HD + Arthrose - Wie soll es weiter gehen? OP, Medikamente?
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Hallo liebe Forenmitglieder,
ich wende mich an euch und hoffe auf gute Ratschläge, da mir meine Hündin große Sorgen macht und ich mir überlegen muss, wie wir weiter vorgehen sollen.
Tara ist meine Mischlingshündin (vermutlich Schäferhund, Boxer, vielleicht etwas Dogge und wer weiß was noch), knapp 7 1/2 Jahre alt, 63cm Schulterhöhe und fast 40kg Gewicht.
Letztes Jahr im April musste sie wegen einer Gebärmutterentzündung "notoperiert" werden und da uns kurz davor aufgefallen war, dass sie immer mal wieder anfing zu humpeln und zu lahmen, ließen wir sie gleich röntgen.
Diagnose war beidseitige HD und Arthrose.
Die rechte Hinterhand ist stärker von der HD betroffen, als die Linke. Arthrose ist ebenfalls auf beiden Seiten vorhanden.
Anfangs war das Ganze nicht so dramatisch. Nur nach langen Spaziergängen oder nachdem Tara viel getobt hat, trat das Humpeln auf. Dann auch meistens erst, nachdem sie zuhause eine Weile auf ihrem Platz gelegen hat.
Wir haben vom Tierarzt Arthrovet bekommen und verschiedene Schmerzmittel ausprobiert. Die meiste Zeit über bekam sie Paracarp (zwischendurch stärkere Schmerzmittel als 10 Tage Kur). Arthrovet und Paracarp bekommt sie täglich.
Im Laufe des letzten Jahres hat sich die Situation deutlich verschlimmert. Entweder hat sie gute oder schlechte Tage. An schlechten Tagen steht sie kaum mehr auf, schafft es manchmal nicht einmal aufzustehen, um sich auf ihrem Platz zu drehen. Jede Bewegung ist super beschwerlich.
Und wenn sie denn mal für kurze Zeit steht, dann belastet sie meist nur 3 Beine.
Um Gassi zu gehen muss sie auch noch zwei Treppen laufen, da wir im ersten Stock wohnen und das leider erst mal auch nicht zu ändern ist. Und einen 40kg Hund ständig hoch und runter tragen, geht einfach nicht. Allein wegen dieser Situation bin ich ganz verzfeifelt.Am Sonntag war es wieder mal so weit. Wir waren mit ihr spazieren, sie begann zu gallopieren, "vertrat" sich und seidem geht es ihr wieder mies.
Alle paar Tage kommt es vor, dass sie sich "vertritt", ganz egal ob sie nur im Schritt läuft oder in einer schnelleren Gangart. Und das kann es doch auch nicht sein, oder?
Erst vor kurzem mussten wir mit ihr zum Tierarzt, da sie einige Tage lang die rechte Hinterhand nicht richtig belastete (rechts ist die HD stärker).
Der Tierarzt untersuchte sie, spritzte ihr ein Schmerzmittel und gab uns stärkere Schmerztabletten als 10 Tage Kur mit. Nach der Untersuchung humpelte sie noch stärker und das gespritzte Schmerzmittel schlug leider gar nicht an. Auch die Kur mit den stärkenen Tabletten schien ohne Wirkung zu sein.
Und nun, seit dem besagten Spaziergang am letzten Sonntag, ist es die linke Hinterhand die sie nicht belastet und die ihr große Probleme bereitet.
Die letzten zwei Tage hat mein Verlobter sie die Treppen hoch und runter getragen, weil auch er das Übel nicht mitansehen konnte. Eine Dauerlösung ist das nicht.
Und bei der letzten Gassirunde um 23Uhr, blieb sie auf dem Weg zum Feld mehrere Male stehen und wäre wohl am liebsten wieder umgekehrt um nach hause zu gehen.
Erst kurz vorm Rückweg wurde ihr Gang wieder besser. Umso länger sie läuft umso besser wird es.Nun stellen sich mir so viele Fragen.
