Eifersüchtig oder rüpelhaft?

  • Hallo Leute,
    heute komme ich auch mal wieder mit einem Problem zu Euch.
    Bobby bellt sofort wenn ich mit jemand reden möchte und das andauernd und ziemlich laut.
    Das geht mir beim Gassi gehen tierisch auf den Wecker, sobald wir jemand begegnen, mit oder ohne Hund und ich möchte ein paar Worte mit den Leuten reden, fängt er sofort zu bellen an.
    Ist er jetzt eifersüchtig oder will er nur seinen Kopf durchsetzen, ist übrigens ein Terrier-Mischling.
    Wie kann ich das abstellen? Ich hab es mit ignorieren versucht, allerdings braucht man da schon einen arg langen Atem, denn nach 10 Min. durchgekläffe, gehe ich, oder mein Gegenüber, freiwillig weiter.
    Ist er übrigens ohne Leine und kann sich mit anderen Hunden beschäftigen oder schnüffeln, hab ich keinerlei Probleme, da ist er brav und ruhig.
    Bitte helft mir, das Gekläffe bringt mich noch in die Isolation, da ich jedem Gesprächspartner schon ausweiche , ist mir sehr peinlich.

  • Was passiert denn, wenn du, wenn er an der Leine ist, einfach so (ohne Gesprächspartner) stehen bleibst und ihn ignorierst? Oder dich auf eine Bank setzt? ;)

  • Ich denke jetzt mal, ohne dass ich die Situation richtig einschätzen kann, dass hier weder Eifersucht noch Rüpelhaftigkeit im Spiel ist, sondern Frust. :smile:

    Frust, weil er keine aufmerksamkeit hat, Frust weil es nicht weitergeht...etc.pp.

    Das spricht dafür, weil wenn er Aufmerksamkeit hat (offline) durch andere Hundekontakt ist es im wurscht.
    In den Situationen hast du ihn an der leine (wie ich verstanden habe).

    Hatte das mit meinem auch. War eine frage der frusttrationstoleranz. Kann man üben, gibts über die suche einige Übungen zu! ;)

  • Zitat

    Was passiert denn, wenn du, wenn er an der Leine ist, einfach so (ohne Gesprächspartner) stehen bleibst und ihn ignorierst? Oder dich auf eine Bank setzt? ;)

    Hallo,
    da passiert nichts, er ist ruhig und akzeptiert es einfach. Wenn ich stehen bleibe, schaut er mich an und wartet geduldig

  • Zitat

    Ich denke jetzt mal, ohne dass ich die Situation richtig einschätzen kann, dass hier weder Eifersucht noch Rüpelhaftigkeit im Spiel ist, sondern Frust. :smile:

    Frust, weil er keine aufmerksamkeit hat, Frust weil es nicht weitergeht...etc.pp.

    Das spricht dafür, weil wenn er Aufmerksamkeit hat (offline) durch andere Hundekontakt ist es im wurscht.
    In den Situationen hast du ihn an der leine (wie ich verstanden habe).

    Hatte das mit meinem auch. War eine frage der frusttrationstoleranz. Kann man üben, gibts über die suche einige Übungen zu! ;)

    Hallo,
    oh, ich hab das Wort in der Suche eingegeben, da gab es 843 Treffer, konnte aber keine Übungen finden. Kannst du mir nicht die Übungen schreiben? Wäre super toll, mit dem Problem bin ich bestimmt nicht allein auf der Welt. Lieben Dank

  • Zitat

    Ist er jetzt eifersüchtig oder will er nur seinen Kopf durchsetzen, ist übrigens ein Terrier-Mischling.

    Ich denke, er wird vor allem irgendwann irgendwie gelernt haben ;) : Bellen => Aufmerksamkeit von den Menschen.
    Vielleicht wurde mit dem Hund häufiger "geschimpft", wenn er gebellt hat. Das ist aus der Sicht des Hundes in manchen Fällen quasi ein Anfeuern jetzt erst recht weiter zu bellen und verstärkt das Bellen.
    Wenn ihm langweilig wird und er genervt ist, weil nichts spannendes passiert, bellt er eben und es passiert irgendetwas Spannendes (Aufmerksamkeit in welcher Form auch immer, es geht weiter etc.). Oder passiertE zumindest in der Vergangenheit. Also findet der Hund dieses Bellen sehr sinnvoll, da es ihn zu seinem Ziel führt. Sinnvolles Verhalten wird beibehalten.

