Junghund beschwert sich, knapst, wegen Arbeitsplätzen
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Schwierig ein guten Betreff zu finden, Entschuldigung schonmal im Vorraus

Ich bin relativ neu hier, hatte vor einiger Zeit aber schonmal Fragen gestellt und hoffe ihr könnt mir helfen.Folgendes Problem: Seit ca. 2 Monaten haben wir ein neues Familienmitglied, ein Schäferhund-Mix-Rüde (ca. 6 Monate alt). Es läuft soweit alles ganz ok, dank Hundeschule.
Nun gibt es aber ein Problem, welches mich auch etwas stuzig macht, soll heißen ich verstehe da seine Motivation nicht so ganz.
Er beschwert sich (kein knurren, eher so ein jaul-gemecker) wenn jemand zu meinem Büroplatz kommt. Egal ob daheim oder im Büro. Wenn man nicht reagiert wird durchaus auch geschnappt. Anfangs war es nur daheim, hat also vorallem meinen Freund betroffen. Das klappt mittlerweile recht gut. Aber nun fängt er es auch im Büro an. Sein Platz ist bei beiden Bürotischen mehr oder weniger neben mir (also am Weg den die Leute zurücklegen).Gestern hat er allerdings auch nach meinem Pferd geschnappt, weil dieser an meinem Korb zugange war, wo Brot drin war. Da gehe ich davon aus, dass es ums Futter ging. Das war auch schon gegen mich Thema, also, dass ich ihm zb im Biergarten nicht erlaubt habe etwas vom Boden zu fressen und er dann nach mir geschnappt hat.
Na gut, soll jetzt auch nicht zu lange werden. Es geht mir vorallem darum zu verstehen was die Motivation dahinter ist. Also geht es ums "hüten" oder ums "nicht dulden"?
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worum es geht, weiß ich nicht.
aber warum sollte es hüten sein?
für mich klingt es so als würde es ihm nicht passen und er erstmal regelt, was er nicht zu regeln hat.
daher würde ich den standort des platzes überdenken.wenn es irgendwie geht,
also einen geschützteren bereich wählen.
einen, an dem niemand vorbei kommen kann und
denn du gleichzeitig blocken kannst.damit bekommt der hund schon durch seine position zu dir und dem besucher eine ahnung davon,
dass er da nix zu regeln hat. -
Was sagt denn die Hundeschule dazu?
Generell würde ich bei solchen Problemen eher jemand zu rate ziehen, der scih das vor Ort
anschaut. Übers Forum ist es immer schwierig. Man sieht den Hund nicht, man sieht euch nicht,
man weiß nicht was du vergessen hast zu schreiben über den Umgang generell... -
Was meint denn "Schnappen"?
Wie verhält er sich sonst in der jeweiligen Situation? Kommt da auch irgendwo ein Knurren vor? Bellen?
Wie sieht die Körperhaltung aus? Was machen die Ohren? Wohin schaut er z.B. beim Besuch am Schreibtisch? Zu dir oder zu dem Besuch? -
Aaronima: Ich glaub das trifft es ganz gut, aber WAS regelt er denn da? Und seinen Platz daheim haben wir schon etwas zur seite verschoben. Aber er steht dann durchaus auch auf und versucht sich quasi wieder dazwischen zu schieben, bzw will sich dann neben mich legen (auf die andere seite). Im Büro wirds schwieriger. Da ist auch kein Durchlaufverkehrt. Nur mal meine Chefin die mal rüberkommt (und die er auch gut kennt). Er liegt geschützt unter einem Tisch, jede andere Position wäre ungeschützter und auch von mir noch weniger beeinflussbar...
YorkieFan: Ich werde nicht nur aufs Forum basierende Aussagen nehmen, aber mich interessiert einfach mal was andere erfahrene Leute dazu sagen. Die Hundeschule hat jetzt eher beraten wie wir reagieren sollen und, dass er es eben nicht darf, aber das ist ja eh klar. Ging da auch drum, dass wenn wir da nicht aufpassen er irgendwann meinen Freund nicht mehr in die Wohnung lässt (also wenns ausartet).
@Fusselfilz: Schnappen.... er beißt, aber ohne fest zu zu beißen? Meist auch eher in die Luft. ich glaube das trifft es am Ehesten. We meinst du "sonst in der jeweiligen situation"? Knurren habe ich ihn noch gar nicht gehört. Eben eher dieses jammertönige. Bellen tut er nur wenn er Angst hat oder ein Hund vorm Fenster vorbeiläuft...
Er liegt eigentlich erstmal einfach auf seinem Platz, schaut niemand an, ist angespannt, "jammert", Ohren leicht nach hinten... -
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Ganz ehrlich, ich denke, dass du das ganze nicht Ernst genug nimmst. Hört sich
jedenfalls so an.