Sie ist gerade mal 7 1/2 Jahre alt und die jetzige Situation kann auf Dauer einfach nicht so bleiben.
Wir haben das Gefühl, dass die Schmerzmittel kaum mehr anschlagen und das "Vertreten" und tagelange Humpeln tritt immer häufiger auf.
Bei der letzten Gassirunde eben, wies mein Verlobter mich auf ein Knacken hin, dass ich bisher noch nie gehört habe! :erschreckt:
Er sagte mir, dass er dieses Geräusch inziwschen dauernd hört. Immer wieder ist für einige Schritte ein Knacken der Hinterläufe zu hören. Das hat mich vorhin wirklich erschrocken!
Jetzt frage ich mich natürlich, wie soll es mit Tara weiter gehen?
Dazu habe ich meinen Tierarzt beim letzten Mal befragt. Von künstlichen Hüften rät er ab, zumal wir uns das auch nicht leisten können.
Er persönlich würde sie so lange wie möglich mit Medikamenten behandeln und dann... Ja und dann?
Zumal die Medis ja auch jetzt scheinbar nicht mehr all zu viel bis gar nichts bringen...
Ich fragte ihn, ob noch andere OPs in Betracht kämen.
Eine Femurkopfresektion fällt wohl wegen ihrer Größe und ihrem Gewicht weg. Unser Tierarzt meinte, bei Katzen und kleinen Hunden ok, aber nicht bei Tara.
Ansonsten gäbe es noch die Möglichkeit entweder einen Nervenstrang zu durchtrennen oder einen Muskel, von dem dann auch noch ein Stück weggeschnitten wird. Mein Tierarzt würde persönlich die OP am Muskel bevorzugen.
Dann sprach ich in noch auf Goldimplantate und Goldakupunktur an. Auch davon hat er uns abgeratane, weil er das für reine Geldmacherei hält.
Für welche OP sollen wir uns entscheiden? Welche OP verspricht am ehesten eine Verbesserung ihrer Lebensqualität?
Ich bin leider auch kein Krösus und eine OP für sie wird viel Geld kosten. Da mag ich mir gar nicht vorstellen 1500€ aus dem Fenster zu werfen und ihr geht es danach immer noch nicht besser. (Das soll nicht bedeutet, dass ich nicht bereit bin für die Kosten aufzukommen, sondern dass ich eben schauen muss, wie ich das möglich mache. Ich würde alles für sie geben, damit es ihr besser geht!)Dazu habe ich mich versucht in das Thema einzulesen, wie man ihre "Gesundheit" unterstützen kann.
Sie bekommt Josera Balanche zu fressen und nun würde ich ihr gerne noch Grünlippmuschelextrakt oder Zeel & Traumeel geben.
Könnt ihr mir zu diesem Thema etwas sagen?
Wäre das Muschelextrat ratsamer oder doch eher Zeel & Traumeel? Gibt es dazu Meinungen, was davon bei einem Fall wie Tara besser helfen könnte.
Das es keine Wundermittel sind ist mir völlig klar, aber vielleicht kann ich sie damit unterstützen. Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Zumal sie bzw. ihr gesundheitlicher Zustand so wechselhaft ist. Einige Tage geht es ihr (naja für ihre Verhältnise) prima. Sie will spielen, kommt halbwegs gut hoch wenn sie gelegen hat, zieht draußen sogar an der Leine wenn sie mal schneller laufen mag und dann folgen so miese Tage, wie oben beschrieben.Ich werde mir auch auf jeden Fall noch eine weitere Tierarzt Meinung einholen. Ich vetraue meinem Tierarzt wirklich. ich bin seit 6 Jahren sehr zufrieden bei ihm, aber bei solch einer schweren Entscheidung möchte ich auch noch eine andere Meinung haben. Vielleicht werden uns ja noch andere Möglichkeiten genannt.
So... Ich hoffe, dass sich irgendwer diesen ellenlangen Text durchliest (entschuldigt den Aufsatz) und uns helfen kann.
