was ist das Dominanz? Kuscheln? oder doch Spiellaufforderung

  • Hallo zusammen,

    mein Bub steckt mitten in der Pubertät. Er ist jetzt 11 Monate alt, hat an manchen Tagen Ohrstöpsel drin und findet mich total uninteressant, an anderen widerrum ist er ein Vorzeigehund und gibt sich redlich Mühe zu Lernen und auf mich zu achten.

    jetzt hat er ein neues "Spiel" für sich entdeckt... und ich weiß nicht genau, was er damit bezwecken will.
    Nach unseren mittlerweile doch ausgiebigeren Spaziergängen macht er eigentlich unmittelbar danach sein Nickerchen für ca. 1,5-2 Stunden. wenn er wach wird und ich neben ihm sitzte oder mich zu ihm geselle, dann lässt er sich gern streicheln. Windet sich auf den Rücken und genießt. Dann setzt er sich auf, schleckt mir an den Ohren (bzw. versucht es, immer kann ich es auch nicht gebrauchen... ;) ), drückt sienen kopf an meinen Bauch und dreht sich auf den Rücken und fängt an zu "kebbeln". Sprich: ein wenig zwicken, ein bisschen treten, usw. Dann steht er auf und rempelt mich mit seinem Kopf an, wird immer "wilder". Am liebsten wärs ihm ich würde auf das Spiel einsteigen und richtig mit ihm losraufen. Was aggresives und böses seh ich da gar nicht dahinter. Ich glaube er will scherzen. Jedoch ist das mit einem 40 kg Dobi manchmal nicht so ganz schmerzfrei, weil es mir vorkommt, als hätte der Elefant null Fingerspitzengefühl und seine zwickereien manchmal nicht so angenehm sind.
    Außerdem hat er natürlich Riesenpfoten mit Riesenkrallen. aua.... :lepra:
    Wenn mir der Unfug zu dumm geworden ist, habe ich ihn bisher immer zum "runterfahren" für ca. 5 Minuten in ein anderes Zimmer geschickt. Das funktioniert sehr gut, wenn ich mit ihm alleine bin, aber wenn mein Freund da ist, dann dauert es schon mal eine Weile bis Burli wieder zur Ruhe kommt. und interessanterweise macht er das häufiger bei ihm als bei mir. Burli findet meinen Freund übrigens ganz unheimlich toll, und wenn er uns besuchen kommt, dann ist da für ihn ein kleines Weihnachten.

    irgendwie erinnert mich dieser "Kindergarten" sehr an seine Welpenzeit :???:

    Nun ja, ich verstehe, diese Winde-Wälz-Kebbel-Unfug-Aktion nicht ganz... Was steckt da dahinter?

    In der Hundeschule, die wir 2 x wöchtenlich, besuchen, meinten die Trainer es wäre eine Junghund-Spielaufforderung, kein Gefühl, keine Manieren und als Tipp wurde mir "Durchhalten" gegeben und aus der Situation bringen, wenn er nicht zur Ruhe kommt...
    Was meint ihr?

  • Seh ich auch so, allerdings unterbinde ich das bei meiner Madame immer.
    DieTatzen mit den Krallen tun mir und meinen Klamotten nicht gut ...
    Also nach dem Aufwachen ist streicheln und kuscheln ok, alles andere nicht.

    LG

  • ja ein Hanswurst ist er, der weiß sich manchmal nicht so ganz zu beherrschen ;)

    und spielen, will er eigentlich immer. was böses habe ich dahinter auch nicht vermutet, das würde nicht zu ihm passen, er ist eher der Labrador im Dobermann Kostüm und immer freundlich und friedlich.

    mir fällt auf, dass es ihn noch mehr anheizt, wenn ich schimpfe und ich wehre, darum mache ich das auch nicht mehr. Ich werde ihn künftig einfach des Platzes verweisen, wenn er es macht.

    Seine Liebe drückt man gefälligst anders aus. ;)

    Mir fallen eh zur Zeit dramatisch viele Dinge auf, die er als Baby damals gemacht hat, und jetzt wieder macht. Zum Beispiel verzieht er jetzt wieder Schuhe :muede2:

    Ich glaub das kommende Jahr wird spannend...
    :hilfe:

  • gestern wieder so ein Ding,

    Burli und ich stehen im Futterhaus an der Kasse und er ist artig und guckt der Dinge zu...

