Ist das die Pubertät?

  • Guten Abend,
    wir haben einen inzwischen 6 Monate alten Labrador Retriever, der nun seit 2 Monaten bei uns lebt.
    Er ist eigentlich superbrav und umgänglich, trotzdem wollte ich auf jeden Fall einige Trainingsstunden bei einem Hundetrainer machen, da dies mein erster eigener Hund ist. Ausserdem wollte ich ein wenig Hilfe, um Missverständnisse zwischen dem Hund und den Kindern von Anfang an zu vermeiden. Zusätzlich gehen wir einmal die Woche in eine Welpenspielgruppe. Inzwischen haben wir 3 Stunden absolviert und ich habe das Gefühl je mehr ich mit dem Hund mache, desto weniger hört er.Bis vor drei Tagen kam er beim ersten Pfiff angelaufen und setzte sich schwanzwedelnd vor mich. Er lief vorbildlich an der Leine und war für alles zu begeistern. Das ist jetzt alles wie weggewischt, von einem Tag auf den anderen! Dafür sitzt er jetzt superbrav neben seinem Futternapf bis ich ihm ein Zeichen zum Fressen gebe. Das war nämlich der Inhalt der letzten Trainingseinheit.
    Leine ich ihn beim Spatziergang ab, rennt er sofort weg und kommt nicht mehr auf Kommando. Auch in haus und Garten kommt er nicht mehr auf den Pfiff. Er zerrt an der Leine, buddelt den Garten um und versucht auch sonst allerlei Unsinn.
    Ich hoffe das ist nur eine Phase die vorübergeht.......oder?
    Habt ihr da Erfahrung?
    Vielen Dank schon mal im Vorraus!

  • Von alleine geht es nicht vorüber!
    Im Gegenteil, wenn sich dieses Verhalten einschleift, wird es eher schlimmer.

    In dieser Phase an der Leine lassen, mit Schleppleine arbeiten, nicht zuviel verlangen, aber was verlangt wird konsequent durchsetzen.

  • Pubertät? Oder vielleicht auch einfach Überforderung? "Fehler" die sich während der Welpengruppe eingeschlichen haben? Ranrufen, anleinen = Ende mit dem Spaß.

  • Abgeleint hebe ich ihn seither nicht mehr und laufe jetzt eben mit Schleppleine. Wir üben bei Fuß gehen an der Leine und wieder auf den Pfiff hören. Die Welpenspielgruppe ist auf einem Trainingsplatz des Hundetrainers. Eigentlich habe ich ihn dort nur spielen lassen, nie wirklich hergerufen sondern einfach nur toben lassen. Ist das falsch?

  • Zitat

    Eigentlich habe ich ihn dort nur spielen lassen, nie wirklich hergerufen sondern einfach nur toben lassen. Ist das falsch?

    Ja. Besser wäre es mit anderen Hunden spazieren zu gehen und dem Hund beizubringen, dass er auf seinen Besitzer achten muss, zwischendurch ;)

  • Ich habe zwei gleichaltrige Hunde im Bekanntenkreis, aber bis jetzt habe ich mich nicht wirklich getraut mit ihnen spatzieren zu gehen. Wenn ich ihn ableine, weiß ich momentan nicht, ob er wieder kommt. Soll ich dann angeleint mit den anderen mitgehen? Überfordert ihn das nicht mehr? Wie mache ich den flitzenden, tobenden Hund auf mich aufmerksam, ohne Kommandos zu geben, die er überhört? In eingezäuntem Gelände habe ich da eine Chance, aber beim Spatzierengehen fehlen mir da die Erfahrungswerte.

  • Ich würde sagen... Ja das ist die Pubertät! Zu Hülf sie kommt :D
    Schleppleine dran und erstmal die Übungen etwas zurückschrauben. Wenn Hundi kommt fett loben/Spieleinheit und wieder losschicken ohne, dass er noch irgendwelche Aufgaben erfüllen muss wie zB sitz, platz ...
    Sich über alles was klappt freuen wie blöde :D

    Flying-Paws hat Recht! Bei uns in der Welpengruppe wurde viel gespielt, aber es gab immer wieder kleine Übungseinheiten. Sie wurden auch immer mal wieder während des Spiels zu uns gerufen.
    Geht mit anderen Hunden spazieren, aber lass die Schleppleine dran (Achtung wegen Verknuddelungsgefahr - deshalb hab ich auch viele Spaziergänge ohne Hundefreunde gemacht), oder sucht Euch eine eingezäunte Freilauffläche.

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