Probleme mit dem Rückruf

  • Taktile Signale (Zug über Leine) sind für den Hund die wichtigsten Signale überhaupt. Wie willst Du die Verhaltenskette Ruck am Geschirr - Blickkontakt - Belohnung dann umändern? Der Ruck am Geschirr ist der wichtigste Teil, der das die Verhaltenskette zukünftig auslösen wird.

    Ich rate Dir dazu grundsätzlich niemals zu belohnen, wenn vorher eine "Korrektur" erfolgte.

    Ich belohne in dem Alter reichlich und bergeweise jede Kontaktaufnahme, jedes Zubewegen auf mich, was ohne irgendein Signal vorher erfolgte. Lediglich bei Begegnungen etc. möchte ich, dass der Hund verknüpft: Da kommt was Interessantes, ich dreh mich zu meinem Mensch.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Ok, also dann ab sofort Schlepp, oder ?

    Sie rennt in die Schlepp ... es gibt Zug auf dem Geschirr und sie dreht sich um .... ist aber einige Meter entfernt ... rufe ich sie dann mit hier her zu mir ?

    Oder lass ich sie gar nicht erst bis in die Schlepp laufen ?

    Dann ruf ich aber ständig : hier her oder stopp ...

    kann mir jemand nochmal sagen wie ich das jetzt mit einem extrem rennbedürftigen Hund in Zukunft machen soll ?

    Steh grad etwas auf dem Schlauch ...

  • niemals zu belohnen, wenn vorher eine korrektur erfolgt ist, ok - meinst du, dass ich das fälschlicherweise tue, nach dem was ich dir beschrieben habe? oder war das nur eine anmerkung, die sich nicht auf das was ich geschrieben habe, bezogen hat (sorry kenn mich grad nicht ganz aus)?

    und was hältst du von der taktik, sie am hinter mir bleiben zu hindern? irgendwie habe ich nämlich das gefühl, dass sie einfach noch nicht verstanden hat, was ich da von ihr möchte - ich meine, natürlich kann es sein, dass sie einfach keinen bock hat, das zu tun was ich grade von ihr will, aber ich glaube es hapert am grundverständnis, was ich da von ihr erwarte. deshalb denk ich, dass die methodik vielleicht nicht die richtige ist?!

    danke schonmal für die schnelle antwort,

    Julie und Kaja

  • Zitat

    Allerdings habe ich gemerkt, daß sie dann noch weniger auf mich achtet und eben sich innerhalb des Schleppradius bewegt ... klar kann ich sie so ranholen wenn was brenzliges ist, aber so richtig Rückruf üben an der Schlepp - wie mach ich das ??

    Nimmt sie keinerlei Kontakt zu dir auf oder wenigstens ab und an? Ich habe anfangs jeden Blickkontakt belohnt, an der kurzen Leine ist das ja recht einfach, an der Schlepp kann man auch Leckerlie werfen. Oder auch was anderes, was sie toll findet, zusammen rennen, Spielzeug... Egal welche Verstärkung, hauptsache der Hund reagiert darauf. Diese Blickkontakte kann man dann nutzen, um den Hund zu rufen, wenn er eh schon mit dem Kopf bei einem ist. Fürs Training finde ich 10m am besten, die 5m sind mir viel zu wenig gewesen, da hätte ich gleich die kurze Leine dran lassen können.

    Mit dem Hin- und Herlaufen hat bei unserem Hund übrigens nichts gebracht. Ich glaube, dem ist das einfach zu dumm, irgendwann (nach 2-3 Richtungswechseln) bleibt er einfach in der Mitte stehen und ich muss ihn mitziehen. Dann trottet er halt lustlos hinterher, weil er nicht kapiert, was das soll.

