Hundeschule vs. Seminare

  • Hallo,

    wie ist eure Meinung zu Seminaren ? Ich schaue mich zur Zeit etwas nach guten Hundetrainern mit interessanten Seminaren um, da ich irgendwie den Spaß daran verloren habe 2x wöchentlich in die Hundeschule zu gehen und mein Hund hat da, glaube ich, auch nicht mehr so das Interesse dran. Da muss irgendwie was Neues her, das motiviert und Spaß macht. Obedience fände ich sehr interessant, da gibt es aber weit und breit keinen Verein bei uns und in einen reinen Schäferhundeverein möchte ich nicht unbedingt, da die meisten Leute dort mit einem Tunnelblick unterwegs sind, so meine Erfahrungen bisher. Jetzt hatte ich überlegt ein Seminar zu besuchen, welches ggf. auch über zwei Tage geht um im Anschluss das Wissen bzw. die erlernten Techniken selbst umzusetzen. Da es bei mir ein wenig Konflikte mit dem Respekt gibt bzw. ich manchmal meine mein Hund nimmt mich nicht so ernst wie es nötig ist, würde ich mir in dieser Richtung etwas aussuchen.

    Wie steht ihr zu Seminaren ? Natürlich nur von Trainern die wissen was sie tun und wo einem die Lernmethoden gut gefallen.

    Gruß,
    Alex

  • Ich weiß nicht, ob so ein Wochenendseminar reicht um dann alleine weiter zu arbeiten.
    Für den Einstieg sicher, allerdings kann man mit dem eigenen Hund ja immer nur recht
    kurz üben, dann braucht der Pause. Ich habe z.B. gerade mit ZOS angefangen im
    Verein, da ist einmal wöchentlich Training, dazwischen arbeitet man selber mit seinem
    Hund. Es können sich aber schnell Fehler gerade im Aufbau einschleichen, die sich dann
    später rächen und nur schwer zu korrigieren sind.
    Ich habe z.B. son Helfersyndrom :D , schaut Sandro mich fragend an neige ich dazu
    ihm zu schnell zu helfen anstatt ihn selber die Lösung finden zu lassen. Wenn mir das
    keiner gesagt hätte, dann wäre mir das nie aufgefallen. Verstehst du was ich meine?

  • Der Punkt wird sein, dass man schwerlich alles aus Seminaren so auch dann selbst umsetzen kann und auch, dass man realistisch sein sollte - Seminare boomen und mit Sicherheit läuft in der Realität nicht alles so, wie es viele Seminarleiter gerne darstellen würden.


    Hier war eine Zeit lang auch der Seminarboom ausgebrochen und es hat sich vor allem heraus kristallisiert, dass ein Seminar evtl mal Denkanstöße liefern kann, aber einfach einem konstanten Training nicht nachkommt. Zumal auch nicht alles, was man so auf Seminaren sieht, zur Nachahmung empfohlen werden kann.


    Rein Interessehalber - ich dachte ich hatte im Hinterkopf du bist im IPO Bereich mit deinem Unterwegs?
    Da gibt es ja noch mehr Vereine als den SV, wenns da mit Ortsgruppen bei dir nicht so läuft - andere Rasseverbände, die durchaus auch Fremdrassen aufnehmen oder die ganzen Sportverbände.


    Ich komme ursprünglich aus dem THS und Obedience, und gerade Obedience ist schon ein toller Sport... kommt einem entsprechend gelagertem DSH meiner Meinung aber nicht so entgegen und du wirst dort einen sehr sehr schweren Stand haben. Hat letzenendes dazu geführt, dass ich mit meinen jungen kein Obedience mehr mache und wenn ichs wieder anfangen würde, würde ich alleine arbeiten (ich bilde meine HUnde aber schon recht lange selbst aus).

