Verarscht mich mein Hund?
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Miraject -
15. Mai 2012 um 13:27
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Aus der Ferne immer schwierig, aber ja, dein Hund verarscht dich. Er nimmt dich nicht für voll und es fehlt jeglicher Respekt vor dir. Deshalb auch das abrupte abbiegen im Wald
und das fangen spielen und dass er es überhaupt wagt das Auto ohne Erlaubnis zu
verlassen.
Impulskontrolle ist schon mal gut für einen hibbeligen Hund aber noch wichtiger wäre
es, dass du ihm vermittelst wer die Spielregeln aufstellt. Sonst wirst du noch viel
"Spass" mit ihm haben.
Was sagt dir denn in deiner HuSchule dazu? Haben die dir ein Konzept vorgeschlagen
nach dem du arbeiten kanst, so dass dein Hund anfängt dich als vollwertig wahrzunehmen? -
15. Mai 2012 um 19:55
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Das er aprupt im Wald abgebogen ist, hat meines erachtens nichts mit Respektlosigkeit oder das er mich nicht für voll nimmt zu tun sondern mit Trieb und fehlende Impulskontrolle, sprich selbsbeherschung. Er hört im Alltag gut und ich bin zufrieden. Trieb kann man nicht einfach wegerziehen oder durch respekt unterdrücken. Ein Hund der ausgeprägten Jagdtrieb hat blendet alles um sich rum aus auch mich als Halter und konzentriert sich nur noch auf Beute oder die Fährte. Das was die Halte oft als ignorieren empfinden ist bei solchen Hunden oft so das die Ablenkung zu stark ist und nichts anderes mehr wahr nehmen. Sprich wenn du auf was extrem konzentriert bist nimmst du auch nichts mehr war. Jagdtrieb kann ich nicht durch respekt kontrollieren das ist permanentes Training in allen Lebenslagen. Und oft kann man es wenn nur lernen zu kontrollieren oder zu unterdrücken, sprich dem Hund alternativverten zeigen. Zusätzlich muss ich bei ihm mit Impulskontrolle Arbeiten was es mir zusätzlich schwer macht. Da gibt es kein Konzept, auf alles mus geachtet werden das fängt im Alltag an.Ruheüngen, stressige hochfahrende Situationen (z.b begrüßung)vermeiden, der alltag muss einfach durchstrukturiert werden. Und nach und nach wird geübt mit stress umzugehen damit er lernt sich zu beherschen. Teletak wurde mir als Wundermittel auch schon angeboten. Aber lieber ein lebenlang Schleppleine als sowas.
Ein Hund mit Impulskontralle ist halt viel Arbeit aber es macht sich eben nach und nach bezahlt. Mein Hund muss auch immer warten bevor er aus dem Auto darf, es ist nicht üblich das er aus dem Auto prescht zumal der kofferraum nicht mal richtig oben war und er sich durchgedrückt hatte. Ich hatte null zeit zu reagieren.Eine frage zum dopelten Rr . Hab ich das richtig verstanden. Ich rufe z.B hier wenn er auf dem weg zu mor ist kann ich klicken und dann z.b. Weiter hophophop und klatsche ? Kann ich die leckerlis dann kreuz und quer schmeissen? Und soll ich die dann erst schmeissen wenn er vorsitzt? Oder kann ich ihm die direkt zb ins maul schmeissen? Uuuuuund das ist doch wieder zu aufgedreht oder wenn er kreuz und quer rennt? Andererseit ist es ja ne positive Beschäftigung die ich vielleicht mit was zusätzlich ruhigen verbinden sollte. Erst kurz sagen wir 3 sek. Vor mir sitzen bleiben? Will nur nicht wieder was beim superrückruf falsch machen.
Heute war das gleiche spiel wieder. Gleiche Strasse aber diesmal angeschnallt. Deckel etwas auf platz machen lassen und deckel auf wieder losgestürmt, diesmal hat er dabei geknurrt und ich bin sicher das da diesmal keine Katze war.
Hab sofort bleib geschrien... Gut schrein ist übertrieben aber in nem forschern ton. Doof geguckt. Er hat sich wahrscheinlich durch das hetzen gestern selber belohnt und wollts heute nochmal wissen oder?
Kofferraumübung in der strasse ? Bleib deckel auf und zu nix spannendes passiert ala Rütter?Grüssle und guts nächtle
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Tja, das habe ich auch gemacht. Jede Menge Ausreden gefunden warum dies und jenes nicht geht. Warum mein Hund der Nase folgen muß, warum er nicht auf mich achten
kann, der arme Kerl kann doch nichts dafür. Ist halt sein Trieb...
Das scheint bequem zu sein, führt aber nicht zur Lösung, höchstens dazu, dass du dich
damit abfindest. Wenn du es nicht schaffst, dass dein Hund dich wahrnimmt und dir
folgt anstatt seinen Gelüsten, dann wirst du immer dran rumtrainieren.
