Riesengroßes Jagdproblem!
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Es spielt keine Rolle was für eine Rasse. Aber meine ist drei, die Regeln gelten aber schon immer.
Wieso fragst du wenn dir die Antworten nicht passen?

- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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Zitat
o Als wir auf Autosuche waren, hat er sich in den Autohäusern auf den Boden gelegt und geschlafen wenn ich in den Gesprächen war mit den Verkäufern. Er kann sehr wohl runterfahren. und eigentlich gings ja um unseren Jagd-zwischenfall, der seit wirklich einigen Monaten der erste war.
Genau das ist ja der Punkt! Es geht nicht darum, ob er gar nicht runterfahren kann.
- Als ihr auf Autosuche wart, wusste der Hund, er wird jetzt nicht bespaßt und konnte sich entspannen. Da er keinerlei Erwartungen hatte, hat er sich auch nichts gesucht.
- Beim Spaziergang ist es eben anders, da erwartet er Bespaßung und Action und ... siehe vorherige BeiträgeEr sollte aber auch lernen, dass ein Spaziergang auch einfach mal nur Spaziergang heißt und nicht immer Action.
Ich wage zu bezweifeln, dass Dobis wirklich mehr zum Überdrehen neigen als andere Arbeitshunderassen. Vielleicht haben die Aussi-Besitzer einfach schon mehr Ruhe geübt ;).
Am Anfang schreibst du:
ZitatIch achte sobald er an der Schlepp ist, immer darauf dass er beschäftigt ist, das heißt: Wasserapport, Dummytraining, Beißwurst, blöd im zickzack rennen, und und und...
Und nun ist es plötzlich nur zur Wiese joggen, spielen und zurück?
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Zitat
Dazu muss ich jetzt auch mal was schreiben.
Ich mache sowas ab und zu auch und mein Hund kann in der Situation super entspannen.
Wenn wir dann aber weiterlaufen, dann ist alles wie vorher: Sie ist permanent unter Strom und "auf der Jagd".
Gibt es solche Extremhunde, bei denen diese Methode nicht "zieht"?
Es gibt immer Hunde, bei denen etwas nicht klappt
Meist liegt es jedoch an der Umsetzung des halters -
Beschäftigung hin oder her. Dein Dobi war jagen- hatte ein Erfolg auch wenn er das Wild nicht bekommen hat, und er wird es wieder tun wenn er die Möglichkeit zu bekommt. Das muss dir nun bewusst werden. Und nun an diesem arbeiten.
Ich habe zu Beginn auch viel mit Emma auf den Spaziergängen gemacht, und 1x am Tag ne Stunde am Rad.
Nun fahre ich derzeit kein Rad mehr, Ball Spiele an sich sind runter gefahren worden von mir, und es wird nur noch 3x ca. 5 min Unterordnung geübt. Neben dem 10 minütigen neben mir her laufen hin und zurück ( Leinen Training ) und es reicht ihr völlig wenn ich morgens nach dem Spaziergang heim komme ist sie platt und pennt. Insgesamt ist sie auf den Spaziergängen viel ruhiger geworden, schnüffelt nun mehr wie es ein Hund normalerweise macht, und es sind deutliche Veränderungen zu sehen. Bei dem werde ich es auch belassen.
Also mir / uns hat das weniger machen auf den Spaziergängen extrem geholfen. Manchmal setze ich mich mit ihr einfach nur auf die Wiese unter einen Baum ( Schatten ) und entspannen. -
Zitat
Es gibt immer Hunde, bei denen etwas nicht klappt
Meist liegt es jedoch an der Umsetzung des haltersDanke. Was kann ich denn da falsch umsetzen? Würde mich wirklich interessieren!
Ich hab´auch schon über einen längeren Zeitraum versucht, "langweilige" Spaziergänge zu machen. (Vorher auch immer Beschäftigung, die von mir ausging, wie Dummysuche, Leckerliesuche, Apportieren etc.). Dann sucht sie aber NOCH mehr nach anderweitiger (jagdlicher) Beschäftigung, anstatt sich mehr an mir zu orientieren. -
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Hi,
entspann dich erstmal. Du hast nicht nur einen Dobermann, sondern in erster Linie einen jungen Hund.
Ich hatte mit Liska früher auch ein "riesiges Jagdproblem". Woraufhin ich mich richtig in die Materie des Antijagdtrainings eingelesen habe, duzende Bücher über Border Collies gelesen und Seminare besucht habe, mit sämtlichen Equipment spazieren gegangen bin und stets die Umgebung nach potenziellen Jagdobjekten abgescannt hatte.
Der Effekt war simpel: Ich angespannt, Kopf voller Was-tun-Wenn Antworten -> Hund auch angespannt -> ich stets im Versuch die Aufmerksamkeit des Hundes durch div. Aktionen auf mich zu ziehen -> Hund noch angespannter, weil "gleich etwas kommt" ...Der erhoffte Lernerfolg war gleich Null.
