Rüde rempelt in Menschen
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Ich habe seit April einen kastrierten Großpudel Rüden. Er wurde recht erziehungsfrei großgezogen für 18 Monate und kam anschliessend zu mir. Dementsprechend selbstbestimmt war sein Leben. Viele Bereiche haben wir im Griff und er viel ausgeglicherner und ruhiger geworden. Durfte er ja auch seine Selbstverantwortung endlich abgeben. Etwas was mich dennoch immer wieder grübeln läss, ist seine rüpelige Art und ich frage mich, ob es einfach so seine Art ist, oder ob unterschwellig eben doch eine Art Dominanz dahinter steckt, die man unterbinden sollte. Ruft man ihn zu sich, rennt er in einen rein, beim Aportieren rennt er in einen rein, zur Begrüssung rennt er in einen rein. Man hat bei der Begrüssung das Gefühl er sucht so viel Nähe wie geht, aber vielleicht ist das auch eher Wunschdenken.

Gestern auf dem Spaziergang beugte ich mich runter zu meinem Altrüden um Grannen aus dem Fell zu zupfen und dachte schon, Achtung Pudel im Anmarsch und Tatsache remmte er mit deinen Kopf sehr unsanft gegen meinen Schädel. Er macht da keinen Unterschied was aneinander ranzt. Tut ihm das nicht weh? Mir definitiv und ich trage regelmäßig blaue Flecken davon.
Ich grübel schon, wie ich ihn abgebremst bekomme. Derzeit mache ich einen Schritt zur Seite, wenn er mal wieder angerast kommt. Funktioniert auch, aber mir wäre ja ein rechtzeitiges Bremsen und meinen persönlichen Raum respektieren lieber.
Er macht übrigends keine Unterschiede, ob er mich, meine Mutter oder Fremde, bei der Begrüssung mit engem Kontakt bedenkt.
Bisher war keiner meiner Hunde so Kontaktfreudig und wenn es nunmal eine Charaktereigenschaft ist, wird man schon damit umgehen lernen, nur möchte ich nichts fördern, was definitiv nicht korrekt ist.
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Ist vielleicht total falsch, aber...sehen tut die Vierpfote gut?!?
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Hallo,
ohne Deinen Hund zu kennen, ist es schwer zu beurteilen.
Wenn er gut gucken kann, finde ich so ein Verhalten einfach distanz- und respektlos.Da der Hund ja früher keine Erziehung genossen hat, Ihr aber daran arbeitet, denke ich, dieses Verhalten wird sich mit zunehmend besserem Gehorsam legen.
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Hm, über seine Sehfähigkeit habe ich mich in anderem Zusammenhang schon Gedanken gemacht. Ich würde mal behaupten, er ist nicht direkt ein Adlerauge. Da er zB biem Aportieren fast ausschliesslich nach Nase und wenig nach Augen geht. Selbst wenn das Ding vor ihm liegt, sieht er es nicht unbedingt.
Wenn 10 Meter entfernt nen Spatz auf dem Boden sitzt, fixiert er diesen jedoch auch. Also kann er vielleicht Weitsichtig sein, falls das bei Hunden in dieser Art auch vorkommen kann.
Kann man so etwas testen?Bei meinem Rüden bestand der Sehtest beim TA darin, dass im dunkeln geschaut wurde, ob er sich noch orientieren kann.

Muß Donnerstag sowieso nochmal zum Doc und spreche das nochmal an.
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Oh, das ist ja gut. Wie eine Untersuchung abläuft weiß ich nicht. Nur kam mir der Gedanke mit dem Sehen, weil mich vor Jahren mal ein Labrador buchstäblich "umgeschmissen" hat. Die HH ist mit ihm zum TA und der arme Kerl hatte den Grauen Star, bis dahin unerkannt!
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wie reagierst du denn wenn er dich anrempelt und in dich reinknallt? machst du ihm irgendwie klar, dass du das nicht soooo toll findest?
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Das ist ja auch der Punkt warum ich hier frage, denn ich verhalte mich bei der Begrüssung neutral bis freudig, weil es es halt eben verkuschelt rüberkommt. Draussen versuche ich derzeit körpersprachlich und von der Energie her klar zu sagen, dass es so nicht sein soll. Wobei ich ihn nun nicht direkt Strafe, sondern eher meinen Platz beanspruche. Sprich er muß Abstand halten. Da die unterschiedlichen Reaktionen für ihn verwirrend sein können, ist eben die Frage ob ich konsequent Ablehnend sein soll, oder ob er drinen und draussen unterscheiden kann. Vor allem ist drinnen natürlich nicht mit Anlauf

Er drückt seinen Kopf auch fest an einen wenn man zB sitzt und er gestreichelt wird. Daher halt auch meine Unsicherheit, ob das nun wirklich als Dominazverhalten gewertet werden sollte, oder ob er den Kontakt einfach braucht.

Bisher kannte ich eher von kleinen Hunden, dass sie in einen reinriechen wollen. Zumindest in der Art. Aber bei so nem riesen kommt das immer anders rüber. -
Ich denke schon dass der Hund unterscheiden lernen kann, wann " hardcore Kuscheln " angesagt ist und wann er distanzvoller sein soll.
Ich würd das konsequent in den Alltag einbauen. -
statt einen Schritt zur Seite könntest du probieren einen Schritt auf ihn zuzugehen. Das bringt Hunde eher zum stoppen, als wenn du ihm aus dem Weg gehst.
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Hallo,
ich kenne ja auch so einige Hunde die einfach Menschen nicht so weit respektieren, dass sie einen kleinen Boge um sie laufen. Generell wenn ich angesprungen werde o.ä. (sei's nun mit Wucht, oder nicht): umdrehen, und quasi aus der Drehung mit dem Po wegschubsen. Bei wuchtigen Hunden, die meinten einfach in mich reinrennen zu müssen, war auch schonmal das Knie dazwischen. Also Bein anwinkeln und drehen... Das tut dir nicht weh und der HUnd merkt in der Regel schnell, dass diese Pöbelei so gar keinen Erfolg hat, wenn du dich nicht weiter drum scherst.
Quasi das selbe, wie in einen Baum zu laufen. Gewöhnen sich viele Hunde ja gar nicht erst an, oder?
Ich wünsche euch viel Erfolg,
Magi - Vor einem Moment
- Neu
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