Sicher hängt alles zusammen, aber am Anfang steht die Beziehung zwischen dir und
deinem Hund und der gegenseitige Respekt. Dazu brauchst du auch nicht möglichst viele
Kekse, dadurch machst du dich nicht glaubwürdig oder ernst zu nehmen. Somal die
Gefahr groß ist, das du an falscher Stelle den Keks wirfst und dadurch was belohnst was
du nicht willst.
Respekt hat übrigens nichts mit Gewalteinwirkung oder Gewalt in irgendeiner Form zu
tun, dazu brauchst du Präsenz, deine Persönlichkeit, dein Auftreten, darauf kommt es
an und das kann man lernen. -
Zitat
Das er aprupt im Wald abgebogen ist, hat meines erachtens nichts mit Respektlosigkeit oder das er mich nicht für voll nimmt zu tun sondern mit Trieb und fehlende Impulskontrolle, sprich selbsbeherschung. Er hört im Alltag gut und ich bin zufrieden. Trieb kann man nicht einfach wegerziehen oder durch respekt unterdrücken. Ein Hund der ausgeprägten Jagdtrieb hat blendet alles um sich rum aus auch mich als Halter und konzentriert sich nur noch auf Beute oder die Fährte. Das was die Halte oft als ignorieren empfinden ist bei solchen Hunden oft so das die Ablenkung zu stark ist und nichts anderes mehr wahr nehmen. Sprich wenn du auf was extrem konzentriert bist nimmst du auch nichts mehr war. Jagdtrieb kann ich nicht durch respekt kontrollieren das ist permanentes Training in allen Lebenslagen. Und oft kann man es wenn nur lernen zu kontrollieren oder zu unterdrücken, sprich dem Hund alternativverten zeigen. Zusätzlich muss ich bei ihm mit Impulskontrolle Arbeiten was es mir zusätzlich schwer macht. Da gibt es kein Konzept, auf alles mus geachtet werden das fängt im Alltag an.Ruheüngen, stressige hochfahrende Situationen (z.b begrüßung)vermeiden, der alltag muss einfach durchstrukturiert werden. Und nach und nach wird geübt mit stress umzugehen damit er lernt sich zu beherschen. Teletak wurde mir als Wundermittel auch schon angeboten. Aber lieber ein lebenlang Schleppleine als sowas.
Da hast du schon Recht, ein nicht befolgter Rückruf hat nichts mit mangelndem Respekt zu tun. Dein Hund verarscht dich auch nicht - ich bin immer wieder erstaunt, dass so viele HH dem Hund so vermenschlichte Motive unterschieben. Kein Hund plant Aktionen mit dem Ziel, seinen Menschen reinzulegen.Was aber sicher da ist, ist fehlende Impulskontrolle, und mangelhafter Gehorsam - daran musst du arbeiten. Der Rückruf hat unter starker Ablenkung nicht funktioniert, der Hund hatte andere Prioritäten. Kann man ändern, aber der Rückruf ist ein konditioniertes Signal, das reichen Präsenz und Auftreten, obwohl sicher hilfreich, nicht aus - das muss geübt werden unter steigenden Anforderungen.
Zitat
Eine frage zum dopelten Rr . Hab ich das richtig verstanden. Ich rufe z.B hier wenn er auf dem weg zu mor ist kann ich klicken und dann z.b. Weiter hophophop und klatsche ? Kann ich die leckerlis dann kreuz und quer schmeissen? Und soll ich die dann erst schmeissen wenn er vorsitzt? Oder kann ich ihm die direkt zb ins maul schmeissen? Uuuuuund das ist doch wieder zu aufgedreht oder wenn er kreuz und quer rennt? Andererseit ist es ja ne positive Beschäftigung die ich vielleicht mit was zusätzlich ruhigen verbinden sollte. Erst kurz sagen wir 3 sek. Vor mir sitzen bleiben? Will nur nicht wieder was beim superrückruf falsch machen.
Wie du belohnst, ist dir überlassen, hauptsache, er findet es obertoll! Vorsitzen ist eine separate Übung, das würde ich nicht in den Rückruf einbauen (ausser bei Prüfungen), der ist eh schon komplex genug.Du solltest beide Teile des doppelten RR erstmal separat konditionieren, denn beide sollten auch für sich alleine den Hund zu dir bringen. Also wenn der Hund eh auf dem weg zu dir ist, mal nur das Klatschen, denn Megabelohnung. Und auch nur das UOS - das kann man anfangs gut konditionieren, wenn der Hund eh schon da ist. Ich habe da (ist in dem Fred nachzulesen) mein schon bestehendes, ganz gutes Signal genommen. Dann in 100% sicheren Situationen beides kombinieren, langsam steigern. Aber zwischendurch immer wieder einzeln festigen.
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Das mit der Körperhaltung beim Rückruf ist wirklich extrem wichtig. Meine Freundin hat dasselbe Problem. Nimm doch mal jemanden mit, den Du magst und der Dich beobachtet.