Irgendwann hatten meine Eltern kein Einsehen mit meiner ganzen Verwissenschaftlichung der Hundehaltung mehr. (Meine Eltern/Großeltern hatten früher immer Hütehunde, u.a. auch Border Collies für den landw. Betrieb in der Heimat)
Sie erklärten mir, dass ich in erster Linie nicht einen Border Collie habe, der X Bedürfnisse und Probleme hat, sondern einen Hund, der mich im Alltag begleiten soll.Nach dem ich diesen Perspektivenwechsel sacken lassen musste, begann ich erstmals entspannte Hundespaziergänge zu unternehmen. Sprich: ich habe mir Kopfhörer angezogen, alles an Hundeentertainment zu Hause gelassen, den Hund gepackt und bin raus, weil ich gerne in der Natur unterwegs bin und nicht den Hund bespaßen muss. Desto entspannter ich wurde, desto ruhiger wurde Liska.
Wir taten nicht viel mehr, als einfach spazieren zu gehen. Ein zwei mal die Woche gingen wir nach wie vor zum Training (THS, Unterordnung).
Ich setzte mich auf die Wiese mit ihr und beobachtete die Hasen, Vögel ... anfangs hat sie noch wie wild rumgefiebt, weil sie hinterher wollte. Jedesmal wenn sie mich angesehen hatte, gab es ein Leckerchen geflogen (so dass sie es suchen musste).
Kurz: bei Wildsicht habe ich Ruhe in den Hund gebracht. Dazu zählt auch, dass sie bereits ruhig den Spaziergang beginnt.
Erst später begannen wir, als wir beide das draußen sein genießen konnten, das Antijagdtraining u.a. mit Fährtenarbeit etc.
Inzwischen sehe ich Liska nicht mehr als einen Border, der so und so viele Bedürfnisse hat, sondern als einen Hund, der mir das ein und andere an Talent anbietet.Natürlich braucht ein Hund Action, aber nicht bei jedem Spaziergang. Oft reicht es Suchspiele zu initiieren. Sie einfach mal Laufen zu lassen - ohne permamente Unterordnung/Rückruftraining Einheiten. Wenn sie noch nicht immer sofort abrufbar ist, dann lass sie erstmals an der Leine.
Du hast einen jungen Hund, da kann noch nicht alles klappen, muss es auch nicht. Ich will jetzt keine großen Ratschläge geben, denn das Forum ist voll vom Antijagdtraining.
Aber wie meine Vorredner gesagt haben: Bring Ruhe in ihn rein. Reduzier das ganze Programm bis auf zwei/drei Kommandos, die dir wichtig sind. Und gut ist.
GrüßeDawn
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So, ich habe mir jetzt mal alles durchgelesen und habe 2 Fragen:
Wenn du kein Problem hast, warum steht dann in der Überschrift "Riesengroßes JagdPROBLEM"?
Und wenn du eh weißt, dass Dobis sooooo anders ticken, warum fragst du hier dann um Rat??
Und entweder kenn ich dann keine Dobermänner... oder die Besitzer haben was falsch gemacht. Ja, die haben Jagdtrieb. Und Ja, sie buddeln gerne in den Mäuselöchern. Ja, sie wollen arbeiten und sind zu "jedem Schabernack" bereit. Aber sie wollen nicht die ganze Zeit beim Spaziergang bespasst werden, sie sind ansprechbar und keiner der Besitzer, ist der Meinung, das außer dem Dobi alles andere "Luschen" sind!

Viel Erfolg... mach so weiter! Scheint für dich ja der beste Weg zu sein! Und du wirst sicherlich auch bald eine Schleppleine finde, die nicht reißt! Hat da jemand Tipps dazu?? Dann hätte sich das (eigentlich nicht vorhandene) Problem ja eh schon gelöst.
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Zitat
Dazu muss ich jetzt auch mal was schreiben.
Ich mache sowas ab und zu auch und mein Hund kann in der Situation super entspannen.
Wenn wir dann aber weiterlaufen, dann ist alles wie vorher: Sie ist permanent unter Strom und "auf der Jagd".
Gibt es solche Extremhunde, bei denen diese Methode nicht "zieht"?
Das will ich nicht ausschliessen. Meist liegt es aber nicht daran, dass man einen "Extremhund" hat, sondern an der fehlenden Übung und Geduld.Ich kenne das übrigens von meinem Spinner Spaniel. Es wird besser, sofern man unendlich viel Geduld, Konsequenz und den nötigen Humor aufbringt. Aber es klappt eher nicht schon beim ersten oder zehnten Versuch. Auch das actionlose rumschlendern will gelernt sein. Sobald du ein Ziel hast (jetzt gehen wir zum Auto zurück), ist alles ganz anders, und der Hund reagiert darauf.
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Zitat
Danke. Was kann ich denn da falsch umsetzen? Würde mich wirklich interessieren!
