Subklinische Schilddrüsenunterfunktion

  • Ich habe das für mich so ausgemacht, dass ich diesen Versuch nun wagen werde - deine Einstellung dazu verstehe ich trotzdem. Was ich so gelesen habe (Schilddrüse und Verhalten, Threads etc) sind die Werte bei der sSDU ja nicht wirklich aussagekräftig..? Und oft wird das Zusammenspiel relativ niedriger T4-Werte, Verhaltensveränderungen und anderer Symptome (Haut) als "Diagnose" genommen.

    Sue ist außergewöhnlich schlapp.. zu jedem Spaziergang muss ich sie drängeln - sie könnte (seit 3 Jahren) nur rumliegen und schlafen.. und das passt ja garnicht zur Rasse und Alter.

    Schlaraffenland? Das heißt, dass ich mir seit Jahren ständig KOpf um sie mache, mich bemühe alles zu ihrer Zufriedenheit sein zu lassen, weil ich sie einfach mal glücklich sehen will. Sie hat gutes futter, einen warmen Schlafplatz, die Freiheit Entscheidungen in gewissem Rahmen zu treffen und darf den ganzen Tag bei mir sein. Paradoxerweise ist ihr das sehr wichtig, solange ich meinen Fokus nicht auf sie richte.

    Ist sie in der Wohnung, legt sie sich sofort hin, wenn man auf sie zu geht. Da habe ich begonnen. Ich bin beschwichtigend auf sie zu und habe sie immer nur kurz angefasst. Bin zu ihr ans Körbchen und habe sie kurz gestreichelt, sie aus der Hand gefüttert und bin gegangen.. mittlerweile sitze ich oft beim Fernsehen neben ihrem Körbchen und streichle sie lange und gedankenversunken. Bisher hat sie auch schon des öfteren einen sehr entspannten Eindruck gemacht. Leider aber nur in ca. 40% der Fälle. Sie hat wohl gemerkt, dass ich sie nicht töte, aber richtig genießen kann sie es oft nicht.

    Um Schmerzen auszuschließen haben wir schon diverse Blutbilder machen lassen, und den Körper untersucht - aber das ein so schlauer Hund (und das ist sie!) so "nachtragend" ist, zumal ICH sie ja nicht geschlagen habe - das kann ich kaum verstehen.

    Ihre Trägheit ist übrigens langsam gewachsen glaube ich, die kahlen Stellen zusätzlich haben mich dann hellhörig bzgl. sSDU werden lassen. Es könnte wirklich passen.. bei Leckerchensuche usw ist sie nicht sehr ausdauernd, was ich bisher auf ihre Unsicherheit geschoben habe.

  • Zitat

    danke Zossel, die habe ich wohl gesehen.. leider haben die meisten kaum Antworten - und aktuelle Beiträge würden mich natürlich eher interessieren.

    Dem Wort "Modediagnose" entnehme ich, dass du der Sache skeptisch gegenüberstehst - das tue ich wohl auch - aber glaube mir: Wenn du MEINEN Hund hättest, würdest du auch nach jedem Strohhalm greifen!


    Nein, ich stehe der Sache ueberhaupt nicht skeptisch gegenueber, haette mir Laien damals vor 3 Jahren ein vernuenfiger Ta zur Seite gestanden der die subklinische SDU erkannt haette, haette ich meinem Hund, der nun eine manifeste SDU hat 3 Jahre Leiden und eventuell auch seinen mittelschweren Herzfehler ersparen koennen.
    Er hatte staendig Durchfall, teilweise blutig, schleimig, Mangelerkrankungen, war ein nervliches Wrack, kein Fell am Unterbauch, Innenseite der Beine, Ohrrandnekrose, lange und viele Tage und Wochen schlimmste Schmerzen und Koliken usw. Alleinebleiben war die ganze Zeit fuerchterlich fuer ihn, er war duerr durch die Mangelernaehrung, ich habe hunderte Euro an Tieraerzte, Trainer und THP verschwendet.
    Die Behandlung bestand in einer Menge Cortison, Antibiotika und Pankreasenzymen trotz idealer Werte.
    Ich weiss also was es heisst einen leidenen Hund zu haben. Ich hab in meiner unwissenden Art damals mehrere TA darauf angesprochen habe, die mir aber glaubhaft versichert haben dass er da kein Problem hat und wir uns die Bluttests sparen koennen.