Im Büro würde ich ihn glaub ich an eine Box gewöhnen und die zu Zeiten wo viel
los ist auch zu lassen. Ausserdem darf er die Box nur mit Erlaubnis verlassen. Das
mußt du aber sorgfältig aufbauen und es ist keine Bestrafung, das ist ganz wichtig
dabei.
Und dann ganz dringend mit der Erziehung anfangen, das wird höchste Zeit bevors
ganz aus dem Ruder läuft. Dazu gehören vor allem klare Grenzen und wo man da
am besten ansetzen kann, dass wiederum kann dir nur jemand vor Ort zeigen.
Die Motivation kann z.b. ganz banal die Suche nach festem Halt, nach verläßlicher
Orientierung sein. Was darf er, was darf er nicht. Das scheint ihm bisher noch
niemand erklärt zu haben. -
Also ganz krieg ich das Bild noch nicht in den Kopf.. er muss ja an die Leute überhaupt rankommen um zu schnappen. Steht er also auf, wenn jemand kommt? Ist der Durchgang so eng, dass die Leute quasi über deinen Hund steigen?
Wie stell ich mir das vor?
Kannst du mal den typischen Ablauf wirklich im Detail schildern?
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Nein das geht jetzt in die falsche Richtung. Es geht ihm nicht um seinen Platz. Es ist auch an beiden Orten nicht so, dass sich da jemand vorbeiquetschen müsste oder ihn in die Enge treibt. Es geht nur um die Situationen wo sich quasi jemand zwischen ihn und mich "quetscht", dann will er das korrigieren (also sich wieder dazwischen stellen), "jammert" dann und zwickt eben auch. Ivh würde mal sagen das ist dann in der Situation wo er weiß, dass er auf seinem Platz bleiben muss (Kommando Platz kennt er ja). Also es geht ihm definitiv um die Position der Leute.
Mit einer Box ist bei einem großen Hund nicht so einfach... Er kennt ja, dass er auf seinem Platz liegen bleiben muss. Er darf natürlich auch mal rumlaufen wenn es die Situation erlaubt und ich spiele auch mal mit ihm. Aber gerade im Büro schläft er halt einfach viel auf seinem Platz, da geht er auch gerne hin.
Also es ist nicht so, dass ich meinen Hund einfach mal machen lasse, ganz und gar nicht. Mir geht es wirklich nur drum zu verstehen was die Motivation dahinter ist... ich will seine Reaktion verstehen. -
Warum ist dir das so wichtig? Du kannst ihn ja fragen, vielleicht erzählt er es dir. Sonst bleibt
alles Spekulation und Raterei aus Menschensicht. -
Also einen wirklichen Tipp kann ich dir nicht geben, sondern nur berichten, wie es bei uns abläuft.
Ich nehme Paula auch mit ins Büro. Der Schreibtisch steht mit der kurzen Seite zur Wand, die gegenüber der Türe ist. Die Schreibtische sind ein wenig von der Wand abgerückt, sodass Paula ihren Platz zwischen der Wand und meinem Stuhl hat. Paula ist an lockerer Leine angebunden, sodass sie sich in ihrer Ecke frei bewegen kann, aber nicht so viel Spielraum hat, dass sie großartig an meinem Schreibtisch vorbeikommt, sollte ich mal das Büro verlassen und sie mir hinterher wollen. Sie hat also nicht die Möglichkeit vor mir Kontakt zu den Kollegen aufzunehmen.
Ich habe von Anfang an so geübt, dass sie auf der Arbeit an ihrem Platz zu bleiben hat. Frühstück gibts morgens im Büro, nach einem ausgiebigen Spaziergang, danach wird geschlafen. Mein Büro liegt direkt neben einem Schulungsraum, sodass hier oft reger Verkehr herrscht. Für Paula ist ganz klar, dass dies kein Besuch für sie ist. Sie muss auf der Decke bleiben, auch wenn jemand in mein Büro kommt um etwas mit mir zu besprechen oder ähnliches.
Inzwischen ist es so, dass ich meine Kollegen gar nicht richtig begrüßen kann, weil Paula unbedingt auf ihre Decke will.
Die Decke verlassen darf sie nur, wenn ich sie ableine und es ihr ausdrücklich erlaube.
Im Moment üben wir das auf der Decke liegen bleiben auch ohne Leine, das ist aber noch ausbaufähig, vor allem wenn ich länger im Haus unterwegs bin, ist mit Leine die sichere Variante.
Wichtig ist für Paula und mich, dass ich hier die Besucher manage und sie ruhig auf ihrer Decke bleibt. Action gibts genug außerhalb des Büros.
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