  • Das Problem bei der Sache ist, dass es entweder mit oder dem Hund häufiger keinen Spaß bereitet. In einer Hundeschule wo man 2x wöchentliche gemeinsam mit Oma und Opa Paschulke "Sitz" und "Platz" unter Ablenkung übt, das haben wir bereits durch, ebenso die gemeinsamen Spaziergänge durch den Ort mit Platznehmen vor der Eisdiele. Das Angebot der Hundeschulen ist für mich nicht wirklich beeindruckend und wenn doch mal was gutes dabei ist, dann wird es - meiner Meinung nach - häufig nur halbherzig gemacht.

    Ich hatte mir auch bereits einige SV angesehen, dort kommt die Unterordnung häufig zu kurz und gerade die bereitet mir eigentlich Spaß, Fährten gehen die meisten alleine, dazu brauche ich auch nicht unbedingt einen Verein. Vom Schutzdienst bin ich persönlich nicht so angetan.

    Mir - und ich glaube auch meinem Hund - würde es gut gefallen etwas in Richtung Unterordnung und/oder Teamarbeit zu machen. Da wir immer noch so unsere Ecken und Kanten haben wäre die Unterordnung echt toll, dass ich ihn auch besser führen kann. Nur solche Vereine gibt es hier leider nicht oder ich habe sie noch nicht entdecken können.

  • wo wohnst du denn vielleicht kann dir hier jemand einen guten Verein oder so nennen.

  • Seminare sind meiner Meinung nach eine gute Ergänzung, ersetzen aber - wenn man ein festes Ziel vor Augen hat und nicht nur Just for Funn bisserl Zeit mit dem Hund verbringen will - nicht das regelmäßige Training mit einem guten Trainer.

    Ich mag Seminare um einfach mal in neue Bereiche reinzuschnuppern und mir einen Überblick über Themengebiete zu verschaffen oder bei Seminaren mit eng gefasstem Themenbereich auch mal an einem speziellen "Problem" zu arbeiten.

  • Hallo :)

    Ich buch mir meine eigenen individuellen Praxisseminare. Ich suche mir einen Trainer, der mir sympathisch ist, besprech mit dem/der, was ich will, handele einen Preis aus (z.B. für 10 Einzelstunden) und los gehts... Ob mehr Praxis oder mehr Theorie, bestimme ich und Theoriekram kann ich auch zuhause lesen und dann anschließend Fragen dazu besprechen... spart "bezahlte Zeit" und die Termine kann ich auch individuell abstimmen und muss nicht "jeden Dienstag um 15:00" da sein... sondern kann das variabel absprechen.

    Letzendlich komme ich damit preisgünstiger weg als mit irgendwelchen Gruppengeschichten, bei denen viel zu wenig Aufmerksamkeit auf mir und meinen Hunden liegt und bei denen ich weder Thema noch Geschwindigkeit oder Termin selber bestimmen kann.

    Bei konkreten Problemen finde ich eh, dass nichts über ein "Vor Ort-Training" geht.

    Ich bastel grad mit einer Freundin und Kollegin an einem Therapiehunde-Seminar, das wir zusammen buchen wollen. Also zwei Menschen und zwei Hunde. Das wird dann noch mal preisgünstiger, weil wir uns die Kosten ja teilen können. Wir überlegen grad, was wir in welchem Umfang etwa wollen. Wenn wir uns da einig sind, ist das ja noch mal was anderes als ein "Seminar von der Stange"...

    Degility machen wir mit unseren beiden Hunden und zahlen den Einzelstundenpreis. Ich kann jederzeit zwischendurch doofe Fragen stellen oder ne Übung zum drülften mal versemmeln und hab nicht das Gefühl, anderen Kursteilnehmern die Zeit zu klauen...

    Auf den ersten Blick sieht das "teuer" aus, ich bin mir aber sicher, letztendlich Zeit, Geld und Stress zu sparen dadurch.

    Vielleicht ist das ja eine Anregung?

    Lieben Gruß

    Kirsten

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