Kontakt"Sitz" beim Straßenhalt aufbauen

  • Ich suche hier nen Tip, wie ich folgende Situation verbessern kann:

    An Staßen bleibe ich stehen und Vanilla setzt sich links neben mich hin und schaut mich an ( leinenlos funktioniert besser als mit Leine )
    Parallel dazu habe ich "Kontakt-Sitz" versucht. Dies soll dann beim "Straßenhalt" die Endposition werden.

    Hier passiert folgendes:
    Hund kommt auf mein Klopfzeichen gegen mein Bein zu mir und setzt sich recht nah an mich ran.
    Die Nähe reicht mir eigentlich nicht, ich will eigentlich, dass Sie Körperkontakt zu mir aufnimmt.
    Derzeitiger Stand: Sie rutscht an mich ran, tippt mich kurz mit der Nase und ggf. mit dem Fuß an und geht dann sowohl mit dem Körper als auch mit dem Kopf auf ca 10-15 cm Abstand. Blickkontakt ist die ganze Zeit vorhanden.

    Habe das Gefühl, dass ich ihr aufgrund der "Zwischenschritte" (also kommt sie näher als vorher gibts Leckerli , dass sie dabei ihren Abstand wieder korrigiert, hab ich anfangs in Kauf genommen ) genau das kurze Anstupsen beigebracht zu haben.

  • Was ist dein Ziel?
    Möchtest du, dass sie später selbständig Bordsteine erkennt und sich hinsetzt oder soll sie nur auf dein Stehenbleiben reagieren ohne Bordstein-Verknüpfung?

    LG

  • 1. grundsätzlich (später) auf Bordstein reagieren

    soweit bin ich aber noch nicht, bin schon froh, dass sie in nem halben Jahr viele viele viele kleine Fortschritte gemacht hat mit dem beschränkten Wissen einer Hundeerziehung meinerseits.


    Für sowohl an Leine und ohne Leine unter meiner Kontrolle hätt ich gern, dass sie

    1. Blickkontakt aufbaut ( macht sie prima )
    2. Körperkontakt aufnimmt ( imho als Zeichen, dass sie derzeit NULL andere Gedanken im Kopf hat, als nur darauf zu achten, was ich vorhabe und ausserdem würd ich das einfach nur TOLL finden)

  • Warum willst du sie so eng haben? Das ist vielen Hunden unangenehm, weil es den Blickkontakt erschwert. Ausserdem ist der Körperkontakt vielen Hunden beim arbeiten unangenehm.

    Ich würde das Leckerchen nur noch in der engen Position füttern, Lecker gibt es nur noch am Bein. Und dann die Dauer erhöhen, bevor du bestätigst. Falls du mit Clicker/Markerwort arbeitest, kannst du das shapen. Sei dir einfach bewusst, dass du etwas schwieriges verlangst, was nicht unbedingt alltagstauglich ist.

    Mir ist es ganz lieb, wenn mir ein nasser, schmutziger Hund nicht am Bein klebt. ;)

  • Zitat

    Warum willst du sie so eng haben? Das ist vielen Hunden unangenehm, weil es den Blickkontakt erschwert. Ausserdem ist der Körperkontakt vielen Hunden beim arbeiten unangenehm.

    Je näher sie am Bein ist, um so höher muss sie den Kopf strecken. Aber warum sollte das nicht eine Frage der Übung sein.

    Mein Ansatz hier ist aber wohl wahrscheinlich am Anfang falsch gewählt worden. Sie scheint das "Beinklopfen" als
    "Herrchen anstupsen" begriffen zu haben. Auch bei Wiederholungen(eigentlich als Korrektur gedacht) wird stumpf entweder die Nase oder der Fuß kurz an mich gestupst, danach wieder Abstand.

  • Je näher am Bein sie ist, umso schlechter kann sie dich und deine Körpersprache sehen - das ist der Grund, warum Hunde, die maximal auf ihren Menschen konzentriert sind, lieber etwas Abstand dazwischen haben. So kriegen sie kleinste Signale mit, was mit Körperkontakt und verdrehtem Kopf nicht geht.

    Wenn du bisher das Anstupsen belohnt hast, ist es verständlich, dass sie das immer anbietet. Sie weiss nicht, was du willst, und versucht das rauszufinden, was wiederum nur mit Abstand geht.....

  • Also um genau zu sein, ist folgendes, was ich derzeit erreichen will

    Bei Klopfzeichen ans Bein möchte ich Körperkontakt und Anschauen ( bei Fuss, also Laufen am Körper und dabei anschauen gehts ja bei vielen Hunden auch )

    Meine Dame muss aber nicht Fuss laufen sondern sowohl an Leine als auch ohne auf das Kommando " langsam " derzeit nur links neben mir, auf meiner Höhe bleiben.

    Bleibe ich DANN stehen : geht sie ins Sitz und wenn ich das ZUSÄTZLICH will: auf "Klopfkommando" Körperkontakt

    Wenn es damit nix wird, seh ich das nicht als tragisch an. Dachte nur , dass dies ggf. gerade an Straßen zusätzlich noch mehr Kontrolle über den Hund gibt und in bestimmten Situationen platz für behinderte, Passanten etc macht.

  • Hi,

    Wie ist der Hund denn so? Bei einem Hund, der engen Körperkontakt eh liebt, kann sowas gut klappen. Mein Rüde sitzt z.B. häufiger mal auf meinen Füßen, wenn ich draußen "sitz" verlange :D
    Meine Hündin dagegen mag keinen engen Körperkontakt, weder drinnen noch draußen. Von ihr würde ich den Körperkontakt auch nicht fordern, denn sie ist ein sehr aufmerksamer Hund, fühlt sich aber bei so engem Körperkontakt einfach nicht wohl.

    Was ich mal noch so einwerfen möchte, ist dass Körperkontakt nicht bedeutet, dass der Hund nichts anderes im Kopf hat. Ganz im Gegenteil, wenn mein Rüde ohne Leine bei Fuß bleiben soll, klebt er sich mit seiner Seite umso enger an mein Bein, umso abgelenkter er ist.
    Ohne Ablenkung läuft er mit einem kleinen Abstand und beobachtet mich dauernd aus dem Augenwinkel. Ist er abgelenkt und möchte unbedingt schauen, klebt er einfach seine Seite an mich (so kann er mich ja nicht verlieren!) und hat dann die Augen frei um sich umzuschauen.

    Ich würde lieber einen anhaltenden Blickkontakt aufbauen. Blickkontakt und Körperkontakt gleichzeitig sind für den Hund ungemütlich, da er ja sehr steil nach oben schauen muss, wenn er so eng neben dir sitzt.
    Ich würde also an deiner Stelle den Körperkontakt sein lassen und den Blickkontakt fördern.

    Wenn du dennoch den Körperkontakt haben willst, würde ich ihn einfach mit viel Ruhe dazu ermuntern, in diese Position zu kommen und erst dann auflösen und weitergehen, wenn er die Position auch eingenommen hat. Anfangs etwas Zeit mitbringen :D

    lg,
    Sanne

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