    Mit Konsequenz und Ausdauer kann man ihm das schon wieder abgewöhnen.
    Die zwei Grundreglen hierbei sind: 1. Das Bellen wird immer absolut ignoriert. 2. Der Hund wird nur dann beachtet, positiv bestärkt, wenn er ein paar Sekunden lang nicht bellt.

    Du musst also zuerst versuchen die "Bellattacke" deine Hundes zu unterbrechen. Schaffst du das irgendwie für ein paar Sekunden wird er belohnt. Mit Futter zum Beispiel. Dabei ist aber genaues Timing sehr, sehr wichtig. Also wirklich nur in den kleinen Bellpausen belohnen und sonst nicht beachten!
    Eine Bellpause könntest du zum Beispiel erreichen indem du den Hund mit einer Wasserpistole bespritzt und so kurz irritierst. Oder sehr lautes Klatschen in die Hände oder irgendein anderes Geräusch, was den Hund kurz irritiert (allerdings nicht deine Stimme dafür einsetzen!). Wenn der Hund dann ein paar Sekunden lang nicht bellt, wird er kurz beachtet und mit Futter belohnt. Und so weiter. Nach so 20 bis 30 Wiederholungen (oder etwas mehr) sollten die Bellpausen länger werden.
    Später kann man dann dazu übergehen in regelmäßigen Abständen dem Hund etwas Futter auf den Boden schmeißen, wenn er ruhig ist.
    Sehr wichtig ist, dass der Hund für dieses Training ausgelastet ist. Also sich vorher richtig austoben konnte und dann aber auch erst mal ein paar Minuten zum Runtergekommen hatte dem Spiel, bevor das Training beginnt.

    Und noch ganz wichtig: Wenn der Hund bellt, wird nie weiter gegangen. Solange stehen bleiben, bis der Hund aufhört zu Bellen. Am Anfang reichen auch ein paar Sekunden.
    Wenn der Hund bellt und er wird daraufhin mit Weitergehen belohnt, verknüpft der Hund: Ich belle = ich bekomme meinen Willen = Weitergehen. Das sollte möglichst vermieden werden.

  • Hallo,

    stimmt springerle, mit diesem Problem bist du nicht allein auf der Welt. Mir geht es genauso, allerdings beschäftigt sich Kora doch bevor sie bellt doch schon einige Zeit. Da wird dann erst mal genauer der Standpunkt beschnüffelt, wenn dies erledigt ist fängt sie dann aber auch an zu bellen.

    Bei Kora bin ich mir ziemlich sicher, dass sie es macht um meine Auferksamkeit zu bekommen. Ihr ist langweilig und ihr passt es gar nicht das ich da jetzt stehe und mich unterhalte. Stehe ich länger da, kommt sie auch manchmal und stupst meine Hand an nach dem Motto "Komm, komm da vorne gibts noch ganz viel zu entdecken".

    Manchmal wirklich Nervenberaubend :headbash:

  • Mir fallen spontan zwei mögliche Lösungen ein, die man probieren könnte.

    Entweder ich würde ihm was geben, auf dem er rumkauen kann, um seinen Frust abzulassen. Wer die Gosche voll hat kann nicht bellen. Oder aber ich würde mir den Lärmbär nehmen und ihn einfach etwas abseits irgendwo anbinden. Ist er ruhig, kannst du ruhig hingehen und ihn wieder dazu holen, lärmt er weiter bleibt er da.

    Ignorieren würde ich da gar nichts. Es nervt. Also muss ich handeln.

    Viele Grüße
    Frank

  • jedesmal wenn du, nachdem er bellt, zeitnah weitergehst, hat er gelernt: "bellen lohnt sich". genauso wärs beim 1. vorschlag von schnappi42 lerneffekt wär:" bell ich, gibts was zu kauen". der 2. vorschlag von schnappi glaub ich, is gut. bindest du ihn weg, wenn er bellt, lernt er "wenn ich bell passiert was blödes." und läßt es......irgendwann......vielleicht.......hoff ich für dich

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