  • Ich trainiere Mona auch mit der Schlepp. Sie ist zwar schon älter, als dein Hundekind, aber ihre Nase oft sehr verfallen...
    Mittlerweile kann ich aber davon ausgehen, dass sie nicht arg weit geht, sofern keine Ablenkung (anderer Hund, Hase, Reh, Fahrrad, Jogger, Auto etc. pp) da ist. :D Und solche Situationen versuche ich nun mit der Pfeife zu händeln. Wenns also kritisch werden sollte, will ich später mal die Pfeife nutzen.

  • Zitat

    Vielleicht sind fünf Meter einfach zu wenig.

    Dachte ich auch eben, habe die Erfahrung genauso machen müssen.
    Die Beageline fand 10 m SL einfach "nur" ätzend und öde.
    Irgendwann ging mir dahingehend ein Licht auf.
    Sie brauchte einfach einen noch größeren Radius und den habe ich dann im Urlaub testweise auf 20 m vergrößert.
    Schlagartig veränderte sich ihr Verhalten, plötzlich kamen die gewünschten Blickkontakte und konnten belohnt werden.
    Ich gebe zu, dass 20 m SL sicher nicht so arg bequem waren, aber kurze Zeit später hatte sie ihren Dienst getan und liegt jetzt im Keller.....

    Zitat

    Ich hab ne 10 Meter Schlepp und dadurch, daß sie eben so ein schnelles Trabtempo beim Gassi hat (Vizslamix) ist sie auch ohne böse Absicht immer sofort am schleppende.

    Wäre vielleicht einen Versuch wert, 10 m hat ein Viszla(-mix) schnell zurückgelegt, das könnte wirklich zu wenig sein, zumal sie auch noch sehr jung und agil ist.

    Du könntest "STOPP" rufen, kurz bevor sie das Schleppleinenende erreicht und Zug darauf kommt.
    Sie wird natürlich erst mal reinrennen dann aber natürlich ausgebremst sein.
    Steht sie und schaut zu Dir, gehst Du ohne Worte in die Hocke und lädst sie durch eine freundliche, etwas von ihr abgewandte Haltung ein, zu Dir zu kommen.
    Warte bis sie bei Dir ist, kann erst mal dauern sei geduldig, dann mit Lecker belohnen, aufstehen und weitergehen. Nach genügend Übung und evtl. 'nem Muskelkater in Deinen Oberschenkeln, wird sie lernen auf Dein Stoppsignal stehenzubleiben und auf Dein Hinhocken zu kommen.
    Du hast also dabei noch ein zusätzliches "Komm" ohne Worte geübt. Sie wird dann (wenn Du das auch bei größerer Ablenkung und Entfernung weitermachst) auch auf weite Entfernung zu dir kommen, wann immer Du Dich kleinmachst.
    Vielleicht probierst Du das mal, ich wünsch' Dir viel Erfolg :smile:

  • Hallo, wir sinds ;)

    Danke schonmal für eure schnellen und vielen Antworten.
    Ich scheine ja nicht die Einzige mit diesem Problem zu sein, das macht schonmal Mut.

    Ich werde also konsequent so weiterüben, aber mehr darauf achten, dem Hund nicht das Gefühl zu geben dass ich sowieso auf ihn achte/warte, sondern dass ER derjenige ist, der auf das Frauchen achten muss. Das Spielen vielleicht etwas reduzieren, dafür mehr auf Rückruf konzentrieren...

    Er achtet generell schon darauf, wo ich hingehe, dreht sich öfters um. Wenn er jedoch seine Wilden 5 minuten hat, ist es aus :headbash: In dem Fall werde ich mich vielleicht einfach mal besser verstecken/ mich weiter entfernen. Unser Spazierweg führt mitten durch den Wald, ein sehr schmaler Weg, Spaziergänger oder fremde Hunde treffen wir dort nicht, höchstens mal unsere Nachbarn mit Hunden, aber die verstehen sich bestens mit Marley... Da kann er also ruhig mal länger nach mir suchen, ohne dass da was passieren kann..

    Wir werden weiter dran arbeiten :gut:

    Vielen Dank schonmal!

    Liebe Grüße von Tina und Marley

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