musst.Viele Grüße
Corinna
also gehts überhaupt nich darum, leckerli abzubauen? muss echt nachfragen, weil ichs nicht kapier. ich versteh die verhaltenskette und dass hund das von frauchen so beigebracht bekam, das is ja offensichtlich. erkenn auch dass sich irgendwann ein fehler eingeschlichen haben muss, weils ja vorher klasse lief mit dem rückruf, aber ich versteh nich, wie das besser werden soll, wenns weiter jedes mal leckerli oder jackpot gibt. dein beitrag klingt aber kompetent und deshalb hake ich nach aus reinem interesse, denn du schreibst ja "Und der Anfang heißt: Lauf irgendwo hin. Das ist das einzige, was Du ändern musst." -
Danke für die Antworten. Ich versuche jedem zu antworten.
@ hunde1lesen: Stimmt! Ich habe schon ein paarmal versucht die Leckerchen "auszuschleichen". Leider hatte ich da dann immer das Problem, dass er den Rückruf daraufhin komplett ignorieren wollte. Habe mich dann auch mit Hilfe der Schleppleine zeitweise durchgesetzt. Aber dann war mein Gedanke: ohne Lohn würd ich ja auch net unbedingt arbeiten gehen.
Hätte aber auch nie gedacht, dass er es irgendwann mal so ausprobiert.Ist der Unterschied zwischen Belohnung und Bestechung net, dass ich bei Belohnung das Leckerchen raushole, wenn er in Grundposition neben mir sitzt und Bestechung wenn ich das Leckerchen schon vorher zeige ala "schau mal was du bekommst wenn du jetzt hörst"? Oder liegts daran das ja fest damit rechnen kann?
flying-paws:
Wir üben den Rückruf auch wenn garnichts ist. Ich wollte damit verhindern, dass er etwas wichtiges, für ihn interessantes sucht, wenn ich ihn rufe.@ yorkieFan:
Wenn ich an dieser Stelle (am Wald) loslaufe, laufe ich nicht ausser Sicht, wei lich nicht riskieren will, dass er jagen geht oder irgendetwas da lang kommt. Er schaut mir dann nur bedeppert nach
Ich habs einmal ne Kurve später, wo er sich dann zum 3.mal zum Wald umgedreht hat versucht, er hat mich angeschaut und drauf gewartet, dass ich ihn rufe :/@ SheltiePower:
Wie schon oben geschrieben rufe ich ihn auch, wenn garnichts ist. Ja was die Leckerchen angeht bin ich wohl leider zuverlässig
Ich habe versucht das mit nem "nein" abzubrechen. Folge war, dass er in den Wald abgedüst ist
Bei einem "hierlang" geht er n paar Schritte mit und bleibt dann wieder stehen.
Ich gebe zb an dieser Stelle sogar Leckerchen, wenn er einfach neben mir weitergeht... er bleibt nach kurzem trotzdem stehen, um den Rückruf zu hören.
Er hat nicht die ganze Zeit seine Aufmerksamkeit bei mir. Häufig muss ich ihn dafür ansprechen, dann klappts.
Zum einfach so verstecken: da brauche ich eigentlich jmd der trotzdem n auge drauf hat, denn wenn er dann ein kaninchen sieht geht er jagen (dafür ist das Notsignal).
Wie könntich ihm das denn erklären?Sorry meine Leertaste ist ein bisschen defekt.
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Kann leider nicht editieren.
Wie gesagt bin für Tipps und Ratschläge dankbar.
Würde eigentlich auch gerne ohne ständige Leckerchen arbeiten so nach fast 4 jahren... oder wär nach solanger zeit davon abzuraten? -
Zitat
Danke für die Antworten. Ich versuche jedem zu antworten.
@ hunde1lesen: Stimmt! Ich habe schon ein paarmal versucht die Leckerchen "auszuschleichen". Leider hatte ich da dann immer das Problem, dass er den Rückruf daraufhin komplett ignorieren wollte. Habe mich dann auch mit Hilfe der Schleppleine zeitweise durchgesetzt. Aber dann war mein Gedanke: ohne Lohn würd ich ja auch net unbedingt arbeiten gehen.
Hätte aber auch nie gedacht, dass er es irgendwann mal so ausprobiert.Ist der Unterschied zwischen Belohnung und Bestechung net, dass ich bei Belohnung das Leckerchen raushole, wenn er in Grundposition neben mir sitzt und Bestechung wenn ich das Leckerchen schon vorher zeige ala "schau mal was du bekommst wenn du jetzt hörst"? Oder liegts daran das ja fest damit rechnen kann?
kann gut sein, dass es unter profis ein fachterminus is, aber ich meinte damit nur, dass hund nicht folgt, wenn er sich nich absolut todsicher is, dass was dabei rüberkommt. das is für mich ein fall von belohnung wurd zu bestechung. einfaches bsp: hund kann platz, versteht das wort wirklich (machts also theoretisch auch wenn du zb mitm rücken zu ihm stehst und er nur das wort hört) macht aber nur dann "freiwillig" platz, wenn er sieht bzw sich sicher ist, dass es dafür was gibt. wenn man das leckerli in der hand hat und zeigt würd ich sagen ja das is auch bestechung, wenns nur so klappt.
ja, das is scheinbar n echtes problem, also der korrekte abbau von leckerlis, weil deine beschreibung das für mich ganz gut verdeutlicht. wie besser machen? ich hoffe, da findet sich hier noch ein profi oder einfach nur sehr erfahrener mensch. gibt wohl genug hundeschulen und trainer, die darin jetzt auch nicht so gut sind. wär doch mal seminar-thema, falls nich schon da.
trotzdem siehts ja so aus als würden erfahrenere leute hier gar nicht das wie und wann und wie oft der belohnung bemängeln. deshalb hab ich auch nochmal nachgefragt. is schon sehr interessant! ich hoffe auf jeden fall, dass du hier genug hilfe findest, um das zu ändern. -
Ich denke es ist viel einfacher, dein Hund weiß, dass du nicht wirklich meinst was du sagst. Wenn dein
Hund nicht tut was du willst hat das keine weiteren Konsequenzen. Also warum sollte er dich ernst
nehmen? - Vor einem Moment
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