    Ich bin nur der Meinung dass momentan alles an Verhaltens- und anderen Problemen auf SDU abgewaelzt wird, man muss schon ganz genau forschen und das koennen viele TA nicht.

  • uih mensch, das klingt alles wahrlich nach einem riesen Stück Arbeit für dich :sad2: Schade, dass der Kleinen so ergangen ist!
    Aber nach den Schilderungen versteh ich eher das du die Medikamente einsetzen willst, das hätte mich auch dazu bewegt!
    So richtig nach Lebensqualität klingt das ja nicht. Bitte halt uns auf dem Laufenden, es würde mich total interessieren, ob du eine Veränderung bemerkst und wie sie sich macht :smile:

    Hast du andere Medikamente eigentlich auch mal ausprobiert? Ich hab über Zylkene etc. schon diverses gelesen.

  • Zitat


    Hast du andere Medikamente eigentlich auch mal ausprobiert? Ich hab über Zylkene etc. schon diverses gelesen.

    Hallo :)

    Meine Problemhündin bekommt zur Zeit drei verschiedene Medikamente, und GENAU deshalb finde ich es so ungeheuer hilfreich, eine Spezialistin zu haben, die mir bei der Dosierung hilft. Sie beurteilt mit mir gemeinsam Verhaltensänderungen, hat nebenbei Trainings- und Ernährungstipps, weiß alles über Stressabbau und Angsttherapie UND kann wirklich diesen ganzen medikamentösen biochemischen Kram durchschauen, der sich aufs Verhalten auswirkt.

    Es geht mir bei meiner vehementen Empfehlung von Fachtierärzten für Verhaltenstherapie nicht nur um die Frage: "Ist es subklinische SDU oder nicht?" sondern noch um so viele andere Hilfestellungen!

    Ich musste das einfach noch mal loswerden....

    Lieben Gruß und alles Gute!

    Kirsten

  • Ich danke euch für die netten Beiträge!

    Mit einem Hund zu leben, der nie Nähe sucht, im Umgang hier und da Probleme macht und den man nicht mal irgendwo lassen kann um mal raus zu kommen, ist wahrlich nicht einfach und ich war schon des öfteren am Rand der Verzweiflung. Sie gibt ja echt nur kaum was zurück - keine Liebe, Schmuseeinheiten oder so. Ich muss mich über ein Wedeln beim Spaziergang freuen, wie andere über einen fetten Kuss an der Haustür nach 100 Tagen Trennung..

    Nichts desto trotz habe ich Verantwortung übernommen und versuche das beste draus zu machen. Und wenn ich dieses Jahr mal in Urlaub komme und sie evtl aufhört mir aus Protest alle paar Wochen in die Wohnung zu machen, wäre ich froh :-)

    So BTT: ich hatte bereits 2 Chefs - kein Mensch kennt sich mit Verhalten wirklcih aus. Meiner Meinung nach, bin ich mir da selbst der beste Ansprechpartner, zumal ich diesen Hund seit 3 Jahren intensiv studiere. Als Aussenstehende habe ich zusätzlich meine "Mentorin" eine langjährige Trainerin, die den Hund auch seit 3 Jahren kennt und hier und da mal zu sich nimmt.

