Frühkastration Hündin

  • Ich möchte meine Lütte frühkastrieren lassen. Sie ist jetzt ca. 7 Monate alt, 55cm gross, 15kg schwer, in einer gesundheitlich guten Verfassung, zeigt keinerlei Anzeichen einer anstehenden Läufigkeit oder einer Verhaltensänderung.

    Also einfach zum Tierarzt und gut ist? Oder sollte man vorher noch auf irgendwas achten, irgendwas untersuchen lassen? Muss ich im Nachhinein auf irgendwas achten, also mehr als bei der Kastra einer erwachsenen Hündin?

    Kurz zum Hintergrund:
    Ich hätte ihr normalerweise eine Läufigkeit gegönnt, was aber selbst da schon bedeutet hätte, dass sie vier Wochen gar nicht raus gekommen wäre - ich lebe in Spanien, wir haben immens viele Streuner hier, die sind auch alle eher nicht kastriert und ich sehe mich NICHT in der Lage, mich gegen X unkastrierte, willige Rüden zu verteidigen. Nachdem wir dann allerdings letzte Woche "Besuch" von zwei Molossern hatte (so 50-60kg) die mal eben über den für uns eigentlich sicheren Zaun gesprungen sind, sind wir uns sehr schnell einig gewesen, dass es auch keine eine Läufigkeit mit Hofpflicht geben wird.
    Ich denke, die Risiken sind gross genug... vom ungewollten Decken meiner viel zu jungen und sehr zierlichen Hündin bis hin zur Gefahr für meine anderen Hunde, unser Eigentum und letztlich auch meine körperliche Unversehrtheit... Spanien ist eben nicht Deutschland, deshalb Frühkastration.

  • Ich würde mich von einem Tierarzt beraten lassen.
    Hoffentlich kommt nun nicht wieder: TÄ wollen nur Geld verdienen.

    Ich habe z. B. eine sehr gute TÄin, die mir ganz genau Vor- und Nachteile aufgezählt hat.

  • Tu es nicht, Fruehkastraten neigen neben vieler anderer Sachen, viel haeufiger zu HD, SDU und Herzerkrankungen.
    Wenn du das schon tun musst (was ich verstehen kann), warte wenigstens 1 Laeufigkeit ab.

  • Hallo,
    auch wenn ich hier gleich gesteinigt werde - unsere Hündin wurde mit ca. 6/7 Monaten auch frühkastriert. Diese Kastration verlief absolut problemlos, wir haben dies aus dem Grund gemacht, da wir einen intakten Rüden haben und zu der Zeit auch noch einen intakten Pflegie, der auf Grund Krankheit nicht kastriert werden konnte.
    Falls ich irgendwann wieder eine Hündin bekommen sollte, würde ich es wieder genauso machen. Babett hat keinerlei Probleme davon getragen, sie ist jetzt ca. 3 Jahre. Sie ist immer noch sehr temperamentvoll, aktiv und hat auch überhaupt nicht zugenommen (darauf achte ich allerdings auch). Ich kann dir aus meiner Sicht nur zu einer früheren Kastration raten. Und Mammatumore treten bei einer frühen Kastration nur äußerst selten auf, Gebärmutterprobleme o. Ä. können nicht auftreten, auch wird die Hündin nicht scheinschwanger.
    Auch die OP selbst ist bei einer Frühkastration einfacher und schneller, da noch keine Verwachsungen etc. im Bauchraum zu finden sind.
    Gruß - und alles Liebe für die Hündin
    sab

  • Zitat

    Gebärmutterprobleme o. Ä. können nicht auftreten


    nur der Vollständigkeit halber: bei einer Kastration werden Eierstöcke komplett und die Gebärmutter bis auf einen kleinen Rest entfernt. Dieser Rest kann sich immer noch entzünden, eine sogenannte Stumpfpyometra, das ist allerdings in der Tat sehr selten.

    bittersweets
    mir fällt außer dem schon erwähnten (Läufigkeitssymptome, Vor- und Nachteile,...) nichts Kastrationsspezifisches mehr ein, dafür vielleicht noch was zur Narkose: sollte die Hündin zufällig ein Collie/ Aussie/ ... sein, würde ich gern im Vorfeld wissen, ob z.B. ein mdr1-Gendefekt vorliegt, damit sich der TA auf eine evtl. komplikationsreichere OP einstellen kann. Ansonsten würde ich baldmöglichst einen TA-Termin machen und natürlich den TA selbst auch nochmal umfangreich befragen.

  • Hallo,

    auch wenn viele es hier nicht gerne lesen, aber meine Hündin wurde mit 7 Monaten kastriert.

    Der Arzt wird sie vorher durchchecken und dann gleich operierern. Ich würde beim TA einfach mal anrufen und fragen wie er das so handhabt.

    Bei uns gab es keinerlei Komplikationen, weder bei noch nach der OP. Beachten musst du eigentlich nur, dass die Hündin nicht an die OP Wunde ( die ist sehr klein ) geht. Es kann sein, dass sie nach der OP zunimmt, ist bei uns aber nicht der Fall.

    LG

  • Hallo,

    ich habe schon viele Hündinnen kennengelernt die frühkastriert wurden.
    Bei einigen war es gar kein Problem, bei anderen war es so, dass sie immer noch welpenhaft waren und nicht wirklich reif wurden.

    Ich persönlich habe meine Hündinnen immer erst nach der zweiten Läufigkeit kastrieren lassen, denn ich finde, dass dieser Prozess der Läufigkeit für den Körper und die geistige Entwicklung sehr wichtig ist.

    Das jedoch muss jeder selbst entscheiden.

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