Ich bin wirklich für jeden Rat und jede Meinung dankbar!
Schon mal im Vorraus vielen Dank dafür!Liebe Grüße,
Angie und Tara - Vor einem Moment
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Hallöchen
Zunächst kann ich zu einer OP weder raten noch abraten, da ich da keine Erfahrung habe. Leider sind nun mal bei einem Mix aus Schäferh. und Dogge Knochenprobleme nicht selten. Treppenlaufen ist natürlich für Deine Hündin Gift.
Hatte eine weisse Schäferhündin, die trotz beidseitiger HD von Geburt an, 10 Jahre wurde, und an Knochenkrebs verstarb. Ich machte 3mal im Jahr eine Kur mit Grünlippmuschel es hat ihr sehr gut getan. Ich habe darauf geachtet, dass sie nicht sprang oder mit andern Hunden tobte, auf keinen Fall Spiel mit dem Ball.
Habe jetzt eine grosse 11 jährige Podencamix mit Arthrose, sie bekommt ebenfalls Grünlipp und Traumeel, und es tut ihr gut.
Dass das Laufen Deiner Hündin besser wird je länger sie läuft, spricht für Arthrose. Lass sie nicht auf kaltem Boden liegen. Die Beschwerden bei Arthrose werden natürlich bei kaltem, feuchten Wetter stärker. Wie Du schon sagst, würde ich mir bezügl. OP weitere Meinungen einholen.
Alles Gute -
Hallöchen,
das tut mir leid für deine Hündin :/ Meiner hat auch HD beidseitig und Arthrose, aufgrund seiner geringen Größe kommt eine OP nicht in Frage, wir hatten am Anfang Rimadyl was er nicht vertragen hatte.. Mittlerweile geben wir Zeel/Traumeel morgens und abends
Seit einem Jahr gehen wir auch unterstützend zur Physio mit ihm, er wird massiert, akkupunktiert, es wurden uns Übungen für daheim gezeigt und wie wir ihn massieren sollen .. und es ist wahnsinn, wirklich. Er läuft besser als letztes Jahr mit Schmerzmedis. Schwimmtherapie wäre auch empfehlenswert, nur hasst der Herr Wasser. Im Herbst bei nass/kaltem Wetter bekommt er einen Mantel über, denn immer wenn's feucht ist, läuft er besonders schlecht.
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Die 2. Meinung hätte ich Dir auch empfohlen - das ist bei so schwerwiegenden Erkrankungen immer besser.
Zum Thema Goldakupunktur gibt es hier einen langen, ausführlichen Thread, vielleicht hilft Dir der in Sachen Infos weiter:
https://www.dogforum.de/wirkt-gold-aku…ng-t115267.htmlLG, Chris
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Eine sehr gute Freundin von mir hat eine Hündin, die bereits mit einem Jahr HD und Arthrose hat (sie hat sie aus Spanien mitgebracht, um sie gesundheitlich auf Fordermann zu bringen und in die Familie aufzunehmen).
Seit einiger Zeit hat die Hündin nun die Goldimplantat-OP hinter sich und sie sind SEHR zufrieden. Das Laufen ist geschmeidiger. Leider muss die Hündin ab und an immer noch mit Schmerzmitteln versorgt werden, wenn es ganz schlimm ist. ABER sie ist nicht mehr "dauerhaft zugedröhnt".OB das auch bei deinem Hund helfen würde weiß ich jedoch nicht. Ich denke, das ist eine individuelle SAche.
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Hi, bin noch auf Arbeit, deshalb Kurzfassung: meine 3 jährige dackelhündin hat athrose in Knie, Ellebogen, schultern. Spondylosen und veränderte Bandscheiben und beidseitig HD. Sie hat überall GoldImplantate bekommen und seit dem geht es ihr echt super!! Sie rennt und springt und ist schmerzfrei...
Näheres gerne morgen wenn ich wieder am Laptop bin.
LG
MissaGesendet von meinem HTC Desire S mit Tapatalk 2
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