Erziehung eines Welpen

  • Hallo werte Forengemeinde!

    Zunächst einmal hoffe ich, dass ich in diesem Teil des Forums nicht falsch bin mit meinem Anliegen. Ich bin noch neu hier, mir fehlt noch die Übersicht.

    Nun zum "Problem":
    Ich bin derzeit dabei, unserem 11-Wochen alten Golden Retriever Welpen die üblichen "Standart-Kommandos" beizubringen. Also Sitz, Platz, Komm her, usw.
    Klappt auch alles recht gut, der kleine Pepe zeigt sich sehr gelehrig und clever. Was mir allerdings ein wenig Sorge bereitet ist die Tatsache, dass der kleine Pepe nur nur dann auf das Kommando "Komm her" reagiert, wenn er weiß, dass ich Naschereien in der Tasche habe. Habe ich diese nicht am Mann, schaut er mich allenfalls lieb an, bleibt aber tapfer sitzen. Zeige ich ihm vorher, dass es eine Belohnung geben wird für richtiges Verhalten, kommt er wie eine Mini-Rakete angeschossen.

    Nun meine Frage an euch - wie schaffe ich den Sprung von der ständigen Belohnung, die kaum möglich ist, zum "gehorsamen" Hundewelpen? Hat da einer Tricks, Tipps parat? Ich wäre für Hilfe sehr dankbar!

    Danke schonmal!

  • Stell die Frage in einem halben Jahr nochmal, denn erst dann solltest Du überhaupt erst in diese Richtung denken. Achnee, da tobt grad die Pubertät, nimm noch ein paar Monate dazu. Von funktionierendem Rückruf spreche ich erst nach ca. einem Jahr Training. Und selbst da belohne ich weiterhin sehr viel, der Rückruf ist mir nämlich ziemlich wichtig.

    Sitz und Platz habe ich mit einem Welpen gar nicht geübt. Die Energie habe ich lieber für Leinenführigkeit und Umweltgewöhnung genutzt.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Du benutzt das Leckerchen auch gar nicht als Belohnung sondern als Lockmittel und Bestechung.

    Ich würde das sofort ändern, wenn du ihn rufst gehst du in die Hocke, damit machst du dich freundlicher
    für den Zwerg. Ist er bei dir gibts einen Keks. Nicht in die Tasche greifen bevor er bei dir ist, sonst
    ist der Griff in die Tasche das Signal zu kommen.

    Und hab ganz viel Geduld, das ist ganz wichtig. Aufhören wenns am schönsten klappt und immer nur ganz
    kurz mit ihm üben.

  • Hi,

    Ich hab bei meinem Rüden von Anfang an auf Futterbelohnung verzichtet.
    Statt dessen bin ich in die Knie gegangen, habe ein bisschen in die Hände geklatscht oder bin ein paar Schritte von ihm weggelaufen, um ihn zu motivieren.

    lg,
    Sanne

  • Zitat


    Ich würde das sofort ändern, wenn du ihn rufst gehst du in die Hocke, damit machst du dich freundlicher
    für den Zwerg. Ist er bei dir gibts einen Keks. Nicht in die Tasche greifen bevor er bei dir ist, sonst
    ist der Griff in die Tasche das Signal zu kommen.

    Da liegt ja aber der Hase begraben - selbst mit freudigster Stimme, wilden Gestiken und aller Liebe schaut er mich nur an und fragt sich wohl, was der Hampelmann da von ihm will...

  • Mit elf Wochen muss ein Hund noch kein Sitz, Platz etc. lernen.
    Konzentriere dich auf ein Abbriuchkommando: "NEIN"
    und auf ein Rückrufkommando: "Hier"
    Hunde, die das können kannnst du draußen ohne Leine führen, der Rest ist schmückendes (erleichterndes) Beiwerk.
    Mach also nicht zuviel gleichzeitig...dazu neigen Welpenbesitzer nämlich ganz gern mal...:-)

    So...das jetzt erstmal allgemein...jetzt zu deiner konkreten Fragestellung:

    Lass die Leckerchen erstmal zuhause und versuch ihn anders zu motivieren!
    Was passiert wenn du in die Hocke gehst, mit der Zunge schnalzt?
    Wenn du in die entgegengesetzte Richtung rennst?
    Wenn du dich versteckst?
    Wenn du ihm ein Spielzeug anbietest?

    Zusätzlich, wenn das mit dem Rückruf noch nicht sicher klappt...häng da ne Schleppleine dran, dann kannst du nämlich jedes Kommando durchsetzen!

    Und mit einem Welpen von elf Wochen sollte das alles ganz langsam, ganz spielerisch, abgesichert mit einer Schleppleine, OHNE(!!!) irgendwelche Ablenkung trainiert werden.

    P.S. Leckerchen NIE dazu benutzen um den Hund zu locken...du bestärkst mit Leckerchen gewünschtes Verhalten...das ist ein riesiger Unterschied!!!

  • Ich muss breit grinsen.

    Bloß nicht mit Leckerchen locken, aber gleichzeitig beschreibt ihr alle wie man mit Körpersprache locken soll. Sehr niedlich...

    Muss man nämlich auch wieder abbauen. Da ist der Abbau des Leckerchenlockens einfacher, denn bei der anderen Variante hat man am Ende eine Menge mehr Signale verknüpft (=Jodeln, Hinhocken, Wegrennen, Klatschen... muss man alles einzeln abbauen ;) ).

    Und: Warum einfach, wenn es schwierig geht... der Welpe springt auf Futterbelohnung an und dann darf man sie bloooooß nicht benutzen, weil das ja über das böööööööööööse Leckerchen geht :hust:

    Ich bin vermutlich zu schlicht gestrickt. Ich nehm einfach das, was den Hund belohnt...

  • Zitat


    Lass die Leckerchen erstmal zuhause und versuch ihn anders zu motivieren!
    Was passiert wenn du in die Hocke gehst, mit der Zunge schnalzt?
    Wenn du in die entgegengesetzte Richtung rennst?
    Wenn du dich versteckst?
    Wenn du ihm ein Spielzeug anbietest?

    Wenn ich in die Hocke gehe, passiert nichts, auch wenn ich zusätzlich die Arme ausbreite, in die Hände klatsche (leise) oder sonstige Dinge probiere.
    Das mit dem Spielzeug funktioniert, aber eben hier auch wieder nur, solange er das sieht. Sieht er es nicht - nichts.

    Das mit dem entgegengesetzten Laufen und Verstecken werde ich mal ausprobieren, habe ich bislang nicht versucht.

    Zitat


    Zusätzlich, wenn das mit dem Rückruf noch nicht sicher klappt...häng da ne Schleppleine dran, dann kannst du nämlich jedes Kommando durchsetzen!

    Mit der Schleppleine habe ich ehrlich gesagt noch nie gearbeitet. Wie stelle ich mir das dann vor? Ich werde doch wohl kaum an der Leine "ziehen", dass der Hund zu mir kommt, oder?


    An alle: Danke schonmal für die zahlreichen Antworten, Anregungen und Hinweise. Ihr seid ja schneller als die Feuerwehr! :smile:

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