Ich hab ihr damals auch gesagt, was ich sehe, aber nicht besserwisserisch oder so, zum Schluß haben wir beide gelacht, weil es ihr dann auch bei ihr selbst aufgefallen ist.Was ich persönlich super gerne mag, ist meine Hütepfeife. Es gibt einen Rückrufpfiff, einen Achtungpfiff und einen "Du fängst gerade an Mist zu bauen-Pfiff". Richtig lange geübt haben wir eigentlich nur den ersten, der Rest kam quasi von alleine, der "Achtung" ist einfach nur ganz kurz und der letzte klingt wie Alarmanlage beim Auto, man könnte quasi sagen, ich brülle in die Pfeife.
Aber der Vorteil ist - es bleibt ein emotionsloses Geräusch.....
Sie hört auch auf Ruf, aber das ist mir eigentlich zu doof, weil ich es hasse, wenn Leute quer übers Feld brüllen. Mit der Pfeife haben wir das nicht mehr, es reicht ein kurzer Pfiff "Hallo, ich hab Dir was zu sagen" - und anschließend ein Handzeichen.
Ruhig ist irgendwie schön.....
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??? Wen ich mich mit dem Thema abfinde, würde ich A) hier nicht posten und B) keine Hundeschule besuchen...
Meine Persönliche Meinung ist aber eben der Trieb, über die Bindung zu meinem Hund kannst du nichts sagen. Und wenn du richtig gelesen hast hab ich geschrieben, das er sonst Folgt, ich konsequent bin und mich Durchsetze mit dem was ich von ihm will. OHNE Gewalt, ich habe nichts von Gewalt geschrieben. Ich bin mir sehr wohl bewusst wie ich ernst von meinem Hund genommen werde ohne ihn Körperlich zu Strafen, das werde ich nie tun und das habe ich noch nicht. Du stellst mich so hin als würde ich nicht wissen was ich mit meinem Hund mache und nur mit Keksen um mich schmeissen. Dir ist vielleicht Bewusst das deine Rasse und meine Rasse unterschiedlich sind und nicht jeder Hund mit deiner Erziehungsmethode zu heilen ist. Meine Meinung ist eben das es Trieb ist der kontrolliert werden muss und das dauert um es unter kontrolle zu bekommen. Scheiden sich die Geister, das ich meine Ansicht und du hast deine. Ich habe bereits Erfolge mit dem was ich trainiere also scheint der Keks ja doch nicht an falscher Stelle geflogen zu sein !!!
Ich kenne Hunde aus dem Schutzdienst die perfekt hören, super in der UO sind aber trotzdem extrem Triebig sind. Siehe seinen Vater und Schwester. Man kann nicht alles kontrollieren und unter kontrolle bekommen wenn der Hund dich in diesem Moment ausblendet, du also nicht da bist. -
Was mir spontan noch einfällt. Der Zeitpunkt ist enorm wichtig. Wenn meine vorhat in den Wald zu düsen, sehe ich das mittlerweile. Ich meine den Zeitraum, in dem sie gerade dabei ist sich in den Jagdmodus zu begeben.
Ich kann ihr zwar hinterherpfeifen und sie kommt dann auch, aber es ist viel leichter ihr Vorhaben schon abzubrechen, bevor sie losstartet.
Dafür langt mittlerweile ein: "Was immer Du vor hast, vergiss es einfach" im richtigen Tonfall.

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Naijira hat das wichtigste eigentlich schon gesagt zum DRR. Sitz kannst du bei herankommen verlangen (wenn es positiv aufgebaut wurde), musst du aber nicht. Sitz oder ein Target o.ä. nach dem Zurückkommen kann aber helfen, dass der Hund lernt, erst bei dir einzuchecken, bevor die Belohnung erfolgt... gehört aber eigentlich nciht zum Rückruf dazu.
Beim doppelten Rückruf hast du ein Umorientierungssignal, welches die Aufmerksamkeit auf dich lenkt - und einen Anker, welcher bedeutet: Hund rennt zu seinem Menschen. Bei der UO reicht es auch, wenn der Hund nur ein Ohr dreht oder seinen Kopf wendet-wichtig: er schenkt dir Aufmerksamkeit. Den UO-Pfiff kannst du also immer dann aufladen, wenn du seine volle Aufmerksamkeit haben willst bzw brauchst (zB als Start für eine Trainingseinheit, die dem Hund Spass macht) Meist kommt der Hund auf das UO-Signal schon automatisch zu dir, wenn nicht, dann kannst du ihn mit dem Anker heran"angeln"
Beide Signale musst du in den verschiedensten Situationen mit steigender Ablenkung abrufen, damit er sie generalisieren kann.
Aber lies dir am besten den Thread durch, das wichtigste steht da eigtl schon.Ich finde es gut, dass du selbst sagst, dass ihr an der Impulskontrolle arbeiten müsst(=das ist eine endliche Ressource) und dass dein Hund dich nicht ärgern möchte mit seinem Verhalten. Für ihn bot die Umwelt einfach eine viel größere Motivationsbefriedigung. Diese Motivationsräume musst du erkennen und nutzen lernen.
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