Prostatavergrößerung - OP?

  • Hallo,
    unser Labrador-Rüde Anton, 9 Jahre, unkastriert, hat eine Prostatavergrößerung. Diesbezüglich hat er keine Probleme, war ein Zufallsbefund, als er in der Tierklinik war wegen Verdacht auf Darmdrehung. Unser TA aus der Klinik meint, eine OP (Kastration) wäre sehr sinnvoll, bevor es wirklich zu Problemen kommt. Habt ihr diesbezüglich Erfahrungen? Gibt es alternative Behandlungsmethoden?
    Danke und Gruß
    sab

  • Die meisten Hunde mit Prostatavergrößerungen haben irgendwann Probleme mit dem Harn- und Kotabsatz, von daher sollte man das im Auge behalten.

    Man kann Hormone spritzen lassen, das bringt aber nur kurzfristig besserung.

    Ihr könnt auch einen Superolin Chip setzen lassen, der Verhindert die Testosteron produktion, dann ist der Hund für ca. 6 Monate chemisch kastriert. Bis die volle Wirkung da ist dauert es bei erstanwendung 4-6 Wochen.

    Oder eben kastrieren.


    Ich bin kein Freund von kastrationen, aber eine vergrößerte Prostata führt meist irgendwann zu Problemen und spätestens dann müsst ihr euch für eine der Vorgehensweisen entscheiden.

  • Hallo Ilona,
    danke für deine Antwort - darf ich weiterfragen (da du dich auszukennen scheinst...)? Ist eine OP einfacher, wenn die Symptomatik noch nicht vorhanden ist? Anton ist 9 Jahre alt, ist es sinnvoller, zeitnah zu operieren und nicht abzuwarten, bis er 11 oder 12 Jahre alt ist, da ist das OP-Risiko sicherlich höher?
    Grundsätzlich wollte ich ihn nicht kastrieren lassen, da er ein wirklich unproblematischer Rüde ist. Hormone oder ein Chip kommen für mich eigentlich nicht in Frage, wenn dann muss eben die Kastration sein.
    Gruß und danke
    sab

  • Meiner Erfahrung nach haben Hunde mit vergrößerter Prostata immer wieder Probleme damit. Auch wenn die Prostata nach hormoneller Behandlung abschwillt kommt es, wenn die Wirkung nachlässt, meist wieder.

    Darum ist es in meinen Augen durchaus eine medizinische Indikation zur Kastration.


    Wäre es mein Hund, würde ich allerdings erst mal abwarten. Vieleicht hat ja ja schon seit Jahren eine vergrößerte Prostata ohne das sie ihm Probleme macht. Sollte sich daran was ändern ist immer noch genug Zeit für eine Kastration und die Beschwerden lassen dann auch recht schnell nach.

  • Da das üble Probleme mit sich bringen kann, würde ich ihn kastrieren lassen, zumindest chemisch. Meiner hatte das auch und bekam Kotabsatzprobleme durch eine Hernie. Er musste dann operiert und gleichzeitig kastriert werden.

  • Danke für eure Antworten.
    Vom Gefühl her und da der Herr keinerlei Beschwerden hat, tendiere ich dazu, vorerst abzuwarten. Wir haben Anfang September einen Termin in der TK, da werde ich auch nochmal mit unserem Arzt sprechen.
    Gruß
    sab - und Anton, der über dieses Thema überhaupt gar nicht sprechen möchte...

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!