Eingeklemmter Nerv, Inkontinenz

  • Hallo,

    Meine Hündin, 12 Jahre alt, leidet seit einigen Monaten an einem eingeklemmten Nerv, weshalb sie große Schwierigkeiten mit den Hinterbeinen hat. Das ganze wurde immer schlimmer und inzwischen kann sie nur noch aufstehen, wenn man sie hochhebt (was bei einem Berner Sennenhund Mischling gar nicht so leicht ist), ihre Hinterbeine stehen schief, ihr Schwanz ist komisch geknickt und Inkontinent ist sie dank dem Nerv auch.
    Laut Tierarzt liegt die Ursache daran, dass wir am Berg wohnen und die Hündin daher größtenteils am Hang geht. Der TA will sie schon einschläfern, weil der Gestank des ständig am Fell herunter tröpfelnden Urins so stark ist.

    Wir haben ihr jetzt ein Zimmer eingerichtet (Malerfolie und darüber Leintücher, die zwei Mal täglich gewechselt werden), baden sie drei Mal täglich, lassen sie nur noch kontrolliert in den Garten. Das ist ein enormer Aufwand, nur um einer Entzündung durch den Urin vorzubeugen. Und glücklich ist ein Hund, der sein Leben lang den ganzen Tag über im Freien war, mit dieser Situation nicht. Das Problem mit den Beinen lindern wir damit auch nicht.

    Sie bekommt vom TA verschriebene Tabletten und eine Flüssigkeit gegen die Schmerzen.

    Habt ihr Erfahrungen, Ideen, Tipps?

    Liebe Grüße

  • Wie kommt dein TA zu der Diagnose eingeklemmter Nerv. :???:

    Ich würde mir eine zweite Meinung dazu einholen, und den Hund in einer guten Tierklinik untersuchen zu lassen.

    Zitat

    Der TA will sie schon einschläfern, weil der Gestank des ständig am Fell herunter tröpfelnden Urins so stark ist.

    Wieso will dein TA das, ist ja immer noch deine Entscheidung, und nicht seine. :/

  • Zitat

    Wie kommt dein TA zu der Diagnose eingeklemmter Nerv. :???:

    Ich würde mir eine zweite Meinung dazu einholen, und den Hund in einer guten Tierklinik untersuchen zu lassen.


    Wieso will dein TA das, ist ja immer noch deine Entscheidung, und nicht seine. :/


    Kann dem nur zustimmen. Eine zweite Meinung wäre nichts schlecht.
    Die Aussage das man ein Tier wegen Geruch (der ist ja für jeden anders intensiv) einschläfert finde ich unter aller Sau... Wäre für mich ein weiterer Grund den TA zu wechseln.

  • Zitat

    Kann dem nur zustimmen. Eine zweite Meinung wäre nichts schlecht.
    Die Aussage das man ein Tier wegen Geruch (der ist ja für jeden anders intensiv) einschläfert finde ich unter aller Sau... Wäre für mich ein weiterer Grund den TA zu wechseln.

    Wie der TA zu dieser Diagnose gekommen ist, weiß ich nicht, und noch viel weniger, wieso der Gestank ein einschläferungs Grund sein sollte.. Ich werde morgen versuchen in einer etwas entfernten Tierklinik einen, im Idealfall Haustermin zu bekommen, dort wird laut Homepage auch eine Physiotherapie angeboten.

  • Hallo,

    in der Klinik wurde meine Hündin erstmals geröngt, dabei stellte sich heraus, dass ihre Blase, die normalerweise etwa so groß wie ein Apfel sein sollte, 30cm lang, also viel zu groß ist. Die Nervenstränge an der Blase sind verkümmert, was auch Auswirkungen auf die Hinterbeine hat. Wäre das früher entdeckt worden, hätte man sie noch behandeln können, aber inzwischen ist die Blase schon zu ausgeleiert, sprich kann sich nicht mehr zusammen ziehen.

    Sie bekommt jetzt alle acht Stunden Antibiotika gegen den strengen Geruch des Urins, Schmerzmittel und Tabletten, die ihr beim Urinlassen helfen sollen. Zusätzlich drücken wir ihr immer wieder die Blase zusammen, um sie zu entleeren.

    Sie ist noch so lebensfroh, und die Medikamente zeigen jetzt schon ihre positive Wirkung, deshalb lassen wir sie nicht einschläfern.

    Liebe Grüße

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