Ich hab´auch schon über einen längeren Zeitraum versucht, "langweilige" Spaziergänge zu machen. (Vorher auch immer Beschäftigung, die von mir ausging, wie Dummysuche, Leckerliesuche, Apportieren etc.). Dann sucht sie aber NOCH mehr nach anderweitiger (jagdlicher) Beschäftigung, anstatt sich mehr an mir zu orientieren.
Da liegt schon ein Fehler. Du bespasst den Hund, und erwartest danach entspanntes Gassi. Stattdessen wurde die Erwartungshaltung des Hundes hochgeschraubt, und nun kommt plötzlich nix mehr - da sucht er sich logischerweise seine Action selber.Wenn ich zum Schlendergassi rausgehe, passiert vorher nichts spannenderes, als dass ich Schuhe anziehe und anleine.
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ZitatAlles anzeigen
Hi,
entspann dich erstmal. Du hast nicht nur einen Dobermann, sondern in erster Linie einen jungen Hund.
Ich hatte mit Liska früher auch ein "riesiges Jagdproblem". Woraufhin ich mich richtig in die Materie des Antijagdtrainings eingelesen habe, duzende Bücher über Border Collies gelesen und Seminare besucht habe, mit sämtlichen Equipment spazieren gegangen bin und stets die Umgebung nach potenziellen Jagdobjekten abgescannt hatte.
Der Effekt war simpel: Ich angespannt, Kopf voller Was-tun-Wenn Antworten -> Hund auch angespannt -> ich stets im Versuch die Aufmerksamkeit des Hundes durch div. Aktionen auf mich zu ziehen -> Hund noch angespannter, weil "gleich etwas kommt" ...Der erhoffte Lernerfolg war gleich Null.
Irgendwann hatten meine Eltern kein Einsehen mit meiner ganzen Verwissenschaftlichung der Hundehaltung mehr. (Meine Eltern/Großeltern hatten früher immer Hütehunde, u.a. auch Border Collies für den landw. Betrieb in der Heimat)
Sie erklärten mir, dass ich in erster Linie nicht einen Border Collie habe, der X Bedürfnisse und Probleme hat, sondern einen Hund, der mich im Alltag begleiten soll.Nach dem ich diesen Perspektivenwechsel sacken lassen musste, begann ich erstmals entspannte Hundespaziergänge zu unternehmen. Sprich: ich habe mir Kopfhörer angezogen, alles an Hundeentertainment zu Hause gelassen, den Hund gepackt und bin raus, weil ich gerne in der Natur unterwegs bin und nicht den Hund bespaßen muss. Desto entspannter ich wurde, desto ruhiger wurde Liska.
Wir taten nicht viel mehr, als einfach spazieren zu gehen. Ein zwei mal die Woche gingen wir nach wie vor zum Training (THS, Unterordnung).
Ich setzte mich auf die Wiese mit ihr und beobachtete die Hasen, Vögel ... anfangs hat sie noch wie wild rumgefiebt, weil sie hinterher wollte. Jedesmal wenn sie mich angesehen hatte, gab es ein Leckerchen geflogen (so dass sie es suchen musste).
Kurz: bei Wildsicht habe ich Ruhe in den Hund gebracht. Dazu zählt auch, dass sie bereits ruhig den Spaziergang beginnt.
Erst später begannen wir, als wir beide das draußen sein genießen konnten, das Antijagdtraining u.a. mit Fährtenarbeit etc.
Inzwischen sehe ich Liska nicht mehr als einen Border, der so und so viele Bedürfnisse hat, sondern als einen Hund, der mir das ein und andere an Talent anbietet.Natürlich braucht ein Hund Action, aber nicht bei jedem Spaziergang. Oft reicht es Suchspiele zu initiieren. Sie einfach mal Laufen zu lassen - ohne permamente Unterordnung/Rückruftraining Einheiten. Wenn sie noch nicht immer sofort abrufbar ist, dann lass sie erstmals an der Leine.
Du hast einen jungen Hund, da kann noch nicht alles klappen, muss es auch nicht. Ich will jetzt keine großen Ratschläge geben, denn das Forum ist voll vom Antijagdtraining.
Aber wie meine Vorredner gesagt haben: Bring Ruhe in ihn rein. Reduzier das ganze Programm bis auf zwei/drei Kommandos, die dir wichtig sind. Und gut ist.
GrüßeDawn
Danke, ich glaub ich hab das gebraucht....
nämlich Verständis für einen kleinen Kaoten und auch das Bewusstsein, dass ich kein schlechter Hundehalter bin, wenn ich einfach nur vor mich hinlauf und Burli sein Ding machen lass.
ich dachte immer dass der permanent nur auf mich schauen muss, das hat mir so eine Dobermann-Verrückte erzählt, die ehrlich gesagt, ein total irres Viech hat.
Vieles geht einfach noch nicht so problemlos, wie bei einem erwachsenen Hund, vor einem Jahr, da war er ja noch nicht mal auf der Welt. - Vor einem Moment
- Neu
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