Hunderangelei mit fehlendem Ende

  • Hallo zusammen!

    Mir ist bei meinem Hund mehrfach ein etwas merkwürdiges Verhalten aufgefallen und ich weiss nicht, was es bedeutet bzw. ob es überhaupt etwas bedeutet, oder ob er einfach in seinem "Hundekommunikation für Dummies"-Buch die letzten Kapitel überschlagen hat.

    Situation: Caspar trifft auf kleineren bzw. gleichgrossen Hund, beide unangeleint
    Früher oder später gibts da ne Rangelei, bisschen Getöse, irgendwann liegt der andere Hund unten und Caspar liegt entspannt drauf. Und liegt. Und liegt. Und liiiiiiieeeegt. Würde man ihm an dieser Stelle ein Buch reichen, würde er vermutlich noch ein bisschen schmökern, bevor er ein kleines Nickerchen auf dem anderen Hund einlegt.
    Möchte der andere Hund früher oder später den dicken Terrier von seinem Bauch haben, gibts wieder Getöse.

    Warum zum Henker macht er das? Hat er nie gelernt, solche Situationen aufzulösen? Will er es nicht? Ist ihm sein Körbchen nicht weich genug? Oder genießt er es schlicht und ergreifend, die Hosen anzuhaben?
    Bei größeren Hunden kommt das übrigens auch ab und an vor, allerdings deutlich seltener. Mit denen spielt er lieber.

    Verwirrte Grüße,
    Nadine

  • Ich würde meinen Hunden nie erlauben so etwas mit anderen Hunden zu machen (außer die Hunde lassen meine nach der X-ten Ansage, dass sie ihre Ruhe haben möchten, immer noch nicht in Ruhe oder kommen frontal und/oder rotzfrech rempeld an).

  • Ich geh immer hin und sammel meinen Hund ein, das ist doch gar nicht die Frage.
    Mich würde einfach interessieren, wie so eine Situation normalerweise aufgelöst wird von den Hunden und warum meiner meint, da rumsitzen zu müssen.
    Abgehauen sind bislang übrigens weder Hund noch Halter, normalerweise beppern beide Hunde sich dann noch ein bisschen an und dann ist Ruhe.

  • Zitat

    Früher oder später gibts da ne Rangelei, bisschen Getöse, irgendwann liegt der andere Hund unten und Caspar liegt entspannt drauf

    Für mich hört es sich so an, als sei es für dich nomal, dass es zu einer Rangelei kommt?

  • Bei Ulexa lief es so ab, dass sie (teilweise mit nachdrohen) aufgestanden ist und gegangen ist (allerdings ist Ulexa nie aktiv auf den anderen Hund zugegangen, sondern hat auf dessen "Kontaktaufnahme" reagiert, wenn es keine Ausweichmöglichkeit gab und der Hund trotz Drohen auf Distanz näher gekommen ist).

  • Ich finde es schon okay, wenn man die Situationen mal ein bisschen laufen lässt, solange er noch klar hundlich kommuniziert und auf den anderen eingeht.

    Normalerweise löst sich so eine Situation auf, indem der obere Hund (in deinem Fall Caspar) den unteren Hund irgendwann entlässt.
    Der untere Hund darf sich nicht Wegbewegen bis er entlassen ist, dass Caspar dann wieder töst ist klar. Das kann schonmal etwas dauern, die Frage ist eben, wie lange hält Caspar seine Pose.

    Im Zweifelsfall würde ich ihn einfach abrufen und ihn somit zwingen, den unteren zu entlassen. Allerdings sind auf der anderen Seite Gerhorsamsübungen auch manchmal kontraindiziert, wenn sich zwei Hunde in sozialer interaktion befinden, da man so den Hund in einen Zwiespalt bringen kann.

    (Erst neulich wieder schön beobachtet, als mein Freund seinen Hund heranrufen wollte während meine Hündin, ihm zu Füßen sitzend, ganz klar sagte: "Komm bloß nicht her, Freundchen!")

  • Also bei Hunde Begegnungen gibt es bei uns nie Rangeleien. Auch mit fremden Hunden nicht. Und das finde ich nicht normal.

    Wenn es dazu kommt muß vorher die Kommunikation nicht gestimmt haben. Ich versteh aber auch die Halter nicht und zuschauen.

    Oder verwechselst du das mit tobe spiele? Dabei kann es auch mal sein das sich mein Hund auf den anderen legt oder umgekehrt. Aber das ist dann für beide Spaß

    Gesendet von meinem Galaxy Nexus mit Tapatalk 2

  • Zitat

    Für mich hört es sich so an, als sei es für dich nomal, dass es zu einer Rangelei kommt?

    Naja, bei nem Aufeinandertreffen von zwei Terriern oder von Dackel und Terrier ist das nicht soo unüblich. :) Was jetzt ja nicht heisst, dass die sich gegenseitig richtig ans Leder gehen, es ist viel Lärm und danach ist Ruhe und normalerweise auch Frieden - auch bei den folgenden Begegnungen. Man sieht sich hier ja doch zumeist häufiger.

    Nur mal am Rande: dass ich die Frage stelle, bedeutet nicht zwangsläufig, dass ich meinen Hund randalierend durch die Gegend ziehen lasse. Und es bedeutet auch nicht, dass mein Hund immer oder auch nur meistens anfängt. Oder dass ich zuschaue und Wetten abschließe.

    Zitat

    Bei Ulexa lief es so ab, dass sie (teilweise mit nachdrohen) aufgestanden ist und gegangen ist (allerdings ist Ulexa nie aktiv auf den anderen Hund zugegangen, sondern hat auf dessen "Kontaktaufnahme" reagiert, wenn es keine Ausweichmöglichkeit gab und der Hund trotz Drohen auf Distanz näher gekommen ist).

    Danke für die Antwort. :) So in etwa hätte ich mir das auch gedacht.
    Bei Drohen auf Distanz dreht mein Hund eh schon ab, dann schnüffelt er unauffällig an einem Grasbüschel und geht dann Schmetterlinge zählen. ;)

    Zitat

    Ich finde es schon okay, wenn man die Situationen mal ein bisschen laufen lässt, solange er noch klar hundlich kommuniziert und auf den anderen eingeht.

    Normalerweise löst sich so eine Situation auf, indem der obere Hund (in deinem Fall Caspar) den unteren Hund irgendwann entlässt.
    Der untere Hund darf sich nicht Wegbewegen bis er entlassen ist, dass Caspar dann wieder töst ist klar. Das kann schonmal etwas dauern, die Frage ist eben, wie lange hält Caspar seine Pose.

    Im Zweifelsfall würde ich ihn einfach abrufen und ihn somit zwingen, den unteren zu entlassen. Allerdings sind auf der anderen Seite Gerhorsamsübungen auch manchmal kontraindiziert, wenn sich zwei Hunde in sozialer interaktion befinden, da man so den Hund in einen Zwiespalt bringen kann.

    (Erst neulich wieder schön beobachtet, als mein Freund seinen Hund heranrufen wollte während meine Hündin, ihm zu Füßen sitzend, ganz klar sagte: "Komm bloß nicht her, Freundchen!")

    Danke.
    Die "wie lange"-Frage beschäftigt mich halt. Aber dadurch, dass ich ihn abpflücke wie eine reife Pflaume, wird diese Frage wohl offen bleiben. Da frag ich mich dann aber auch häufig, ob ich denen und der Situations-Auflösung damit einen Gefallen tue.
    Den Blick von des Freundes Hund kann ich mir bildlich vorstellen...und die Gedanken dazu auch. :lol:

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