    Ein Schäferhundwelpe ca. 4 Monate alt (ohne Leine) stürmt auf ihn zu, schnuppert freudig an ihm rum und Burli wirft die kleine um und droht knurrend erst mal heftig. Endweder sie hat was falsch gemacht oder er ist erschrocken und ihm wars zuviel....
    ich bin einfach mit ihm weggegangen. Die kleine hat zwar gequitscht als es passiert ist, aber dannach wollt sie ihm wieder hinterherrennen.... Burli war gleich danach auch ganz normal.
    hat er sie "erzogen"?

    ich weiß nicht, aber mein Bub kommt mir ganz schön "erwachsen" vor, jetzt ist er nicht mehr so unbedarft wie früher....

    ists die Pubertät, die ihn so ernst werden lässt? er wird nächste woche ein jahr alt....

  • das ist Erziehung gewesen. Das gleiche hat Lea, nun Ronjas beste Freundin immer mit ihr gemacht. Knurren und ein bisschen über die lefze gehen. oft hat knurren aber ausgereicht. das ist normal, solange sich der Welpe unterwirft( das muss dieser auch erstmal lernen das ist wichtig!) ist alles okay du hast dem welpen nur einen gefallen getan!

  • Zitat

    das ist Erziehung gewesen. Das gleiche hat Lea, nun Ronjas beste Freundin immer mit ihr gemacht. Knurren und ein bisschen über die lefze gehen. oft hat knurren aber ausgereicht. das ist normal, solange sich der Welpe unterwirft( das muss dieser auch erstmal lernen das ist wichtig!) ist alles okay du hast dem welpen nur einen gefallen getan!

    Ja, Burli musste das auch als Welpe über sich ergehen lassen. Ich glaube die Kleinen werden so zu hundischen Benimmregeln erzogen. Die kleine wollte danach ja wieder zu ihm, also war sie keineswegs verängstigt. Sie wurde hald etwas geschimpft. Man erschrickt nur selbst so, wenn man nicht mehr das unbedarfte Welpchen neben sich hat, sondern sowas "erwachsenes", was auch mal streng werden kann....
    Burli ist alles andere als ein unfreundlicher Hund, im Gegenteil, selbst noch sehr verspielt und kindlich, aber mit Rüden kann er langsam aber sich nichts mehr anfangen. Er geht ihnen lieber aus dem Weg. Wenn wir beim Gassi einem begegnen, dann ists ok, solange der einen meter entfernt bleibt, das interessiert ihn null, aber wenn der Rüde ihn beschnuppern will, dann gefällt ihm das gar nicht. Dann droht und knurrt er...naja, ist ja gut zu wissen, dass er es so handhabt. Das ist ja völlig normal. Solang er nicht pöbelt...

    naja,... ich bemerke mehr solche "Dinge" in der letzten Zeit. Burli ist kein Baby mehr :ops:

  • Zitat

    ists die Pubertät, die ihn so ernst werden lässt? er wird nächste woche ein jahr alt..


    Er entwickelt sich langsam aber sicher vom lustigen und unbekümmerten Jungspung zum erwachsenen Hund und als Erwachsener sieht man gewisse Dinge einfach anders, durchaus mal etwas ernster und kritischer.

    Dem Welpen im Futterhaus könnte er vielleicht gezeigt haben "so verhält man sich nicht gegenüber Erwachsenen" wenn der Welpe sich danach besser benommen hat, gibt es auch keinen Grund nochmal über ihn herzufallen

    Vielleicht befindet er sich im Moment einfach in so einem Entwicklungsschub, wo man kindliche Erinnerungen nochmal auffrischen muß, weil man nicht erwachsen werden will ;) :D

    Einfach weiterhin gut beobachten und je nach Situation entsprechend eingreifen.

  • Huhu!

    Das Spiel, was dein Burli da spielt, spielen Fiete (3 Jahre alt) und ich immer noch :p
    Allerdings haben wir das schon im Welpenalter getan und ich fand es sehr praktisch, so hat er die Beißhemmung, ein bisschen Impulskontrolle und ein Abbruchkommando gelernt, ganz nebenbei. Deswegen können wir da richtig toben, er kann mich packen und zotteln und trotzdem habe ich keinen Kratzer, weil er gelernt hat, was er wie doll darf. Kratzen ist z.B. völlig tabu und führt zum Spielabbruch.
    Allerdings wiegt mein Pimpf auch nur 8kg bei einer SH von 38cm, ob ich das mit einem Dobi genau so freimütig spielen würde, weiß ich nicht :pfeif:

    Für mich jedenfalls ist das völlig normales Spielverhalten. Was du daraus machst, ist deine Sache.
    Du könntest ihm z.B. beibringen, ein Spielzeug zu nehmen, wenn ihm danach ist (meiner macht das mittlerweile automatisch immer öfter, wird wohl doch langsam erwachsen, der Proll) oder es völlig unterbinden - kuscheln ist kuscheln und spielen ist spielen und du bestimmst, was gerade Sache ist. Wenn du darauf wert legst. Ich sehe das nicht so eng und steige auch öfter mal darauf ein. Solange er auch akzeptiert, wenn ich das nicht tue, finde ich´s in Ordnung.

