wie reagieren wenn mich mein Hund ignoriert?

  • Hallo ihr,

    meine Luna ist jetzt bald drei Jahre alt und viele Dinge klappen schon ganz gut.
    Auf jeden Fall sind wir beide ein tolles Team und haben eine gute, enge Bindung.
    Meistens guckt Luna draußen alle paar Meter wo ich bin, sucht den Kontakt, erobert aber auch gerne mal die Welt bzw. Sträucher. Meistens kann ich sie sehr gut und sicher abrufen, manchmal passiert es aber dass sie langsam auf mich zu trottet ("wenns sein muss...") oder aber mein Rufen ignoriert.
    Wie sollte ich dann am besten reagieren und wie kann ich das Ganze am besten vertiefen?
    Ich hab schon viel ausprobiert. Ich clickere, arbeite mit dem Futterbeutel (den sie sehr liebt, den werfe ich bei besonders guten Rückrufen auch als Belohnung...), habe sie schon stillschweigend von der Stelle abgeholt und angeleint, geschimpft, etc.
    Wenn es passiert dass sie mich absolut ignoriert, dann macht sie das mit voller Absicht. Ich werde dann natürlich sauer. Freunde haben mir dann abholen, Schnauzgriff oder auf den Rücken legen empfohlen. Ich bin mir aber immer unsicher wie ich richtig reagiere...
    Wenn sie zu mir kommt (auch wenn ich schon länger darauf gewartet habe und eigentlich sauer bin), muss ich mich immer freuen oder?

    Würde mich über Tipps freuen!

  • Ich lasse meine Hunde auch stehen. Rosie wollte das letztens austesten, ob ich wirklich ohne sie gehe. Sie stand da und hat mich beobachtet. Nach dem Motto "Die blöfft und kommt wieder". Denkste. Als ich mit Poco so um die 50 Meter oder mehr weg war, hat sie dann doch Muffensausen bekommen und ist uns nach. Als sie dann bei mir war, wurde sie kommentarlos angeleint und blieb auch den Rest der Strecke angeleint und hat nicht ihr Bad im See bekommen, weswegen sie erst nicht hören wollte.

    Wobei ich zugeben muss, dass ich da auch Unsicher bin manchmal. Soll ich ihr das Bad letztendlich doch gönnen, weil sie ja schließlich doch kam, oder bringt es ihr nur bei, dass es eigentlich wurst ist ob sie kommt oder nicht, das Bad gibt es eh? :???:

  • Da schließ ich mich doch an. Meistens hört mein Hund auf Rufen,aber ich bin mir unsicher wie ich genau reagieren soll,wenn er mich ignoriert. Mal geh ich schnellen Schrittes mit "Ey!" auf ihn zu,wenn er meint den Grashalm noch stundenlang weiter abschnüffeln zu müssen und er kommt dann für ein paar Minuten an die Leine.
    Aber was genau soll ich tun, wenn er meinen Rückruf ignoriert weil er den Hund der uns entgegen kommt, fixiert. Wenn ich danm auf ihn zulaufen würde, scheuch ich ihn doch Richtung anderer Hund? Obwohl meistens klappt es eh, wenn ich strenger rufe.
    Also meine Frage ist auch: wie reagier ich am besten, wenn der Hund meim Rufen ignoriert?

    LG xeandra


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  • Naja, du musst dir ja keinen Ast abfreuen, wenn sie irgendwann dann doch kommt - außerdem merkt sie ja eh, dass du eigentlich stocksauer bist. Ich verhalte mich dann neutral. Aber negativ einwirken würde ich auf sie keinen Fall, das kann ganz sicher nach hinten los gehen und ihr die Freude, zu dir zu kommen, erst recht verdrießen.

    Was sonst - wenn er einen anderen Hund sieht und nicht kommen mag, aber quasi hin und hergerissen ist - funktioniert hat, ein Sitzkommando zu geben, dann konnte ich ihn ruhig anleinen.

  • Wenn deine Gegend es zulässt, ignoriere sie doch mal länger. D.h., auch wenn sie endlich hinterherkommt, gehe weiter und beachte sie nicht. Am besten, bis ihr wieder zuhause seid! Dann lass sie mit dir reingehen und zeige wortlos auf ihren Platz. Wenn sie den eingenommen hat, kannst du das Ignorieren beenden. Habe ich einmal bei meiner damaligen Hündin gemacht- und musste es niemlas wiederholen.
    Kannst du aber wirklich nur machen, wenn ihr gefahrlos so nach hause gehen könnt!

  • Das Ding ist, der Hund weiß ganz genau wann wir Freude vortäuschen und wir ihn eigentlich viel lieber erdrosseln möchten :ugly:

    Wenn Bokey nicht kommt, haue ich auch ab :D je nachdem ob's geht und der Hund, wenn er denn eben mal allein zurückbleibt, niemanden gefährdet. Ansonsten, geh ich hin und hole den Hund ab und lasse ihn dann vor mir laufen, damit er nicht hinterrücks stiften gehen kann. Unmittelbar danach übe ich das Rufen/Kommen aber wieder - in Situationen wo es 100pro funktionieren wird - und belohne es angemessen. Ich sag mir immer, wenn ich denke, die Töle kommt mit Absicht nicht, dann ist das schlechtes Training, weil ein anderer Reiz eben größer war.
    Ich denke da oft und gerne drüber nach :headbash: wahrscheinlich rufe ich dann auch äußerst selten, weil ich denke, es klappt eh nicht, WEIL er gerade was macht, was ihn ablenkt und wir nicht die Streber im Rufen und Kommen sind :ops:

    Allerdings mach ich auch viel über Augenkontakt und spielerisches Locken - denn nach mir schauen tut der Hund immer.

  • vor Artax lauf ich weg, der darf dann zusehn das er mich wieder findet
    Rocco wird ebenfalls alleine gelassen

    Lino darf dann nicht mehr mit uns mit und wird weggeschickt oder angebunden,

    natürlich alles wo kein reger Verkehr von Leuten ist und schon gar nicht auf/an der Straße

  • Was meiner (noch sehr jungen) Hündin funktioniert, ist ein "Stop"-Befehl. Zu meiner Mutter, z.B. kommt sie kaum wenn die ruft, witzigerweise hört sie bei ihr aber auch auf Stop (das war der erste Befehl den sie gelernt hat, ist halt sehr gefestigt). Meine Mama kann dann zu ihr und sie hochnehmen und muss ihr nicht die ganze Zeit hinterherjagen.

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