Junghund beschwert sich, knapst, wegen Arbeitsplätzen
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Huhu,
ZitatNein das geht jetzt in die falsche Richtung. Es geht ihm nicht um seinen Platz. Es ist auch an beiden Orten nicht so, dass sich da jemand vorbeiquetschen müsste oder ihn in die Enge treibt. Es geht nur um die Situationen wo sich quasi jemand zwischen ihn und mich "quetscht", dann will er das korrigieren (also sich wieder dazwischen stellen), "jammert" dann und zwickt eben auch. Ivh würde mal sagen das ist dann in der Situation wo er weiß, dass er auf seinem Platz bleiben muss (Kommando Platz kennt er ja). Also es geht ihm definitiv um die Position der Leute.
Mein Hund hat sowas ähnliches gemacht (ich schließe das jetzt nur aus deiner Beschreibung).
Bei uns war es so und ist auch immer noch ein bissel so, dass er meine Sozialkontakte kontrollieren möchte. Er möchte Leute, die er für gefährlich hält, von mir fernhalten. Grundsätzlich sind natürlich alle Leute, die stehen, während ich sitze, gefährlich (als ob sie sich auf mich stürzen würden). Grund dafür war/ist, dass er in diesen Situationen unsicher ist und durch seine Aktion eben die Situation kontrollieren möchte. Er ist extrem auf mich fixiert.Das ist nichts, wo ich lange rumdoktorn würde, gerade im Büro. Hund MUSS ABSOLUT zwischen dir und der anderen Person WEG. Bau ihm einen Platz, wo er NICHT die Kontrolle über den "Zugang" zu dir hat. Gib ihm sichere, souveräne Anleitung, was er in diesen Situationen zu tun hat.
Das sind die zwei Dinge, die bis jetzt bei mir am besten geholfen haben.Grüßle
Silvia - Vor einem Moment
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Hi,
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Danke Judith und Silvia :) Solche Beiträge helfen mir wirklcih weiter! Dann werde ich mal schauen, dass wir den Platz im Büro optimieren. Zu Besuch darf er auch nicht, da lass ich ihn dann auch angebunden (weil ich muss ja aufstehen und kann mich neben Besuch nicht noch auf Hund konzentrieren, aber sonst klappt das mit dem Platz wirklich gut).
Das mit dem über mich beugen und das als Gefahr sehen macht für mich wirklich Sinn, danke, das hilft mir da einen Sinn hinter zu verstehen.
Was wäre für dich eine souveräne Anleitung was er in so einer Situation zu tun hat? Oder meinst du damit nur auf seinem Platz liegen und sich ruhig verhalten? -
Natürlich bin ich selber nicht so super-perfekt in diesen Momenten, denn es geht mir schon ein wenig auf den Keks. Manchmal.
Aber das Ideal wäre: selber ruhig bleiben (und bei meinem Hund gilt schon der _GEDANKE_ "da kommt jemand, mal sehen, was gleich wieder passiert" als Unruhe), dem Hund ein Kommando geben, BEVOR er meint, reagieren zu müssen, und bei Nichtgehorsam - falls zu spät oder wenn das Kommando einfach noch nicht sitzt - das Kommando ruhig und bestimmt durchsetzen. Und zwar zügig - nicht zögern, weil man evtl gerade etwas mit der Person besprechen möchte (im Büro vielleicht schwierig - aber Nichtgehorsam sollte sich durch Inkonsequenz nicht verfestigen dürfen). Der Hund, falls deiner auch unsicher ist, braucht in dem Moment durch dich eine Orientierung, was er zu tun hat. Kriegt er keine, "regelt" er selber.
Und: immer gleiches verlangen. Das verschafft Sicherheit.Was du verlangst, ist im Endeffekt egal. Auf der Decke bleiben ist natürlich klassisch, aber du kannst auch ein Spiel draus machen und eine auftauchende Person sozusagen als Zeichen dafür konditionieren, dass du ein bestimmtes Ding gebracht haben willst - natürlich etwas, was weiter weg von dir ist
Ziel ist eben immer, dass der Hund von dir und der anderen Person weggeht.
Viel Erfolg
Silvia -
Hallo,
ich würde auch schauen, dass er einen Platz bekommt der nicht unter dem Tisch ist.
Ein Hund der so ein Verhalten (Ressourcenverteidigung) zeigt, der sollte nicht unter dem Tisch liegen sondern seinen Platz an einem ruhigen Ort, oder eben in einer Box haben wenn er nicht zuverlässig dort bleibt und man nicht nach ihm schauen kann.Er sieht Dich als sein Eigentum und das verteidigt er eben.
Ich würde den Kerl immer wegschicken wenn er sich zwischen Dich und jemand anderen drängelt. Er muss lernen, dass Du selbst entscheidest mit wem Du Kontakt aufnimmst und mit wem nicht.
Es ist nicht seine Aufgabe Dich zu bewachen/schützen.Das Problem kann größer werden wenn man es nicht ernst nimmt. Noch schnappt er nur, aber wenn das nicht ausreicht, dann kann es auch mal ein richtiger Biss werden.
Liebe Grüße
Steffi
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So ich war jetzt eine Weile nicht mehr online. Danke noch für deinen Beitrag, Steffi, das trifft es sehr genau!
Wir haben den Platz sowohl daheim, als auch im Büro geändert. Daheim hat er jetzt außerdem eine Box.
Drauf geachtet wird auch, dass er mir nicht immer hinterherspurtet und uns auch nicht immer im Blick hat. Das war anfangs nicht so leicht, aber mittlerweile hat er das sehr gut akzeptiert und wirkt sich auf den Alltag positiv aus.
Mir ist auf jeden Fall klar geworden, dass da die Rangordnung definitiv für ihn noch nicht so klar war. Nun ist es um einiges besser. Und die meisten Probleme haben sich in Luft aufgelöst :)
Ich bedanke mich also nochmal herzlich bei euch Allen! -
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Schön, dass du noch berichtest! Und schön, dass es sich positiv entwickelt! :)
-s-
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