    Dem "Vorfall" mit dem Welpen würde ich nicht so viel Bedeutung beimessen, er hat doch angemessen reagiert :smile:

    Liebe Grüße

  • ja das werde ich tun.....

    mich selbst hat es nur etwas verunsichert. kurz nach seiner erziehungsmaßnahme hatte ich schon befürchtet mein Bub hätte was gegen Welpen. Aber warum sollte er?
    Danach hat der Besitzer der kleinen Schäferhündin sie auf den Arm genommen und Burli und die kleine haben Kontakt zueinander gesucht.
    Burli ganz entspannt und freundlich, die kleine zappelte und wollte runter.

    also burli ca. 3 Monate alt war, habe ich ihn öfters mit einem 8-jährigen unkastrierten Dobermann-Rüden spielen lassen. Das hat immer wunderbar funktioniert. es kam zwar auch mal vor, dass der Opi Burli gemaßregelt hat, wenn er zum Beispiel keine Ruhe geben konnte. Aber dann war er wieder ganz freundlich und die beiden sind zusammen herumgetrudelt.
    war ein schönes bild...
    im gegensatz zu dem Dobi-Opi, ist Burli jetzt ein noch nicht gefestigter Junghund, an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Sprich, zur Souveränität eines voll entwickelten erwachsenen Hundes fehlt ihm noch ein ganzes Stück: ich werde also Vorsicht walten lassen, alles lässt er sich einfach nicht mehr gefallen und vor allen Dingen solls jetzt nicht zu einem Fehlverhalten kommen. Ich denk, jetzt kommt ein ganzes Quäntchen mehr Verantwortung auf mich zu....
    ich hoffe ich seh das richtig....

  • Zitat

    Huhu!

    Das Spiel, was dein Burli da spielt, spielen Fiete (3 Jahre alt) und ich immer noch :p
    Allerdings haben wir das schon im Welpenalter getan und ich fand es sehr praktisch, so hat er die Beißhemmung, ein bisschen Impulskontrolle und ein Abbruchkommando gelernt, ganz nebenbei. Deswegen können wir da richtig toben, er kann mich packen und zotteln und trotzdem habe ich keinen Kratzer, weil er gelernt hat, was er wie doll darf. Kratzen ist z.B. völlig tabu und führt zum Spielabbruch.
    Allerdings wiegt mein Pimpf auch nur 8kg bei einer SH von 38cm, ob ich das mit einem Dobi genau so freimütig spielen würde, weiß ich nicht :pfeif:

    Für mich jedenfalls ist das völlig normales Spielverhalten. Was du daraus machst, ist deine Sache.
    Du könntest ihm z.B. beibringen, ein Spielzeug zu nehmen, wenn ihm danach ist (meiner macht das mittlerweile automatisch immer öfter, wird wohl doch langsam erwachsen, der Proll) oder es völlig unterbinden - kuscheln ist kuscheln und spielen ist spielen und du bestimmst, was gerade Sache ist. Wenn du darauf wert legst. Ich sehe das nicht so eng und steige auch öfter mal darauf ein. Solange er auch akzeptiert, wenn ich das nicht tue, finde ich´s in Ordnung.

    Dem "Vorfall" mit dem Welpen würde ich nicht so viel Bedeutung beimessen, er hat doch angemessen reagiert :smile:

    Liebe Grüße

    dann bin ich ja beruhigt :smile:
    dann macht das also nicht nur meiner. Er ist ein Dobi, das sind Kindsköpfe, verspielt und für jeden Blödsinn zu begeistern. Lieder hat er seine körperkräfte noch nicht ganz so unter Kontrolle und ich hab ständig ordentliche kratzer, da kann er aber nichts so wirklich dafür, wenn ich solche nägel hätte wie er, dann würd ich auch alles zerstören.
    wenns mir zu wild wird, dann beende ich die Situation.
    Für mich ists nur wichtig, dass er zuhause zur ruhe kommt und entspannt. das macht er auch gern und dann ist kuschelalarm ;)

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