    Mit der Dosierung ist das natürlich tatsächlich so eine Sache.. aber hier geht probieren ja sowieso über studieren, egal ob Tierarzt oder "nur" TAHelferin.. im Rücken habe ich ja auch noch meine (leider recht unerfahrene) Chefin.

    ich kann mir zwar kaum vorstellen, dass das so schnell gehen soll - aber ich versuche es objektiv zu sehen - Sue ist heute besonders gut drauf für ihre Verhältnisse. Sie hat mir auf dem Spaziergang was aus der Hand gefressen ( wir laufen hauptsächlich ohne Leine - da kann ich mich sehr auf sie verlassen) normalerweise rennt sie oft ein Stück weg, wenn ich mich bücke und ihr was hinhalte. So wurde sie wohl früher immer eingefangen.. das ist als negativ abgespeichert :-(

    An Training ist mit ihr ja kaum zu denken, da sie einen direkten Kontakt zu mir meist ablehnt. Auch mental. Heute allerdings ist sie in großen Sprüngen neben mir her gejoggt und hat mich dabei ziemlich fröhlich angesehen.. das liebt sie schon manchmal.. ---> ich könnte ganze Bücher über sie füllen...

  • freulein

    Zylkene hab ich bereits angedacht, aufgrund der Tblgröße glaube ich aber wieder verworfen.. ist schon lange her.. ich glaub sie hat sie nicht genommen.

    Bachblüten hatte ich schon 2x versucht - aber nicht den entscheidenen Erfolg erzielt.

  • Huhu :)

    Zylkene sind Kapseln, die man ganz leicht öffnen kann und dann hat man ein Pulver, dass sich leicht untermischen lässt.
    Tryptophan (von ratiopharm) sind da schwieriger, die kann man in der Mitte halbwegs teilen (ich beiss sie durch *g*) aber wenn man andere Mengen braucht, könnte man sie mörsern... geht auch...

    Lieben Gruß

    Kirsten

  • ah.. ok - dann weiß ich jetzt auch nicht mehr genau, warum wir das nicht wirklich probiert haben.. Wir haben sie auf jeden Fall in der Praxis und bisher einen Notfall-Hd der sie mal genommen hat, dazu habe ich aber leider kein Resultat gehört. In der Verhaltenstherapie arbeite ich mehr mit Bachblüten.

    Übrigens ist Sue immernoch erstaunlich gut gelaunt, trotz Regen den sie eigentlich hasst. Sie frisst sehr regelmäßig, sogar 2x am Tag, was ich bisher nicht gewohnt war.

    Ich hatte übrigens vergessen zu erwähnen, dass sie regelmäßig und ständig Durchfall bekommt.. Lt. Allergietest ist sie gegen das ein oder andere allergisch, weshalb wir auf Allergiefutter umgestellt haben. Nach dem Barfen ist es nämlich erstmal schlimmer geworden. Zeitweise hatte sie - ohne für mich erkennbaren Grund - sogar pures Blut im Stuhl, starke Durchfälle.. ohne klinische Befunde.

  • Zitat

    ah.. ok - dann weiß ich jetzt auch nicht mehr genau, warum wir das nicht wirklich probiert haben.. Wir haben sie auf jeden Fall in der Praxis und bisher einen Notfall-Hd der sie mal genommen hat, dazu habe ich aber leider kein Resultat gehört. In der Verhaltenstherapie arbeite ich mehr mit Bachblüten.

    Übrigens ist Sue immernoch erstaunlich gut gelaunt, trotz Regen den sie eigentlich hasst. Sie frisst sehr regelmäßig, sogar 2x am Tag, was ich bisher nicht gewohnt war.

    Ich hatte übrigens vergessen zu erwähnen, dass sie regelmäßig und ständig Durchfall bekommt.. Lt. Allergietest ist sie gegen das ein oder andere allergisch, weshalb wir auf Allergiefutter umgestellt haben. Nach dem Barfen ist es nämlich erstmal schlimmer geworden. Zeitweise hatte sie - ohne für mich erkennbaren Grund - sogar pures Blut im Stuhl, starke Durchfälle.. ohne klinische Befunde.


    Wir haben auch ziemlich alles an Futter durch gehabt, nur IBDerma hat langfristig Erfolg gezeigt, warum auch immer.
    Inzwischen, nach ca 2 Monaten Forthyron, kann mein Hund ALLES fressen!!

  • ich drück einfach mal fleissig die Daumen, dass es bergauf geht! und wo ist denn eigentlich ein Foto von der Dame zu finden, muss ja schließlich wissen wen wir da unterstützen :D

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